Wer sich einen Blog oder eine Web­site mit Wor­d­Press erstellt, steht recht schnell vor der Ent­schei­dung, ob er ein kos­ten­lo­ses oder ein kos­ten­pflich­ti­ges The­me bzw. Tem­pla­te ver­wen­det.


Vie­le Ein­stei­ger oder Anfän­ger wer­den ein kos­ten­lo­ses The­me ein­set­zen, da Wor­d­Press selbst in sei­nem The­mes Direc­to­ry meh­re­re Tau­send The­mes zum Gra­tis-Down­load den Usern bereit­stellt.

Und dort befin­den sich vie­le gute kos­ten­lo­se Wor­d­Press-The­mes mit moder­nem respon­si­vem Lay­out, die für vie­le Blogs oder Web­sites ihren Zweck durch­aus erfül­len.

Vor- und Nachteile von kostenlosen WordPress-Themes

Doch nicht nur Wor­d­Press stellt kos­ten­lo­se The­mes als Down­load zur Ver­fü­gung, auch eini­ge Platt­for­men und Ent­wick­ler geben Gra­tis-The­mes raus, sozu­sa­gen als Wer­bung für ihre Pre­mi­um-The­mes, wie z. B. Elma­stu­dio, deren kos­ten­lo­se The­mes eben­falls im The­mes Direc­to­ry von Wor­d­Press vor­zu­fin­den sind.

Vorteile von kostenlosen WordPress-Themes

  • Sie kos­ten nichts.
  • Du kannst sie mit einem Klick schnell über dein Wor­d­Press-Dash­board instal­lie­ren. Du fin­dest die The­mes aus dem Direc­to­ry in dei­ner Wor­d­Press-Instal­la­ti­on. Wenn du auf Design -> The­mes klickst und dort auf „Neu­es The­me hin­zu­fü­gen“, gelangst du zu den The­mes, die in „Vor­ge­stellt“, „Popu­lär“, „Neu­es­te“ und „Favo­ri­ten“ unter­teilt sind. Über die Fil­ter­funk­ti­on kannst du nach The­me-Namen suchen sowie über die Ein­stel­lung „Nach Funk­tio­nen fil­tern“ nach bestimm­ten Funk­tio­nen wie Bar­rie­re­frei­heit oder Ras­ter­lay­out fil­tern.
  • Falls dir ein The­me nicht gefällt, kannst du dir ein ande­res instal­lie­ren, akti­vie­ren und prü­fen, wie es live auf dei­ner Website/​deinem Blog aus­sieht.


Bild: The­mes-Über­sicht im Wor­d­Press-Dash­board

Nachteile von kostenlosen WordPress-Themes

Wo Licht ist, ist auch Schat­ten. Kos­ten­lo­se Wor­d­Press-The­mes haben vor allem fol­gen­de Nach­tei­le:

  • Die The­mes besit­zen nicht vie­le Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten im Gegen­satz zu den kos­ten­pflich­ti­gen Pre­mi­um-The­mes, die über umfang­rei­che The­me-Ein­stel­lun­gen für Hea­der, Con­tent und Foo­ter sowie Buil­der Ele­men­te und eige­ne Inhalts­ty­pen wie u. a. Port­fo­lio, Team, Tes­ti­mo­ni­als, FAQs etc. ver­fü­gen.
  • Es gibt kei­nen Sup­port, falls du mal Unter­stüt­zung bei den Ein­stel­lun­gen bräuch­test. Hil­fe fin­dest du höchs­tens in den ent­spre­chen­den Wor­d­Press-Foren.
  • Oft ist in den The­mes ein sicht­ba­rer Link zu den Ent­wick­lern ent­hal­ten, der nicht ent­fernt wer­den kann.
  • Es kann sein, dass die The­mes nicht mehr wei­ter­ent­wi­ckelt oder upge­da­tet wer­den, was zu Kom­pa­ti­bi­li­täts­schwie­rig­kei­ten mit neu­en Wor­d­Press- und Plug­in­ver­sio­nen und zu Sicher­heits­lü­cken füh­ren kann.
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Die mit­ge­lie­fer­ten Stan­dard­the­mes von Wor­d­Press wie Twen­tyt­wen­ty oder Twen­ty­ni­ne­teen wer­den meist über lan­ge Zeit aktua­li­siert. Wer also ein kos­ten­lo­ses The­me, das regel­mä­ßig aktu­ell gehal­ten wird, nut­zen will, soll­te auf die­se The­mes set­zen. Es gibt genü­gend Plugins, mit denen man wei­te­re Lay­out-Funk­tio­na­li­tä­ten hin­zu­fü­gen kann.

