Versicherungen für Selbständige und Freelancer

Das Thema „Versicherungen“ ist sehr komplex, da Selbständige nicht nur im privaten Bereich auf einen guten Versicherungsschutz achten sollten, sondern auch je nach ihrer beruflichen Tätigkeit und den damit verbundenen Risiken entsprechende Absicherungen ergreifen müssen, um ihre geschäftliche Existenz zu sichern.

Oft ver­än­dert sich der Ver­si­che­rungs­an­spruch von vie­len im Lau­fe der selb­stän­di­gen Tätigkeit. 

Da Selb­stän­di­ge in der Pha­se der Exis­tenz­grün­dung meis­tens noch nicht über die finan­zi­el­len Mit­tel ver­fü­gen, sich einen umfas­sen­den Ver­si­che­rungs­schutz zuzu­le­gen, ist es wich­tig, so wenig Geld wie mög­lich in die­sen Pos­ten zu inves­tie­ren und den Schwer­punkt auf die wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen zu setzen.

Steigt der Ver­dienst, lässt sich das Ver­si­che­rungs­port­fo­lio Schritt für Schritt vergrößern.


Versicherungsratgeber für Selbständige und Existenzgründer/​innen

Ver­si­che­rungs­in­fos über pri­va­te und beruf­li­che Ver­si­che­run­gen für Selb­stän­di­ge und die, die es vorhaben.

Der vor­lie­gen­de Ver­si­che­rungs­rat­ge­ber für Selb­stän­di­ge und Existenzgründer/​innen bie­tet einen aus­führ­li­chen Über­blick und unver­zicht­ba­re Infor­ma­tio­nen über wich­ti­ge und nütz­li­che Ver­si­che­run­gen für die Absi­che­rung im Pri­vat- wie im Berufsleben.

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Ebook: Versicherungen für Selbständige und ExistenzgründerInnen

Wichtige Versicherungen für Selbständige und Freelancer

Das The­ma „Ver­si­che­run­gen“ ist sehr kom­plex, da Selb­stän­di­ge nicht nur im pri­va­ten Bereich auf einen guten Ver­si­che­rungs­schutz ach­ten soll­ten, son­dern auch je nach ihrer beruf­li­chen Tätig­keit und den damit ver­bun­de­nen Risi­ken ent­spre­chen­de Absi­che­run­gen ergrei­fen müs­sen, um ihre geschäft­li­che Exis­tenz zu sichern.

Oft ver­än­dert sich der Ver­si­che­rungs­an­spruch von vie­len im Lau­fe der selb­stän­di­gen Tätig­keit. Da Selb­stän­di­ge in der Pha­se der Exis­tenz­grün­dung meis­tens noch nicht über die finan­zi­el­len Mit­tel ver­fü­gen, sich einen umfas­sen­den Ver­si­che­rungs­schutz zuzu­le­gen, ist es wich­tig, so wenig Geld wie mög­lich in die­sen Pos­ten zu inves­tie­ren und den Schwer­punkt auf die wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen zu setzen.

Steigt der Ver­dienst, lässt sich das Ver­si­che­rungs­port­fo­lio Schritt für Schritt vergrößern.

Private Versicherungen für Selbständige

Private Versicherungen für Selbständige und Freelancer

Foto: © Ali­na Isa­ko­vich /Fotolia.com

1. Krankenversicherung

Als Selbständige/​r bzw. Existenzgründer/​in hast du die Mög­lich­keit, dich ent­we­der in der gesetz­li­chen (GKV) oder pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung (PKV) zu ver­si­chern. Sowohl das eine als auch das ande­re hat Vor- und Nachteile.

Wenn du dich frei­wil­lig in der GKV ver­si­cherst, musst du im Lau­fe der Zeit mit spür­bar höhe­ren Bei­trä­gen und einer Beschnei­dung der Leis­tun­gen rechnen.

Die PKV ist zumin­dest für jün­ge­re Leu­te (vor allem unter 30 Jah­ren) mit Sicher­heit die bes­se­re Alter­na­ti­ve, denn sie bie­tet zu güns­ti­ge­ren Tari­fen einen grö­ße­ren Leis­tungs­ka­ta­log an. Der Nach­teil bei den pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­run­gen ist aller­dings, dass du auch hier vor Preis­stei­ge­run­gen nicht sicher bist, beson­ders im fort­ge­schrit­te­nen Alter. Und auch eine Rück­kehr von der PKV in die GKV ist so gut wie nicht mehr möglich.

