Geld­an­la­gen wie Fest­geld und Tages­geld haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich an Attrak­ti­vi­tät ver­lo­ren, da der Leit­zins von der Euro­päi­schen Zen­tral­bank auf 0 Pro­zent run­ter­ge­fah­ren wur­de.


Den­noch nut­zen vie­le Klein­spa­rer die­se Pro­duk­te, weil sie unkom­pli­ziert zu bean­tra­gen sind und man auf das Geld – vor allem was das Tages­geld angeht – stän­dig zugrei­fen kann.

Wer nach attrak­ti­ven Ange­bo­ten bei die­sen klas­si­schen Geld­an­la­gen sucht, fin­det auf dem Zins­por­tal welt​spa​ren​.de zahl­rei­che euro­päi­sche Anbie­ter von Fest­geld, Tages­geld, Fremd­wäh­rungs­geld sowie kos­ten­güns­ti­ge ETF-Anla­gen.

Der Ver­gleich bei welt​spa​ren​.de zeigt, wo es die meis­ten Zin­sen gibt und wie die genau­en Ange­bots­de­tails der jewei­li­gen Bank und deren Ein­la­gen­si­che­rung aus­se­hen.

Geld auf einem Festgeldkonto anlegen

Das Fest­geld ist eine Geld­an­la­ge für über­leg­te Spa­rer, denn über einen bestimm­ten Zeit­raum (meist zwi­schen min­des­tens einem und höchs­tens zehn Jah­ren) wird ein Betrag fest ange­legt. In die­ser Zeit hat der Spa­rer kei­nen Zugriff auf sein Geld, will er kei­nen Zins­ver­lust hin­neh­men.

Im Not­fall ist in den meis­ten Fäl­len trotz­dem eine vor­zei­ti­ge Kün­di­gung mög­lich. Vie­le Fest­geld­an­bie­ter zah­len dann kei­ne Zin­sen an den Kun­den aus.

Die Zins­hö­he für ein Fest­geld­kon­to rich­tet sich haupt­säch­lich nach der Anla­ge­dau­er. In die­sen zins­schwa­chen Zei­ten bekommt man für ein Jahr Fest­geld durch­schnitt­lich ca. 1 Pro­zent, bei einer Anla­ge von zehn Jah­ren kön­nen es bis zu 2,2 Pro­zent wer­den.

Wer sein Erspar­tes über einen kur­zen Zeit­raum auf einem Fest­geld­kon­to par­ken will, muss bei den meis­ten Ban­ken einen Min­dest­be­trag von 10.000 Euro ein­zah­len, bei einer län­ge­ren Anla­ge­dau­er wird der Min­dest­be­trag auf 5.000 Euro gesenkt.

Eine inter­es­san­te Vari­an­te zum Fest­geld­kon­to ist ein Fest­geld­kon­to in Fremd­wäh­rung, das ab einem bestimm­ten Anla­ge­be­trag (z. B. 10.000 Euro) meist mehr Zin­sen bringt als ein Euro-Fest­geld­kon­to.

Lesen  Geld anlegen - Welcher Anlagetyp bist du?

Der ein­ge­zahl­te Euro­be­trag wird in US-Dol­lar umge­rech­net und ange­legt. Bei Fäl­lig­keit wird der Betrag ein­schließ­lich Zin­sen wie­der in Euro aus­ge­zahlt. Da der Wech­sel­kurs zwi­schen Wäh­run­gen Schwan­kun­gen unter­liegt, gibt es für ein sol­ches Kon­to ein Wäh­rungs­ri­si­ko (wenn der Euro wäh­rend der Lauf­zeit gegen­über dem US-Dol­lar an Wert zulegt, bekommt man nach der Lauf­zeit weni­ger Geld aus­ge­zahlt).

Dafür kann man in einem Jahr schon ca. 2,2 Pro­zent Zin­sen erhal­ten.

Geld auf einem Tagesgeldkonto anlegen

Im Gegen­satz zum Fest­geld­kon­to kann man auf sein Tages­geld­kon­to immer zugrei­fen, Geld abhe­ben und ein­zah­len. Es ist ide­al, um grö­ße­re Erspar­nis­se oder Rück­la­gen vor­über­ge­hend zu par­ken, mit dem Hin­ter­ge­dan­ken, es jeder­zeit abhe­ben und für sei­nen gewünsch­ten Zweck ver­wen­den zu kön­nen.

