Immobilienkredit: Besonderheiten und Wissenswertes

Wer vom eige­nen Haus oder einer Eigen­tums­woh­nung träumt, hat meist nicht sofort die finan­zi­el­len Mit­tel dafür übrig. Daher wird häu­fig ein Immo­bi­li­en­kre­dit beantragt. 

Was es dabei für Beson­der­hei­ten gibt und was Kre­dit­neh­mer beim Kauf von Immo­bi­li­en beach­ten soll­ten, zeigt die­ser Artikel.

Anlage in Immobilien – Lohnt sich ein Kredit?

Nicht nur Fami­li­en kau­fen Häu­ser und Woh­nun­gen. Auch Per­so­nen, die die Vor­zü­ge von Immo­bi­li­en in Sachen Invest­ment sehen, sind an einem Kauf inter­es­siert. Doch lohnt es sich in die­sem Fall über­haupt, einen Immo­bi­li­en­kre­dit aufzunehmen?

Um die­se Fra­ge beant­wor­ten zu kön­nen, soll­te man die Ren­di­te der Kapi­tal­an­la­ge berech­nen. Nur so kann man ermit­teln, ob sich der Kauf eines Objekts lohnt und wel­chen Kre­dit man bean­tra­gen soll­te, damit die Inves­ti­ti­on ihren Zweck erfüllt.

Immobilienkredit – Ab wann ist eine Anschlussfinanzierung von Vorteil?

Beim Kauf einer Immo­bi­lie müs­sen häu­fig Kre­di­te für hohe Sum­men bean­tragt wer­den. Auch wenn man sich zuvor im Opti­mal­fall ein­ge­hend Gedan­ken dar­über gemacht hat, wel­che monat­li­che Sum­me man stem­men kann, sieht die Rea­li­tät dann häu­fig doch anders aus. Eine Anschluss­fi­nan­zie­rung wird nötig.

Mit Anschluss­fi­nan­zie­rung bezeich­net man eine Finan­zie­rung, wel­che direkt auf einen bestehen­den Kre­dit folgt. Er dient dazu, die ver­blei­ben­de Rest­schuld zu til­gen, wenn der vor­he­ri­ge Kre­dit ausläuft. 

Man kann die Anschluss­fi­nan­zie­rung somit als Fort­set­zung eines Kre­dits betrach­ten. Nach Ablauf der Zins­bin­dung des vor­he­ri­gen Kre­dits – also meist nach 10 bis 20 Jah­ren soll­te man die Anschluss­fi­nan­zie­rung berech­nen. Damit kön­nen Kre­dit­neh­mer die bes­ten Kon­di­tio­nen für ihren indi­vi­du­el­len Fall finden.

Immobilienkredit beantragen – Mit diesen Tipps

Was soll­te man beach­ten, wenn man einen Immo­bi­li­en­kre­dit bean­tra­gen möch­te? Tat­säch­lich gibt es beim Immo­bi­li­en­kauf eini­ges zu beach­ten, damit das Vor­ha­ben auf­geht. Sonst pas­siert es schnell, dass Kre­dit­neh­mer in finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten gera­ten und mit ihrer Ent­schei­dung nicht ganz so glück­lich sind wie erhofft.

Beim Immo­bi­li­en­kauf ist vor allem die Rei­hen­fol­ge ent­schei­dend. Man soll­te zuerst den Kre­dit bean­tra­gen und erst nach­dem er geneh­migt wur­de, unter­schreibt man den Kaufvertrag.

Denn nur weil ein Immo­bi­li­en­kre­dit bean­tragt wird, heißt das nicht, dass er auch durch­läuft. Erst wenn man finan­zi­el­le Mit­tel zuge­si­chert bekom­men hat, soll­te ein Kauf­ver­trag zustan­de kom­men. Denn aus einem sol­chen Ver­trag kommt man meist nur schwer wie­der her­aus. Und die Erfül­lung des Kauf­ver­tra­ges wird ohne das not­wen­di­ge Geld sehr schwierig.

Dar­über hin­aus soll­te man über aus­rei­chend Eigen­ka­pi­tal ver­fü­gen. Denn: Je mehr Eigen­ka­pi­tal ver­füg­bar ist, des­to gerin­ger fal­len die Zin­sen aus. Zudem soll­te man nie­mals die Erwerbs­ne­ben­kos­ten mit dem Kre­dit bezahlen. 

Die­se soll­ten mit Eigen­ka­pi­tal begli­chen wer­den. Zu die­sen Kos­ten zäh­len even­tu­el­le Pro­vi­si­ons­kos­ten für einen Mak­ler, aber auch Kos­ten für den Notar und den Grund­buch­ein­trag fal­len in die­se Kate­go­rie. Nur wer wirk­lich sehr gut ver­dient und über ein sta­bi­les Ein­kom­men ver­fügt, kann auch ohne viel Eigen­ka­pi­tal eine Immo­bi­lie kau­fen. Auch ein Neben­job mag sinn­voll sein.

Übri­gens han­delt es sich bei einem Immo­bi­li­en­kre­dit um einen Kre­dit mit extra lan­ger Lauf­zeit und in einer ent­spre­chen­den Höhe. Wer viel Eigen­ka­pi­tal besitzt, kann auch einen gewöhn­li­chen Kre­dit beantragen. 

Die­se sind häu­fig güns­ti­ger. Außer­dem darf man einen Immo­bi­li­en­kre­dit nur für den Kauf des Objekts an sich ver­wen­den. Ande­re Kos­ten dür­fen damit nicht bezahlt wer­den, was bei einem her­kömm­li­chen Kre­dit anders ist.

Immobilienkauf: Kein kostenloses Wohnen trotz Eigentum

Auch wer eine eige­ne Immo­bi­lie besitzt, wohnt nicht kos­ten­los. Dies ist ein Irr­tum, dem vie­le fri­sche Eigen­tü­mer zum Opfer fal­len. Denn auch wenn einem das Haus gehört, fal­len wei­te­re Kos­ten an, wäh­rend man dar­in wohnt.

Dazu zäh­len Ver­wal­tungs­kos­ten, aber auch mit Strom- und Was­ser­kos­ten muss man rech­nen. Zudem ist es sinn­voll, sich ein wenig Geld bei­sei­te­zu­le­gen, falls Repa­ra­tu­ren not­wen­dig werden. 

Nur weil ein Haus oder eine Woh­nung neu ist, heißt das nicht, dass kein Defekt auf­tre­ten kann. Dann ist es gut, etwas Geld in der Hin­ter­hand zu haben und nicht alles für den Kre­dit ein­ge­plant zu haben.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © rmsep4 /Pixabay.com)

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