Daher soll­test du vor dem Ver­si­che­rungs­ab­schluss die bes­ten Ange­bo­te der GKV und PKV genau ver­glei­chen und dich aus­führ­lich informieren.

2. Krankenhaustagegeld-Versicherung

Die Kran­ken­haus­ta­ge­geld­ver­si­che­rung ist eine Zusatz­ver­si­che­rung, die dir bei län­ge­ren Kran­ken­haus­auf­ent­hal­ten ein Tage­geld zahlt. Sie kann vor allem bei län­ge­ren und schwe­ren Erkran­kun­gen eine spür­ba­re finan­zi­el­le Ent­las­tung für Selb­stän­di­ge sein.

3. Berufsunfähigkeits-Versicherung

Auch als selb­stän­dig Täti­ger soll­test du dar­an den­ken, dass du mög­li­cher­wei­se im Lau­fe dei­nes Berufs­le­bens wegen gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen oder wegen eines Unfalls dei­nen Beruf nicht mehr aus­üben kannst.

Auch wenn du eine Büro­tä­tig­keit aus­übst, ist eine Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung für Selb­stän­di­ge sinn­voll, denn in Deutsch­land wird jeder vier­te berufs­un­fä­hig. Die risi­ko­ar­men Beru­fe wie Büro­tä­tig­kei­ten wei­sen Aus­fäl­le von immer­hin 33 Pro­zent auf. Auch hier soll­test du dich vor dem Abschluss umfas­send bera­ten las­sen und ver­schie­de­ne Ange­bo­te ein­ho­len, um letzt­end­lich mög­lichst gut abge­si­chert zu sein.

4. Private Haftpflichtversicherung

Eine Pri­vat­haft­pflicht soll­test du auch als Selbständige/​r abschlie­ßen, denn falls du jeman­dem einen Scha­den zufügst – auch aus Ver­se­hen und ohne jede Absicht -, dann bist du zum voll­stän­di­gen Scha­dens­er­satz ver­pflich­tet. Und je nach Scha­dens­fall kann der Ersatz in die Tau­sen­de gehen.

5. Lebensversicherung

Wenn du eine Fami­lie hast, die im Fal­le dei­nes Todes finan­zi­ell abge­si­chert sein soll, dann ist der Abschluss einer Lebens­ver­si­che­rung emp­feh­lens­wert. Die­se zahlt die ver­ein­bar­te Ver­si­che­rungs­sum­me ent­we­der nur beim Todes­fall (Risi­ko-Lebens­ver­si­che­rung) oder auch, wenn du ein bestimm­tes Lebens­al­ter erreicht hast (Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­rung).

6. Private Rentenversicherung

Als Selbständige/​r unter­liegst du nicht mehr der Pflicht, in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung ver­si­chert zu sein und musst dich daher um dei­ne Alters­vor­sor­ge selbst küm­mern. Je frü­her du eine sol­che Ver­si­che­rung abschließt, umso weni­ger musst du in die Ver­si­che­rung ein­zah­len, um im Ruhe­stand eine bestimm­te Ren­te zu erhalten.

Auch für die­se Ver­si­che­rung soll­test du dich umfas­send infor­mie­ren, denn es gibt auf dem Ver­si­che­rungs­markt eine fast unüber­schau­ba­re Zahl an Ver­si­che­rungs­pro­duk­ten für die Altersvorsorge.

» Infor­ma­tio­nen zur Rürup-Rente

7. Unfallversicherung /​Berufsgenossenschaft

Um sich gegen Arbeits­un­fäl­le abzu­si­chern, soll­test du eine Unfall­ver­si­che­rung oder auch frei­wil­lig eine Ver­si­che­rung bei der Berufs­ge­nos­sen­schaft abschließen.

8. Freiwillige Arbeitslosenversicherung

Die Agen­tur für Arbeit bie­tet Exis­tenz­grün­dern die Mög­lich­keit an, sich gegen Arbeits­lo­sig­keit zu ver­si­chern. Die­se Ver­si­che­rung kos­tet im Jahr 2019 in West­deutsch­land 82,95 € monat­lich sowie 70,35 € monat­lich in Ost­deutsch­land. Mitt­ler­wei­le ist es auch Pflicht, fünf Jah­re in der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung zu blei­ben. In den ers­ten zwei Jah­ren dei­ner Selb­stän­dig­keit musst du ledig­lich die Hälf­te des Bei­trags zahlen.

Schei­tert dei­ne Selb­stän­dig­keit, kannst du dich auf der Arbeits­agen­tur arbeits­su­chend mel­den und erhältst für min­des­tens sechs Mona­te ALG I.

