Gegen die Schreibunlust: 13 Tipps, um wieder nützlichen und hochwertigen Lesestoff zu produzieren

Kennst du das auch? Du hast über einen langen Zeitraum regelmäßig Blogartikel geschrieben, das Schreiben fiel dir leicht und bereitete dir Spaß, die Ideen für deine Posts fielen dir reihenweise ein.

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Aber plötzlich macht sich eine Schreibunlust breit und du quälst dich für jeden neuen Artikel. Jedenfalls ging und geht es mir so, die Schreibunlust ist noch nicht richtig überwunden, ich versuche mein Bestes, wieder voll auf die Bloggerspur zurückzukommen.

Ich selbst habe mir einen Plan gemacht, wie ich den Schreibprozess, also das Planen, Formulieren und Überarbeiten von Texten, erneut zur Freude bereitenden Routine gestalten kann. Dazu später mehr.

Ursachen für die Schreibunlust

Woran das liegen könnte, dass das Schreiben plötzlich nicht mehr von alleine klappt, darüber habe ich mir ausgiebig Gedanken gemacht.

Einmal vermute ich, dass es ganz normal ist, dass nach Jahren des Bloggens sich eine Schreibmüdigkeit übe einen legt, wenn man nicht gerade der geborene Schriftsteller ist. :-) Die Folge ist, es entsteht Frust, der einen noch weiter ausbremst.

Weitere Gründe, warum das Artikelschreiben zur Qual wird:

  • Vielleicht hast du das Gefühl, du hast schon über alles geschrieben und das Blogthema hat sich erschöpft.
  • Du zweifelst, dass du kaum Leser/innen mit deinen Posts erreichst.
  • Du hast zu viele Ideen, dass du gar nicht weißt, mit welcher du zuerst beginnen sollst. Auch sowas kann regelrecht lähmen.
  • Du bekommst Zweifel an deinen schriftstellerischen Fähigkeiten.
  • Du glaubst, keinen wertvollen Inhalt für deine Leser und Leserinnen zu schaffen.
  • Dir bereitet der Einstieg in einen Artikel große Schwierigkeiten.
  • Du hast dir irgendwann eine kleine Kreativpause genommen und nun fällt es dir um so schwerer, wieder in die regelmäßige Textproduktion zu kommen. Auch dies war einer meiner Gründe für meine Schreibunlust. Ist man aus dem Rhythmus, wird es ein Kraftakt, in den Flow zurückzukommen.

Es gibt sicherlich noch andere Gründe, warum du unter einer Schreibsperre, -unlust oder -blockade leidest. Das wichtigste ist nun, aus diesem Loch wieder herauszukommen. Und das ist nicht ganz so einfach.

Nützliche Tipps, um wieder produktiv zu werden

Zuerst einmal heißt es, sich zu überwinden und gegen die Blockade zu kämpfen. Also ran an die nächsten Blogartikel!

Tipp Nr. 1: Lege dir einen To-Do-Plan zurecht

Ohne etwas in deinem Erstellungsprozess zu ändern, wird sich eine Schreibsperre nicht so schnell beseitigen lassen. Daher empfehle ich, einen To-Do-Plan aufzustellen, in den du für die kommenden Tage und Wochen Themen notierst, die für Blogartikel brauchbar sind. Lege auch Termine fest, wann du einen Blogpost verfassen willst.

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Versuche, diese festen Termine einzuhalten und den geplanten Beitrag zu schreiben, auch wenn es dir wirklich schwer fällt. Hast du die ersten Termine und Artikel erfolgreich abgearbeitet, wirst du feststellen, dass dieses kleine Erfolgserlebnis dich anspornt, weiter zu schreiben und dran zu bleiben.

Denn nur eine stete Textproduktion ist das beste Mittel gegen eine Schreibblockade.

Tipp Nr. 2: Lass dich nicht ablenken

Versuche, während deiner Texterstellung, nicht zu  irgendwelchen Websites zu surfen, schaue kein TV (geht ja mittlerweile auch am PC), gehe nicht auf Facebook und Co, telefoniere nicht, schaue nicht in dein E-Mail-Postfach und vermeide auch alle anderen Störquellen.

Am besten bekommst du einen regelrechten Tunnelblick für deinen Artikel und konzentrierst dich nur auf diese eine Aufgabe. Desto schneller wirst du diese Tätigkeit auch abschließen können.

