Affi­lia­te-Mar­ke­ting bzw. das Bewer­ben von Pro­duk­ten oder Dienst­leis­tun­gen in der Erwar­tung, damit Ein­nah­men zu erzie­len, ist eine der belieb­tes­ten Ver­dienst­mög­lich­kei­ten von Blog­gern — und eine der ers­ten, die man einsetzt.

Prak­tisch an Affi­lia­te-Mar­ke­ting ist, dass man kein eige­nes Pro­dukt erstel­len muss, um Geld zu ver­die­nen, son­dern man kann ande­re Pro­duk­te “indi­rekt” anbie­ten und erhält für einen Kauf oder Lead über sei­nen eige­nen Wer­be­link eine bestimm­te Provisionshöhe.

Die­se Ein­nah­me­quel­le ist gera­de am Anfang einer Blog­ger­kar­rie­re recht ein­fach umzu­set­zen, da man in die­ser Pha­se oft selbst noch kei­ne Idee hat, ob man in naher Zukunft selbst ein Pro­dukt erstel­len will, bei­spiels­wei­se in Form eines Ebooks, Video­kur­ses oder Coa­chings usw. Es kann auch sein, dass man ohne­hin nicht vor­hat, eige­ne Ange­bo­te zum Ver­kauf anzu­bie­ten. Dann ist Affi­lia­te-Mar­ke­ting ein guter Ersatz. Den­noch soll­te man nicht gleich erwar­ten, damit hohe Ein­nah­men zu erzielen.

Man braucht Zeit, Erfah­rung und aus­gie­bi­ge Test­pha­sen, um her­aus­zu­fin­den, wie man mit Affi­lia­te-Pro­gram­men gute Umsät­ze machen kann.

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Definition von Affiliate-Marketing

Der Begriff Affi­lia­te-Mar­ke­ting kommt aus den USA (engl. affi­lia­te (Verb) = anschlie­ßen oder als Mit­glied auf­neh­men, (Sub­stan­tiv) = Toch­ter­ge­sell­schaft, Zweig­fir­ma) und bedeu­tet, dass ein Händ­ler (Mer­chant) in sei­nem Affi­lia­te-Sys­tem (was nichts ande­res ist als eine inter­net­ba­sier­te Ver­triebs­lö­sung) sei­ne Ver­triebs­part­ner (Affi­lia­tes oder Publis­her) erfolgs­ori­en­tiert durch Aus­zah­lung von Pro­vi­sio­nen vergütet.

Der Mer­chant stellt sei­ne Wer­be­mit­tel wie Wer­be­ban­ner, For­mu­la­re oder Text­links sei­nen Koope­ra­ti­ons­part­nern zur Ver­fü­gung, die der Affi­lia­te für die Ange­bots­be­wer­bung auf sei­nen Web­sei­ten ver­wen­den kann. Eine sol­che Koope­ra­ti­on nennt man Affi­lia­te-Pro­gramm bzw. Part­ner­pro­gramm.

Mit der Schal­tung der Wer­be­mit­tel ver­dient der Affi­lia­te noch kein Geld. Erst wenn über sei­nen Affi­lia­te-Link ein Kauf oder eine ande­re Akti­on, die ver­gü­tet wird, zustan­de gekom­men ist, erhält er eine Pro­vi­si­on. In dem Affi­lia­te-Link ist die jewei­li­ge Publis­her-ID ent­hal­ten, damit dem Affi­lia­te auch Pro­vi­sio­nen zuge­wie­sen wer­den kön­nen, falls über sei­nen Link Käu­fe oder ande­re Aktio­nen aus­ge­führt werden.

Wie der gan­ze Affi­lia­te-Mar­ke­ting-Pro­zess genau abläuft, ver­deut­licht die unte­re Grafik:

Affiliate-Marketing-Ablauf

Schritt 1:
Du besitzt eine Web­site, auf der du Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen vor­stellst. Die­se ver­linkst du mit einem Affi­lia­te-Link oder ‑Ban­ner zum Ver­käu­fer der Pro­duk­te oder Dienstleistungen.

Schritt 2:
Ein Inter­ne­tu­ser kommt auf dei­ne Web­site und klickt auf den Affi­lia­te-Link, weil ihm das Pro­dukt gefällt.

Schritt 3:
Er wird in den Online-Shop des Ver­käu­fers wei­ter­ge­lei­tet und kauft das Pro­dukt. Weil du den Nut­zer den Shop wei­ter­ge­lei­tet hast und er dort ein­ge­kauft hat, bekommst du nun eine Provision.

Qualitativ hochwertiger Traffic für erfolgreiches Affiliate-Marketing entscheidend

Erfolg­rei­ches Affi­lia­te-Mar­ke­ting bedeu­tet aber auch, dass man qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Traf­fic auf sei­ne Wer­be­mit­tel oder einen Blog­post mit Affi­lia­te-Link lenkt. Denn es bringt dem Publis­her kei­ne Ein­nah­men, wenn Hun­der­te von User auf einen Affi­lia­te-Link kli­cken und zu den Ange­bo­ten des Mer­chants in des­sen Online-Shop wei­ter­ge­lei­tet wer­den, dort aber nichts einkaufen.

Da sind nur weni­ge User, die im Online-Shop des Mer­chants ein Pro­dukt kau­fen und einem damit zu einer Pro­vi­si­on “ver­hel­fen”, deut­lich wert­vol­ler. Man muss also fähig sein, sol­che User zu einem Kauf zu ver­lei­ten, für die das bewor­be­ne Ange­bot sehr inter­es­sant sein kann, d. h. die rich­ti­ge Ziel­grup­pe ansprechen.

Affiliate-Programme

Es gibt auf dem Markt eine rie­si­ge Zahl an Affi­lia­te-Pro­gram­men, ent­we­der als InHouse-Pro­gramm, d. h. der Mer­chant betreut selbst sein Part­ner­pro­gramm, even­tu­ell noch mit der Unter­stüt­zung einer Agen­tur, oder er nutzt ein Affi­lia­te-Netz­werk, um dort sein Part­ner­pro­gramm anzubieten.

