Akquisemöglichkeiten on- und offline: Ein Vergleich

Kundenakquise online-und-offline

Lesedauer: 5 Minuten

Die Neugewinnung von Kunden ist ein wichtiger Aspekt, um das Wachstum eines Unternehmens voran zu treiben. Sicherlich ist auch die Pflege der Bestandskunden ein wichtiger Faktor für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens, ein Wachstum ohne eine zusätzliche Akquise wird jedoch kaum möglich sein.

In letzter Zeit gewinnt die Online-Akquise zudem an Bedeutung. Wohingegen früher die Akquise häufig auf Veranstaltungen oder am Telefon verlief, gewinnen heutzutage Online-Methoden immer mehr an Bedeutung. Doch sind diese wirklich so gut wie ihr Ruf, oder haben auch Offline-Akquise-Methoden noch einige Vorteile, weshalb diese heutzutage noch angewandt werden sollten?

Im Folgenden steht eine Übersicht mit verschiedenen Akquisemöglichkeiten und deren Vor- sowie Nachteilen. Anhand dieser Übersicht kannst du für dich den besten Mix der Neukundengewinnung erstellen und so für ein effizientes Wachstum sorgen.

Die Kundenakquise per Telefon

Wenn auch nicht gerade mit dem besten Ruf behaftet, so ist die Akquise per Telefon im B2B-Bereich immer noch eine sehr beliebte Methode, um Kunden zu gewinnen. So kann das eigene Unternehmen direkt vorgestellt werden und in einem Gespräch auf individuelle Fragen eingegangen werden.

Vorteilhaft bei dieser Art der Akquise ist sicherlich, dass ein direkter Kontakt aufgebaut wird. Es kann zudem individuell auf den Gesprächspartner eingegangen werden, sodass dieser detailliert geschildert bekommt, wo sein Nutzen in dem Geschäft liegt.

Die Telefonakquise kann zudem auch erst mal nur als erste Kontaktaufnahme dienen. Gerade wenn es sich um lokal beschränkte Geschäfte handelt, kann ein Geschäftstreffen vereinbart werden, an dessen Ende hoffentlich ein erfolgreicher Vertragsabschluss steht.

Allerdings muss angemerkt werden, dass die Telefonakquise eine sehr zeitaufwändige Methode ist. Zudem ist sie in einigen Branchen nicht gerade beliebt, sodass ein Unternehmen, das sehr umfangreich diese Akquisemethode durchführt, auch seine Geschäftsbeziehungen belasten kann.

Zudem sollten rechtliche Hürden beachtet werden. So ist die Telefonakquise im Privatenkundenbereich zum Beispiel nur nach ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung erlaubt. Daher hat die Telefonakquise in diesem Bereich eigentlich keine Bedeutung mehr.

Visitenkarten als das persönliche Aushängeschild

Auch wenn es vielleicht nicht den Anschein macht, so sind Visitenkarten keinesfalls eine veraltete Methode der Kundenakquise.

Auf Messen, oder anderen Events sind sie immer noch die beste Methode, um langfristig einen Kontakt zu binden. Die Visitenkarte sollte dabei so gestaltet sein, dass sie stichpunktartig die Stärken und Fähigkeiten des Unternehmens aufzeigt und sämtliche Kontaktmöglichkeiten bereitstellt. Diese beziehen nicht nur die Telefonnummer mit ein, sondern auch die E-Mail-Adresse sowie die Homepage des Unternehmens.

Der Vorteil der Visitenkarte liegt ganz klar darin, dass die wichtigsten Informationen in sehr kompakter Weise dargestellt werden. So kann die Visitenkarte den Charakter des Unternehmens widerspiegeln.

Zudem sind Visitenkarten keine große Investition. Zahlreiche Anbieter bieten Visitenkarten zu großen Stückzahlen und mit vorgefertigten Designs an, sodass die Gestaltung keine große Hürde mehr darstellt.

So können Sie mit Hilfe von Visitenkarten eine professionelle Präsenz aufbauen, ohne erst einen aufwendigen Designprozess durchführen zu müssen. Somit ist die Visitenkarte gerade für kleine Unternehmen oder Selbstständige eine ideale Möglichkeit zur Kundenakquise.

Mit Suchmaschinenoptimierung mehr Kunden erreichen

Auch in der Kundenakquise sorgt das digitale Zeitalter für eine Veränderung der Strukturen. Die eigene Homepage wird dabei zu einer digitalen Visitenkarte und es gibt wohl kaum Unternehmen, die noch auf eine Webseite verzichten können.

Immer bedeutender wird hierbei die Suchmaschinenoptimierung. Dadurch, dass immer mehr Unternehmen im Internet aktiv sind, ist auch die Konkurrenz gewachsen. Sich in den Suchmaschinenergebnissen hoch zu positionieren, kann hierbei direkt mit einer Umsatzsteigerung einhergehen.

Um sich jedoch besser zu positionieren ist die Suchmaschinenoptimierung hilfreich. Mit dieser Form der Optimierung werden beispielsweise Inhalte geschrieben, die besser von Google interpretiert werden können und zu einem Anstieg der Besucherzahlen führen.

