Von pas­si­vem Ein­kom­men hat mit Sicher­heit jeder schon mal gehört: Geld ver­die­nen ohne dafür arbei­ten zu müs­sen. So zumin­dest ist das all­ge­mei­ne Ver­ständ­nis von pas­si­vem Einkommen.


Doch ganz so sim­pel ist die Bedeu­tung von pas­si­vem Ein­kom­men nicht. Unter pas­si­vem Ein­kom­men oder pas­si­ve Inco­me sind Ein­nah­men zu ver­ste­hen, die mit sehr wenig oder sogar ohne Arbeit (was eher sel­ten ist) entstehen.

Bei­spie­le für klas­si­sches pas­si­ves Ein­kom­men sind Miet­ein­nah­men, Ein­nah­men von finan­zi­el­len Invest­ments, wie z. B. Akti­en­han­del (u. a. Akti­en­ge­win­ne), Buch­ver­kauf-Pro­vi­sio­nen etc.

Pas­si­ves Ein­kom­men ist unab­hän­gig von der inves­tier­ten Zeit und ent­steht auch, wenn man nicht arbei­tet. Dar­über hin­aus ist auch kein Ein­satz von phy­si­schem Mate­ri­al notwendig.

Im Gegen­satz tauscht man beim akti­ven Ein­kom­men Zeit gegen Geld, d. h. man wird für sei­nen Zeit­ein­satz ent­spre­chend bezahlt. Hört man auf zu arbei­ten, erhält man auch kei­ne Ein­nah­men mehr.

Vorteile von passivem Einkommen

  • Ver­fügt man über ver­schie­de­ne pas­si­ve Ein­kom­mens­quel­len, ist man nicht nur von einer Ein­kom­mens­quel­le abhängig.
  • Auch in Zei­ten, in denen du nicht arbei­test, erzielst du pas­si­ve Ein­nah­men, so z. B. im Urlaub oder am Wochenende.
  • Du kannst dir mehr Frei­zeit erlauben.
  • Im Krank­heits­fall hast du durch pas­si­ve Ein­kom­mens­strö­me immer noch Ein­nah­men, auch wenn du nicht arbei­ten kannst. Das „akti­ve“ Ein­kom­men bricht für Selb­stän­di­ge in so einem Fall voll­stän­dig weg.
  • Mit pas­si­vem Ein­kom­men kannst du lang­fris­tig dein Gesamt­ein­kom­men erhöhen.

Nachteile bzw. Bedrohungen von passivem Einkommen

Bei den Nach­tei­len von pas­si­vem Ein­kom­men han­delt es sich eher um Gefah­ren bzw. Bedro­hun­gen. Wer glaubt, dass er mit die­ser Ein­kom­mens­art dau­er­haft ohne Arbeit Geld ver­die­nen kann, gibt sich einer Illu­si­on hin.

Die Kon­kur­renz schläft nicht
Vie­le stre­ben nach einem pas­si­ven Ein­kom­men, daher ist die Kon­kur­renz im Inter­net groß. Wenn ande­re sehen bzw. erken­nen, dass du mit einer pas­si­ven Ein­nah­men­quel­le gutes Geld ver­dienst, wer­den sie eben­falls ver­su­chen, damit Ein­nah­men zu erzie­len. Das bedeu­tet, du musst immer wie­der dei­ne Ein­kom­mens­strö­me opti­mie­ren, sei es hin­sicht­lich SEO, Inhalt, Wer­be­an­zei­gen, Preis etc.

Ein­nah­me­quel­len bre­chen weg
Falls du mit bestimm­ten Affi­lia­te-Pro­gram­men gutes Geld ver­dienst, musst du trotz­dem damit rech­nen, dass die­se Pro­gram­me irgend­wann ein­ge­stellt wer­den und dir eine Ein­kom­mens­quel­le wegbricht.

Genau­so kön­nen sich dei­ne digi­ta­len Pro­duk­te irgend­wann nicht mehr gut ver­kau­fen, z. B. weil ein ande­rer etwas Ähn­li­ches güns­ti­ger ver­kauft oder dei­ne Inhal­te ver­al­tet sind.

Goog­le Updates beein­flus­sen Seitenplatzierung
Goog­le ändert stän­dig sei­nen Algo­rith­mus, was sich auch nega­tiv auf die Plat­zie­rung dei­ner Sei­ten in den Such­ergeb­nis­sen aus­wir­ken kann.

Die recht­li­che Situa­ti­on ver­än­dert sich
Auch Ver­än­de­run­gen der recht­li­chen Lage kön­nen dazu füh­ren, dass bestimm­te pas­si­ve Ein­nah­men nicht mehr so gut funk­tio­nie­ren wie vorher.

Du ver­nach­läs­sigst Kun­den und Kontakte
Pas­si­ves Ein­kom­men bedeu­tet nicht, dass du um Kun­den­an­fra­gen und Kon­takt­pfle­ge her­um­kommst. Falls du dich nicht um dei­ne Kun­den küm­merst, also nicht auf Anfra­gen ant­wor­test, wird sich dies eben­falls nega­tiv auf dei­ne Ein­nah­men aus­wir­ken, denn so man­che pas­si­ven Ein­kom­men basie­ren auf Ver­trau­en und Kontakt.