Dies hat die Vor­tei­le, dass der Mer­chant sich nicht um tech­ni­sche Belan­ge oder die Betreu­ung der Affi­lia­tes küm­mern muss, das über­nimmt das Affi­lia­te-Netz­werk gegen ent­spre­chen­de Gebühren.

Was die The­men angeht, wer­den von Affi­lia­te-Pro­gram­men sehr vie­le Berei­che abge­deckt. In den fol­gen­den Spar­ten gibt es auf den meis­ten Affi­lia­te-Netz­wer­ken zahl­rei­che Partnerprogramme:

  • Mode/​Lifestyle
  • Gesundheit/​Wellness
  • Familie/​Kinder
  • Technik/​Computer/​Multimedia
  • Autos
  • Woh­nen
  • Lebensmittel/​Essen
  • Ero­tik
  • Bil­dung
  • Finan­zen
  • Sport/​Freizeit
  • Rei­sen
  • Com­pu­ter­spie­le
  • Gewinn­spie­le

Wer in sei­nem Blog oder auf sei­ner Web­site über ein bestimm­tes The­ma schreibt, fin­det mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit meh­re­re Affi­lia­te-Pro­gram­me, die zu dem The­men­spek­trum des Blogs passen.

Um ein geeig­ne­tes Part­ner­pro­gramm zu fin­den, muss man sich auf die Suche bege­ben, ent­we­der über die Such­ma­schi­ne Goog­le oder man sucht auf den ein­zel­nen Affiliate-Netzwerken.

Provisionsmodelle im Affiliate-Marketing

Die geläufigsten Provisionsmodelle

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Click (PPC)

Bei die­sem Modell erhält man sei­ne Pro­vi­si­on nach einem erfolg­ten Klick auf das Wer­be­mit­tel. Sehr bekannt ist Pay per Click durch die Goog­le Adsen­se Anzei­gen, die so abge­rech­net wer­den. Der Nach­teil die­ser Ver­gü­tungs­va­ri­an­te ist, dass der Betrei­ber des Affi­lia­te-Pro­gramms kaum die Qua­li­tät der Besu­cher­strö­me beein­flus­sen kann, weil kei­ne Min­dest­an­for­de­run­gen für die fest­ge­leg­ten Hand­lun­gen der Besu­cher defi­niert sind. Es wird oft ein­ge­setzt, um die Reich­wei­te von kurz­fris­ti­gen Wer­be­kam­pa­gnen zu erhöhen.

Pay per Click kommt in der Welt der Affi­lia­te-Pro­gram­me sehr sel­ten vor. Als Syn­onym für PPC fin­det man auch noch Cost per Click (CPC), was aber eigent­lich eher den Preis pro ein­zel­nen Klick bezeichnet.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Lead (PPL)

Recht weit ver­brei­tet ist die Ver­gü­tung pro Lead, wobei ein Lead mit einer User­ak­ti­on gleich­zu­set­zen ist. Das kön­nen vie­le Hand­lun­gen sein, wie ein Ein­trag in einen News­let­ter­ver­tei­ler, ein Down­load, die Anfor­de­rung eines Ver­si­che­rungs­ver­gleichs usw. Gera­de im Ver­si­che­rungs­be­reich ist PPL sehr gän­gig. Ein Ver­kauf oder Ver­si­che­rungs­ab­schluss ist mit Pay per Lead nicht ver­bun­den. PPL passt beson­ders gut für die Ver­mark­tung von bera­tungs­in­ten­si­ven Pro­duk­ten oder Dienstleistungen.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Sale (PPS)

Wie es der Name schon sagt, wird bei die­sem Ver­gü­tungs­mo­dell eine Pro­vi­si­on gezahlt, wenn über den Affi­lia­te-Link ein Kauf zustan­de kommt. Alle Online-Shops set­zen PPS in ihren Affi­lia­te-Pro­gram­men ein, mal kom­bi­niert mit PPL, falls sie einen gro­ßen News­let­ter­ver­tei­ler auf­bau­en wol­len und jede ein­ge­hen­de Mail-Adres­se ihnen ein paar Euro wert ist.

Wird über den Part­ner­link ein Kauf gene­riert, erhält man vom Kauf­preis einen pro­zen­tua­len Anteil als Pro­vi­si­on oder einen Fest­be­trag plus pro­zen­tua­le Beteiligung.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per View

Bei Pay per View han­delt es sich um die gän­gi­ge Ver­gü­tung von Wer­be­mit­teln, d. h. man erhält pro 1000 Ein­blen­dun­gen eines Wer­be­ban­ners einen fest­ge­leg­ten Betrag. Auch die­se Form ist nicht son­der­lich effek­tiv, was die Qua­li­tät der Besu­cher­strö­me angeht, sodass sie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren etwas an Bedeu­tung ver­lo­ren hat.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Lifetime-Vergütung

Die­se Ver­gü­tungs­form fin­det man nicht all­zu oft vor, haupt­säch­lich bei Abo-Ange­bo­ten, wo der User monat­lich einen fes­ten Betrag zah­len muss, um wei­ter­hin den jewei­li­gen Ser­vice nut­zen zu kön­nen. Als Publis­her erhält man so lan­ge monat­lich eine Pro­vi­si­on, wie der ver­mit­tel­te Kun­de das Abo nutzt.

Weitere Provisionsmodelle im Affiliate-Marketing

Die nächs­ten Pro­vi­si­ons­mo­del­le gibt es auch noch, spie­len aber eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le im Affiliate-Marketing.

