Nur wenn unser Kör­per erholt ist und wir aus­ge­gli­chen sind, kann unser Ver­stand Best­leis­tun­gen brin­gen.


Erst mit einer ent­spre­chen­den kör­per­li­chen und geis­ti­gen Leis­tungs­fä­hig­keit sind wir imstan­de, über­durch­schnitt­li­che Ergeb­nis­se in unse­rem Beruf zu erzie­len.

Was bedeutet der Begriff Leistungsfähigkeit?

Die Bezeich­nung Leis­tungs­fä­hig­keit steht für die indi­vi­du­el­le Mög­lich­keit, über einen bestimm­ten Zeit­raum Leis­tung zu erbrin­gen.

Der Begriff wird unter­teilt in phy­si­sche und psy­chi­sche Leis­tungs­fä­hig­keit. Von Mensch zu Mensch ist die­se ver­schie­den aus­ge­prägt, ein ein­heit­li­ches Maß gibt es daher nicht. Im Bereich der Pro­duk­ti­vi­tät, bei­spiels­wei­se in einem Unter­neh­men, wird von betrieb­li­cher Leis­tungs­fä­hig­keit gespro­chen. Aus dem eng­lisch­spra­chi­gen Bereich ent­lehnt, kennt und nutzt man auch die Begrif­fe Per­for­mance, Capa­ci­ty oder Effi­ci­en­cy.

Unter geis­ti­ger Leis­tungs­fä­hig­keit ver­steht man die Effek­ti­vi­tät und die Leis­tungs­fä­hig­keit des Gehir­nes. Sie kann durch Intel­li­genz­tests gemes­sen und mit­hil­fe des soge­nann­ten IQs (Intel­li­genz­quo­ti­en­ten) dar­ge­stellt wer­den.

Die phy­si­sche Leis­tungs­fä­hig­keit umfasst neben der per­sön­li­chen Aus­dau­er auch die Aus­prä­gung der Beweg­lich­keit, der Koor­di­na­ti­on, der Schnel­lig­keit und der Kraft. Die­se phy­si­sche Form der Leis­tungs­fä­hig­keit bedingt auch die Hand-Auge-Koor­di­na­ti­on sowie die moto­ri­sche Leis­tungs­fä­hig­keit, die bei­de in unse­rem pri­va­ten und beruf­li­chen All­tag von gro­ßer Wich­tig­keit sind.

Gesundheit für Körper und Seele

Die bedeu­tends­te Grund­la­ge für hohe Leis­tungs­fä­hig­keit ist die Gesund­heit. Sind Kör­per und See­le fit, lässt sich auch ein stres­si­ger All­tag eher meis­tern. Es gibt eini­ge Mög­lich­kei­ten, um das Arbeits­ver­mö­gen zu stei­gern, die nur wenig Auf­wand erfor­dern. Hier­zu gehö­ren:

  • eine kla­re Ziel­set­zung,
  • zwi­schen­durch ein­ge­leg­te Pau­sen,
  • Ver­mei­dung von Ein­tö­nig­keit im Berufs- und Pri­vat­le­ben,
  • öfter ein­mal lachen,
  • ab und an Selbst­ge­sprä­che füh­ren,
  • eine posi­ti­ve Ein­stel­lung ent­wi­ckeln

Die­se klei­nen Din­ge sta­bi­li­sie­ren die Psy­che, die neben dem Kör­per­li­chen eine wich­ti­ge Rol­le für unse­re Leis­tungs­fä­hig­keit spielt.

Wie aus einem Arti­kel des SPIEGEL her­vor­geht, arbei­te­ten die deut­schen Erwerbs­tä­ti­gen im Jahr 2018 durch­schnitt­lich 1.363 Stun­den jähr­lich.

Vie­le der Berufs­tä­ti­gen sind einem star­ken Leis­tungs- und Ter­min­druck aus­ge­setzt. Gesund­heit­li­che Beschwer­den wie Müdig­keit, Mat­tig­keit sowie Kopf­schmer­zen wäh­rend und nach der Arbeit sind kei­ne Sel­ten­heit. Dar­über hin­aus lei­den vie­le Men­schen unter Schmer­zen im Rücken und im Nacken, sodass Rücken­er­kran­kun­gen mitt­ler­wei­le als Volks­krank­heit gel­ten.

5 Tipps zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit

Gesunder Schlaf fördert die Leistungsfähigkeit.

Guter Schlaf ist unver­zicht­bar, um tags­über lang­fris­tig kon­zen­triert und leis­tungs­fä­hig zu blei­ben. Bild­quel­le: © Claudio_​Scott /Pixabay.com

Ich habe nach­ste­hend fünf Tipps auf­ge­führt, die hel­fen kön­nen, die Leis­tungs­fä­hig­keit des Gehirns zu stei­gern und sich somit auch im Busi­ness Erfolg zu sichern.

#1: Schlaf

Als A und O für hohe Leis­tungs­fä­hig­keit gilt aus­rei­chen­der und guter Schlaf. In der Tief­schlaf­pha­se wer­den die Infor­ma­tio­nen des Tages ver­ar­bei­tet und danach in das Lang­zeit­ge­dächt­nis über­führt.

Außer­dem läuft in der Nacht der Orga­nis­mus auf Hoch­tou­ren. Immun­ak­ti­ve Stof­fe wer­den aus­ge­schie­den, die die Abwehr­kräf­te stär­ken. Zu wenig Schlaf führt zu Müdig­keit und Unkon­zen­triert­heit, die eine gute Leis­tung im Beruf unmög­lich machen.

