Backlinks sind bei Blog­gern, Web­site- und Online­shop­be­trei­bern heiß begehrt, spie­len sie doch immer noch eine wich­ti­ge Rol­le bei der Web­site-Bewer­tung und dem Goog­le-Ran­king.


Wer sei­nen Inter­net­auf­tritt in den Such­ergeb­nis­sen nach vor­ne brin­gen will, soll­te nicht nur effek­ti­ve On-Page-SEO-Maß­nah­men durch­füh­ren, son­dern auch Off-Page-Opti­mie­run­gen nicht ver­nach­läs­si­gen, und dazu gehö­ren nun mal Backlinks.

Doch Backlink ist nicht gleich Backlink. Es gibt gute und schlech­te. In den ver­gan­ge­nen Wochen habe ich mich genau­er auf der Goog­le Search Con­so­le umge­schaut und ent­deckt, dass sich für die­sen Blog so eini­ge schlech­te Rück­ver­lin­kun­gen ange­sam­melt haben, die für das Ran­king mit Sicher­heit nicht gut sein kön­nen.

Als Kon­se­quenz habe ich mir ein Lin­kau­dit ver­ord­net, ein Pro­jekt, das mir kaum Spaß macht, das aller­dings wich­tig ist und eini­ges an Zeit benö­ti­gen wird.

Bei dem Lin­kau­dit gehe ich fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Ich sam­me­le mei­ne Backlinks mit­tels Lin­k­re­ports.
  2. Ich wer­de die gesam­mel­ten Daten berei­ni­gen.
  3. Schließ­lich wer­de ich die Links bewer­ten – ob sie nütz­lich oder schlecht sind.
  4. Dann wer­de ich die Links über das Goog­le Dis­avow Tool ent­wer­ten las­sen.

Aus die­sem Audit wer­de ich eine klei­ne Arti­kel­se­rie erstel­len, in der ich mei­ne Arbeits­schrit­te vor­stel­le.

In die­sem ers­ten Teil wer­de ich zei­gen, was schäd­li­che und was gute Links sind, bevor es in media res geht.

Was ist unter schädlichen Links zu verstehen?

Schlech­te Links wer­den von Goog­le so defi­niert, dass dar­un­ter alle Maß­nah­men fal­len, mit denen Links zu dei­ner Web­site oder aus­ge­hen­de Links von dei­ner Web­site mani­pu­liert wer­den und damit gegen die Goog­le-Richt­li­ni­en ver­sto­ßen.

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Dazu gehö­ren die­se Links:

  • Links von auto­ma­tisch erstell­ten Sei­ten
  • Über­trie­be­ner Linktausch
  • Links aus Foo­tern und Side­bars (also Links, die auf jeder Sei­te erschei­nen)
  • Links in Wid­ge­ts
  • Gekauf­te Links
  • Opti­mier­te Anker­tex­te von Gast­bei­trä­gen
  • Text­an­zei­gen, deren Links auf Dofol­low gestellt sind
  • Links von Arti­kel­ver­zeich­nis­sen, Web­ka­ta­lo­gen und Book­mar­king-Diens­te etc. Die­se Links haben aus der Sicht von Goog­le eine gerin­ge Qua­li­tät, wahr­schein­lich auch des­halb, weil man sehr leicht an die­se Backlinks ran­kommt.
  • Links in Foren­posts, die opti­miert wur­den

Wie erkennt man eine minderwertige Website?

Ent­deckt man einen Backlink auf irgend­ei­ner Web­site und ist sich nicht gleich sicher, wie man die­sen Link qua­li­ta­tiv ein­ord­nen soll, dann sind die fol­gen­den Punk­te zu beach­ten:

