Wer gerne schreibt, über ein gutes Sprachgefühl verfügt, Rechtschreibung und Grammatik beherrscht, hat verschiedene Möglichkeiten, als Autor/in bzw. Schriftsteller/in Geld zu verdienen.


So kann man sich u. a. um Textaufträge auf sogenannten Contentplattformen bewerben, bezahlte Blogartikel schreiben, falls man selbst einen oder mehrere Blogs betreibt oder man schreibt Bücher, entweder in digitaler Form als Ebooks oder Bücher als Print on Demand.

Jede dieser Tätigkeit hat ihre Vor- und Nachteile, was Aufwand und Verdienstmöglichkeit angeht.

Geld verdienen mit Textaufträgen auf Contentplattformen

Um auf Contentplattformen Textaufträge zu erhalten, musst du dich dort zuerst registrieren und dein Profil ausfüllen. Außerdem wird in den meisten Fällen noch ein Textartikel von dir verlangt, über dessen Qualität deine Vergütungseinstufung vorgenommen wird.

Je besser du bewertet wirst, desto höher wird die Vergütung pro Wort ausfallen. So verdienst du als 2-Sterne-Autor meist ca. 1,3 Cent pro Wort, während du als 5-Sterne-Autor sogar das Fünffache verdienen kannst.

Viele Autoren haben auf solchen Plattformen sich von einer niedrigen Bewertung hochgearbeitet bis in den 5-Sterne-Rang, denn nur selten wird der Testartikel sehr hoch bewertet. Das heißt, du wirst in der Anfangszeit nicht allzu viel verdienen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass sich auf diesen Plattformen eine große Konkurrenz tummelt, sodass es nicht sehr leicht ist, an viele Aufträge ranzukommen.

Die Themen werden dir in einem Briefing vorgegeben: Die meisten Auftraggeber wollen SEO-optimierte Texte für ihre Websites oder ihren Online-Shop.

Weitere Nachteile:

  • Geringe Wertschätzung für deine Arbeit: Auf den Content-Plattformen tummeln sich hauptsächlich Kunden, die schnell und günstig an Texte für ihre Websites und Online-Shops kommen wollen. An hochwertigen Texten sind sie kaum interessiert.
  • Keine Positionierung als Experte möglich: Du kannst dich auf diesen Plattformen kaum als Experte für bestimmte Themen positionieren, denn letztendlich musst du die Aufträge annehmen, die von den Kunden eingestellt werden. Der wesentliche Wettbewerbsvorteil ist ein niedriger Preis, keine Fachkenntnisse.
  • Kein kreatives Schreiben: Deine eigenen Ideen kannst du auf diesen Plattformen nicht einbringen, du musst meist SEO-optimierte Texte nach einem vorgegebenen Briefing schreiben. Falls du lieber frei entscheiden willst, worüber du schreibst, solltest du dich dort auf keinen Fall registrieren.
  • Schlechte Referenzen: Willst du dir einen Namen als Webautor machen, benötigst du entsprechende Referenzen, mit denen du deine Schreibkünste belegen kannst. Diese Texte sind mit Sicherheit dafür nicht zu gebrauchen.
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Nun wirst du dich fragen, wo die Vorteile dieser Contentplattformen liegen? Viele lassen sich nicht aufführen, du kannst höchstens diese Aufträge als Übungstexte ansehen. Da für die Texterstellung meist eine kurze Deadline gesetzt ist, lässt sich damit auch die Schreibschnelligkeit trainieren.

Gerade wenn du irgendwann ein eigenes Ebook oder Buch planst, solltest du dir beim Schreiben eine gewisse Zügigkeit angewöhnen, um in dem gesetzten Zeitrahmen das Projekt abschließen zu können.

Bekannte Contentplattformen für den deutschsprachigen Raum:

  • content.de
  • pagecontent.de
  • textbroker.de
  • contentworld.de

Näheres zu den einzelnen Plattformen findest du in dem Artikel: Geld verdienen als Webautor/in – Bezahlte Schreibaufträge.

Geld verdienen als Ebook-Autor/in

Ein Buch zu schreiben, und vor allem ein Ebook, also ein Buch in digitaler Form, ist heutzutage nicht mehr mit großem Aufwand verbunden.

