Als Blogger fühlt man sich oft in einer nicht enden wollenden Arbeitsschleife: Artikelthema recherchieren, Artikel schreiben, interne und externe Verlinkungen setzen, den Blogartikel mit Bildern aufbereiten, falls nötig, und zum Schluss den Artikel veröffentlichen.


Und danach geht das gleiche wieder von vorne los. Andere Tätigkeiten wie Newsletter aufsetzen und versenden, Social-Media-Kanäle betreuen oder Gastartikel für andere Blogs schreiben verlangen ebenfalls volle Konzentration.

Irgendwie bekommt man nach einer Zeit das Gefühl – jedenfalls geht es mir so – dass man aus dieser Arbeitsschleife nicht mehr ausbrechen kann bzw. dass es nicht möglich ist, sein Arbeitspensum zu steigern, also mehr Artikel zu liefern, eventuell kostenpflichtige Ebooks zu verfassen, einen Online-Kurs anzubieten oder Webinare zu halten, um weitere Einnahmequellen für sein Blog zu eröffnen.

Denn unsere Zeit und Leistungsfähigkeit ist begrenzt, sodass eine Leistung von zwei bis drei Artikeln pro Tag schon sehr viel ist. Nur wenige Blogger schaffen das.

Doch wie kann ich meine Arbeitsleistung für mein Blog steigern? Es geht also um das mögliche Skalieren des Blogs.

Definition von Skalierbarkeit

Skalieren bzw. Skalierbarkeit hat unterschiedliche Bedeutungen. In Bezug auf ein Geschäftsmodell bedeutet es, dass ein Unternehmen finanziell und von seiner Konzeption so aufgestellt ist, dass es sich im Laufe der Zeit vergrößern kann. Wer mehr Aufträge erhält, kann einen höheren Gewinn erzielen und damit auch mehr Personal einstellen, was die Skalierbarkeit ebenfalls weiter vorantreibt.

Doch nicht jedes Geschäftsmodell ist skalierbar. Daher stellt sich die Frage, ob sich ein Blog spürbar skalieren lässt.

Dein Blog skalieren

Ich denke schon, dass ein Blogger sein Geschäftsmodell Blog erweitern kann, dafür müssen bestimmte Aufgaben an Externe abgegeben oder so automatisiert werden, dass sie deutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen.

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Texte schreiben:
Will man seine Textproduktivität erhöhen, bleibt einmal die Möglichkeit, sich einen ToDo-Plan zu erstellen und diesen strikt einzuhalten. Kommt man mit der Textlieferung nicht nach, heißt es, solange zu arbeiten, bis der Text fertig ist, und zusätzlich seine Textproduktionszeit zu verkürzen. Doch das erfordert ein gewisses Geschick.

Diese Routine gewinnst du nur, wenn du konsequent pro Woche mehrere Beiträge schreibst, dich von nichts anderem ablenken lässt und dich ausschließlich aufs Schreiben konzentrierst. Kommt irgendwann eine Schreibblockade über dich, kannst du ihr mit verschiedenen Tipps auch wieder entkommen.

Texte, für die du nicht allzu viel an Recherche und Schreibaufwand betreiben musst, sind Interviews. Du erstellst vorab einen Fragenkatalog, versendest ihn an deinen Interviewpartner, der diese Fragen dann schriftlich beantworten kann. So bleibt nur noch das Korrekturlesen vor der Veröffentlichung als schnell zu erledigender Arbeitsschritt. Versuche also, an interessante Gesprächspartner zu kommen, die bereit sind, für einen Blogpost Frage und Antwort zu stehen.

Wer dennoch mit seiner Textproduktivität nicht zufrieden ist, kann sich kostenpflichtige Hilfe in Gestalt von einem oder mehreren Textern holen. Gastartikel von anderen Bloggern erhöhen ebenfalls die Lieferfrequenz von Blogartikeln.

Automatisierungsprozesse festlegen:
Falls du auf deinem Blog einen Newsletter versendest und möglicherweise auch eigene digitale Produkte verkaufst oder Affiliate-Produkte bewirbst, dann solltest du dir überlegen, sogenannte Marketing Automation Tools einzusetzen, mit deren Hilfe du komplexe Kampagnen für deine Newsletter-Empfänger und potenziellen Kunden erstellen kannst.

Anhand von Workflows lassen sich Automatisierungsereignisse auf der Basis von Benutzerverhaltens festlegen, die dann im nächsten Schritt zu Aktionen führen, die mit definierten Bedingungen verknüpft sind.

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Um deine Aktionen stärker zielgerichtet zu erstellen, kannst du auch Filter einsetzen. Solche Marketingautomatisierungstools bieten mittlerweile zahlreiche E-Marketing-Lösungen an.

Vereinfacht gesagt basiert diese Automatisierung auf einer Wenn-Dann-Logik, was heißt, wenn bestimmte Bedingungen zutreffen, wird eine zugeordnete Aktion ausgelöst.

Beispiel: Meldet sich ein neuer User für den Newsletter an, bekommt er für ihn bestimmte Informationen zugesendet. Falls du digitale Produkte verkaufst, kannst du User, die einen Kauf noch nicht abgeschlossen haben, durch eine automatisierte E-Mail darauf hinweisen und in diese Mail zusätzlich vergünstigte Produkte hinweisen.

Diese Aktionen lassen sich unbegrenzt ausbauen, also skalieren.

Social Media:
Social Media Tätigkeiten lassen sich auch entweder an externe Dienstleister auslagern oder von dir selbst automatisieren. So kannst du dir an einem Tag in der Woche deine Social Media Meldungen auf Facbook, Twitter und Google+ zusammenstellen und die Freischaltung der Meldungen auf die ganze Woche verteilen. Diese Terminplanung lässt sich sehr einfach mit einem Social-Media-Marketing-Tool wie Hootsuite umsetzen. Somit musst du dich nicht jeden Tag mit Social Media auseinandersetzen, was wirklich zeitraubend sein kann.

An diesen Beispielen zeigt es sich, dass man seine eigene Leistungsfähigkeit als Blogger erhöhen kann, auch wenn man ein Ein-Mann- oder Eine-Frau-Unternehmen bleibt. Aber irgendwann stößt man als Einzelperson trotzdem an seine Grenzen, denn schließlich kann ein Mensch allein nicht so viel arbeiten wie schon zwei Arbeitskräfte, die die doppelte Leistung erbringen können.

Kooperationen:
Einfacher dürfte es sein, seine Reichweite zu erhöhen, indem man mit anderen Blogs, die über ähnliche oder ergänzende Themen bloggen, kooperiert, indem man z. B. gemeinsame Aktionen startet, wie die Planung eines Online-Kurses, für den man zusammen Inhalte erstellt.

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Fazit

Skalierbarkeit wird heute als ein Faktor angesehen, der einem Geschäftsmodell zu eigen sein sollte, damit es Chancen auf Wachstum und höhere Einnahmen hat.

Ein Blog zu skalieren ist nicht so einfach, vor allem wenn man ihn weiterhin als Ein-Mann-Unternehmen betreibt. Über Automatisierung und sich entwickelnde Routine in bestimmten Arbeitsprozessen hat man die Möglichkeit, mehr Leistung zu erbringen, was mit Sicherheit dem Blogwachstum zugutekommt. Doch um die Skalierbarkeit deutlich zu steigern, müssen die personellen Ressourcen erhöht werden.

(Bildquelle Artikelanfang: ©Trueffelpix #118965855 /Fotolia.com)

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