Lesen  Affiliate-Marketing - Teil 6: Affiliate-Netzwerk SuperClix

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Click Out

Hier muss der ver­mit­tel­te Besu­cher auf der Web­site des Affi­lia­te-Pro­gramm-Anbie­ters auf ein gelis­te­tes Ange­bot oder einen gelis­te­ten Spon­sor kli­cken. Dann erhält man eine Pro­vi­si­on, die meist im unte­ren Cent-Bereich liegt.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Link

Hier wird man für den Ein­bau eines Links auf der Web­site des Publis­hers vergütet.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Print out

Bei die­sem Modell wird man für einen Aus­druck, z. B. ein Ticket, vergütet.

Pro­vi­si­ons­mo­dell Pay per Install

Hier wird die (erst­ma­li­ge) Instal­la­ti­on von Soft­ware auf einem Com­pu­ter ver­gü­tet, bei­spiels­wei­se von Tool­bars oder Demoversionen.

Bonus-Zahlungen bzw. ‑Staffeln

Was man bei eini­gen Affi­lia­te-Pro­gram­men, haupt­säch­lich mit Sale-Ver­gü­tung antrifft, sind Bonus-Staf­fe­lun­gen, mit denen die ver­kaufs­stärks­ten Affi­lia­te-Part­ner belohnt wer­den. Wer eine bestimm­te Sale-Zahl pro Monat erreicht oder über­schrei­tet, bekommt pro Sale dann eine höhe­re pro­zent­an­tei­li­ge Pro­vi­si­on, bei­spiels­wei­se 7 statt 5 Pro­zent, oder man bekommt einen höhe­ren fes­ten Bei­trag anstatt einer Prozentprovision.

Auch Stornoquote beachten

Wer als Affi­lia­te auf der Suche nach pas­sen­den Part­ner­pro­gram­men ist, soll­te sich von der Pro­vi­si­ons­hö­he nicht gleich beein­dru­cken las­sen, son­dern auch noch ande­re Infos aus­wer­ten, bevor er sich für das Part­ner­pro­gramm entscheidet.

Denn was man oft nicht beach­tet, das sind die Stor­nos. Wenn ein Käu­fer einen Online-Ein­kauf wie­der zurück­schickt, wird die Pro­vi­si­on, die einem für die­sen Kauf zuge­schrie­ben wur­de, wie­der stor­niert und die Pro­vi­si­on ist damit futsch.

Daher soll­te man sich die Stor­n­o­ra­te in den ein­zel­nen Pro­gram­men genau­er anschau­en, die wird meist in den Pro­gramm­de­tails ange­ge­ben. Gera­de bei Mode-Online-Shops, die auf Rech­nung ver­kau­fen, ist die Stor­n­o­ra­te sehr hoch, da vie­le Kun­den und Kun­din­nen die Sachen anpro­bie­ren wol­len und sie dann wie­der zurück­sen­den, ohne auch nur einen Arti­kel zu kaufen.

Wich­tig für den Affi­lia­te-Erfolg ist auch, dass das Pro­gramm eine anspre­chen­de Con­ver­si­on Rate gene­riert, denn wenn kei­ner auf die Affi­lia­te-Links klickt bzw. nichts über den Affi­lia­te-Link kauft oder sons­ti­ge Aktio­nen aus­führt, wird man kei­ne Ein­nah­men erzielen.

Vergütungsmodell Pay per Sale

Pay per Sale oder ver­kürzt: Sale wird mit Sicher­heit am aller­meis­ten in den zahl­rei­chen Affi­lia­te-Pro­gram­men in Deutsch­land und auch in ande­ren Län­dern ein­ge­setzt. Gera­de für Unter­neh­men ist die­se Ver­gü­tungs­art ide­al, denn bei Sale fal­len für sie nur Kos­ten an, wenn auch Umsatz erzielt wird. Und die­se Kos­ten las­sen sich bei einem gene­rier­ten Ver­kauf in den Ver­kaufs­preis einkalkulieren.

Denn schließ­lich will das Unter­neh­men ja kei­ne Aus­ga­ben für unren­ta­ble Wer­be­maß­nah­men verzeichnen.

So opti­mal die Sale­ver­gü­tung für den Mer­chant ist, so sub­op­ti­mal ist sie für den Affi­lia­te bzw. den Publis­her, denn er bekommt nur eine Pro­vi­si­on, wenn über sei­nen Part­ner­link ein Ver­kauf gene­riert wird. Das ist bedeu­tend schwie­ri­ger als eine Lead-Ver­gü­tung zu erzielen.

Vor­tei­le von Pay per Sale

  • Pay per Sale wird meist von den Mer­chants recht gut vergütet.
  • Es gibt sehr vie­le Part­ner­pro­gram­me, die die­se Ver­gü­tungs­form anbieten.
  • Außer­dem bekommt man nicht nur Pro­vi­sio­nen für das bewor­be­ne Pro­dukt, son­dern auch für ande­re Ein­käu­fe, die der Besu­cher bei dem Mer­chant kauft. Das kann man sehr gut bei Ama­zon ver­fol­gen. Ich habe in mei­nem Ama­zon-Dash­board fest­stel­len kön­nen, dass über mei­nen Affi­lia­te-Link Pro­duk­te ein­ge­kauft wur­den, die ich über­haupt nicht bewor­ben habe. Die Besu­cher kom­men über mei­nen Affi­lia­te-Link zu einer Pro­dukt­sei­te auf Ama­zon, kau­fen die­ses Pro­dukt aber nicht, son­dern schau­en nach etwas ande­rem, das sie bestel­len. Auch für die­se Käu­fe wer­de ich vergütet.
  • Für Sales gibt von den Affi­lia­te-Pro­gram­men oft Pro­vi­si­ons­staf­fe­lun­gen, d.h. wer als Publis­her viel ver­kauft, bekommt mehr an Vergütung.
  • Sale-Pro­vi­sio­nen wer­den meist in Pro­zent ver­gü­tet, sodass bei einem Ver­kauf von teu­ren Pro­duk­ten mehr raus­kommt, außer die Pro­vi­sio­nen wer­den gedeckelt.
  • Vie­le Sale-Part­ner­pro­gram­me bie­ten auch eine Life­time-Ver­gü­tung an.

