Kennst du das auch? Du hast über einen lan­gen Zeit­raum regel­mä­ßig Blog­ar­ti­kel geschrie­ben, das Schrei­ben fiel dir leicht und berei­te­te dir Spaß, die Ideen für dei­ne Posts fie­len dir rei­hen­wei­se ein.


Aber plötz­lich macht sich eine Schrei­bun­lust breit und du quälst dich für jeden neu­en Arti­kel. Jeden­falls ging und geht es mir so, die Schrei­bun­lust ist noch nicht rich­tig über­wun­den, ich ver­su­che mein Bes­tes, wie­der voll auf die Blog­ger­spur zurück­zu­kom­men.

Ich selbst habe mir einen Plan gemacht, wie ich den Schreib­pro­zess, also das Pla­nen, For­mu­lie­ren und Über­ar­bei­ten von Tex­ten, erneut zur Freu­de berei­ten­den Rou­ti­ne gestal­ten kann. Dazu spä­ter mehr.

Ursachen für die Schreibblockade

Wor­an das lie­gen könn­te, dass das Schrei­ben plötz­lich nicht mehr von allei­ne klappt, dar­über habe ich mir aus­gie­big Gedan­ken gemacht.

Ein­mal ver­mu­te ich, dass es ganz nor­mal ist, dass nach Jah­ren des Blog­gens sich eine Schreib­mü­dig­keit übe einen legt, wenn man nicht gera­de der gebo­re­ne Schrift­stel­ler ist. :-) Die Fol­ge ist, es ent­steht Frust, der einen noch wei­ter aus­bremst.

Wei­te­re Grün­de, war­um das Arti­kel­schrei­ben zur Qual wird:

  • Viel­leicht hast du das Gefühl, du hast schon über alles geschrie­ben und das Blog­the­ma hat sich erschöpft.
  • Du zwei­felst, dass du kaum Leser/​innen mit dei­nen Posts erreichst.
  • Du hast zu vie­le Ideen, dass du gar nicht weißt, mit wel­cher du zuerst begin­nen sollst. Auch sowas kann regel­recht läh­men.
  • Du bekommst Zwei­fel an dei­nen schrift­stel­le­ri­schen Fähig­kei­ten.
  • Du glaubst, kei­nen wert­vol­len Inhalt für dei­ne Leser und Lese­rin­nen zu schaf­fen.
  • Dir berei­tet der Ein­stieg in einen Arti­kel gro­ße Schwie­rig­kei­ten.
  • Du hast dir irgend­wann eine klei­ne Krea­tiv­pau­se genom­men und nun fällt es dir um so schwe­rer, wie­der in die regel­mä­ßi­ge Text­pro­duk­ti­on zu kom­men. Auch dies war einer mei­ner Grün­de für mei­ne Schrei­bun­lust. Ist man aus dem Rhyth­mus, wird es ein Kraft­akt, in den Flow zurück­zu­kom­men.

Es gibt sicher­lich noch ande­re Grün­de, war­um du unter einer Schreib­sper­re, ‑unlust oder ‑blo­cka­de lei­dest. Das wich­tigs­te ist nun, aus die­sem Loch wie­der her­aus­zu­kom­men. Und das ist nicht ganz so ein­fach.

Nützliche Tipps, um wieder produktiv zu werden

Zuerst ein­mal heißt es, sich zu über­win­den und gegen die Blo­cka­de zu kämp­fen. Also ran an die nächs­ten Blog­ar­ti­kel!

Schreibblockade überwinden — Tipp Nr. 1: Lege dir einen To-Do-Plan zurecht

Ohne etwas in dei­nem Erstel­lungs­pro­zess zu ändern, wird sich eine Schreib­blo­cka­de nicht so schnell lösen las­sen. Daher emp­feh­le ich, einen To-Do-Plan auf­zu­stel­len, in den du für die kom­men­den Tage und Wochen The­men notierst, die für Blog­ar­ti­kel brauch­bar sind. Lege auch Ter­mi­ne fest, wann du einen Blog­post ver­fas­sen willst.

Ver­su­che, die­se fes­ten Ter­mi­ne ein­zu­hal­ten und den geplan­ten Bei­trag zu schrei­ben, auch wenn es dir wirk­lich schwer fällt. Hast du die ers­ten Ter­mi­ne und Arti­kel erfolg­reich abge­ar­bei­tet, wirst du fest­stel­len, dass die­ses klei­ne Erfolgs­er­leb­nis dich anspornt, wei­ter zu schrei­ben und dran zu blei­ben.

