Klei­ne Givea­ways erfreu­en sich zuneh­men­der Beliebt­heit bei poten­zi­el­len Kun­den und Unter­neh­men.


Gut durch­dacht, fin­den Wer­be­ar­ti­kel Ein­gang in den All­tag und för­dern die Kauf­ent­schei­dung. Doch wie las­sen sie sich pass­ge­nau auf die Ziel­grup­pe aus­rich­ten, so dass Streu­ver­lus­te gering aus­fal­len?

Die Ant­wort lau­tet: Ana­ly­sie­ren, Rech­nen und Krea­ti­vi­tät.

Was sind Streuverluste in Werbung und Marketing?

Als Streu­ver­lust wer­den die Wer­be­kon­tak­te bezeich­net, die außer­halb der eige­nen Ziel­grup­pe statt­fin­den. Ver­teilt ein Unter­neh­men auf der Stra­ße Fly­er, errei­chen die­se auch Per­so­nen, die auf Grund ihres Alters oder Geschlechts nicht zu den poten­zi­el­len Inter­es­sen­ten des Pro­duk­tes gehö­ren. Im Mar­ke­ting wird stets ver­sucht, die Streu­ver­lus­te gering zu hal­ten, da jeder gedruck­te Fly­er mit Kos­ten für das Unter­neh­men ver­bun­den ist.

So lässt sich Streuverlust berechnen

Ver­läss­li­che Anga­ben über die durch­schnitt­li­che Streu­ung bestimm­ter Wer­be­ar­ti­kel las­sen sich nicht pau­schal ange­ben. Daher emp­fiehlt es sich für Unter­neh­men, die Affi­ni­tät bestimm­ter Wer­be­maß­nah­men für ihre Ziel­grup­pe zu berech­nen.

Mit dem Begriff „Affi­ni­tät“ wird der pro­zen­tua­le Anteil einer Ziel­grup­pe bezeich­net, die ein bestimm­tes Ange­bot, wie die Mit­glied­schaft im Fit­ness­stu­dio nutzt, und durch Wer­bung in die­sem erreicht wer­den kann. Beträgt die Affi­ni­tät 100 Pro­zent, ist bei­spiels­wei­se jeder Fit­ness­stu­dio­nut­zer Teil der Ziel­grup­pe. Eine Affi­ni­tät von 30 Pro­zent wür­de hin­ge­gen bedeu­ten, dass mit der Wer­be­ar­ti­kel­ver­tei­lung im Fit­ness­stu­dio, 70 Pro­zent Streu­ver­lust hin­ge­nom­men wer­den müs­sen.

Hohe Reichweite – geringe Affinität

Ver­an­stal­tun­gen und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten mit einer gro­ßen Teil­neh­mer­zahl haben meist nur gerin­ge Affi­ni­tä­ten. Die hier ver­teil­ten Gim­micks kön­nen zwar die Ziel­grup­pe errei­chen, aber gleich­zei­tig ent­steht ein hoher Streu­ver­lust.

Werbung lohnt sich – aber nicht immer

Wer­bung ist Teil der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on und bestimmt so, wie das Unter­neh­men in der Öffent­lich­keit wahr­ge­nom­men wird. Anders als die lang­fris­tig aus­ge­leg­te PR, ver­sucht die Wer­bung, in kur­zer Zeit, die Bot­schaf­ten des Unter­neh­mens an mög­lichst vie­le poten­zi­el­le Kun­den zu über­mit­teln.

Dabei wer­den alle zur Ver­fü­gung ste­hen­den Kanä­len gleich­zei­tig bespielt, um eine mög­lichst gro­ße Reso­nanz zu erhal­ten, die sich idea­ler­wei­se schnell in den Absatz­zah­len wider­spie­gelt. Daher eig­nen sich Wer­be­kam­pa­gnen zu beson­de­ren Anläs­sen, die eine schnell wirk­sa­me Kom­mu­ni­ka­ti­on erfor­dern:

  • Pro­dukt­launch
  • Neue Kon­kur­ren­ten auf dem Markt
  • Rabatt­ak­tio­nen

Zielgruppen analysieren – Kunden gewinnen

Wich­tig ist vor allem, dass die Ziel­grup­pe umfas­send ana­ly­siert wird. Markt­for­schungs­in­sti­tu­te haben sich auf Ana­ly­sen des Kauf­ver­hal­tens spe­zia­li­siert. Was zu Beginn müh­sam erscheint, wird die spä­te­re Arbeit um eini­ges erleich­tern. Wer sei­ne Ziel­grup­pe genau kennt, weiß wel­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le genutzt wer­den und wel­che Pro­duk­te die aus­ge­wähl­ten Kon­su­men­ten stets zur Hand haben.