Nach­tei­le von Pay per Sale

  • Es ist für die meis­ten Publis­her schwie­ri­ger, einen Sale als einen Lead zu gene­rie­ren. Die Erfolgs­quo­te mag aber auch vom Part­ner­pro­gramm und der jewei­li­gen Ziel­grup­pe abhängen.
  • Pro­vi­sio­nen kön­nen gede­ckelt werden.

Vergütungsmodell Pay per Lead

Im Gegen­satz zu Pay per Sale muss man als Publis­her bei einer Lead-Ver­gü­tung kei­nen Pro­dukt­ver­kauf über sei­nen Publis­her­link gene­rie­ren, son­dern eine für den jewei­li­gen Lead defi­nier­te Akti­on oder Handlung.

Meist steht ein Lead in Ver­bin­dung mit der Anga­be von per­sön­li­chen Daten, wie das Ein­tra­gen in einen News­let­ter, das Aus­fül­len eines For­mu­lars, die Teil­nah­me an einem Gewinn­spiel usw.

Die Lead­ver­gü­tung wird vor allem im Gewinn­spiel- und Ver­si­che­rungs­be­reich ein­ge­setzt. Der Nach­teil: Wer an einem Gewinn­spiel teil­nimmt, muss damit rech­nen, dass er häu­fig Wer­be­mails erhält, denn schließ­lich ist es das Ziel des Mer­chants, über das Gewinn­spiel an Kun­den­da­ten her­an­zu­kom­men. Daher den­ke ich mal, dass eini­gen Besu­chern die Lust ver­gan­gen ist, an sol­chen Gewinn­spie­len teil­zu­neh­men, was sich schließ­lich auf die Con­ver­si­on nega­tiv aus­wirkt. Ich zumin­dest wür­de nicht emp­feh­len, sol­che Affi­lia­te-Pro­gram­me als Publis­her zu bewerben.

Ver­si­che­run­gen wol­len über Ver­si­che­rungs­ver­gleichs­for­mu­la­re an Kun­den­da­ten her­an­kom­men und bie­ten daher unver­bind­li­che Ver­si­che­rungs­ver­glei­che an. Der regis­trier­te Kun­de erhält dann ein Ver­si­che­rungs­an­ge­bot, das er natür­lich nicht anneh­men muss.

Der Publis­her, über des­sen Wer­be­mit­tel der Ein­trag zustan­de kam, erhält trotz­dem sei­ne Pro­vi­si­on, auch wenn der Kun­de kei­ne Ver­si­che­rung abschließt. Das klingt schon mal bes­ser als bei Pay per Sale. Aller­dings muss der Kun­de für die Ver­si­che­rung tele­fo­nisch erreich­bar sein, ver­wei­gert die­ser den Kon­takt — geht also bei­spiels­wei­se nicht ans Tele­fon oder gibt in dem Ver­gleichs­an­ge­bots­for­mu­lar eine fal­sche Tele­fon­num­mer an — dann erhält der Publis­her die Pro­vi­si­on nicht.

Vor­tei­le von Pay per Lead

  • Mei­ne Erfah­rung hat gezeigt, dass ein Lead ein­fa­cher zu gene­rie­ren ist, weil die Hür­den des Besu­chers gerin­ger sind, d. h. er muss bei den meis­ten Lea­dak­tio­nen nichts kau­fen, also kein Geld aus­ge­ben. Ob die­se Erfah­rungs­wer­te bei ande­ren Publis­hern genau­so aus­fal­len, kann ich nicht pau­schal beantworten.
  • Das Ange­bot an Lead­pro­gram­men in der Affi­lia­te-Sze­ne ist eben­falls sehr groß.
  • Die Stor­no­quo­te ist bei Lead-Pro­gram­men deut­lich nied­ri­ger als bei Sale.

Nach­tei­le von Pay per Lead

  • Eine Lead-Ver­gü­tung fällt meist deut­lich nied­ri­ger aus als bei einem Sale (Aus­nah­me: der Versicherungsbereich).
  • Dar­über hin­aus gibt es bei Pay per Lead kei­ne Lifetime-Vergütung.

Wie man sieht, hat jedes die­ser Ver­gü­tungs­mo­del­le Vor- und Nach­tei­le, sodass man gene­rell nicht sagen kann, die­ses oder jenes ist bes­ser bzw. schlech­ter. Der Erfolg eines Ver­gü­tungs­mo­dells hängt auch von fol­gen­den Punk­ten ab:

die Stor­no­quo­te:
Stor­nos fin­den sich vor allem bei der Sale­ver­gü­tung, und der Mode­be­reich ist die “Hoch­burg” der Stor­nie­run­gen bzw. Retou­ren. Daher soll­te man bei der Aus­wahl sei­ner Part­ner­pro­gram­men auf die Stor­no­quo­te achten.

die Wer­be­mit­tel:
Die Wer­be­mit­tel soll­te man nicht außer Acht las­sen bei der Wahl der Part­ner­pro­gram­me. Man­che sind ein­fach schlecht gestal­tet und erzeu­gen kein Inter­es­se bei den Besu­chern. Wich­tig ist auch, ob man Pro­dukt­links erstel­len oder Text­links frei gestal­ten kann.

das Part­ner­pro­gramm bzw. der Merchant:
Bevor man sich für die Bewer­bung eines bestimm­ten Part­ner­pro­gramms ent­schei­det, soll­te man sich über­le­gen, was gut zu sei­ner Web­site passt und ob man Kennt­nis­se sowie Inter­es­se für die Bewer­bung die­ses Affi­lia­te-Pro­gramms besitzt. Außer­dem soll­te man sich auch den Online-Shop oder die Wer­be­sei­te des Pro­gramm­be­trei­bers anschau­en. Sieht die pro­fes­sio­nell und ver­trau­ens­er­we­ckend aus? Wenn nicht, soll­te man sich eher für ein ande­res Affi­lia­te-Pro­gramm entscheiden.

die Ziel­grup­pe:
Und last but not least ist auch die Ziel­grup­pe ent­schei­dend, ob man mit einem Part­ner­pro­gramm gute Ein­nah­men ein­fährt. Vie­le Web­site­be­su­cher kom­men viel­leicht nur auf die Sei­te, um sich zu infor­mie­ren und nicht, um ein Pro­dukt zu kau­fen. Dies soll­te man eben­falls beden­ken. Wer Infor­ma­tio­nen sucht, für den ist eher ein Lead­pro­gramm geeig­net, wie bei­spiels­wei­se ein News­let­ter oder ein Gratis-Download.