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So stabilisierst du dein passives Einkommen

Meh­re­re pas­si­ve Einkommensströme
Nur ein erfolg­rei­cher pas­si­ver Ein­kom­mens­strom ist mit Risi­ko behaf­tet, daher soll­test du dir die Arbeit machen, meh­re­re pas­si­ve Ein­nah­men­quel­len auf­zu­bau­en. Denn wenn die­ser eine Strom weg­bricht, hast du kei­nen Ver­dienst mehr.

Dabei lohnt es sich, eher auf vie­le klei­ne pas­si­ve Ein­kom­mens­quel­len zu set­zen anstatt auf nur weni­ge gro­ße. Fal­len zwei, drei klei­ne Quel­len weg, hast du immer noch meh­re­re Ein­kom­mens­strö­me, die dir was bringen.

Eige­ne Pro­duk­te erstellen
Affi­lia­te-Mar­ke­ting ist zwar ein­fa­cher zu betrei­ben als eige­ne Pro­duk­te in Form von Kur­sen, Ebooks oder Büchern zu erstel­len, doch du machst dich von den Affi­lia­te­pro­gramm-Betrei­bern abhän­gig. Wird ein Pro­gramm ein­ge­stellt, dann ist auch die­se Ein­nah­me­quel­le versiegt.

Das glei­che gilt für Wer­be­ein­nah­men von AdSen­se oder ande­ren Anbie­tern: Wird dei­ne Sei­te für Goog­le AdSen­se gesperrt oder ein Wer­be­an­bie­ter geht vom Markt, fal­len Ein­nah­men weg.

Mit eige­nen Pro­duk­ten bist du dage­gen unab­hän­gig von Drit­ten und du hast dei­ne pas­si­ven Ein­kom­mens­strö­me viel bes­ser unter Kontrolle.

Immer am Ball bleiben
Ein­mal einen pas­si­ven Ein­kom­mens­strom auf­ge­setzt und das war’s, das ist rea­li­täts­fern. Du soll­test dei­ne Ein­nah­me­quel­len stän­dig beob­ach­ten, aus­wer­ten und ver­bes­sern. Neue Tex­te schrei­ben, wei­te­re Ein­nah­men-Alter­na­ti­ven suchen und auf­set­zen, tech­ni­sche Anpas­sun­gen und recht­li­che Aktua­li­sie­run­gen durch­füh­ren gehö­ren zu dei­ner regel­mä­ßi­gen Arbeit.

Nach die­ser Ein­lei­tung über die Vor­tei­le und Pro­ble­me von pas­si­vem Ein­kom­men stel­le ich dir jetzt zehn Ideen für ein pas­si­ves Ein­kom­men vor.

10 Ideen für passives Einkommen

#1 Passives Einkommen mit einem Blog

Blog­gen ist immer noch eine belieb­te und erfolg­rei­che Mög­lich­keit, vie­le pas­si­ve Ein­kom­mens­strö­me auf einer Web­site zusammenzuführen.

Du kannst in einem Blog Affi­lia­te-Links set­zen, Wer­be­ban­ner ein­blen­den las­sen, eige­ne Pro­duk­te wie Ebooks, Bücher, Video­kur­se ver­kau­fen oder einen kos­ten­pflich­ti­gen Mem­bers­hip­be­reich anbieten.

Doch bevor anspre­chen­de Ein­nah­men flie­ßen, wird eini­ges an Vor­ar­beit nötig sein und es wird wahr­schein­lich ein paar Jah­re dau­ern, um irgend­wann einen Blog zu besit­zen, der dir monat­lich einen attrak­ti­ven Geld­be­trag liefert.

Und du musst nicht nur viel Arbeit in dei­nen Blog inves­tie­ren, son­dern auch ein mone­ta­ri­sier­ba­res Blog­the­ma fin­den, mit dem sich gutes Geld ver­die­nen lässt.

#2 Passives Einkommen mit dem Verkauf von Ebooks

Seit gut 10 Jah­ren gibt es nun Ebooks und sie gehö­ren immer noch zu den belieb­tes­ten Medi­en. Somit lässt sich auch als Ebook-Autor ein pas­si­ves Ein­kom­men erzie­len, doch der Markt ist stark umkämpft.

Um hier erfolg­reich zu sein, soll­test du über eine gute Schrei­be ver­fü­gen und dich in einer Nische platzieren.

Ver­kau­fen kannst du dei­ne Ebooks sowohl über dei­nen Blog als auch über bestimm­te Platt­for­men wie Ama­zon, ePu­bli, Toli­no und eini­ge mehr. Dort kannst du von den hohen Besu­cher­zah­len pro­fi­tie­ren, doch du musst dei­ne Ebooks ent­spre­chend ver­mark­ten, um auf gewinn­brin­gen­de Ver­kaufs­zah­len zu kommen.

Eine wei­te­re Ein­kom­mens­quel­le mit Ebooks ist deren Ver­to­nung zu einem Audiobook.