Dass man mit dem Ver­kauf von Fotos gutes Geld ver­die­nen kann, wird auf vie­len Blogs zum The­ma „Geld ver­die­nen im Inter­net“ häu­fig erwähnt.


Doch soll­te man sich nicht von sol­chen Aus­sa­gen blen­den las­sen, dass es ein­fach wäre, sei­ne Fotos aus dem Urlaub auf ver­schie­de­nen Stock­fo­to­gra­fie-Platt­for­men gewinn­brin­gend anbie­ten zu können.

Es gehört schon mehr dazu, als nur ein ambi­tio­nier­ter und guter Hob­by­fo­to­graf zu sein, um sei­ne Foto­gra­fien ver­kau­fen zu kön­nen. Um damit attrak­ti­ve Ein­nah­men erzie­len zu kön­nen, soll­te man wohl eher Pro­fi-Foto­graf sein, der sich auf das Erstel­len von Stock­fo­to­gra­fie spezialisiert.

Definition von Stockfotografie

Man­che wer­den mit dem Begriff „Stock­fo­to­gra­fie“ nicht all­zu viel anfan­gen kön­nen, auch ich wuss­te anfangs nicht genau, was damit gemeint ist. Ich habe nach­ge­schaut und als Defi­ni­ti­on gefun­den, dass Stock­fo­to­gra­fie bedeu­tet, dass man Fotos auf Lager hat, also Stock­fo­to­gra­fie das Gegen­teil von Auf­trags­fo­to­gra­fie ist.

Die bekann­ten Bild­agen­tu­ren wie bei­spiels­wei­se Foto­lia, wo ich ab und zu Bil­der für mei­ne Blogs kau­fe, sind sol­che Stock­fo­to­gra­fie-Agen­tu­ren, die Aber­tau­sen­de von Bil­der auf Lager haben und wo man sich schließ­lich zu einem The­ma pas­sen­de fil­tern und aus­su­chen kann.

Geld verdienen mit Fotos

Wer als Foto­graf die­sen Weg gehen will, der soll­te auch wis­sen, wel­che Moti­ve gut gehen und wel­che eher nicht. Ich den­ke, mit roman­ti­schen Son­nen­un­ter­gän­gen wird man nicht weit kom­men :-). Wer sich auf Stock­fo­to­gra­fie-Agen­tu­ren umschaut, wird fest­stel­len, dass vor allem vie­le Foto­gra­fien mit Men­schen in einer bestimm­ten Situa­ti­on ange­bo­ten und wohl auch nach­ge­fragt wer­den, so bei­spiels­wei­se Men­schen in der Arbeits­welt, im Büro, Senio­ren usw.

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Und um gute Foto­gra­fien abzu­lie­fern, benö­tigt man natür­lich ein pro­fes­sio­nel­les Equip­ment. Wer sich auf Foto­gra­fie mit Men­schen spe­zia­li­siert, muss sich um ent­spre­chen­de Loca­ti­ons, Models, erfor­der­li­che Requi­si­ten etc. küm­mern. Und auch Recht­li­ches wie das Per­sön­lich­keits­recht von foto­gra­fier­ten Per­so­nen und das Mar­ken­recht von Fir­men­lo­gos soll­te beach­tet werden.

Erfolg­rei­che Stock­fo­to­gra­fen kön­nen mit die­ser Tätig­keit Ein­nah­men von drei- bis vier­tau­send Euro pro Monat erzielen.

Für alle an die­sem The­ma Inter­es­sier­te gibt es ein emp­feh­lens­wer­tes Buch von Robert Kneschke mit dem Titel „Stock­fo­to­gra­fie — Geld ver­die­nen mit eige­nen Fotos“ zum Preis von 29,95 Euro bei Ama­zon*. Dar­in schil­dert der Stock­fo­to­graf sei­ne Erfah­run­gen mit der Stock­fo­to­gra­fie, gibt Tipps für die rich­ti­ge Aus­rüs­tung und über die lukra­tivs­ten Moti­ve für die Stock­fo­to­gra­fie-Agen­tu­ren und infor­miert auch über recht­li­che Aspek­te, Mar­ke­ting und Steu­ern. Glos­sar und Ver­trags­vor­la­gen kom­plet­tie­ren das Buch, das auf Ama­zon von Lesern sehr gut bewer­tet wird.

Ein infor­ma­ti­ves Buch-Review von Stock­fo­to­gra­fie — Geld ver­die­nen mit eige­nen Fotos fin­den Sie auch auf Selb­stän­dig im Netz. Dort gab es vor eini­gen Wochen ein Inter­view mit dem Buch­au­tor und Stock­fo­to­graf Robert Kneschke, das eben­falls lesens­wert ist.

