Eine weitere Möglichkeit, mit seinem Blog Geld zu verdienen, ist der Linkverkauf bei einem Anbieter von Linkmarketing.


Zwar muss dafür der Blog schon etwas etablierter sein und über eine ansprechende Anzahl von Besuchern verfügen (5.000 bis 10.000, das hängt vom Thema ab), doch dann kann das Linkmarketing sehr lohnend sein.

Was bedeutet Linkverkauf bzw. Linkvermietung?

Beim Linkverkauf setzt ein Blogger oder Website-Betreiber in einem (neu verfassten) Beitrag einen Link zur Website des Linkkäufers und erhält dafür eine Einmalvergütung. Für den Linkkäufer bedeutet dies, dass er recht günstig an einen Backlink kommt, für den Blogger eine attraktive Einnahmequelle. Meistens werden solche Backlinks nach zwölf Monaten wieder gelöscht, sofern keine längere Laufzeit geregelt wurde.

Bei der Linkvermietung setzt der Blogger einen Link auf mehrere Unterseiten oder in die Seitenleiste und kassiert jeden Monat einen Betrag. Im Vergleich zum Linkverkauf kommen für den Website- oder Blogbetreiber regelmäßig Einnahmen rein, und auch für den Linkkäufer kann die Laufzeit deutlich länger sein als bei einem in einen Beitrag integrierten Link.

Linkverkauf-Aufträge finden

Falls du dich für diese Verdienstmöglichkeit interessierst, gibt es zwei Wege, um an solche Aufträge ranzukommen, einmal die Linkmarktplätze oder die direkte Anfrage bei potenziellen Kunden.

Linkmarktplätze nutzen

Für den deutschsprachigen Bereich gibt es ein paar gute Linkmarktplätze, wo man sich als Publisher anmelden und seine Website bzw. seinen Blog eintragen kann und sich für interessierte Linkkäufer bzw. Advertiser sichtbar macht.

Auf diesen Plattformen meldest du dich mit deinem/n Blog/s an und wartest auf die Freischaltung. Danach füllst du dein Profil und weitere Angaben aus, u.a. werden häufig die monatlichen Besucherzahlen und Seitenaufrufe deines Blogs sowie deine Social-Media-Profile abgefragt. Du kannst einen Preis für deine Blogposts eintragen, ob dieser auch wirklich angemessen ist, wird sich an zukünftigen Buchungsanfragen zeigen.

Manche Plattformen geben Empfehlungen bei der Preisgestaltung oder nennen die gängigen Durchschnittspreise. Liegst du mit deinen Preisen also zu hoch, bleibt dir oft nichts anderes übrig als etwas runterzugehen.

Da die Marktplätze von den Preisen für die Artikel meist ca. 30 Prozent als Provision für sich behalten, musst du diesen Punkt beachten, wenn du deine Preiskalkulation vornimmst.

Auf manchen Plattformen liefern nicht nur die Publisher die Texte, ab und zu stellt auch ein Advertiser einen Artikel zur Verfügung. In diesem Fall fällt die Bezahlung geringer aus.

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Tipps für die Blogartikel-Erstellung mit gekauftem Backlink

