Sei es eine Haft­pflicht-, eine KFZ- oder eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung: Häu­fig stößt man auf den Begriff der Selbst­be­tei­li­gung. Wir erklä­ren dir, was man unter einer Selbst­be­tei­li­gung ver­steht und in wel­chen Fäl­len sie sinn­voll ist.

Was bedeutet Selbstbeteiligung?

Die Selbst­be­tei­li­gung – auch Selbst­be­halt genannt – beschreibt einen Eigen­an­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers. Die­sen Anteil musst du im Scha­dens­fall selbst bei­steu­ern. Alle Schä­den, die über den Betrag des Eigen­an­teils hin­aus­ge­hen, wer­den von der Ver­si­che­rung gezahlt.

Wie hoch die Selbst­be­tei­li­gung aus­fällt, wird bereits bei Abschluss der Ver­si­che­rung ver­ein­bart und wird schrift­lich in den Ver­si­che­rungs­un­ter­la­gen fest­ge­hal­ten. Ent­we­der han­delt es sich um einen fes­ten Betrag oder einen pro­zen­tua­len Anteil.

So funktioniert die Versicherung mit Selbstbeteiligung

Wenn du bereits ver­schie­de­ne Ver­si­che­run­gen mit­ein­an­der ver­gli­chen hast, wird dir schon auf­ge­fal­len sein, dass Ver­si­che­run­gen mit Selbst­be­tei­li­gung meist güns­ti­ger als ande­re Ver­trä­ge sind.

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Das liegt dar­an, dass du als Ver­si­che­rungs­neh­mer das Risi­ko klei­ner Schä­den selbst trägst. Die Bei­trä­ge fal­len für dich also gerin­ger aus, doch falls es zu einem Scha­dens­fall kommt, musst du selbst etwas Geld in die Hand nehmen.

Außer­dem steckt da auch ein wenig Psy­cho­lo­gie dahin­ter: Ver­si­che­rungs­neh­mer pas­sen schlicht und ergrei­fend bes­ser auf, dass kei­ne Schä­den ent­ste­hen, wenn sie teil­wei­se selbst für den Scha­den auf­kom­men müssen.

Dadurch redu­zie­ren Ver­si­che­run­gen mit Selbst­be­tei­li­gung das Risi­ko auf eine gewis­se Weise.

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Außer­dem ent­ste­hen einer Ver­si­che­rung jedes Mal Kos­ten, wenn ein Scha­dens­fall bear­bei­tet wird. Die­ses Geld wird gespart und so kann die Ver­si­che­rung dir einen güns­ti­ge­ren Tarif anbieten.

Ein wei­te­rer Vor­teil von Ver­si­che­run­gen mit Selbst­be­tei­li­gung wird häu­fig über­se­hen. Bei Ver­si­che­rungs­neh­mern, die der Ver­si­che­rung viel Geld kos­ten, da sie stän­dig von den Leis­tun­gen Anspruch neh­men, kommt es oft­mals vor, dass ihnen der Ver­trag gekün­digt wird.

Wenn du dich also für einen Selbst­be­halt ent­schei­dest, so liegst du dei­ner Ver­si­che­rung nicht auf der Tasche und die­se wird dich nicht ein­fach los­ha­ben wollen.

Selbstbeteiligung – immer sinnvoll?

Ob du eine Ver­si­che­rung mit Selbst­be­tei­li­gung wählst oder nicht, ist eine genau­so indi­vi­du­el­le Ent­schei­dung wie die Art der Ver­si­che­rung. Das ist abhän­gig von dem Risi­ko, dem du aus­ge­setzt bist und auch von dei­nen eige­nen Präferenzen.

Bist du privat krankenversichert?

Dann kann sich eine Selbst­be­tei­li­gung für dich rich­tig loh­nen. Die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung erhöht die von Ver­si­che­rungs­neh­mern zu leis­ten­den Bei­trä­ge von Jahr zu Jahr. Hast du aller­dings einen Selbst­be­halt ver­ein­bart, ver­rin­gert sich der Beitrag.

Aller­dings wer­den hier zum Bei­spiel Medi­ka­men­te und ambu­lan­te Behand­lun­gen bis zu einer bestimm­ten Höhe von dir als Ver­si­che­rungs­neh­mer getragen.

Daher lohnt sich eine pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung mit Selbst­be­tei­li­gung nicht für dich, wenn du chro­nisch krank bist oder Kin­der hast. Hier wür­den dei­ne Kos­ten für Medi­ka­men­te und Behand­lun­gen so hoch wer­den, dass sich eine Selbst­be­tei­li­gung nicht mehr lohnt.

Auch eine Fol­ge­kos­ten­ver­si­che­rung kannst du mit oder ohne Selbst­be­halt wäh­len. Die­se Art der Ver­si­che­rung wird aus­schließ­lich bei Schön­heits­ope­ra­tio­nen abge­schlos­sen und deckt die Risi­ken ab, die durch den Ein­griff ent­ste­hen können.

Die Kos­ten für Nach­be­hand­lun­gen trägt im Scha­dens­fall die Ver­si­che­rung. Soll­test du eine Selbst­be­tei­li­gung ver­ein­bart haben, so zahlst du einen Teil mit. Über­le­ge dir selbst, wie hoch die Risi­ken auf Kom­pli­ka­tio­nen in dei­nem indi­vi­du­el­len Fall sind.

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Schätzt du das Risi­ko hoch ein, so ist von einer Ver­si­che­rung mit Selbst­be­halt eher abzu­ra­ten. Geht man von einem gerin­gen Risi­ko aus, so senkt der ver­ein­bar­te Selbst­be­halt den Bei­trag, den du leis­ten musst und du sparst dir etwas Geld.

Fazit

Ob du eine Ver­si­che­rung mit oder ohne Selbst­be­halt wählst, bleibt dei­ne Ent­schei­dung. Wäge vor Ver­si­che­rungs­ab­schluss immer ab, ob die Kos­ten für dich im Rah­men blei­ben oder ob du durch eine Selbst­be­tei­li­gung mehr zahlst als notwendig.

Die Vor­tei­le von der Selbst­be­tei­li­gung sind klar: Der Tarif ist meist güns­ti­ger, Schä­den wer­den redu­ziert und die Ver­si­che­rung wird dir wegen zu hoher Kos­ten nicht ein­fach den Ver­trag kündigen.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © ste­vepb /Pixabay.com)