Durch die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) haben sich die Interessen der Anleger verlagert, zum Beispiel zugunsten von Festgeld, auf das es noch Zinsen gibt. Die Beliebtheit von Tagesgeldkonten ist dagegen stark zurückgegangen, da der Zinssatz sich bei vielen Anbietern zwischen dürftigen 0,1 und 0,2 Prozent eingependelt hat.



Das Angebot an Festgeldkonten ist deshalb in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Auch die Festgeld-Optionen der verschiedenen Anbieter sind umfangreicher geworden. Das gilt nicht nur in Bezug auf die Anlagezeiträume, sondern auch bezüglich der Zinsen und weiterer Faktoren. Worauf du beim Festgeldvergleich achten solltest – hier sind die wichtigsten Fakten.

Woran sich der Zinssatz für Festgeldkonten orientiert

Die Rendite und damit der Zinssatz von Festgeld sind eines der wichtigsten Kriterien beim Festgeldvergleich. Regelmäßig steigen die Zinsen mit der Laufzeit des Festgeldkontos. Je länger das Kapital auf dem Konto verbleibt, desto höher fallen die Zinsen aus. Der Zinssatz wird zu Vertragsbeginn für die gesamte Laufzeit festgelegt.

Auffallend sind die Unterschiede bezüglich der Zinsen bei sehr kurzen und sehr langen Laufzeiten von Festgeldkonten, die bei beiden Extremen geringer ausfallen als beispielsweise bei Festgeldkonten mit einer durchschnittlichen Laufzeit von fünf Jahren.

Der Grund liegt auf der Hand: Einerseits möchten Banken Festgeld längere Zeit für ihre Zwecke beanspruchen. Andererseits können lange Laufzeiten zu einem fest garantierten Zinssatz bei anhaltend niedrigem Zinsniveau zu einem Verlustgeschäft für die Bank werden.

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Unabhängig davon, ob zwischenzeitlich die Zinsen fallen oder steigen, der für das Festgeld vereinbarte Zins bleibt konstant und ist nicht veränderbar. Deshalb ist es vor dem Abschluss wichtig, die aktuelle Zinsentwicklung im Auge zu behalten.

Für Anleger besteht theoretisch das Risiko, dass Zinsen steigen können. Umgekehrt kann es passieren, dass das Zinsniveau noch weiter sinkt. Dann sind Anleger von Festgeld auf der sicheren Seite, da sich die Rendite des Festgeldkontos nicht verändern wird.

Da die Rendite vom vereinbarten Zinssatz abhängig ist, lohnt sich diesbezüglich ein Vergleich der verschiedenen Anbieter. Hier gibt es durchaus Unterschiede, die sich insbesondere bei größeren Beträgen bemerkbar machen.

Die Zinsausschüttung als Entscheidungskriterium

Nicht immer ist es möglich, Festgeld vorzeitig zu kündigen. Ist eine vorzeitige Kündigung Vertragsbestandteil, bedeutet sie finanzielle Verluste.

Anleger müssen im Falle einer vorzeitigen Kündigung teilweise oder vollständig auf Zinsen verzichten. Ohnehin ist die Zinsausschüttung abhängig vom jeweiligen Anbieter.

Einige zahlen die Zinsen bei Festgeldkonten regelmäßig aus. Andere Anbieter rechnen die Zinsen zum Festgeldguthaben hinzu, sodass Anleger vom Zinseszinseffekt profitieren, was insbesondere bei höheren Anlagesummen interessant ist.

Ein Vergleich der Anbieter von Festgeldkonten lohnt sich auch deshalb, weil manche Anbieter die Zinsen ohne Zinseszinsen abschließend zusammen mit dem Festgeld auszahlen.

Warum deutsche Banken bei der Zinsausschüttung nicht spitze sind

Bei einem Vergleich der Anbieter von Festgeld fällt auf, dass deutsche Banken beim Zinsvergleich mit ausländischen Banken keine Spitzenplätze belegen.

Deutschland gilt als politisch und wirtschaftlich stabiles Land, sodass nicht nur einheimische Bürger hier bevorzugt ihr Geld in Festgeldkonten anlegen. Das hat zur Folge, dass sich die deutschen Banken nicht anstrengen müssen, um sich mit guten Angeboten von Wettbewerbern abzuheben. Die Interessenten kommen von allein.

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Welcher Mindestanlagebetrag empfehlenswert ist

Abgesehen von wenigen Ausnahmen, setzen die meisten Banken einen Mindestanlagebetrag voraus, der sich in einer Angebotsspanne von einem Euro bis zu 10.000 Euro bewegt. Im Durchschnitt liegt der Mindestbetrag für Festgeldkonten zwischen 2.500 und 5.000 Euro.

Die verschiedenen Anbieter unterscheiden sich in Bezug auf Mindestanlagebeträge und Höchstanlagesummen, mit denen bestimmte Zielgruppen angesprochen werden.

Insoweit sind Festgeldkonten auch für Kleinanleger eine alternative Geldanlage. Es gilt jedoch zu bedenken, dass während der Laufzeit in der Regel keine Kündigung möglich ist.

Es sollte deshalb nur der Betrag in Festgeld investiert werden, der entbehrlich ist, wobei immer eine finanzielle Reserve vorhanden sein sollte, auf die jederzeit zurückgegriffen werden kann.

Bei einem Festgeldkontenvergleich kommt es also darauf an, die Anbieter herauszufiltern, die Festgeldkonten zu Preisen anbieten, die dem eigenen Budget entsprechen.

Einlagensicherung als Schutz vor finanziellen Verlusten

Auf der Suche nach dem passenden Festgeldangebot sollte das Thema Sicherheit ebenfalls auf einem der vorderen Plätze rangieren. Gemeint ist der Schutz vor finanziellen Verlust durch die gesetzliche Einlagensicherung, die bis zu einer Geldsumme von 100.000 Euro greift.

Dieser Schutz besteht grundsätzlich bei allen Banken, die in Deutschland ihren Stammsitz haben. Oftmals bieten deutsche Banken darüber hinaus einen freiwilligen Einlagenversicherungsfonds, über den das Festgeld in unbegrenzter Höhe abgesichert ist.

Das System der Einlagensicherung gilt für alle europäischen Banken und Länder, die Mitglied in der Europäischen Union (EU) sind. Es ist jedoch sinnvoll, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines ausländischen Staates in die Entscheidungsfindung für ein Festgeldkonto mit einzubeziehen.

Fazit

Festzuhalten ist, dass Festgeldkonten aufgrund der Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro zu den sicheren Geldanlagen in europäischen Ländern gehören und wegen des vertraglich garantierten Zinssatzes eine im Voraus berechenbare Rendite bieten.

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