  • Falls du eine Buchung erhältst, achte darauf, dass du nicht nur den Kundenlink setzen darfst, sondern noch andere externe Links. Sind mehrere externe Links in einem Beitrag enthalten (neben internen Links) fällt der verkaufte Link deutlich weniger auf.
  • Der Ankertext des externen Links sollte keine harten Keywords enthalten (wie z. B. nur das Wort „Kredit“ als Verlinkung), sondern sich aus einem Longtail-Keyword zusammensetzen. Auch darauf achtet Google.
  • Die meisten Kunden wollen einen dofollow-Link. Falls dir das zu risikoreich ist, kannst du bei einigen Linkmarktplätzen in deinem Profil „nofollow“ als deine bevorzugte Verlinkung eintragen. Das wird zwar deutlich weniger Kunden anlocken, aber du bist auf der sicheren Seite.
  • Verzichte auf einen Wikipedia-Link als weiteren externen Link, wenn du nur zwei externe Links setzt oder setzen darfst. Diese Vorgehensweise wurde lange Zeit von vielen Publishern umgesetzt, sodass Google irgendwann eine Systematik ableiten konnte.
  • Eine Kennzeichnung des Artikels als Werbung oder Sponsored Post wollen die meisten Kunden ebenfalls nicht. Willst du deine gekauften Artikel als solche markieren, solltest du die Plattform Blogfoster nutzen. Dort werden die Beiträge als Werbung gekennzeichnet und alle Kundenlinks auf nofollow gesetzt.
  • Achte darauf, wie lange der Link online bleiben muss, bei den meisten Plattformen sind es mindestens zwölf Monate, es kann aber auch mal länger sein.
  • Verfasse einen informativen und ausführlichen Beitrag. Auch dann ist die Wahrscheinlichkeit geringer von Google erwischt zu werden, als wenn der Sponsored Post gerade mal 300 Wörter umfasst und kaum Informationsgehalt aufweist.
  • Um eine Übersicht über deine Sponsored Posts zu erhalten, lege ein Excel-Sheet an, in das du alle wichtigen Daten wie Plattform, Kunde, Veröffentlichungsdatum, Artikellink, Kundenlink, gebuchter Zeitraum und Vergütung einträgst. So siehst du gut, wann du den gekauften Link wieder entfernen kannst, falls du das willst – oder auch der Kunde.
  • Falls du keine Preisvorschriften für einen Sponsored Post einhalten musst, solltest du nicht zu günstig sein. Ein angemessener Preis für einen Artikel von mindestens 500 Wörtern startet ab 45 oder 50 Euro (netto).

Bekannte Marktplätze für Link- und Content-Marketing

  • Domainboosting: Verkauf von Blogposts mit Backlink
  • Seedingup: Verkauf von Blogposts mit Backlink, weitere Angebote sind Vermarktung von Videokanälen und Social-Media-Profilen
  • Blogmission: Verkauf von Blogposts mit Backlink
  • Blogads: Verkauf von Blogposts mit Backlink
  • Ranksider: Verkauf von Blogposts und Vermarktung von Social-Media-Profilen
  • Sponsored Posts: Verkauf von Blogposts
  • Blogfoster: Verkauf von Blogposts, die als Werbung gekennzeichnet sind und deren Kundenlinks auf nofollow gesetzt werden. Du kannst auch deine Social-Media-Profile vermarkten, wie Twitter, Facebook, Instagram, Pinterest und YouTube.
  • t5content: Verkauf von Blogpost, Vermarktung von Social-Media-Profilen wie Facebook, Google+, YouTube, Snapchat, Twitter und Instagram.
    Die Kundenlinks werden auf nofollow gesetzt, die Werbung als solche gekennzeichnet.
  • Backlinkseller: Bei Backlinkseller können Publisher bzw. Websites- und Blogbetreiber Textlinks verkaufen, allerdings nicht in Form von Linkmarketing, sprich man kann keine Artikel mit einem integrierten verkauften Link verfassen, sondern nur reine Links werden von Merchants gekauft.
    Nach der Registrierung musst du ein PHP-Skript in deine Website einbauen, bevor du mit dem Verkaufen von Textlinks starten kannst.
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Links selbst verkaufen oder vermieten

Neben der Nutzung von Plattformen für Linkverkauf kannst du selbst nach Kontakten suchen und diese nach einer Kooperation fragen. Hast dein Blog eine große Reichweite, kommen SEO-Agenturen und Unternehmen von allein auf dich zu.

Der Vorteil einer solchen Zusammenarbeit ist sicherlich, dass du bessere Preise aushandeln kannst, die Provision für den Marktplatz entfällt. Auf der anderen Seite musst du eine Rechnung schreiben und bei Zahlungsverzug an der Sache dranbleiben. Generell schätze ich diese Art des Linkverkaufs als etwas sicherer ein.

Als Zahlungsart empfehle ich Vorkasse, falls der Kunde mitspielt. Denn es gibt genügend schwarze Schafe, die die Leistung nicht bezahlen und du darfst dann in die Röhre schauen.