Den Text kannst du mithilfe eines normalen Textverarbeitungsprogramms schreiben, auch Bilder kannst du ganz „normal“ in das Dokument einbinden.

Die großen Plattformen helfen dir beim Upload des Dokuments und beim Umwandeln in ein pub-Format, wie z. B. epubli.de.

Informiere dich auch über die richtige Preisgestaltung, denn meistens sind die Kindle Ebooks sehr günstig, sodass du mit einem hohen Preis (ab zweistelligem Wert) nicht gut ankommen wirst. Es gibt aber auch Ausnahmen: Hochwertige Spezialinhalte können auch deutlich teurer verkauft werden.

Aufwändiges Marketing

Die erfolgreiche Vermarktung eines Ebooks ist eindeutig schwieriger als die Ebook-Erstellung. Zwar bieten dir manche Plattformen für den Anfang kleinere Vermarktungshilfen an, doch das reicht für eine Top-Platzierung in den Verkaufsrängen nicht aus. Ohne eine eigene Website, auf der du dein Buch oder deine Bücher vorstellst und gezielte Vermarktungsaktionen wie z. B. auf Facebook wirst du nicht herumkommen.

Um herauszufinden, welche Themen sich auf den entsprechenden Plattformen gut verkaufen lassen, kannst du dir die Kindle-Bestsellerlisten auf Amazon oder die Kategorie Meist verkauft bei epubli anschauen. Auf diese Art und Weise findest du mit Sicherheit Anregungen für dein geplantes Buchprojekt.

Vor allem Ratgeber-Ebooks sind sehr beliebt und lassen sich in den meisten Fällen ziemlich schnell erstellen. Jedenfalls sind sie einfacher zu schreiben als ein spannender Krimi oder ein Roman. Solltest du über ein belletristisches Talent verfügen, kannst du auch in dieser Sparte durchaus erfolgreich sein, wie zum Beispiel Corinna Bomann.

Ich habe in der Vergangenheit schon mehrere Artikel zu dem Thema „Ebook schreiben“ veröffentlicht, diese Beiträge verlinke ich nachfolgend.

Weiterführende Infos:

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Große Anzahl an Ebook-Verkaufsplattformen

Als Verkaufsplattform für dein Ebook kannst du nicht nur Amazon und andere große Anbieter wie z. B. epubli nutzen, es gibt noch andere interessante Portale, auf denen du dein Ebook verkaufen kannst, wie z. B. elopage und digistore24.

Auf letzterem werden hauptsächlich digitale Produkte – ob Ebooks, Videokurse und Memberships – als Ratgeber oder Lernmaterial in verschiedenen Themenkategorien verkauft.

Um mit deinen Ebooks anständig Geld zu verdienen, musst du einen langen Atem haben, die richtigen Themen finden und auch großen Wert auf eine ausgefeilte Vermarktungsstrategie legen.

Mit einem Ebook allein lässt sich wahrscheinlich noch nicht allzu viel verdienen, daher empfiehlt es sich, weitere Ebooks zu schreiben, denn dadurch gewinnst du an Schreibroutine und deine Expertise vergrößert sich.

Geld verdienen mit bezahlten Blogartikeln

Betreibst du einen Blog, dann gibt es die Möglichkeit, mit Sponsored Posts bzw. mit bezahlten Blogartikeln Einnahmen zu erzielen.

Zwar sollte dafür der Blog schon länger bestehen und über eine größere Besucheranzahl verfügen (5.000 bis 10.000, das hängt vom Thema ab), doch dann kann das Linkmarketing sehr lohnend sein.

Linkverkauf-Aufträge finden (Sponsored Posts)

Generell gibt es zwei Wege, um an solche Aufträge zu kommen, einmal die Linkmarktplätze oder die direkte Anfrage bei möglichen Kunden.

Als dritter Weg werden sich Kontaktaufnahmen von Interessenten entwickeln, die dich ungefragt anschreiben und sich nach einer Kooperationsmöglichkeit erkundigen wollen. In diesem Fall kannst du in den meisten Fällen den Preis selbst bestimmen.