Tipp Nr. 3: Schreibe dort, wo es dir am leichtesten fällt

Manchmal braucht man einen Ortswechsel, um wieder richtig produktiv zu werden. Du kannst ja verschiedene Plätze, auch öffentliche, testen, ob du beispielsweise in einem Café oder in einem Coworking-Space besser arbeiten kannst.

Ich selbst brauche für das Schreiben totale Ruhe, sodass ich im stillen Kämmerlein schreiben muss. :-) Aber das muss ja nicht für jeden gelten.

Tipp Nr. 4: Versuche, nicht perfekt zu sein

Perfekt ist niemand. Diese Erkenntnis ist ein großer Trost für alle Zweifler, die sich nichts zutrauen. Vielleicht magst du deshalb nicht mehr schreiben, weil du deine Texte nicht perfekt findest, du an deinen Schreibqualitäten zweifelst.

Wenn du dich auf den unterschiedlichsten Blogs umschaust, wirst du feststellen, dass es nur sehr wenige Blogger gibt, die stilistisch einwandfrei schreiben und wahre Textkünstler sind. Tipp-, Rechtschreib- und Grammatikfehler schleichen sich in langen Artikeln bei fast jedem mal ein, aber daran stören sich die wenigsten Leser und Leserinnen. Denn diese wollen hauptsächlich für sie nützliche Informationen oder Tipps, die ihnen in ihrer jeweiligen Situation weiterhelfen.

Vor längerer Zeit habe ich eine kleine Artikelserie über Rechtschreibung verfasst, die für die schwierigen Fälle der deutschen Sprache recht nützlich ist.

Tipp Nr. 5: Hole dir Ideen von anderen Bloggern

Natürlich solltest du deine eigenen Texte schreiben. Aber es schadet auch nicht, sich Inspirationen oder Ideen für neue Artikel bei anderen Bloggern zu holen.

Damit du nicht jedes Mal auf deren Websites gehen musst – was schließlich auch Zeit kostet -, kannst du dir die für dich interessanten Blogs in Feedly eintragen. So sieht du die neuesten Posts deiner Lieblingsblogs ohne großen Aufwand zu betreiben.

Da mangelnde Ideen ebenfalls eine Schreibsperre auslösen können, kann es dir helfen, Tipps und Strategien zu finden, die dir den Spaß am Formulieren und Texten wieder bringen.

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Tipp Nr. 6: Überlege nicht lange

Manchmal will man einfach zu viel und traut gar nicht erst anzufangen. Daher verlange nicht zu viel von dir und überlege nicht zu lange. Fange einfach an zu schreiben.

Der Einstieg in einen Text ist immer am schwierigsten. Ist dieser Punkt überwunden, geht das Schreiben eindeutig besser und flüssiger von der Hand. Das stelle ich immer wieder fest.

Und wenn ich den Text fertiggestellt habe, bin ich in den Schreibprozess oft so vertieft, dass ich eine schwache Texteinleitung immer noch optimieren kann.

Tipp Nr. 7: Übertreibe die Recherche nicht

Eine gute Recherche für einen informativen und hochwertigen Blogartikel ist notwendig, sollte aber nicht übertrieben werden.

Wenn du es ganz genau machen willst, kannst du für jeden Text stundenlang recherchieren, die vielen gefundenen Informationen überfordern dich und du weißt nicht, wie du sie alle in deinen Artikel einbauen sollst.

Daher setze dir ein Zeitlimit bei deinen Vorarbeiten. Höchstens 1,5 bis 2 Stunden Recherchearbeit reichen vollkommen.

Tipp Nr. 8: Notiere die wichtigsten Punkte und formuliere sie aus

Was mir schon in einigen Fällen geholfen hat, einen Text doch noch vollenden zu können, ist das Notieren der wichtigsten Inhaltspunkte. Die fange ich an auszuarbeiten, sodass ich also nicht von vorne mit dem Artikel beginne, sondern mittendrin.

Sind die wesentlichen Aussagen des Artikels niedergeschrieben, fällt es dir meist nicht mehr schwer, Einleitung und Fazit zu formulieren.

Tipp Nr. 9: Finde deine optimale „Schreibzeit“

Ein weiterer Grund für eine Schreibblockade kann auch die falsche Tageszeit sein. Vielleicht bist du eher der Typ, der nachmittags oder am Abend seine Schreibkreativität findet und nicht schon am frühen Morgen.