Linkverkauf: Google-Abmahngefahr besteht

Und da bin ich schon beim Thema Nr. 1, wenn es um Linkverkauf oder -vermietung geht: Die Gefahr, dass Google dies entdeckt und die Seite abstraft. Am schlimmsten wäre es, wenn die Seite oder der Blog komplett aus dem Index genommen würde.

Dennoch bleibt für viele Online-Shops und Geschäftswebsites das Linkmarketing ein wesentlicher Bestandteil des Backlinkaufbaus, denn an natürliche Backlinks ohne Kauf zu kommen, bleibt für diese Art von Internetauftritten fast ein unmögliches Unterfangen. Mit gekauften Links auf den entsprechenden Plattformen geht dies eindeutig schneller und unkomplizierter.

Die SEO-Szene selbst bewertet diese Linkbuilding-Maßnahme unterschiedlich. Für die einen ist es fast schon Teufelswerk, was irgendwann zur Abstrafung des Blogs oder der Website führen wird.

Für die anderen bleibt es ein notwendiges Mittel zum Zweck, die Sichtbarkeit einer Domain zu steigern oder stabil zu halten. Die Wahrheit wird wie immer in der Mitte liegen.

Wer auf seinem Blog Linkmarketing für die Monetarisierung einsetzen will, sollte nicht jeden Link akzeptieren, vor allem Links zu Glücksspielseiten und Online-Casinos gehören auf die schwarze Liste. Zwar suchen diese Portale händeringend nach Backlinks, doch für Google dürfte es offensichtlich sein, dass ein solcher Link nicht freiwillig vom Blogbetreiber gesetzt wurde.

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Ich bekomme mittlerweile sehr häufig Anfragen, ob ich einen Blogpost mit einer Verlinkung zu einem solchen Portal setze.

Wer darauf achtet, dass die gekauften Links thematisch zu seinem Blog passen, die verlinkte Seite seriös ist und neben diesem externen Link noch weitere externe Links in den Artikel platziert werden, steigert die Chance deutlich, nicht aufzufallen.

Vor- und Nachteile von Linkmarketing

Vorteile:

  • Mit Linkverkauf lässt sich relativ leicht Geld verdienen.
  • Backlinks werden noch eine Zeitlang für das Google-Ranking wichtig sein, aus diesem Grund bleibt Linkverkauf eine lohnende Einnahmequelle.
  • Linkverkauf ist mit wenig Aufwand verbunden.
  • Mit vermieteten Links kannst du über einen längeren Zeitraum Geld verdienen.
  • Das Geld für eine Buchung auf einer dieser Plattformen ist dir sicher. Die Advertiser müssen meist schon im Voraus bezahlen, bevor sie Buchungen vornehmen können.
  • Die Linkmarketing-Plattformen bieten häufig ein Partnerprogramm an. Somit kannst du auch damit Geld verdienen.

Nachteile:

  • Die bezahlten Links können als Folge eine Abstrafung von Google nach sich ziehen.
  • Auch aus rechtlicher Sicht sind nicht gekennzeichnete bezahlte Links (also Werbung) problematisch, denn Werbung sollte immer eindeutig gekennzeichnet werden.
  • Einmalzahlungen für Links lassen sich nicht in ein passives Einkommen umwandeln.

Fazit

Für einige dürfte diese Verdienstmöglichkeit eher mit Unbehagen verbunden sein, ich kann keine Empfehlung geben, unbedingt Linkverkauf zu betreiben, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Es bringt auf jeden Fall leicht verdientes Geld, auf der anderen Seite kann Google einen erwischen und bestrafen.

Wer diese Art der Blogmonetarisierung dezent und defensiv betreibt, themenrelevante Kooperationen wählt, einen informativen und ausführlichen Beitrag verfasst und nicht mehr als ca. zwei bezahlte Artikel pro Monat (je nachdem wie aktiv der Blogger ist) publiziert, dürfte nichts zu befürchten haben.

Oder du wählst Plattformen, die bei Sponsored Posts korrekt auf nofollow-Links und Werbekennzeichnung setzen. Dann bist du auf der sicheren Seite, allerdings ist die Auftragslage deutlich geringer.

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