In einem älteren Beitrag habe ich ausführlich beschrieben, worauf du beim Linkverkauf achten solltest, welche die besten und bekanntesten Marktplätze für Content- und Linkmarketing sind und welche Risiken mit Linkverkauf verbunden sind.

Weiterführende Infos:

Geld online verdienen mit Linkverkauf bzw. -vermietung

Geld verdienen mit Book on Demand

Seinen Traum als Schriftsteller/in zu verwirklichen, fällt heutzutage nicht mehr allzu schwer, denn um sein Werk veröffentlichen bzw. drucken zu lassen, braucht man keinen Verlag mehr.

Mit dem Book-on-Demand-Verfahren werden Bücher nicht in einer bestimmten Auflage gedruckt, sondern nur nach Bedarf. Das heißt, kauft ein Kunde das Buch, wird ein Exemplar hergestellt. Diese kostengünstige Produktion ist mit dem Digitaldruckverfahren möglich geworden, das auch qualitativ mit dem teuren Offset-Druck mithalten kann.

Der wichtigste deutsche Anbieter von Book on Demand ist ein Unternehmen, das sich genauso wie das Verfahren nennt, abgekürzt BoD. Mehr als 22.000 Autoren und Autorinnen aus Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren dort registriert und ihre Werke hochgeladen.

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Andere Book-on-Demand-Services im deutschsprachigen Raum sind u. a. epubli, Neobooks und Tredition.

Professionelle Buchgestaltung bleibt an einem selbst hängen

Damit die im Eigenverlag publizierten Bücher professionell aussehen, sollte man das Werk von einem Korrektor sowie Lektor gegenlesen lassen. Ein schlechtes Titelbild, fehlerhafte Orthographie und ein vernachlässigter Buchsatz lassen das gedruckte Buch schnell in schlechter Qualität erscheinen.

Daher sollte man beim Schreiben des Buches ein gutes Layout-Programm einsetzen und auch Profis zu Rate ziehen, wie Illustratoren, Fachleute in Typografie, Grammatik- sowie Rechtschreibexperten. Zwar sind solche Experten teuer, doch vielleicht gibt es im Freundeskreis welche, die sich darin auskennen und einem behilflich sind.

Ohne Marketing kein Buchverkauf

Wer nun glaubt, sein Buch wird ein Selbstläufer, wird gnadenlos enttäuscht sein, wenn keine Verkäufe zustande kommen. Doch ohne Marketing kein Verkauf, so lautet das Gesetz.

Ist man bei einem Verlag unter Vertrag, kümmert der sich um erste Verkaufsmaßnahmen, wie die Platzierung in Buchhandlungen und die Buchvorstellung in Ankündigungen neuer Werke.

Also auch hier muss der Autor oder die Autorin selbst aktiv werden und sich um den Vertrieb kümmern, was sehr mühsam und zeitintensiv sein wird.

Regelmäßige Lesungen in Buchhandlungen, die Teilnahme an Buchmessen und der Kontakt zur lokalen Presse zeigen in den meisten Fälle erste Verkaufserfolge. Weitere kreative Vermarktungseinfälle, eine eigene Autorenwebsite, Aktivitäten in den sozialen Medien sowie ein nimmermüdes Bestreben, als Autor bekannt zu werden, gehören ebenfalls zu den Erfolgsstrategien von bekannten BoD-Schriftstellern.

In den seltensten Fällen können die Autoren und Autorinnen im Eigenverlag von ihren Veröffentlichungen leben, so gelten 200 verkaufte Bücher pro Jahr schon als beachtenswert, 1000 sogar als Topleistung.

Verdienstmarge höher als bei Verlagen

Auch wenn der Buchverkauf auf eigene Faust eindeutig schwieriger wird als mit einem Verlag, so kann man als Autor/in im Eigenverlag höhere Margen erzielen.

Verdient man an einem Buchverkauf über einen Verlag um die 5 Prozent, so hat man bei Book on Demand die Preisgestaltung selbst in der Hand. Meistens liegt die Marge bei ca. 15 Prozent, sie kann aber noch deutlich höher ausfallen.