Tipp Nr. 1: Zwi­schen sie­ben und neun Stun­den Schlaf sind für einen erwach­se­nen Men­schen opti­mal. Eine kom­for­ta­ble Matrat­ze, wie z.B. auf pro​ca​ve​.de zu fin­den, ist eben­so wich­tig wie eine ruhi­ge Umge­bung und ein gutes Raum­kli­ma.

#2: Regelmäßige Sporteinheiten

Sport ist eben­falls von gro­ßer Wich­tig­keit für Ihre Leis­tun­gen im Berufs­le­ben. Zum einen baut der Kör­per durch zu wenig Bewe­gung Mus­kel­mas­se ab.

Ist die­se nicht aus­rei­chend vor­han­den, wer­den bei­spiels­wei­se Gelen­ke nicht genü­gend gestützt. Unter ande­rem kön­nen Rücken­pro­ble­me die Fol­ge sein. Wer unter Schmer­zen arbei­tet, wird jedoch stark in sei­ner Leis­tungs­fä­hig­keit ein­ge­schränkt. Zum ande­ren wird die Herz­fre­quenz her­un­ter­ge­schraubt, wodurch weni­ger Blut ins Gehirn gelangt, was wie­der­um die Pro­duk­ti­vi­tät stark begrenzt.

Tipp Nr. 2: Min­des­tens zwei­mal die Woche Sport in Form von Kraft- oder Car­dio­trai­ning trei­ben. Gehe zum Bei­spiel jog­gen, schwim­men oder Rad fah­ren. Das Gehirn wird mit fri­schem Sauer­stoff ver­sorgt und der Kör­per wird ins­ge­samt gestärkt.

#3: Gesunde Ernährung

Damit das Gehirn funk­tio­nie­ren kann, benö­tigt es Nah­rung. Des­halb ist das Früh­stück vor der Arbeit von beson­ders wich­tig. Auch auf Zwi­schen­mahl­zei­ten soll­te nicht ver­zich­tet wer­den.

Die Ernäh­rung soll­te grund­sätz­lich aus­ge­wo­gen und abwechs­lungs­reich sein. Wer erst nach Fei­er­abend sei­ne Haupt­mahl­zeit zu sich nimmt, soll­te sich im Lau­fe des Tages mit fri­schem Obst und Gemü­se in Schwung hal­ten.

Tipp Nr. 3: Voll­korn­hal­ti­ge Nah­rungs­mit­tel zum Früh­stück, die Spu­ren­ele­men­te und hoch­wer­ti­ge Ener­gie für das Gehirn lie­fern, sind bes­tens geeig­net, um die Gehirn­leis­tung bis zur Mit­tags­pau­se auf­recht­zu­er­hal­ten.

#4: Genug Flüssigkeit

Genau­so trägt die aus­rei­chen­de Auf­nah­me von Flüs­sig­keit zu einer ver­bes­ser­ten Hirn­leis­tung bei. Min­des­tens zwei Liter am Tag wer­den all­ge­mein emp­foh­len.

Tipp Nr. 4: Neben Was­ser und Saft­schor­len bie­ten sich unge­süß­te Tees als Geträn­ke an.

#5: Positive Einstellung

Die­se ver­hilft uns Men­schen, die täg­li­chen Auf­ga­ben bes­ser zu bewäl­ti­gen. Wich­tig ist es, sich rea­lis­ti­sche Zie­le zu ste­cken, die es ermög­li­chen, jeweils klei­ne Erfol­ge zu ver­zeich­nen. Dadurch wird eine posi­ti­ve Ein­stel­lung gegen­über Her­aus­for­de­run­gen erreicht und im glei­chen Atem­zug die Gehirn­leis­tung ver­bes­sert.

Tipp Nr. 5: Zunächst ein­mal muss man sei­ne nega­ti­ven Ein­stel­lun­gen und Gedan­ken erken­nen. Im nächs­ten Schritt soll­te man sich klar machen, dass jeder selbst die Kon­trol­le dar­über hat, wel­che Gedan­ken zuge­las­sen wer­den. Kon­zen­trie­re dich auf die posi­ti­ven Aspek­te.

Was kann man gegen Leistungsdruck unternehmen?

In vie­len Unter­neh­men besteht ein deut­li­ches Kon­kur­renz­ver­hal­ten, das oft­mals der Haupt­grund für Stress und Leis­tungs­druck ist. Wird ers­te­rer zum Dau­er­zu­stand, bremst er die Leis­tungs­fä­hig­keit aus. Auch Selb­stän­di­ge spü­ren extre­men Leis­tungs­druck im Kampf um die Kun­den und um sich gegen die Kon­kur­renz durch­zu­set­zen.

Daher ist es wich­tig, trotz Leis­tungs­druck cool zu blei­ben. Eine Mög­lich­keit zum Redu­zie­ren des Stress­le­vels besteht dar­in, den Druck als Her­aus­for­de­rung und nicht als Belas­tung anzu­se­hen. Dar­über hin­aus soll­te man ver­su­chen, das Gefühl, immer das Bes­te geben zu müs­sen, auch hin und wie­der abzu­stel­len.

Meist wird es von der Angst beglei­tet, Feh­ler zu machen, was einen zusätz­li­chen Stress­fak­tor dar­stellt. Zwar ist sicher jede Auf­ga­be im eige­nen Arbeits­be­reich wich­tig, jedoch soll­te man sich dar­über im Kla­ren sein, dass sich auch immer wie­der neue Chan­cen bie­ten. Wer es schafft, sich die­sen Umstand ins Gedächt­nis zu rufen, wird auto­ma­tisch gelas­se­ner und ent­spann­ter an die Arbeit gehen.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © raw­pi­xel /Pixabay.com)