Lesen  Affiliate-Marketing - Teil 14: Affiliate-Netzwerk Affiliwelt

Was ist unter der Stornoquote zu verstehen?

Bei der Stor­no­quo­te oder Stor­nie­rung han­delt es sich um den Teil der vom Publis­her ver­mit­tel­ten Leads oder Sales, die vom Mer­chant als ungül­tig abge­lehnt wer­den und für die man letzt­end­lich kei­ne Ver­gü­tung bekommt.

Bei einer nicht ver­gü­te­ten Sales-Akti­on ging wohl eine Retou­re des ein­kau­fen­den Users vor­aus, was sehr oft bei Klei­dungs­ar­ti­keln vor­kommt (man­che Mode-Online-Shops haben eine Stor­no­quo­te von ca. 50 Pro­zent, was wirk­lich hor­rend hoch ist). Die gut­ge­schrie­be­ne Pro­vi­si­on wird dann wie­der gelöscht.

In der Lead-Spar­te pas­siert das oft bei Ver­si­che­rungs­an­fra­gen, bei denen die User kei­ne kor­rek­ten Ein­trä­ge in das Online-For­mu­lar vor­neh­men, also eine fal­sche Tele­fon­num­mer oder eine unkor­rek­te Adres­se ange­ben. Dann bringt die­ser Lead dem Mer­chant kei­nen Gegen­wert, sodass auch hier die Pro­vi­sio­nen hin­fäl­lig wer­den. Bei sol­chen hohen Leads, wie sie in der Ver­si­che­rungs­bran­che gezahlt wer­den, sind Stor­nos natür­lich sehr ärgerlich.

Auch mir ist dies öfters pas­siert, dass drei­stel­li­ge Ein­nah­men schnell auch wie­der weg waren. Glück­li­cher­wei­se kann ich dazu sagen, dass ich mit die­sen Pro­gram­men bis­her immer noch deut­lich im Plus­be­reich bin, was die Ein­nah­men angeht.

Um her­aus­zu­fin­den, mit wel­chem Pro­gramm man mehr ver­dient, soll­te man die Pro­vi­si­on mit 100 Pro­zent minus Stor­no­quo­te mul­ti­pli­zie­ren, dann erhält man den Durch­schnitts­wert der Einnahmen:

Bei­spiel:

Pro­gramm A zahlt für einen Lead 7 Euro und hat eine Stor­no­quo­te von 25 Prozent.

Pro­gramm B zahlt für einen Lead 10 Euro und hat eine Stor­no­quo­te von 50 Prozent.

Auf den ers­ten Blick sieht Pro­gramm B finan­zi­ell loh­nens­wer­ter aus als A, doch wenn man sich den Durch­schnitts­wert aus­rech­net, kommt fol­gen­des heraus:

7 Euro x 75 Pro­zent = 5,25 Euro
10 Euro x 50 Pro­zent = 5 Euro

Das Pro­gramm mit der nied­ri­ge­ren Ver­gü­tung bie­tet auf­grund der gerin­ge­ren Stor­no­quo­te doch den bes­se­ren Durchschnittsverdienst.

Stornoangaben bei den Netzwerken und Partnerprogrammen

Daher soll­te man sich von den hohen Pro­vi­sio­nen nicht immer gleich dazu ver­lei­ten las­sen, sich für das auf den ers­ten Blick bes­ser ver­gü­te­te Pro­gramm zu ent­schei­den, son­dern sich auch auf die Stor­no­quo­te konzentrieren.

Auf den ver­schie­de­nen Affi­lia­te-Netz­wer­ken fin­det man meis­tens Anga­ben dazu, aber nicht alle Netz­wer­ke sind so offen.

Aber man soll­te sich nicht nur auf die Stor­no­an­ga­ben in den Netz­wer­ken ver­las­sen, son­dern selbst tes­ten, wie die eige­ne Stor­no­quo­te aus­sieht, denn man­che Publis­her ver­ur­sa­chen vie­le schlech­te Sales oder Leads und trei­ben damit die Quo­te unnö­tig in die Höhe.

Bei Inhouse-Pro­gram­men ist es auch unter­schied­lich: Finan​zen​.de gibt die eige­ne Stor­no­quo­te an und ver­gleicht sie auch mit dem Durch­schnitt aller Affi­lia­tes. So trans­pa­rent agie­ren lei­der nicht alle.

Ist Stornobetrug möglich?

Außer­dem muss man immer hof­fen, dass die Mer­chants ehr­lich sind und nicht auch vali­de Leads oder Sales stor­nie­ren, ein­fach um sich um die Pro­vi­sio­nen zu drü­cken. Ich wüss­te auch nicht, wie man dies als Publis­her nach­wei­sen kann, dass Pro­vi­sio­nen unge­recht­fer­tig­ter­wei­se wie­der gelöscht wur­den, daher haben aus mei­ner Sicht die Pro­gramm­be­trei­ber recht ein­fa­ches Spiel, auch mal Stor­n­o­be­trug zu begehen.

Vor allem bei den Inhouse-Part­ner­pro­gram­men muss man den Pro­gramm­be­trei­ber ein­fach ver­trau­en, eine Kon­troll­mög­lich­keit gibt es nicht.

In den Affi­lia­te-Netz­wer­ken kann dage­gen das Netz­werk selbst dar­auf ach­ten, dass alles mit rech­ten Din­gen zugeht.