  • Wie sieht das Lay­out der Web­site aus? Ist es modern und hat einen pro­fes­sio­nel­len Look oder sieht es eher aus wie Kraut und Rüben? Auch wenn die­ser Punkt hier an ers­ter Stel­le steht, soll­te man erst die ande­ren Kri­te­ri­en her­an­zie­hen, um eine Web­site als unse­ri­ös ein­zu­stu­fen. Denn manch­mal ist ein schlech­tes bzw. ver­al­te­tes Lay­out ein­fach nur die Fol­ge von feh­len­dem Design­ge­spür, was oft bei Hob­by-Web­sites der Fall ist.
  • Sind die Inhal­te optisch gut auf­be­rei­tet, d. h. struk­tu­riert mit Zwi­schen­über­schrif­ten, Auf­zäh­lun­gen, Zita­ten, Bil­dern etc. oder sind die Tex­te eher ein schwer zu lesen­der Buch­sta­ben­klum­pen?
  • Hat es ein Logo oder steht an des­sen Stel­le nur ein simp­ler Schrift­zug?
  • Ver­fügt die Web­site über ein seriö­ses Impres­sum mit ent­spre­chen­den Kon­takt­da­ten oder wird sie anonym betrie­ben?
  • Bie­ten die Arti­kel dem Leser einen Mehr­wert oder fin­det man nur werb­lich for­mu­lier­te Bei­trä­ge?
  • Haben die Bei­trä­ge ver­schie­de­ne Arti­kel­bil­der oder wie­der­holt sich oft das­sel­be Bild?
  • Geht es in dem Blog um ein fest umris­se­nes The­ma oder besteht es aus einem Sam­mel­su­ri­um an The­men?
  • Sind die Links in den Bei­trä­gen nütz­lich oder ver­ste­cken sich dahin­ter eher Wer­be­links oder gekauf­te Links?
  • Wird die Web­site gepflegt und fin­det man regel­mä­ßig neue Inhal­te bzw. Bei­trä­ge vor oder sieht sie eher aus wie ein ver­nach­läs­sig­ter Text­fried­hof?
  • Sind in den Sei­ten­leis­ten und im Foo­ter kei­ne exter­nen Links vor­han­den oder ste­hen dort auf­fäl­li­ge Key­word-Links?
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Trifft bei die­sen auf­ge­zähl­ten Punk­ten eher die zwei­te Vari­an­te zu, dann soll­test du kri­tisch sein und die­se Web­site als nicht seri­ös ein­stu­fen.

Auch Foren­links sind oft frag­wür­dig, so kann man schlech­te Links dar­an erken­nen, dass der User oft ein Key­word-Link setzt, kaum auf ande­re User­bei­trä­ge ant­wor­tet und/​oder selbst kei­ne sinn­vol­len Foren­bei­trä­ge ver­fasst.

Wie sehen gute Links aus?

Gute Links soll­ten den Lese­rin­nen und Lesern des Arti­kels einen Mehr­wert oder eine Emp­feh­lung lie­fern. Vor allem soll­ten sie so aus­se­hen, dass man nicht gleich denkt, dass sie nicht echt sind bzw. gekauft oder getauscht wur­den.

Und ein Backlink erfüllt vor allem dann sei­nen Zweck, wenn er dir guten Traf­fic, also ver­mehrt Web­site-Besu­cher, bringt.

An gute Backlinks kommt man nicht sehr ein­fach her­an. Wenn dei­ne Web­site oder dein Blog hoch­wer­ti­ge und belieb­te Inhal­te anbie­tet, die die User inter­es­sie­ren und brau­chen, dann dürf­ten mit der Zeit Ver­lin­kun­gen von ande­ren Web­sites ent­ste­hen.

Erzwin­gen soll­te man sie jeden­falls nicht und das Ziel eines jeden Blog­gers soll­te es sein, Con­tent für sei­ne Leser/​innen zu schrei­ben und nicht, um an Backlinks zu kom­men. In den heu­ti­gen Social-Media-Zei­ten sind daher Likes und Shares in den Netz­wer­ken eher der Fall als Backlinks von ande­ren Web­sites.

Ausblick

Für mich heißt es jetzt an die Arbeit zu gehen und mei­ne Backlinks genau zu sich­ten und her­un­ter­zu­la­den.

Für das Auf­fin­den von Backlinks gibt es zahl­rei­che kos­ten­lo­se Backlink­tools und auch kos­ten­pflich­ti­ge, wie z. B. Ahrefs und SEM­rush.

Ich selbst nut­ze Goog­le Search Con­so­le, um mei­ne Backlinks her­un­ter­zu­la­den. Wie das von­stat­ten­geht, wer­de ich im zwei­ten Arti­kel der Serie erläu­tern.