Geld ver­die­nen, ohne stän­dig arbei­ten zu müs­sen, das klingt wie ein Traum. Mit viel Arbeit und Hin­ga­be kann die­ser jedoch Rea­li­tät wer­den – durch den Auf­bau eines pas­si­ven Ein­kom­mens.


Das pas­si­ve Ein­kom­men zeich­net sich dadurch aus, dass es unpro­por­tio­nal zu der Zeit ist, die wir damit ver­brin­gen, es zu ver­die­nen, wäh­rend das akti­ve Ein­kom­men im direk­ten Ver­hält­nis zu den Fähig­kei­ten und der Zeit steht, die wir inves­tie­ren.

Möglichkeiten, ein passives Einkommen zu verdienen

Bei­spie­le für pas­si­ve Ein­kom­men sind fol­gen­de Tätig­kei­ten:

Bedingt durch das Inter­net und die Digi­ta­li­sie­rung ver­schie­dens­ter Sek­to­ren gibt es mitt­ler­wei­le in immer mehr Berufs­zwei­gen die Mög­lich­keit, ein pas­si­ves Ein­kom­men zu erwirt­schaf­ten.

Das fas­zi­nie­ren­de am pas­si­ven Ein­kom­men ist, dass es sozu­sa­gen im Schlaf ver­dient wer­den kann. Der posi­ti­ve Neben­ef­fekt lau­tet, dass wir mehr Zeit haben: um neue Ein­kom­mens­quel­len zu gene­rie­ren oder auch Hob­bys zu ver­fol­gen.

Warum lohnt es sich, ein passives Einkommen zu verdienen?

Im Inter­net gibt es etli­che Arti­kel, die sich mit dem The­ma beschäf­ti­gen, wel­che Mög­lich­kei­ten es gibt, ein pas­si­ves Ein­kom­men zu ver­die­nen. Womit sich jedoch vie­le die­ser Arti­kel nicht befas­sen, ist die grund­le­gen­de Fra­ge danach, war­um ein pas­si­ves Ein­kom­men wich­tig ist.

Kurz gesagt: Es ist das Ver­hält­nis zwi­schen Zeit und Geld, aus dem Unab­hän­gig­keit ent­steht. Dar­auf wol­len wir in die­sem Bei­trag etwas detail­lier­ter ein­ge­hen. Im Fol­gen­den erläu­tern wir dir, war­um es sich lohnt, ein pas­si­ves Ein­kom­men zu ver­die­nen:

#1 Passives Einkommen verleiht dir Zeit

Das kost­bars­te Geschenk ist in unse­rem Leben bekannt­lich die Zeit – es han­delt sich um ein Gut, das man mit kei­nem Geld der Welt kau­fen kann und somit wert­vol­ler als Geld ist. Geld kann aus­ge­ge­ben und wie­der ver­dient wer­den, doch Zeit kann nur ein­mal auf­ge­wen­det wer­den.

Das ist der Grund, war­um das pas­si­ve Ein­kom­men so wich­tig ist – wenn wir nicht stän­dig dar­an den­ken müs­sen, die monat­li­chen finan­zi­el­len Ver­pflich­tun­gen zu erfül­len, ver­leiht das dem Men­schen Zeit­frei­heit.

Das bedeu­tet selbst­ver­ständ­lich nicht, dass wir kom­plett unab­hän­gig von jeg­li­chen Ver­pflich­tun­gen sind.

Solan­ge du jedoch gewähr­leis­test, dass die pas­si­ve Ein­kom­mens­quel­le genug Geld abwirft, um die monat­li­chen Aus­ga­ben zu decken, hast du ein hohes Maß an finan­zi­el­ler Unab­hän­gig­keit und kannst die Zeit nach Belie­ben nut­zen – um die Welt zu berei­sen, eine Fami­lie zu grün­den oder neue Ein­kom­mens­quel­len für die Zukunft zu erschlie­ßen. Die­se Wahl zu haben, ist die größ­te Gabe des pas­si­ven Ein­kom­mens.

#2 Weniger Stress und Zukunftsängste

In einer Stu­die aus 2018 von Nor­thwes­tern Mutu­al, einem Ver­si­che­rungs­kon­zern, gaben 44 % aller Befrag­ten Geld als Stress­fak­tor an. Somit ist Geld vor der per­sön­li­chen Bezie­hung und dem Job der Stress­fak­tor #1 in Ame­ri­ka.

Kon­kre­te Zah­len aus Deutsch­land gibt es nicht, jedoch lässt sich ver­mu­ten, dass auch hier­zu­lan­de sehr vie­le Men­schen Geld­sor­gen und damit ver­bun­de­ne Zukunfts­ängs­te haben. Angst vor der Zukunft schränkt die Lebens­qua­li­tät ein, da sie uns erschwert, die Gegen­wart zu genie­ßen und unse­re Ambi­tio­nen sowie Hoff­nun­gen zer­stö­ren kann.

Ein pas­si­ves Ein­kom­men kann genau dage­gen vor­beu­gen – du musst dir nicht mehr jeden Monat die Fra­ge danach stel­len, ob du bis zum Ende des Monats aus­rei­chend Geld zur Ver­fü­gung hast, um dei­ne Kos­ten abzu­de­cken. Zudem schwin­det auch die Angst davor, den Job zu ver­lie­ren.

All das führt nicht nur dazu, dass wir uns auf men­ta­ler und emo­tio­na­ler Ebe­ne bes­ser füh­len, son­dern wirkt sich auch auf unse­re kör­per­li­che Gesund­heit aus, da Sicher­heit gege­ben ist.