Die ganze Nacht um die Ohren zu schlagen, weil du erst um Mitternacht auf Schreibtouren kommst, und dann noch am Tag arbeiten zu müssen, kann aber auch kontraproduktiv sein und dich auf Dauer auspowern. Es heißt also, einen für dich und deinen Organismus optimalen Arbeitsrhythmus zu finden.

Tipp Nr. 10: Lies viel

Liefere deinem Gehirn Textfutter, indem du viel liest, und zwar so ziemlich alles von Reportagen und Blogartikel, die sich für dein Blogthema eignen, bis hin zu Belletristik wie Romane, Krimis, Gedichte oder Kurzgeschichten.

Damit förderst du deine Kreativität und Ideenfindung. Und du vergrößerst unmerklich deinen Wortschatz, was deinem Schreibstil zugutekommt.

Tipp Nr. 11: Ändere deine Schreibstrategie

Ein weiterer Grund, in einer Schreibsperre zu stecken, mag die angeeignete Schreibstrategie sein. Unter einer Schreibstrategie versteht man vor allem die Herangehensweise an die Texterstellung, die sehr unterschiedlich sein kann und sich aus kleinen Schritten zusammensetzt.

Vielleicht bist du eher der Redakteur, der dazu neigt, seine Texte ausführlich zu überarbeiten. Hast du allerdings eine längere Schreibpause hinter dir und du willst wieder in die regelmäßige Textproduktion reinkommen, solltest du eher zu der Schreibstrategie des spontanen Schreibers wechseln. Denn das Schreiben ohne große Vorplanung und Überlegungen fördert  die schnelle und massenhafte Textproduktion und du legst deine Schreibunlust recht zügig ab.

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Tipp Nr. 12: Laufe dir den Kopf frei

Falls du stundenlang vor dem Bildschirm sitzt und dich regelrecht durch den Schreibprozess quälst, solltest du ihn ganz einfach unterbrechen, rausgehen und dir den Kopf freilaufen. Frische Luft und Bewegung lassen dich von einer erstarrten Tätigkeit abschalten und neue kreative Kraft tanken.

Meist kann man sich nach einer Stunde Sport oder einfach nur Spazierengehen wieder deutlich frischer und zielstrebiger an die PC-Arbeit heranmachen und kommt zu zufriedenstellenden Ergebnissen.

Sport und Bewegung sind ohnehin wichtig, um lange fit und leistungsfähig zu bleiben, wie der Erfahrungsbericht von mir zeigt.

Tipp Nr. 13: Mache dir das Tastaturschreiben leicht

Ich habe mir schon während des Studiums das Schreiben mit 10 Fingern auf der Tastatur beigebracht. Mit entsprechender Literatur geht das ganz einfach und macht zumindest die technische Texterstellung spielerisch leicht.

Allerdings habe ich damals bei meinen Kommilitonen und später bei Kollegen und Kolleginnen gesehen, dass manche das 2-Finger-System für die Computertastatur anwendeten, was ich echt nicht verstehen konnte. Dabei schauten sie beim Tippen abwechselnd auf die Tastatur und auf den Bildschirm.

Ich habe mal versucht, auf diese Art einen Text zu schreiben, nach drei Zeilen war mir speiübel, hauptsächlich vom konzentrierten Starren auf die Tasten.

Wenn man sich das Bedienen der Tastatur so erschwert, dann macht auch das Schreiben wirklich keinen Spaß, weil es viel zu langsam und beschwerlich vonstattengeht.

Ich kann also nur jedem empfehlen, mit allen 10 Fingern auf der Tastatur schreiben zu lernen.

Fazit

Ich hoffe, mit diesen Tipps kommst du wieder in eine langandauernde Produktivphase, was das Erstellen von Blogartikeln angeht. Wie schon am Anfang erwähnt, bin ich auch etwas aus diesem Flow rausgekommen und nun dabei, diese Schreibträgheit abzuschütteln.

So wende ich ein paar dieser Tipps selbst an, wie beispielsweise den To-Do-Plan, also eine Terminliste mit geplanten Artikeln, verkürzter Recherchezeit und dem spontanen Drauflosschreiben.

Auf dem Weg zurück aus dieser Lustlosigkeit solltest du dir nicht so viel Druck machen, denn das kann genauso nach hinten losgehen und du kommst gar nicht mehr ins Schreiben, nur weil du deine Terminliste nicht ganz erfüllen konntest.

(Bild Artikelanfang: ©bluedesign #119139796 /Fotolia.com)

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