Berufliche Versicherungen für Selbständige

Berufliche Versicherungen für Selbständige und Freelancer

Foto: © detail­blick-foto /Fotolia.com

Auch wenn in die­sem Arti­kel die wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen für Selb­stän­di­ge, Frei­be­ruf­ler und Exis­tenz­grün­der auf­ge­führt wer­den, soll dies nicht hei­ßen, dass du wirk­lich alle die­se Ver­si­che­run­gen für dein Unter­neh­men benötigst.

Du soll­test vor allem in der Lage sein, die Ver­si­che­rungs­prä­mi­en zah­len zu kön­nen. Für den Anfang, wenn die Ein­nah­men aus der selb­stän­di­gen Tätig­keit noch nicht all­zu hoch sind, emp­fiehlt es sich, nur die aller­wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen abzu­schlie­ßen. Klä­re dei­ne Ver­si­che­rungs­si­tua­ti­on am bes­ten mit einem unab­hän­gi­gen Versicherungsmakler.

1. Betriebshaftpflicht-Versicherung /​Berufshaftpflicht-Versicherung

Die Betriebs­haft­pflicht­ver­si­che­rung oder Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung deckt Haf­tungs­ri­si­ken für Unter­neh­mer und Selb­stän­di­ge aus der beruf­li­chen Tätig­keit ab. Für man­che Berufs­grup­pen gibt es sogar eine gesetz­li­che Pflicht, die­se Ver­si­che­rung abzu­schlie­ßen. Da die ein­ge­bau­ten Leis­tun­gen von Ver­si­che­rung zu Ver­si­che­rung sehr unter­schied­lich sind, soll­test du auch hier umfas­sen­de Ver­glei­che durchführen.

2. Betriebsunterbrechungs-Versicherung

Personal‑, EDV- und Tele­fon­aus­fall, Trans­port­schä­den usw. kön­nen den gesam­ten Betrieb lahm­le­gen. Solan­ge durch die­se Aus­fäl­le kei­ne Erträ­ge erwirt­schaf­tet wer­den kön­nen, über­nimmt die Betriebs­un­ter­bre­chungs­ver­si­che­rung bis zum Wie­der­auf­bau des Betriebs die lau­fen­den Kos­ten wie Löh­ne, Mie­te, Zin­sen usw.

Für Frei­be­ruf­ler gibt es die Pra­xis­aus­fall­ver­si­che­rung. Sie zahlt die fort­lau­fen­den Betriebs­kos­ten, Löh­ne, Gehäl­ter usw., wenn der Unter­neh­mens­in­ha­ber ausfällt.

3. Elektronikversicherung

Fal­len in dei­nem Unter­neh­men plötz­lich die EDV oder die Tele­fon­an­la­ge aus, kann das sehr teu­er wer­den. Mit einer Elek­tro­nik­ver­si­che­rung schützt du dich gegen sol­che finan­zi­el­len Ver­lus­te. Es gibt noch sinn­vol­le Erwei­te­run­gen der Elek­tro­nik­ver­si­che­rung, wie bei­spiels­wei­se eine Daten­trä­ger- oder Softwareversicherung.

4. Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung über­nimmt alle Schä­den an Per­so­nen, Sachen und Ver­mö­gen, die der Fah­rer gegen­über Drit­ten ver­ur­sacht hat. Schä­den am eige­nen Fahr­zeug wer­den über die Teil- und Voll­kas­ko­ver­si­che­rung abge­deckt, auch wenn der Ver­si­cher­te den Unfall selbst ver­schul­det hat.

5. Produkthaftpflicht-Versicherung

Mit der Betriebs­haft­pflicht soll­te eine Pro­dukt­haft­pflicht­ver­si­che­rung kom­bi­niert wer­den. Sie springt ein, wenn Drit­te durch feh­ler­haf­te Pro­duk­te Scha­den erlei­den. Beson­ders Her­stel­ler, Lie­fe­ran­ten oder Lizenz­neh­mer soll­ten die­se Ver­si­che­rung abschließen.

6. Gewerbliche Rechtsschutzversicherung

Als Unter­neh­mer oder Selb­stän­di­ger bist du immer dem Risi­ko aus­ge­setzt, von einem Kun­den, Lie­fe­ran­ten, Kon­kur­ren­ten oder jemand ande­rem ver­klagt zu wer­den. Des­halb soll­test du auch eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung in Betracht ziehen.

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