Für diese Optimierung ist jedoch einiges an Wissen notwendig. Daher werden in der Regel Agenturen beauftragt, die nicht gerade preisgünstig sind. Als Selbständiger solltest du also für dich selber die Entscheidung treffen, ob ein Anstieg der Besucher über Google mit einer höheren Umsatzsteigerung einhergeht. Ist dies der Fall, so ist die Investition in die Suchmaschinenoptimierung sicherlich lohnenswert, wenn auch mit einer langen Anlaufphase verbunden.

Der Vorteil ist jedoch, dass nach der ersten Optimierungsphase eine breite Masse an Leuten angezogen werden können und das eigene Produkt diesen präsentiert werden kann.

Digitale Netzwerke

Soziale Netzwerke haben mittlerweile einen großen Einfluss auf das Leben vieler Personen. Egal ob auf Facebook oder Instagram, das eigene Leben wird mittlerweile vielfältig geteilt und gezeigt.

Doch nicht nur im privaten Bereich gewinnen diese Netzwerke an Bedeutung. Auch digital können bestimmte Netzwerke für den eigenen Vorteil genutzt werden.

Hier kommen vor allem Netzwerke wie LinkedIn ins Spiel. Fanden erste Kontaktaufnahmen früher noch auf Messen oder Events statt, können diese mittlerweile ebenfalls in diesen digitalen Netzwerken stattfinden.

Nutzung von sozialen Netzwerken durch Unternehmen

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/227171/umfrage/erfolgreiche-nutzung-von-sozialen-netzwerken-durch-unternehmen-nach-laendern/

Auch entsprechende Zahlen belegen steigende Akquisen im Bereich Social Media. So ist der Anteil der Unternehmen, die erfolgreich soziale Netzwerke für die Kundengewinnung nutzen, in Ländern wie Deutschland um rund 27 % gestiegen (Vergleichszeitraum 2010 – 2011).

Das positive ist hierbei, dass du bei der Kundenakquise in Netzwerken ganz gezielt Personen kontaktieren kannst, die deiner Zielgruppe entsprechen. Da Personen hierbei schon von sich aus einige Informationen preisgeben, kann dies schnell und kostengünstig betrieben werden.

Es sollte allerdings einige Zeit in die Pflege und den Aufbau des eigenen Accounts gesteckt werden. Andernfalls wird dieser als nicht seriös eingestuft und wird auf wenig Resonanz stoßen.

Nachteilig ist allerdings hier ähnlich wie bei der Telefonakquise, dass diese individuell auf die Personen zugeschnitten sein sollte. Die Erfolgsquote ist hierbei in der Regel nicht sehr hoch, sodass der positive Mehrwert nur selten gegeben ist.

Andererseits sind keine direkten Kosten mit dieser Akquisemethode verbunden, weshalb sie sich gerade für kleinere Unternehmen in der Anfangsphase eignet.

Branchenportale und Verzeichnisse

Jeder kennt in der offline Welt wohl noch die “Gelben Seiten” oder das Telefonbuch. Hier wurden Unternehmen je nach Branche aufgelistet und konnten ihren Service anbieten.

Mittlerweile hat das Internet diese Angebote und Bücher abgelöst. Anstatt dicke Wälzer durchzublättern, kann auf umweltfreundliche Internetverzeichnisse zurückgegriffen werden.

Je nach Branche und Unternehmen gibt es hierbei verschiedene Portale und Verzeichnisse, bei denen es sinnvoll ist, sich einzutragen.

Ein bekanntes Unternehmensportal ist vor allem Yelp. Dieses entspricht im weitesten Sinne den “Gelben Seiten” und durch die Unternehmenspräsentation kann der eigene Shop vorgestellt werden.

Durch Bewertungsmöglichkeiten ist zudem die Qualität der Leistung transparent und kann ein stärkeres Vertrauen zum Kunden aufbauen.

Du solltest darauf achten, dass du nur in seriösen Portalen aktiv bist. Es ist nicht sinnvoll, in Portalen aufzutreten, auf denen negative Falschbewertungen an der Tagesordnung sind. Hier könnten Konkurrenten gezielt eine Negativkampagne starten.

Daher ist es besser, sich im Sinne der Kundenakquise nur auf wenige namhafte Verzeichnisse zu konzentrieren und dort aktiv zu sein.

Der Vorteil ist hier eine geringe Investition, denn die Verzeichnisse verlangen teilweise nicht einmal Aufnahmegebühren.

Sei darauf bedacht, auf das Feedback der Kunden zu reagieren. Deshalb solltest du Aktivitäten in diesen Verzeichnissen stets überwachen, was mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden ist.


Autorenbox:

Jasmin Schmidt ist Redakteurin bei Overnightprints.

Recherchen zu Branchenentwicklungen im Druckbereich, neue Drucktechnologien sowie Marketingstrategien mit Printmedien und klimaneutrale Produktion gehören zu den bevorzugten Themengebieten.


(Bildquelle Artikelanfang: © rawpixel /Pixabay.com)

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