Denn nur eine ste­te Text­pro­duk­ti­on ist das bes­te Mit­tel gegen eine Schreib­blo­cka­de.

Schreibblockade überwinden — Tipp Nr. 2: Lass dich nicht ablenken

Ver­su­che, wäh­rend dei­ner Tex­ter­stel­lung, nicht zu irgend­wel­chen Web­sites zu sur­fen, schaue kein TV (geht ja mitt­ler­wei­le auch am PC), gehe nicht auf Face­book und Co, tele­fo­nie­re nicht, schaue nicht in dein E‑Mail-Post­fach und ver­mei­de auch alle ande­ren Stör­quel­len.

Am bes­ten bekommst du einen regel­rech­ten Tun­nel­blick für dei­nen Arti­kel und kon­zen­trierst dich nur auf die­se eine Auf­ga­be. Des­to schnel­ler wirst du die­se Tätig­keit auch abschlie­ßen kön­nen.

Schreibblockade überwinden — Tipp Nr. 3: Schreibe dort, wo es dir am leichtesten fällt

Manch­mal braucht man einen Orts­wech­sel, um wie­der rich­tig pro­duk­tiv zu wer­den. Du kannst ja ver­schie­de­ne Plät­ze, auch öffent­li­che, tes­ten, ob du bei­spiels­wei­se in einem Café oder in einem Cowor­king-Space bes­ser arbei­ten kannst.

Ich selbst brau­che für das Schrei­ben tota­le Ruhe, sodass ich im stil­len Käm­mer­lein schrei­ben muss. :-) Aber das muss ja nicht für jeden gel­ten.

Schreibblockade überwinden — Tipp Nr. 4: Versuche, nicht perfekt zu sein

Per­fekt ist nie­mand. Die­se Erkennt­nis ist ein gro­ßer Trost für alle Zweif­ler, die sich nichts zutrau­en. Viel­leicht magst du des­halb nicht mehr schrei­ben, weil du dei­ne Tex­te nicht per­fekt fin­dest, du an dei­nen Schreib­qua­li­tä­ten zwei­felst.

Wenn du dich auf den unter­schied­lichs­ten Blogs umschaust, wirst du fest­stel­len, dass es nur sehr weni­ge Blog­ger gibt, die sti­lis­tisch ein­wand­frei schrei­ben und wah­re Text­künst­ler sind. Tipp‑, Recht­schreib- und Gram­ma­tik­feh­ler schlei­chen sich in lan­gen Arti­keln bei fast jedem mal ein, aber dar­an stö­ren sich die wenigs­ten Leser und Lese­rin­nen. Denn die­se wol­len haupt­säch­lich für sie nütz­li­che Infor­ma­tio­nen oder Tipps, die ihnen in ihrer jewei­li­gen Situa­ti­on wei­ter­hel­fen.

Vor län­ge­rer Zeit habe ich eine klei­ne Arti­kel­se­rie über Recht­schrei­bung ver­fasst, die für die schwie­ri­gen Fäl­le der deut­schen Spra­che recht nütz­lich ist.

Schreibblockade überwinden — Tipp Nr. 5: Hole dir Ideen von anderen Bloggern

Natür­lich soll­test du dei­ne eige­nen Tex­te schrei­ben. Aber es scha­det auch nicht, sich Inspi­ra­tio­nen oder Ideen für neue Arti­kel bei ande­ren Blog­gern zu holen.

Damit du nicht jedes Mal auf deren Web­sites gehen musst — was schließ­lich auch Zeit kos­tet -, kannst du dir die für dich inter­es­san­ten Blogs in Feed­ly ein­tra­gen. So sieht du die neu­es­ten Posts dei­ner Lieb­lings­blogs ohne gro­ßen Auf­wand zu betrei­ben.

Da man­geln­de Ideen eben­falls eine Schreib­sper­re aus­lö­sen kön­nen, kann es dir hel­fen, Tipps und Stra­te­gien zu fin­den, die dir den Spaß am For­mu­lie­ren und Tex­ten wie­der brin­gen.

Schreibblockade überwinden — Tipp Nr. 6: Überlege nicht lange

Manch­mal will man ein­fach zu viel und traut gar nicht erst anzu­fan­gen. Daher ver­lan­ge nicht zu viel von dir und über­le­ge nicht zu lan­ge. Fan­ge ein­fach an zu schrei­ben.