Außer­dem führt Kneschke einen infor­ma­ti­ven Blog, der für Inter­es­sier­te eine wich­ti­ge Infor­ma­ti­ons­quel­le mit Tipps und aktu­el­len Bei­trä­gen dar­stellt: All­tag eines Foto­pro­du­zen­ten.

Nach­fol­gend noch ein paar Infor­ma­tio­nen zu zwei Bild- bzw. Stock­fo­to­gra­fie-Agen­tu­ren Foto­lia und Pan­ther­me­dia, die ich selbst sehr oft für mei­nen Bil­der­kauf nutze:

Bildagentur Foto​lia​.de

fotoliaFoto­lia ist eine der größ­ten Bild­agen­tu­ren welt­weit mit mehr als 6.000.000 lizenz­frei­en Bil­dern. Das Sys­tem exis­tiert in meh­re­ren Spra­chen, was den welt­wei­ten Ver­kauf deut­lich erleichtert.

Auf der Web­site fin­det man unter dem Link “Bil­der ver­kau­fen” detail­lier­te Infos über das Hoch­la­den von Bil­dern, Lizen­zen und Exklu­si­vi­tät, Bild­prei­se und Ein­künf­te. So müs­sen u. a. alle Bil­der im jpg-Datei­for­mat hoch­ge­la­den wer­den, die Auf­lö­sung darf nicht gerin­ger als 2400 x 1600 Pixel sein und die Datei­grö­ße soll 30 MB nicht überschreiten.

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Abge­rech­net wird auf Foto­lia mit Credits, wobei aktu­ell ein Credit 1 € ist. Je nach Grö­ße und Qua­li­tät des Fotos zahlt der User zwi­schen einem und 200 Credits, wovon der Erstel­ler des Bil­des je nach sei­nem Ran­king einen bestimm­ten Pro­zent­satz erhält (zwi­schen 30 und 61 Prozent).

Das Ran­king wird durch die gesam­te Anzahl Ihrer ver­kauf­ten Bil­der bestimmt. Unter Berück­sich­ti­gung die­ses Ran­kings (anhand der Optio­nen der Exklusivität/​Nichtexklusivität) wer­den die Prei­se und die Kom­mis­si­on Ihrer Bil­der gene­riert. Das bedeu­tet: Je mehr Bil­der Sie ver­kau­fen, des­to höher gestal­ten sich deren Prei­se und Ihre Gewinn­span­ne am Erlös.

Geht man davon aus, dass ein Foto für 2 Credits ver­kauft wird, erhält man pro Ver­kauf min­des­tens 60 Cent. Bei ange­nom­me­nen 100 Down­loads pro Monat sind dies 60 € pro Monat. Nicht schlecht für ein paar Schnapp­schüs­se. Man muss schließ­lich beden­ken, dass die Down­loads monat­lich immer wie­der anfal­len und nicht irgend­wann stop­pen. Je mehr Fotos Sie hoch­la­den, umso expo­nen­ti­el­ler steigt der Gewinn.

Bildagentur Panthermedia

panthermediaPan­ther­me­dia ist ein Pro­jekt der Pan­ther­Me­dia GmbH mit Sitz in Mün­chen. Das Unter­neh­men wur­de im Okto­ber 2004 nach der erfolg­rei­chen 6‑monatigen Test­pha­se des Sys­tems gegrün­det. Nach einer erfolg­rei­chen Erobe­rung des deutsch­spra­chi­gen Mark­tes steht die Platt­form seit Anfang 2008 auch in eng­li­scher Spra­che zur Verfügung.

Pan­ther­me­dia bie­tet für Foto­gra­fen 30 – 50% der Ver­kaufs­er­lö­se an, je nach­dem ob Sie die Bil­der auch bei ande­ren Agen­tu­ren anbie­ten. Wenn ja, wer­den nur 30 Pro­zent vom Ver­kaufs­er­lös gezahlt. Die Bil­der wer­den für zwi­schen 1,90 und 99,00 € net­to ver­kauft. Anmel­den kön­nen Sie sich unter fol­gen­dem Link: Anmel­dung als Foto­graf bei Pan­ther­Me­dia.

Natür­lich gibt es noch wei­te­re gro­ße Stock­fo­to­gra­fie-Agen­tu­ren, wie bei­spiels­wei­se iStock​fo​to​.com, Clip­dea­ler, Foto­se­arch, Shut­ter­stock oder Get­ty Images, die welt­weit größ­te Bildagentur.

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Fazit

Mit Stock­fo­to­gra­fie Geld zu ver­die­nen ist mit Sicher­heit ein span­nen­des The­ma, das aber wirk­lich nichts für durch­schnitt­li­che Ama­teur­fo­to­gra­fen ist. Aber eine inter­es­san­te Geschäfts­mög­lich­keit für Foto­gra­fen steckt da wirk­lich dahinter.