#3 Räumliche Unabhängigkeit

Im ers­ten Punkt haben wir die „Zeit­frei­heit“ bespro­chen; auch die räum­li­che Frei­heit bezie­hungs­wei­se Unab­hän­gig­keit ist ein Grund, war­um sich vie­le Men­schen dafür ent­schei­den, ein pas­si­ves Ein­kom­men auf­zu­bau­en.

Du kannst leben, wo du möch­test. Für vie­le Men­schen ist das Rei­sen eine Lei­den­schaft und vie­le von uns ver­spü­ren den Wunsch, die Welt zu sehen. Mit einem klas­si­schen 9‑to-5-Job ist das lei­der schwer mög­lich.

Mit einem pas­si­ven Ein­kom­men hast du weit­aus mehr Fle­xi­bi­li­tät und es spielt kei­ne Rol­le, ob du gera­de in Thai­land, Kolum­bi­en oder Deutsch­land bist – digi­ta­ler Noma­de nennt sich das. Vie­le Digi­ta­le Noma­den ent­schei­den sich für Süd­ost­asi­en, da das Kli­ma sehr ange­nehm ist, die Prei­se nied­rig und die Lebens­qua­li­tät dafür hoch.

Wenn es lang­wei­lig wird, kannst du ent­we­der wie­der nach Hau­se zurück­keh­ren – oder einen ande­ren Ort besu­chen. War­um auch nicht, wenn die finan­zi­el­len Kapa­zi­tä­ten vor­han­den sind?

Tu was du liebst – und nicht, was du tun musst

Jeder Mensch hat im Leben ein Hob­by oder eine Lei­den­schaft. Häu­fig kommt es aber dazu, dass wir auf­grund von Ver­pflich­tun­gen unse­re Lei­den­schaft, sprich Din­ge, die wir lie­ben, auf­schie­ben.

Möch­test du eine neue Spra­che erler­nen? Willst du ein Instru­ment spie­len? Möch­test du für ein paar Tage mit der Fami­lie cam­pen gehen? Möch­test du eine ehren­amt­li­che Arbeit aus­üben? Wenn das pas­si­ve Ein­kom­men die Aus­ga­ben deckt, kön­nen wir uns end­lich um Her­zens­an­ge­le­gen­hei­ten küm­mern und all das tun, was wir schon immer machen woll­ten. Auch das ist ein posi­ti­ver Neben­ef­fekt der zeit­li­chen Unab­hän­gig­keit.

Fazit

Es ist nicht mög­lich, über Nacht ein pas­si­ves Ein­kom­men zu erzie­len. Viel­mehr soll­test du dir bewusst sein, dass vie­le Stun­den, Tage, Mona­te oder gar Jah­re inves­tiert wer­den müs­sen, um ein Sys­tem zu schaf­fen, das sich aus­zahlt.

Beson­ders zu Beginn haben vie­le Men­schen das Gefühl, dass die Kos­ten-Nut­zen-Rech­nung nicht auf­zu­ge­hen scheint – ein wenig Frus­tra­ti­on und eine enor­me Lern­kur­ve sind somit Teil des Weges.

Ein pas­si­ves Ein­kom­men ist kei­nes­wegs die Ant­wort auf alle Pro­ble­me in unse­rem Leben, jedoch kann es uns dabei hel­fen, das eige­ne Glück zu fin­den und es ebnet uns den Weg zum Wohl­stand.

Der wohl größ­te Vor­teil des pas­si­ven Ein­kom­mens ist die Unab­hän­gig­keit, die sich auf meh­re­ren Ebe­nen wider­spie­gelt. Zum einen ver­leiht es uns Zeit­frei­heit, die uns wie­der­um ermög­licht, unse­re Zeit in Lei­den­schaf­ten, Her­zens­an­ge­le­gen­hei­ten oder sons­ti­ge per­sön­li­che Pro­jek­te zu inves­tie­ren.

Zum ande­ren sind wir weni­ger mit Stress kon­fron­tiert. Geld­sor­gen füh­ren zu Zukunfts­ängs­ten, die sich nega­tiv auf unser Selbst­ver­trau­en, unse­re Moti­va­ti­on und somit unse­re momen­ta­ne Lebens­qua­li­tät aus­wir­ken.

Lang­fris­tig kann ein ange­mes­se­nes pas­si­ves Ein­kom­men zu einem bes­se­ren All­ge­mein­zu­stand füh­ren, men­tal sowie phy­sisch. Und: Das pas­si­ve Ein­kom­men ermög­licht räum­li­che Unab­hän­gig­keit.

Anstatt jeden Tag im Büro zu sit­zen, kannst du als digi­ta­ler Noma­de die Welt berei­sen und auch von einem ande­ren Kon­ti­nent aus dafür sor­gen, dass dei­ne Ein­nah­men stei­gen. Schluss­end­lich han­delt es sich beim pas­si­ven Ein­kom­men um eine mühe­vol­le, aber loh­nens­wer­te Inves­ti­ti­on der eige­nen Zeit, die sich mit den rich­ti­gen Maß­nah­men in jedem Lebens­ab­schnitt bemerk­bar macht.

Autoren­box:
Sven Wil­ke ist Coun­try Mana­ger bei Finan­cer Deutsch­land. Das Online-Ver­gleichs­por­tal ist in mehr als 30 Län­dern tätig und ver­gleicht Finanz­pro­duk­te wie zum Bei­spiel Kre­di­te, Ver­si­che­run­gen sowie Spar­plä­ne.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © Tumisu/Pixabay.com)