Die augen­blick­li­chen Nied­rig-Zin­sen haben dem Tages­geld­kon­to gegen­über frü­he­ren Jah­ren die Attrak­ti­vi­tät geraubt, bei vie­len Ban­ken liegt der Zins­satz zwi­schen 0,3 und 0,6 Pro­zent, nur weni­ge zah­len 1 Pro­zent oder etwas mehr.

Um den Kun­den doch von der Nut­zung eines Tages­geld­kon­tos zu über­zeu­gen, zah­len eini­ge Ban­ken eine Prä­mie von 100 Euro bei Kon­to­er­öff­nung.

Bevor man ein Tages­geld­kon­to eröff­net, soll­te man sich über wei­te­re Details infor­mie­ren wie:

  • In wel­chem Zeit­ab­stand erfolgt die Zins­gut­schrift?
  • Wie hoch ist die Min­dest­ein­la­ge?
  • Fal­len Kon­to­ge­büh­ren an?
  • Sind Ein­zah­lun­gen und Ver­fü­gun­gen über Teil­be­trä­ge mög­lich?
  • Wie gestal­ten sich die Zin­sen nach einem Jahr Lauf­zeit?

Geld in ETFs anlegen

Hin­ter der Abkür­zung ETF (eng­lisch: Exchan­ge Tra­ded Fund) ist ein bör­sen­ge­han­del­ter Index­fonds zu ver­ste­hen, der die Wert­ent­wick­lung eines Inde­xes abbil­det. ETF-Pro­duk­te set­zen sich in den meis­ten Fäl­len haupt­säch­lich aus Akti­en und Fonds zusam­men.

Mit einem breit gestreu­ten ETF-Port­fo­lio kann man auch als Klein­an­le­ger mit Wert­pa­pie­ren recht güns­tig in gro­ße Märk­te inves­tie­ren, und zwar nicht nur mit Akti­en und Anlei­hen, son­dern auch mit vie­len ande­ren Anla­ge­klas­sen wie u. a. Roh­stof­fen und Immo­bi­li­en.

Lesen  Investieren statt Sparen: 3 wichtige Tipps

Durch die­se brei­te Diver­si­fi­zie­rung sinkt das Risi­ko des gro­ßen Kapi­tal­ver­lusts deut­lich.

Eine Geld­an­la­ge in EFTs lohnt sich vor allem auf lan­ge Sicht: Wer bei­spiels­wei­se 10.000 Euro in ein ETF-Port­fo­lio mit Ren­di­te- und Risi­ko­st­u­fe 3 (Risi­koklas­se 3 gilt als ertrags­ori­en­tiert mit Pro­duk­ten wie Akti­en, Akti­en­fonds und inter­na­tio­na­le Renten‑, Akti­en- und Misch­fonds) über einen Zeit­raum von 20 Jah­ren anlegt, kann schon bei einer mitt­le­ren Ent­wick­lung die­sen Betrag fast ver­dop­peln.

Als Klein­an­le­ger soll­te man nur Geld in ETFs anle­gen, auf das man die nächs­ten Jah­re ver­zich­ten kann. Zwar las­sen vie­le ETF-Port­fo­li­os zu, dass man Ein- und Aus­zah­lun­gen ohne zusätz­li­che Kos­ten vor­neh­men kann, wer mit sei­nem ETF Gewin­ne erzie­len will, soll­te jedoch von grö­ße­ren Aus­zah­lun­gen abse­hen.

ETFs sind noch nicht so rich­tig bei den deut­schen Klein­spa­rern ange­kom­men, wahr­schein­lich aus Unwis­sen­heit, Angst vor dem Ver­lust­ri­si­ko – denn die Bör­sen­kur­se kön­nen jeder­zeit fal­len — und dif­fu­sen Vor­ur­tei­len gegen­über Finanz­pro­duk­ten.

Wer in Nied­rig­zins­zei­ten auf höhe­re Ren­di­ten (und damit folg­li­cher­wei­se auf mehr Risi­ko) set­zen will, fin­det in ETFs eine mehr als attrak­ti­ve Geld­an­la­ge.

Wer sich noch wei­ter infor­mie­ren will: Auf test​.de gibt es eine lesens­wer­te FAQ-Zusam­men­stel­lung zu ETF für Ein­stei­ger.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © moer­schy /Pixabay.com)