Der Ein­stieg in einen Text ist immer am schwie­rigs­ten. Ist die­ser Punkt über­wun­den, geht das Schrei­ben ein­deu­tig bes­ser und flüs­si­ger von der Hand. Das stel­le ich immer wie­der fest.

Und wenn ich den Text fer­tig­ge­stellt habe, bin ich in den Schreib­pro­zess oft so ver­tieft, dass ich eine schwa­che Text­ein­lei­tung immer noch opti­mie­ren kann.

Schreibblockade lösen — Tipp Nr. 7: Übertreibe die Recherche nicht

Eine gute Recher­che für einen infor­ma­ti­ven und hoch­wer­ti­gen Blog­ar­ti­kel ist not­wen­dig, soll­te aber nicht über­trie­ben wer­den.

Wenn du es ganz genau machen willst, kannst du für jeden Text stun­den­lang recher­chie­ren, die vie­len gefun­de­nen Infor­ma­tio­nen über­for­dern dich und du weißt nicht, wie du sie alle in dei­nen Arti­kel ein­bau­en sollst.

Daher set­ze dir ein Zeit­li­mit bei dei­nen Vor­ar­bei­ten. Höchs­tens 1,5 bis 2 Stun­den Recher­che­ar­beit rei­chen voll­kom­men.

Schreibblockade lösen — Tipp Nr. 8: Notiere die wichtigsten Punkte und formuliere sie aus

Was mir schon in eini­gen Fäl­len gehol­fen hat, einen Text doch noch voll­enden zu kön­nen, ist das Notie­ren der wich­tigs­ten Inhalts­punk­te. Die fan­ge ich an aus­zu­ar­bei­ten, sodass ich also nicht von vor­ne mit dem Arti­kel begin­ne, son­dern mit­ten­drin.

Sind die wesent­li­chen Aus­sa­gen des Arti­kels nie­der­ge­schrie­ben, fällt es dir meist nicht mehr schwer, Ein­lei­tung und Fazit zu for­mu­lie­ren.

Schreibblockade lösen — Tipp Nr. 9: Finde deine optimale “Schreibzeit”

Ein wei­te­rer Grund für eine Schreib­blo­cka­de kann auch die fal­sche Tages­zeit sein. Viel­leicht bist du eher der Typ, der nach­mit­tags oder am Abend sei­ne Schreib­krea­ti­vi­tät fin­det und nicht schon am frü­hen Mor­gen.

Die gan­ze Nacht um die Ohren zu schla­gen, weil du erst um Mit­ter­nacht auf Schreib­tou­ren kommst, und dann noch am Tag arbei­ten zu müs­sen, kann aber auch kon­tra­pro­duk­tiv sein und dich auf Dau­er aus­powern. Es heißt also, einen für dich und dei­nen Orga­nis­mus opti­ma­len Arbeits­rhyth­mus zu fin­den.

Schreibblockaden überwinden: Viel lesen

Bild: © con­ger­de­sign /Pixabay.com — Lies viel, so bekommt dein Gehirn regel­mä­ßig neu­en Input.

Schreibblockade lösen — Tipp Nr. 10: Lies viel

Lie­fe­re dei­nem Gehirn Text­fut­ter, indem du viel liest, und zwar so ziem­lich alles von Repor­ta­gen und Blog­ar­ti­kel, die sich für dein Blog­the­ma eig­nen, bis hin zu Bel­le­tris­tik wie Roma­ne, Kri­mis, Gedich­te oder Kurz­ge­schich­ten.

Damit för­derst du dei­ne Krea­ti­vi­tät und Ideen­fin­dung. Und du ver­grö­ßerst unmerk­lich dei­nen Wort­schatz, was dei­nem Schreib­stil zugu­te­kommt.

Schreibblockade lösen — Tipp Nr. 11: Ändere deine Schreibstrategie

Ein wei­te­rer Grund, in einer Schreib­sper­re zu ste­cken, mag die ange­eig­ne­te Schreib­stra­te­gie sein. Unter einer Schreib­stra­te­gie ver­steht man vor allem die Her­an­ge­hens­wei­se an die Tex­ter­stel­lung, die sehr unter­schied­lich sein kann und sich aus klei­nen Schrit­ten zusam­men­setzt.