Möglichkeiten, Affiliate-Einnahmen zu erzielen

Es gibt ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten bzw. Metho­den, um Affi­lia­te-Mar­ke­ting zu betrei­ben. Eine der gän­gigs­ten ist die Bewer­bung von Affi­lia­te-Pro­duk­ten über die eige­ne Web­site oder den eige­nen Blog. Doch du musst nicht unbe­dingt eine eige­ne Web­site haben.

Die fol­gen­den Mög­lich­kei­ten las­sen sich für Affi­lia­te-Mar­ke­ting nutzen:

Website/​Blog

Wenn du über eine eige­ne Web­site oder einen Blog mit anspre­chen­den Traf­fic ver­fügst, sind das gute Vor­aus­set­zun­gen für erfolg­rei­ches Affi­lia­te-Mar­ke­ting. So kannst du in dei­ne Blog­bei­trä­ge /​Texte Affi­lia­te-Links oder Ban­ner ein­fü­gen oder For­mu­la­re inte­grie­ren. Wird über die Links das Pro­dukt von einem User gekauft oder das For­mu­lar aus­ge­füllt, erhältst du einen Pro­zent­satz X an Provision.

Nischenseite /​Affiliate-Website

Bei einer Nischen­sei­te oder Affi­lia­te-Web­site geht es um eine nor­ma­le Web­site, die sich auf ein Nischen­the­ma beschränkt, wie z. B. Droh­nen, Haar­trock­ner, Kaf­fee­ma­schi­nen, Nacken­kis­sen, pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung etc.

Die­se Sei­te wur­de aus­schließ­lich für die Gene­rie­rung von Affi­lia­te-Ein­nah­men erstellt.

Auf einer sol­chen Nischen­sei­te gibt es zahl­rei­che Infor­ma­tio­nen zu dem jewei­li­gen The­ma, ein­zel­ne Pro­dukt­vor­stel­lun­gen und meis­tens Produktvergleichseiten.

Für sol­che Sei­ten eig­net sich das Part­ner­pro­gramm von Ama­zon und der Ein­satz eines Ama­zon Affi­lia­te Wor­d­Press Plugin, wie z. B. AAWP.

Das prak­ti­sche an sol­chen Affi­lia­te-Web­sites ist, dass du nach ein paar Mona­ten pas­si­ve Ein­nah­men erzie­len kannst, wenn du das Pro­jekt rich­tig auf­ziehst und ent­spre­chen­de Arbeit mit aus­führ­li­cher Key­wor­dre­cher­che, SEO-opti­mier­ten Tex­ten und einem pro­fes­sio­nel­len Lay­out investierst.

Newsletter

Außer dem Affi­lia­te-Mar­ke­ting mit Websites/​Blogs oder Nischen­sei­ten kannst du auch in News­let­tern Affi­lia­te-Links plat­zie­ren. Wenn du über einen gro­ßen News­let­ter-Ver­tei­ler ver­fügst, lohnt sich die­se Metho­de auf jeden Fall.

Du soll­test die­se Wer­bung aller­dings nicht über­trei­ben und dar­auf ach­ten, dass du in dei­nen News­let­tern den Mehr­wert nicht ver­gisst. Sonst besteht die Gefahr, dass sich eini­ge Abon­nen­ten aus dei­nem Ver­tei­ler austragen.

Social-Media-Kanäle

Es bie­ten sich ganz beson­ders die ver­schie­de­nen Social-Media-Kanä­le an, um sei­nen Affi­lia­te-Link zu verbreiten.

Face­book: Ent­schei­dend für den Erfolg ist auch hier, dass man als Pro­fil­be­sit­zer bei Face­book über eine hohe Anzahl von Freun­den ver­fügt, um eine mög­lichst opti­ma­le Ver­brei­tung des Links zu erzie­len. Fair wäre es aller­dings, den Face­book-Usern klar zu machen, dass es sich bei dem Link um einen Affi­lia­te-Link han­delt und man soll­te die Leu­te auch nicht zuspam­men mit sei­nen Links. Das hat eher einen nega­ti­ven Effekt.

Twit­ter: Für den Mikro­blog­ging­dienst Twit­ter gilt bezüg­lich der Reich­wei­te das glei­che wie für Face­book. Erfolg mit sei­nen Affi­lia­te-Links wird man hier nur haben, wenn man eine hohe Zahl von Fol­lo­wern auf­wei­sen kann (am bes­ten meh­re­re Tau­send). Auch auf Twit­ter soll­te man den Link als Wer­bung kenn­zeich­nen und das Twit­tern von Affi­lia­te-Links nicht über­trei­ben, also nicht mehr­mals am Tag sol­che Tweets veröffentlichen.

You­Tube: Wer den bekann­ten Video­ka­nal für sein Affi­lia­te-Mar­ke­ting nut­zen möch­te, soll­te für jedes bewor­be­ne Pro­dukt einen eige­nen Kanal auf­bau­en und dort auch Vide­os über das Pro­dukt — am bes­ten Kun­den­stim­men —ein­stel­len. Auch wenn das sich etwas kom­pli­ziert anhört, Kun­den­mei­nun­gen zu Pro­duk­ten kann man heut­zu­ta­ge für wenig Geld kau­fen, ist aber sicher­lich nicht die seriö­ses­te Art und Wei­se, Pro­dukt­wer­bung zu betrei­ben. Unter das ver­öf­fent­lich­te Video soll­te man schließ­lich den Affi­lia­te-Link plat­zie­ren, damit die User auch gleich eine Mög­lich­keit fin­den, das Pro­dukt zu kaufen.

Um sei­nen You­tube-Kanal popu­lär zu machen, benö­tigt man natür­lich auch eine hohe Zahl an Video­auf­ru­fen, sodass man mit Sicher­heit sehr viel Zeit für Mar­ke­ting­maß­nah­men inves­tie­ren muss, um mit dem Chan­nel Affi­lia­te-Ein­nah­men zu erzielen.