Gehört die Ziel­grup­pe zur Frak­ti­on lei­den­schaft­li­cher Auto­fah­rer, eig­nen sich groß­for­ma­ti­ge Pla­ka­te an Haupt­stra­ßen. Sind die poten­zi­el­len Kun­den Nut­zer von Smart­pho­nes, muss das Bespie­len der Social Media Kanä­le in den Fokus gerückt wer­den. Auto­fah­rer wer­den eben­falls Duft­bäu­me mehr zu schät­zen wis­sen, und die Genera­ti­on Smart­pho­ne freut sich beson­ders über kos­ten­lo­se USB-Sticks eines Unter­neh­mens.

Streu­ver­lus­te, in Form inten­siv duf­ten­der Müll­ei­mer, wären mit dem ers­ten Schritt bereits ver­mie­den.

Doch es lohnt sich, auch das eige­ne Pro­dukt genau­er zu betrach­ten. Was ist dar­an ein­zig­ar­tig, was bie­tet den Kun­den Mehr­wert? Mit etwas Glück lässt sich eine neue Sei­te des Pro­dukts ent­de­cken, die wie­der­um neue Ziel­grup­pen anspricht, was lang­fris­tig einer Markt­sät­ti­gung ent­ge­gen wirkt.

Das optimale Werbemittel: nützlich, hochwertig, originell, alltagsnah

Kun­den sind täg­lich Wer­bung aus­ge­setzt. Wer nicht zum Mes­sie ten­diert, muss sich ent­schei­den. Wel­cher Wer­be­ar­ti­kel bie­tet mir Mehr­wert für mein täg­li­ches Leben? Kann das Unter­neh­men in die­sen vier Punk­ten über­zeu­gen, ist nur ein gerin­ger Streu­ver­lust zu ver­kraf­ten.

  • Das A und O ist der Nutz­wert. Ein Aschen­be­cher kann noch so schön gestal­tet sein. In der Woh­nung eines Nicht­rau­chers wird er bes­ten­falls in einer hin­te­ren Schrank­ecke ver­stau­ben.
  • Hat das Unter­neh­men eine brei­te Ziel­grup­pe, eig­nen sich Gegen­stän­de, die mög­lichst im All­tag vie­ler Per­so­nen Ver­wen­dung fin­den: Also bes­ser ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Design für eine Streich­holz­schach­tel ent­wer­fen.
  • Qua­li­tät hat zwar sei­nen Preis. Doch wer hoch­wer­ti­ge Wer­be­ar­ti­kel nutzt, des­sen Waren­sor­ti­ment wird auch hoch­klas­si­ger wahr­ge­nom­men. Ein Fla­schen­öff­ner aus dün­nem Plas­tik, der frü­her oder spä­ter bricht, ver­ur­sacht Ver­är­ge­rung beim poten­zi­el­len Kun­den. Emo­tio­nen sind sehr bestän­dig und wer­den noch län­ge­re Zeit auf das Unter­neh­men pro­ji­ziert.
  • Neben den hand­fes­ten Eigen­schaf­ten Nutz­wert und Qua­li­tät, ist die Ori­gi­na­li­tät das i‑Tüpfelchen des Wer­be­ar­ti­kels. Aber auch hier gilt: Wer sei­ne Ziel­grup­pe gut kennt, trifft deren Geschmack. Und Gegen­stän­de, die im Frei­en benutzt wer­den, mul­ti­pli­zie­ren die Wer­be­bot­schaft. Wie­so also nicht mal einen Regen­schirm bedru­cken?
  • Idea­ler­wei­se benutzt der Kun­de das Givea­way täg­lich und kommt damit häu­fig, wenn auch sub­til, mit der Wer­be­bot­schaft in Kon­takt. Kugel­schrei­ber erfreu­en sich nicht umsonst gro­ßer Beliebt­heit als Wer­be­mit­tel. Das Gim­mick soll­te klein, hand­lich und nicht zu auf­dring­lich gestal­tet sein. So wird das Unter­neh­mens­lo­go, auf Früh­stücks­brett­chen mit anspre­chen­dem Design, Teil des All­tags einer ziel­grup­pen­re­le­van­ten Fami­lie.

