Mit diesem Artikel will ich eine Artikelserie über Affiliate-Marketing für Einsteiger starten.


Denn Affiliate-Marketing bzw. das Bewerben von Produkten oder Dienstleistungen in der Erwartung, damit Einnahmen zu erzielen, ist eine der beliebtesten Verdienstmöglichkeiten von Bloggern – und eine der ersten, die man einsetzt.

Praktisch an Affiliate-Marketing ist, dass man kein eigenes Produkt erstellen muss, um Geld zu verdienen, sondern man kann andere Produkte „indirekt“ anbieten und erhält für einen Kauf über seinen eigenen Werbelink eine bestimmte Provisionshöhe.

Diese Einnahmequelle ist gerade am Anfang einer Bloggerkarriere recht einfach umzusetzen, da man in dieser Phase oft selbst noch keine Idee hat, ob man in naher Zukunft selbst ein Produkt erstellen will, beispielsweise in Form eines Ebooks, Videokurses oder Coachings usw. Es kann auch sein, dass man ohnehin nicht vorhat, eigene Angebote zum Verkauf anzubieten. Dann ist Affiliate-Marketing ein guter Ersatz. Dennoch sollte man nicht gleich erwarten, damit hohe Einnahmen zu erzielen.

Man braucht Zeit, Erfahrung und ausgiebige Testphasen, um herauszufinden, wie man mit Affiliate-Programmen gute Umsätze machen kann.

Definition von Affiliate-Marketing

Der Begriff Affiliate-Marketing kommt aus den USA (engl. affiliate (Verb) = anschließen oder als Mitglied aufnehmen, (Substantiv) = Tochtergesellschaft, Zweigfirma) und bedeutet, dass ein Händler (Merchant) in seinem Affiliate-System (was nichts anderes ist als eine internetbasierte Vertriebslösung) seine Vertriebspartner (Affiliates oder Publisher) erfolgsorientiert durch Auszahlung von Provisionen vergütet.

Der Merchant stellt seine Werbemittel wie Werbebanner, Formulare oder Textlinks seinen Kooperationspartnern zur Verfügung, die der Affiliate für die Angebotsbewerbung auf seinen Webseiten verwenden kann. Eine solche Kooperation nennt man Affiliate-Programm bzw. Partnerprogramm.

Lesen  Affiliate-Marketing für Einsteiger: Teil 3 - Provisionsmodelle Lead und Sale im Vergleich

Mit der Schaltung der Werbemittel verdient der Affiliate noch kein Geld. Erst wenn über seinen Affiliate-Link ein Kauf oder eine andere Aktion, die vergütet wird, zustande gekommen ist, erhält er eine Provision. In dem Affiliate-Link ist die jeweilige Publisher-ID enthalten, damit dem Affiliate auch Provisionen zugewiesen werden können, falls über seinen Link Käufe oder andere Aktionen ausgeführt werden.

Wie der ganze Affiliate-Marketing-Prozess genau abläuft, verdeutlicht die untere Grafik:

Affiliate-Marketing-Prozess – Schaubild

Qualitativ hochwertiger Traffic für erfolgreiches Affiliate-Marketing entscheidend

Erfolgreiches Affiliate-Marketing bedeutet aber auch, dass man qualitativ hochwertigen Traffic auf seine Werbemittel oder einen Blogpost mit Affiliate-Link lenkt. Denn es bringt dem Publisher keine Einnahmen, wenn Hunderte von User auf einen Affiliate-Link klicken und zu den Angeboten des Merchants in dessen Online-Shop weitergeleitet werden, dort aber nichts einkaufen.

Da sind nur wenige User, die im Online-Shop des Merchants ein Produkt kaufen und uns damit zu einer Provision „verhelfen“, deutlich wertvoller. Man muss also fähig sein, solche User zu einem Kauf zu verleiten, für die das beworbene Angebot sehr interessant sein kann, d. h. die richtige Zielgruppe ansprechen.

Verschiedene Varianten von Affiliate-Marketing

Nicht immer ist die Provision im Affiliate-Marketing mit einem Produktverkauf verbunden, man kann auch für andere Aktionen eine Vergütung erhalten, so zum Beispiel wenn ein User sich in einen Newsletter einträgt oder ein User ein Versicherungsvergleich anfordert.

Zu diesen verschiedenen Vergütungsvarianten, die auch Konditionsmodelle genannt werden, gibt es einen eigenen Beitrag.

Affiliate-Programme

Es gibt auf dem Markt eine riesige Zahl an Affiliate-Progammen, entweder als InHouse-Programm, d. h. der Merchant betreut selbst sein Partnerprogramm, eventuell noch mit der Unterstützung einer Agentur, oder er nutzt ein Affiliate-Netzwerk, um dort sein Partnerprogramm anzubieten. Dies hat die Vorteile, dass der Merchant sich nicht um technische Belange oder die Betreuung der Affiliates kümmern muss, das übernimmt das Affiliate-Netzwerk gegen entsprechende Gebühren.

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Was die Themen angeht, werden von Affiliate-Programmen sehr viele Bereiche abgedeckt. In den folgenden Sparten gibt es auf den meisten Affiliate-Netzwerken zahlreiche Partnerprogramme:

  • Mode/Lifestyle
  • Gesundheit/Wellness
  • Familie/Kinder
  • Technik/Computer/Multimedia
  • Autos
  • Wohnen
  • Lebensmittel/Essen
  • Erotik
  • Bildung
  • Finanzen
  • Sport/Freizeit
  • Reisen
  • Computerspiele
  • Gewinnspiele

Wer in seinem Blog oder auf seiner Website über ein bestimmtes Thema schreibt, findet mit großer Wahrscheinlichkeit mehrere Affiliate-Programme, die zu dem Themenspektrum des Blogs passen.

Um ein geeignetes Partnerprogramm zu finden, muss man sich auf die Suche begeben, entweder über die Suchmaschine Google oder man sucht auf den einzelnen Affiliate-Netzwerken.

Ausblick: Im nächsten Artikel für Affiliate-Marketing-Einsteiger stelle ich die verschiedenen Vergütungs- bzw. Konditionsmodelle vor.

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