Wer schon einen erfolg­rei­chen Video­ka­nal mit eini­gen Abon­nen­ten besitzt, kann so vor­ge­hen, dass er ab und zu ein klei­nes Wer­be­vi­deo zu einem bewor­be­nen Pro­dukt erstellt und die­ses auf den Kanal ein­stellt. In dem Video kann er ein Pro­dukt­re­view durch­füh­ren oder auf­zei­gen, was das Pro­dukt für ihn selbst an Nut­zen gebracht hat. Wich­tig ist, dass man voll hin­ter dem Affi­lia­te-Pro­dukt steht und dass es auch gute Pro­vi­sio­nen abwirft. Am bes­ten eig­nen sich dafür digi­ta­le Info­pro­duk­te, bei denen gibt es oft Pro­vi­sio­nen im Rah­men von 30 bis 50 Pro­zent für einen ver­mit­tel­ten Verkauf.

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Foren: Foren sind eben­falls eine gute Mög­lich­keit, an die pas­sen­de Ziel­grup­pe her­an­zu­tre­ten und einen Affi­lia­te-Link zu plat­zie­ren. Aller­dings soll­te man sich vor einer sol­chen Akti­on die Foren­re­geln genau durch­le­sen, ob sowas über­haupt erlaubt ist. Wenn ja, dann soll­te man auch hier mit der Affi­lia­te-Link-Ver­brei­tung nicht über­trei­ben, sonst kann es sein, dass man aus dem Forum fliegt.

Direktnachrichten

Direkt­nach­rich­ten sind mit Sicher­heit die ein­fachs­te Metho­de, um Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen wei­ter­zu­emp­feh­len. Um Direkt­nach­rich­ten zu ver­sen­den, nutzt du Mes­sen­ger-Diens­te wie Whats­App, den Face­book Mes­sen­ger oder ande­re Messenger-Services.

Doch auch wenn es sich ein­fach umset­zen lässt, ist die­se Vor­ge­hens­wei­se nicht jeder­manns Sache. Denn du musst schon vie­le Nach­rich­ten raus­sen­den, um mit dei­nen Affi­lia­te-Links Geld zu ver­die­nen. Außer­dem schreibst du Men­schen an, von denen du nicht weißt, ob sie an dem bewor­be­nen Pro­dukt oder der Dienst­leis­tung über­haupt Inter­es­se haben.

Ganz anders ist es bei Nischen­sei­ten. Die­se wer­den von Men­schen besucht, die sich für das Thema/​Produkt interessieren.

Was erlauben die Affiliateprogamm-Anbieter?

Dann stellt sich abschlie­ßend noch die Fra­ge, ob die ein­zel­nen Affi­lia­te-Netz­wer­ke es Publis­hern über­haupt mög­lich machen, sich dort zu regis­trie­ren, ohne eine eige­ne Web­site anzu­ge­ben? Die meis­ten Netz­wer­ke ver­lan­gen bei der Publis­her­re­gis­trie­rung einen eige­nen Inter­net­auf­tritt, auch bei Ama­zon und finan​zen​.de muss man für das Part­ner­pro­gramm eine Web­site min­des­tens ein­tra­gen. Sonst wird man für die ein­zel­nen Part­ner­pro­gram­me nicht freigeschaltet.

Wie man sieht, schränkt sich somit die Aus­wahl an Part­ner­pro­gram­men deut­lich ein.

Bevor man also plant, Part­ner­pro­gram­me ohne eige­nen Web­auf­tritt zu bewer­ben, soll­te man dar­auf ach­ten, ob dies von dem Pro­gramm oder dem Affi­lia­te-Netz­werk aus mög­lich ist.

Maskierung von Affiliate-Links

Vie­le Publis­her haben es sich ange­wöhnt, ihre Affi­lia­te-Links zu ver­ste­cken, mas­kie­ren oder zu cloa­ken, wie der Fach­be­griff dafür lautet.

War­um dies gemacht wird, hat haupt­säch­lich zwei Grün­de: Ein­mal sind Affi­lia­te-Links meist ellen­lan­ge Links, die die Publis­her-ID und noch ande­re Para­me­ter ent­hal­ten. Sie sehen also unschön aus, vor allem dann, wenn man die kom­plet­te URL in einen Arti­kel einfügt.

Der zwei­te Grund dürf­te das wich­tigs­te Argu­ment für die Link­ver­kür­zung oder Affi­lia­te-Link-Ver­schleie­rung sein:

Es gibt erfah­re­ne User, die die­se Links als Affi­lia­te-Links erken­nen und dem Publis­her die Pro­vi­si­on nicht gön­nen, falls sie auf der bewor­be­nen Web­site etwas ein­kau­fen wer­den oder eine ande­re Akti­on über den Part­ner­link durch­füh­ren. Dann wer­den ein­fach die ent­spre­chen­den Para­me­ter aus dem Link ent­fernt oder man geht gleich auf Händ­ler­sei­te. Dadurch kön­nen Publis­her um ihre Pro­vi­si­on gebracht werden.

Seltsam aussehende Affiliate-Links

Affi­lia­te-Links sind nicht alle gleich auf­ge­baut. Die Affi­lia­te-Links von Inhouse-Part­ner­pro­gram­men wie die von Ama­zon begin­nen mit ihrem wirk­li­chen Domain­na­men (www​.ama​zon​.de bei­spiels­wei­se), an den sich die Affi­lia­te- und Pro­dukt­pa­ra­me­ter anschließen.

Die­se Affi­lia­te-Links machen auf die meis­ten User, die auf die­se kli­cken, einen guten und ver­trau­ens­wür­di­gen Eindruck.

Dage­gen sehen die Affi­lia­te-Links von den gro­ßen und klei­ne­ren Affi­lia­te-Netz­wer­ken nicht sehr “schön” aus und kön­nen so man­chen User in ihrem Auf­bau irritieren.