Das passende Gimmick für jede Zielgruppe

Abge­se­hen vom klas­si­schen Kugel­schrei­ber, der aus kei­ner Hand weg­zu­den­ken ist, gibt es eini­ge ziel­grup­pen­über­grei­fen­de Givea­ways, die sich bewährt haben:

  • Feu­er­zeu­ge: Feu­er­zeu­ge wer­den sowohl von Rau­chern als auch von allen ande­ren Men­schen benö­tigt und haben einen dem­entspre­chend hohen Nutz­wert. Sie sind hand­lich und kön­nen mit einem krea­ti­ven Spruch ver­se­hen wer­den. Ein wei­te­rer Vor­teil: Sie machen öfter mal die Run­de.
  • USB Sticks: USB Sticks eig­nen sich klas­si­scher Wei­se für tech­ni­kaf­fi­ne Ziel­grup­pen. Aber da heut­zu­ta­ge der Lap­top qua­si zu den Lebens­mit­teln gehört, fin­det ein USB Stick stets Ver­wen­dung. Sie sind güns­tig zu bedru­cken und hal­ten lan­ge. Auch Geschäfts­kun­den fin­den oft­mals Gefal­len an USB Sticks, zum Bei­spiel von Tobra Pro­mo­ti­on.
  • Taschen: Wer es schafft, dass sich vie­le Men­schen mit dem Unter­neh­mens­lo­go auf der Tasche öffent­lich zei­gen, dem darf man gra­tu­lie­ren. Dass ein Unter­neh­men das eige­ne Selbst­wert­ge­fühl erhöht ist der Gip­fel des Mar­ke­ting-Erfolgs.
  • Tas­sen: Es gibt sie in allen For­men und Far­ben und jeder benutzt sie. Daher lohnt es sich, die­se beson­ders aus­ge­fal­len zu gestal­ten, um sei­ner Tas­se einen fes­ten Platz im Küchen­schrank zu sichern.

Wer nicht den ein­fa­chen Weg über Mul­ti­pli­ka­to­ren gehen will, kann auch pass­ge­naue Gim­micks für die eige­ne Ziel­grup­pe ent­wi­ckeln, soweit bekannt ist, wo und wann die Ziel­grup­pe für Wer­be­ge­schen­ke erreich­bar ist. Hand­wer­ker freu­en sich über Zoll­stö­cke und jun­ge Frau­en fin­den mehr Ver­wen­dung für eine kos­ten­lo­se Pro­be eines neu­en Haar­sham­poos als Män­ner.

Fazit: Streuverlust lässt sich minimieren, aber nicht verhindern

Wer den Streu­ver­lust sei­ner Wer­be­maß­nah­men wirk­sam ver­rin­gern möch­te, muss sich, über die eigent­li­che Wer­be­ge­stal­tung hin­aus, Gedan­ken machen. Zuerst gilt es die Ziel­grup­pe zu ana­ly­sie­ren und die Affi­ni­tät ver­schie­de­ner Ver­an­stal­tun­gen oder beleb­ter Plät­ze zu berech­nen.

Die Inter­es­sen der Ziel­grup­pe bestim­men den Ort und Zeit­punkt der Ver­tei­lung von Give-Aways. Wer­be­ge­schen­ke müs­sen so gestal­tet sein, dass sie den Kun­den Mehr­wert bie­ten und hin­sicht­lich Qua­li­tät und Ori­gi­na­li­tät das Unter­neh­men opti­mal reprä­sen­tie­ren.

Auch wenn sich Ziel­grup­pen in der sozio­öko­no­mi­schen Struk­tur stark unter­schei­den, gibt es bewähr­te Wer­be­ge­schen­ke, die ziel­grup­pen­über­grei­fend Ver­wen­dung fin­den. Hier sind Streu­ver­lus­te akzep­ta­bel, da die Besit­zer der Gim­micks als Mul­ti­pli­ka­to­ren funk­tio­nie­ren, die die Wer­be­bot­schaft des Unter­neh­mens öffent­lich wei­ter­tra­gen, so dass die eigent­li­che Ziel­grup­pe den­noch erreicht wird.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: Tobra Pro­mo­ti­on)