Gehen wir davon aus, dass du vor­hast, 10.000 Euro anzu­le­gen. Du suchst dei­ne Bank auf, um dich kos­ten­los von einem Finanz­be­ra­ter infor­mie­ren zu las­sen. Frü­her oder spä­ter wird die Fra­ge auf­kom­men, wel­ches Finanz­pro­dukt oder wel­chen Anla­ge­mix du bevor­zugst:


  • Sol­len es Fonds­an­tei­le, Akti­en, Roh­stof­fe oder Opti­ons­schei­ne sein?
  • Oder gehst du lie­ber auf Num­mer sicher und ent­schei­dest dich trotz der nied­ri­gen Ren­di­te für Fest­geld, damit das Geld auf kei­nen Fall ver­lo­ren geht? Die­se Ent­schei­dung trifft jeder Mensch anders – je nach­dem, was für ein Anla­ge­typ er ist.

Risikobereitschaft realistisch einschätzen

Sobald du einen seriö­sen Anla­ge- oder Finanz­be­ra­ter auf­suchst, wird die­ser dich fra­gen, wel­ches Risi­ko bei der Geld­an­la­ge für dich hin­nehm­bar ist. Das bedeu­tet im Klar­text: Kannst du mit etwai­gen Ver­lus­ten leben, wenn du dafür die Chan­ce auf eine höhe­re Ren­di­te hast?

Die Ant­wort auf die­se Fra­ge kann dir nie­mand abneh­men, wes­halb du dich am bes­ten schon vor dem ers­ten Bera­tungs­ge­spräch damit beschäf­ti­gen soll­test.

Risikoprofil festlegen

Je nach­dem, wel­cher Anla­ge­typ du bist, wird dein Bera­ter dir unter­schied­li­che klas­si­sche Geld­an­la­gen für Klein­an­le­ger emp­feh­len, die für dich in Fra­ge kom­men könn­ten. Grund­sätz­lich kann man vier ver­schie­de­ne Anla­ge­ty­pen unter­schei­den. Du wirst in der Regel zwar nicht zu 100 Pro­zent in das Ras­ter pas­sen, es lie­fert dir aber Anhalts­punk­te, wel­che Anla­ge­klas­sen sich für dich eig­nen.

Die vier Risikotypen

Die fol­gen­de Tabel­le zeigt, wel­che vier ver­schie­de­nen Anla­ge­ty­pen es gibt:

Anla­ge­typAnla­ge­ziel
Sicher­heits­ori­en­tiertNied­ri­ge Ren­di­te und gerin­ges Risi­ko zum Kapi­tal­er­halt
Ertrags­ori­en­tiertDurch­schnitt­li­che Ren­di­te und über­schau­ba­res Risi­ko für einen lang­sa­men Ver­mö­gens­auf­bau
Wachs­tums­ori­en­tiertÜber­durch­schnitt­li­che Ren­di­te und erhöh­tes Risi­ko für einen dyna­mi­schen Ver­mö­gens­auf­bau
Risi­ko­freu­digSehr hohes Risi­ko für einen spe­ku­la­ti­ven Ver­mö­gens­auf­bau

Risikoprofil realistisch abschätzen

Wich­tig ist, dass dein Risi­ko­pro­fil sowohl zu dei­ner Per­sön­lich­keit als auch zu dei­nen finan­zi­el­len Zie­len passt. Es macht wenig Sinn, stets auf Num­mer sicher zu gehen, wenn du eigent­lich drin­gend auf die höhe­re Ver­zin­sung ange­wie­sen wärst – etwa, weil du sie für dei­ne finan­zi­el­le Absi­che­rung im Alter benö­tigst.

Dar­über hin­aus musst du mit dei­ner Geld­an­la­ge auch beru­higt schla­fen kön­nen und soll­test nicht nur die maxi­mal mög­li­chen Gewin­ne im Auge behal­ten. Egal, ob du dein Geld in Sach­wer­te anle­gen möch­test oder ob du lie­ber in Akti­en inves­tierst – die Ent­wick­lung einer Anla­ge­stra­te­gie soll­te immer eine aus­ge­wo­ge­ne Ent­schei­dung zwi­schen Kopf und Bauch sein.

Geld verloren wegen zu hoher Risikobereitschaft – wie Du mit Verlusten richtig umgehst

Wenn du ein zu hohes Risi­ko ein­gehst, kann es sein, dass du dei­ne Geld­an­la­ge ver­lierst. Sofern du das klei­ne Ein­mal­eins der Geld­an­la­ge berück­sich­tigst, wer­den dei­ne Ver­lus­te jedoch nicht all­zu groß sein, sodass du die ver­lo­re­ne Sum­me als Lehr­geld ver­bu­chen kannst.

Dann ist es von gro­ßer Bedeu­tung, nach der Ursa­che für den Geld­ver­lust zu suchen, damit sich der Feh­ler kein zwei­tes Mal wie­der­holt. Wich­tig ist auch, dass du nicht ver­zwei­felst. Ein Ver­lust dei­ner Geld­an­la­ge ist ärger­lich, aber kein Welt­un­ter­gang. Sicher hast du noch ande­re finan­zi­el­le Rück­la­gen, um even­tu­el­le Eng­päs­se zu über­brü­cken.

Alter­na­tiv hel­fen Kre­di­te in finan­zi­el­len Not­si­tua­tio­nen. Du kannst also einen Raten­kre­dit oder einen Klein­kre­dit bean­tra­gen. Klein­kre­di­te haben dabei einen wesent­li­chen Vor­teil: Die Bean­tra­gung ist auch ohne einen Bür­gen mög­lich – und häu­fig sogar trotz nega­ti­ver Schufa, wie unter afinu​.de beschrie­ben ist.

Ein sol­cher Kre­dit kann dir hel­fen, nach grö­ße­ren Ver­lus­ten wie­der auf die Bei­ne zu kom­men. Er bie­tet dir vie­le Vor­tei­le wie eine schnel­le Aus­zah­lung auf dein Kon­to, fai­re Zin­sen, eine sehr kur­ze Lauf­zeit, nied­ri­ge Kos­ten und klei­ne Raten.

Wenn du Erspar­nis­se anlegst, soll­test du immer dar­an den­ken, dass Ver­lus­te natür­lich sind – gera­de, wenn du bereit bist, für höhe­re Ren­di­ten ein grö­ße­res Risi­ko ein­zu­ge­hen. Ach­te in Zukunft dar­auf, dein Port­fo­lio breit auf­zu­stel­len und auf meh­re­re Anla­ge­klas­sen, Wäh­rungs­räu­me, Bran­chen und Zeit­ho­ri­zon­te mit ver­schie­de­nen Lauf­zei­ten zu ver­tei­len.

Etwai­ge Ver­lus­te sind dann zwar trotz­dem ärger­lich, kön­nen dir aber nicht wirk­lich weh tun.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © mar­ta­po­se­muckel /Pixabay.com)