Woocommerce Leitfaden: Teil 2 – Produkte


Nachdem ich in meinem Woocommerce-Leitfaden im ersten Artikel die allgemeinen Einstellungen erläutert habe, folgt nun in dem zweiten Teil der Serie die Registerkarte „Produkte“.


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In diesem Bereich legst du u. a. die Shopseite, die Inventarverwaltung und die Download-Methode für herunterladbare Produkte fest. Die Registerkarte ist in drei Unterbereiche gegliedert: Allgemein, Inventar und Herunterladbare Produkte. Die Registerkarte Darstellung ist in der Version 3.5.3 entfernt worden.

Beginnen wir mit dem ersten Punkt.

Allgemein

  • Unter Allgemein – Shopseiten wählst du die Seite aus, auf der die Shop-Übersichtsseite dargestellt wird. Standardmäßig ist dies die vom WooCommerce-Plugin generierte Shop-Seite. Das Warenkorb-Verhalten kannst du über das Setzen von zwei Häkchen steuern.
    In das Feld Platzhalterbild kannst du für Produkte, die kein Produktfoto haben, eine Standardgrafik entweder als URL oder als Anhang-ID einfügen.
  • Im Bereich Allgemein – Abmessungen finden sich die Maßeinheiten der Produkte. Unter Gewichtseinheit kann man Kilogramm und Gramm auswählen und unter Maßeinheit Zentimeter und Meter. Die englischen Maße wie Inch oder lbs (Pfund) werden bei uns kaum Anwendung finden. Diese Maße musst du festlegen, wenn du Produkte verkaufst, die entsprechend in ihrer Größe und ihrem Gewicht ausgewiesen werden sollen.
  • Unter Bewertungen gibt es fünf verschiedene Aktivierungsmöglichkeiten. Willst du, dass Kunden Bewertungen zu den Produkten schreiben können, setze das erste Häkchen.
    „Kennzeichnung Verifizierter Besitzer …“: Ist hier ein Häkchen gesetzt, dann wird bei einer Kundenbewertung der Hinweis Verifizierter Besitzer angezeigt, sobald ein angemeldeter Kunde eine Rezension verfasst hat. Dieser muss das Produkt auch wirklich gekauft haben.
    Bewertungen können nur von „verifizierten Besitzern“ hinterlassen werden: Diese Option bedeutet, dass ausschließlich angemeldete User eine Bewertung abgeben können. Dafür müssen sie in ihren Kundenaccount eingeloggt sein, über den ein Produktverkauf tatsächlich stattgefunden haben muss.
  • Die zwei Optionen bei Produktbewertungen beziehen sich auf auf die Darstellung der Bewertungen: Einmal kannst du die Sternchen-Bewertung freischalten und sie  – zweitens – als erforderlich aktivieren.
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Inventar

Unter Inventar kannst du festlegen, wie Woocommerce mit dem Warenbestand des Online-Shops umgeht.

  • Lagerverwaltung: Wenn du diese Option aktivierst, bestimmst du, ob Woocommerce bei den im Shop befindlichen Produkten eine aktive Lagerhaltung anzeigt, sprich: bei einem Produktkauf die noch verfügbare Produktanzahl ausrechnet.
  • Ware reservieren (Minuten): Damit wird der Bestand für Produkte reserviert, wenn eine Bestellung eingegangen ist, aber noch nicht bezahlt wurde. Nach dem festgelegten Zeitraum (Standardwert 60 Minuten) wird die unbezahlte Bestellung storniert und das Lager wieder freigegeben. Ist das Feld leer, ist diese Funktion ausgeschaltet.
  • Benachrichtigungen kann man bei niedrigem Lagerbestand oder bei dem Status „nicht vorrätig“ einschalten, sodass eine automatische Hinweismail an die E-Mail-Adresse, die darunter eingetragen ist, verschickt wird.
  • Den Schwellenwert für „geringer Warenbestand“ kann man selbst festlegen, Standardwert ist 2.
  • Sichtbarkeit für „nicht vorrätig“: Wenn du hier ein Häkchen anbringst, werden nicht mehr vorrätige Produkte im Shop nicht mehr angezeigt.
  • Lagerbestand-Anzeigeformat: Hier lässt sich einstellen, ob der Produktbestand immer angezeigt wird oder nur bei geringem Lagerbestand oder überhaupt nicht.

Herunterladbare Produkte

 

Unter diesem Bereich wird das Verhalten von Woocommerce bei virtuellen und damit herunterladbaren Produkten eingestellt.

  • Datei-Download-Methode: Hier legst du fest, wie Woocommerce digitale Produkte bereitstellt. Es stehen drei verschiedene Optionen zur Verfügung:
    Downloads erzwingen ermöglicht es, den Download durch ein PHP-Skript gleich aufzurufen. Die Download-URL wird nicht angezeigt, dennoch soll es bei manchen Webservern bei dieser Option Probleme geben.
    X-Accel-Redirect / X-Sendfile: Diese Option soll besser sein, gerade für große Downloads. Darüber lassen sich auch Downloads aus geschützten Verzeichnissen anbieten. Was du zu X-Sendfile wissen solltest, findest du hier.
    Nur weiterleiten stellt einen einfachen Link zur Download-Datei zur Verfügung. Diese ist allerdings nicht von einem Zugriff von außen geschützt. Wenn sich also ein Käufer diesen Download-Link merkt und ihn weitergibt, können andere das Produkt ohne Kauf herunterladen. Also keine gute Option für einen professionellen Verkauf von digitalen Produkten.
  • Zugriffsbeschränkung: Hier kann man einstellen, ob für einen Download eine Anmeldung für ein Kundenaccount notwendig ist. Die zweite Option ermöglicht einen Kundenzugriff auf das digitale Produkt nach der Zahlung. Die Bestellung an sich ist im System noch mit „in Bearbeitung“ gekennzeichnet und nicht mit „fertiggestellt“. Somit muss man als Shopbetreiber nicht aktiv werden und beispielsweise den Kauf bestätigen.
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Es lohnt sich, diese hier vorgestellten Einstellungen auf der Registerkarte „Produkte“ genau durchzugehen und ein paar Optionen auszutesten, bevor du dich endgültig entscheidest. Mit bestimmten Optionen lässt sich der Bestellprozess deutlich einfacher und schneller durchführen, was schließlich den Kunden und auch den Shopbetreiber freuen dürfte.

Was den Verkauf von virtuellen Produkten angeht, da habe ich noch keine Erfahrung mit Woocommerce sammeln können, aber ich empfehle hier, die Downloadvariante X-Sendfile zu wählen. Dafür ist ein bestimmtes Modul für den Webserver vonnöten. Wer da nicht weiter kommt, sollte zu diesem Thema ausführlich googlen und sich eventuell mit seinem Provider in Verbindung setzen.

 

In der dritten Folge von Woocommerce Leitfaden steht die Registerkarte Mehrwertsteuer im Mittelpunkt.

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