Viel­leicht bist du eher der Redak­teur, der dazu neigt, sei­ne Tex­te aus­führ­lich zu über­ar­bei­ten. Hast du aller­dings eine län­ge­re Schreib­pau­se hin­ter dir und du willst wie­der in die regel­mä­ßi­ge Text­pro­duk­ti­on rein­kom­men, soll­test du eher zu der Schreib­stra­te­gie des spon­ta­nen Schrei­bers wech­seln. Denn das Schrei­ben ohne gro­ße Vor­pla­nung und Über­le­gun­gen för­dert die schnel­le und mas­sen­haf­te Text­pro­duk­ti­on und du legst dei­ne Schrei­bun­lust recht zügig ab.

Schreibblockade lösen: An die frische Luft gehen

Bild: © sil­vi­a­ri­ta /Pixabay.com- Tan­ke neue Ener­gie mit einem Spa­zier­gang.

Schreibblockade lösen — Tipp Nr. 12: Laufe dir den Kopf frei

Falls du stun­den­lang vor dem Bild­schirm sitzt und dich regel­recht durch den Schreib­pro­zess quälst, soll­test du ihn ganz ein­fach unter­bre­chen, raus­ge­hen und dir den Kopf frei­lau­fen. Fri­sche Luft und Bewe­gung las­sen dich von einer erstarr­ten Tätig­keit abschal­ten und neue krea­ti­ve Kraft tan­ken.

Meist kann man sich nach einer Stun­de Sport oder ein­fach nur Spa­zie­ren­ge­hen wie­der deut­lich fri­scher und ziel­stre­bi­ger an die PC-Arbeit her­an­ma­chen und kommt zu zufrie­den­stel­len­den Ergeb­nis­sen.

Sport und Bewe­gung sind ohne­hin wich­tig, um lan­ge fit und leis­tungs­fä­hig zu blei­ben, wie der Erfah­rungs­be­richt von mir zeigt.

Schreibblockade lösen — Tipp Nr. 13: Mache dir das Tastaturschreiben leicht

Ich habe mir schon wäh­rend des Stu­di­ums das Schrei­ben mit 10 Fin­gern auf der Tas­ta­tur bei­gebracht. Mit ent­spre­chen­der Lite­ra­tur geht das ganz ein­fach und macht zumin­dest die tech­ni­sche Tex­ter­stel­lung spie­le­risch leicht.

Aller­dings habe ich damals bei mei­nen Kom­mi­li­to­nen und spä­ter bei Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen gese­hen, dass man­che das 2‑Fin­ger-Sys­tem für die Com­pu­ter­tas­ta­tur anwen­de­ten, was ich echt nicht ver­ste­hen konn­te. Dabei schau­ten sie beim Tip­pen abwech­selnd auf die Tas­ta­tur und auf den Bild­schirm.

Ich habe mal ver­sucht, auf die­se Art einen Text zu schrei­ben, nach drei Zei­len war mir spei­übel, haupt­säch­lich vom kon­zen­trier­ten Star­ren auf die Tas­ten.

Wenn man sich das Bedie­nen der Tas­ta­tur so erschwert, dann macht auch das Schrei­ben wirk­lich kei­nen Spaß, weil es viel zu lang­sam und beschwer­lich von­stat­ten­geht.

Ich kann also nur jedem emp­feh­len, mit allen 10 Fin­gern auf der Tas­ta­tur schrei­ben zu ler­nen.

Fazit

Ich hof­fe, mit die­sen Tipps kommst du wie­der in eine lang­an­dau­ern­de Pro­duk­tiv­pha­se, was das Erstel­len von Blog­ar­ti­keln angeht. Wie schon am Anfang erwähnt, bin ich auch etwas aus die­sem Flow raus­ge­kom­men und nun dabei, die­se Schreib­träg­heit abzu­schüt­teln.

So wen­de ich ein paar die­ser Tipps selbst an, wie bei­spiels­wei­se den To-Do-Plan, also eine Ter­min­lis­te mit geplan­ten Arti­keln, ver­kürz­ter Recher­che­zeit und dem spon­ta­nen Drauf­los­schrei­ben.

Auf dem Weg zurück aus die­ser Lust­lo­sig­keit soll­test du dir nicht so viel Druck machen, denn das kann genau­so nach hin­ten los­ge­hen und du kommst gar nicht mehr ins Schrei­ben, nur weil du dei­ne Ter­min­lis­te nicht ganz erfül­len konn­test.