Dadurch, dass die­se Netz­wer­ke vie­le Affi­lia­te-Pro­gram­me betreu­en, bie­ten sie auch für alle eine ein­heit­li­che Link­struk­tur an.

Das mag so man­chen stut­zig machen, wenn er in der Brow­ser-Sta­tus­leis­te nach­schaut, wohin die­ser Link führt, der z. B. mit “Mode-Schnäpp­chen für den Som­mer” beti­telt war. Schließ­lich will man sich sicher sein, dass man eine ver­trau­ens­wür­di­ge Sei­te ansteu­ert und sich nicht irgend­wel­che Mal­wa­re einfangen.

Sol­che nichts­sa­gen­den Links kön­nen daher so man­chen User abschre­cken, sodass die­se den Link nicht kli­cken. Auch dadurch ver­lie­ren Publis­her mög­li­che Provisionen.

Verkürzung oder Verschleierung der Affiliate-Links —Vorteile

Mit Wor­d­Press-Plugins:

Aus die­sen Grün­den gehen vie­le Publis­her hin und gestal­ten die Affi­lia­te-Links um. Das geht für Blog­ger, die Wor­d­Press ver­wen­den, ganz ein­fach. Das Plugin Pret­ty Link Lite ist so eine ein­fach zu bedie­nen­de Lösung, die auch die Link­ein­stel­lung “nofol­low” zulässt.

Die Affi­lia­te-Links, die mit Pret­ty Link Lite ange­legt wer­den, begin­nen mit dem eige­nen Domain­na­men, an den man eine sinn­vol­le Erwei­te­rung anbrin­gen sollte:

Bei­spiel: www​.geld​-online​-blog​.de/​g​o​/​b​u​e​r​o​a​r​t​i​k​e​l​-​s​hop oder www​.geld​-online​-blog​.de/​s​h​o​p​/​b​u​e​r​o​a​r​t​i​k​e​l​-​s​hop

Ich fin­de es recht sinn­voll, in die neue Affi­lia­te-URL den Namen des bewor­be­nen Shops oder des Pro­dukts ein­zu­fü­gen und nicht ein­fach einen kryp­ti­schen Link zu erstel­len, des­sen Ziel sich nicht in der URL erschließt. Aber das kann letzt­end­lich jeder machen, wie er will.

Klickt man auf einen der­art umge­än­der­ten Link, wird die rich­ti­ge Affi­lia­te-URL gela­den und man wird zur Mer­chant-Web­site geleitet.

In einem schon etwas älte­ren Arti­kel habe ich das Plugin Pret­ty Link Lite und sei­ne Funk­tio­nen näher erläu­tert.

Mit Link-Shor­tener:

Für das Ver­kür­zen von lan­gen Affi­lia­te-Links kann man auch soge­nann­te Link-Shor­tener wie bit­ly oder Goog­le URL Shor­tener ein­set­zen. Aller­dings haben die­se Links wei­ter­hin Nach­tei­le, denn es blei­ben exter­ne Links, die nichts über die Ziel­sei­te aus­sa­gen und damit nicht ver­trau­ens­wür­dig erschei­nen. Und man kann die­se URLs im Nach­hin­ein nicht mehr ändern, was mit Pret­ty Link mög­lich ist.

Wei­te­re Vor­tei­le des Mas­kie­rens von Affiliate-Links:

Es gibt aber noch ande­re Grün­de, sei­nen Affi­lia­te-Link zu mas­kie­ren, nicht nur um die­sen vor bestimm­ten Usern zu verstecken.

Schließ­lich kann es auch vor­kom­men, dass der Mer­chant irgend­wann mal sei­ne Affi­lia­te-Links abän­dert. Hat man dann die­se Links zig­mal in sei­nem Blog, dann muss man alle Links hän­disch aktua­li­sie­ren, was viel Zeit in Anspruch neh­men kann. Ver­wen­det man Pret­ty Link Lite oder ein ande­res Link­mas­kie­rungs-Plugin, dann braucht man nur ein­mal den neu­en Link zu ändern und das war es schon.

Ein zwei­ter Vor­teil: Ver­wen­det man die lan­gen Affi­lia­te-Links in einem News­let­ter oder in den sozia­len Netz­wer­ken, dann kann es sein, dass die­se im Text umbre­chen und nicht mehr rich­tig funktionieren.

Außer­dem lässt sich der Link in die­sem Umfeld nicht mit einem anspre­chen­den Anker­text ver­schö­nern, son­dern man sieht als User die blo­ße URL, die in der Ori­gi­nal­län­ge nicht gut aussieht.

Nachteile der verkürzten Affiliate-Links

Auch die geän­der­ten Links kön­nen viel­leicht so man­chen Web­site-Besu­cher ver­är­gern. Vor allem wenn der Anker­text etwas ande­res vor­gibt und der User über­rascht ist, dass er nach dem Klick auf einer exter­nen Sei­te landet.

Mit einer rich­ti­gen Benen­nung des Affi­lia­te-Links (Bei­spiel: “güns­ti­ge Bal­le­ri­nas auf Zalan­do”), kann man die­sen Nach­teil deut­lich reduzieren.

Fazit

Wer Geld im Inter­net ver­die­nen will, ob Anfänger/​in oder schon Fortgeschrittene/​r: Affi­lia­te-Mar­ke­ting gehört immer noch zu belieb­tes­ten und ein­fachs­ten Mög­lich­kei­ten, Ein­nah­men online zu erzielen.

Es ste­hen ver­schie­de­ne Metho­den zur Ver­fü­gung, um mit dem Emp­feh­lungs­mar­ke­ting Pro­vi­sio­nen einzunehmen.

Wer aller­dings glaubt, damit schnell und ohne Arbeit an viel Geld zu kom­men, irrt sich gewal­tig. Meist dau­ert es ein paar Jah­re, bis man mit Affi­lia­te-Mar­ke­ting anspre­chen­de Ein­nah­men erzielt. Und viel Zeit musst du auch inves­tie­ren, bis es soweit ist.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © Tumi­su /Pixabay.com)