Vor- und Nachteile von kostenpflichtigen WordPress-Themes

Ich selbst bevor­zu­ge kos­ten­pflich­ti­ge The­mes, weil sie über mehr Fea­tures ver­fü­gen als kos­ten­lo­se. Mit die­sen Funk­tio­nen kann man sich – was das Lay­out angeht – so rich­tig schön aus­to­ben und erspart sich auch ein paar Plugins.

Was die Kos­ten angeht: Für ein hoch­wer­ti­ges Pre­mi­um-The­me sind zwi­schen ca. 20 und 65 Euro zu zah­len, Schwan­kun­gen nach oben und unten vor­be­hal­ten.

Es gibt im Inter­net zahl­rei­che Platt­for­men, auf denen du hoch­wer­ti­ge Pre­mi­um-The­mes kau­fen kannst. Die wich­tigs­ten Anbie­ter habe ich auf die­ser Über­sichts­sei­te über Pre­mi­um-The­mes zusam­men­ge­stellt, mei­ne Lieb­lings-The­mes gibt es bei Theme­fo­rest, wie z. B. Ava­da, Enfold oder News­pa­per.

Ein wei­te­res sehr belieb­tes kos­ten­pflich­ti­ges The­me ist Divi von Ele­gant The­mes, das mit einem intui­ti­ven Visu­al Edi­tor, fer­ti­gen Web­site-Tem­pla­tes und vie­len Funk­ti­ons­mo­du­len aus­ge­stat­tet ist.

Builder-Elemente von Avada

Bild: Buil­der-Ele­men­te-Über­sicht vom Ava­da-The­me

Vorteile von kostenpflichtigen Themes

  • Pre­mi­um The­mes sind meist sau­ber pro­gram­miert und ver­fü­gen über vali­den Code, der die Sei­te in allen Brow­sern (fast) gleich aus­se­hen lässt.
  • Pre­mi­um-The­mes ver­fü­gen über vie­le Desi­gnein­stel­lun­gen und Funk­tio­na­li­tä­ten, wie z. B. einen eige­nen Ver­wal­tungs­be­reich, Buil­der Ele­men­te, einen inte­grier­ten Page Buil­der und ver­schie­de­ne Inhalts­ty­pen wie FAQs, Port­fo­lio, Tes­ti­mo­ni­al etc.
  • Mitt­ler­wei­le haben vie­le Pre­mi­um-The­mes einen Front Edi­tor, mit dem las­sen sich Lay­outs und Anpas­sun­gen direkt auf der Front- bzw. Ansichts­sei­te erstel­len. Vor­teil: Man sieht gleich das Gestal­tungs­er­geb­nis und muss nicht mehr vom Backend auf das Front­end schal­ten.
  • Man­che Pre­mi­um-The­mes ermög­li­chen es sogar, gan­ze Sei­ten­tem­pla­tes anzu­le­gen und abzu­spei­chern. Die­se Tem­pla­tes kann man immer wie­der ein­set­zen, so spart man sich eine gehö­ri­ge Por­ti­on Zeit bei der Web­site-Erstel­lung.
  • Hat man Pro­ble­me mit einem Fea­ture oder einer Ein­stel­lung, dann hat man die Mög­lich­keit, sich an den Sup­port wen­den. Zahl­rei­che Ent­wick­ler­teams bie­ten einen aus­ge­zeich­ne­ten Hel­pdesk, der sehr schnell auf Anfra­gen ant­wor­tet.
  • Pre­mi­um-The­mes wer­den regel­mä­ßig wei­ter­ent­wi­ckelt und upge­da­tet. Bei­spiels­wei­se bekommt man als Kun­de von Theme­Fo­rest eine Mail, sobald ein gekauf­tes The­me in einer neu­en Ver­si­on vor­liegt.
  • Die Lay­out-Gestal­tung ist sehr viel­sei­tig, sodass das Erschei­nungs­bild des Blogs oder der Web­site kaum ein zwei­tes Mal anzu­tref­fen ist.
  • Sehr vie­le kos­ten­pflich­ti­ge The­mes ver­fü­gen über inte­grier­te SEO-Funk­tio­na­li­tä­ten, sodass man nicht unbe­dingt ein SEO-Plugin instal­lie­ren muss.
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Nachteile von kostenpflichtigen Themes

So vie­le Vor­tei­le sie haben, Nach­tei­le gibt es auch bei Pre­mi­um-The­mes.

  • Da man so vie­le Funk­tio­nen in dem The­me vor­fin­det, kann man als Anfän­ger schnell über­for­dert sein und benö­tigt eine län­ge­re Ein­ar­bei­tungs­zeit.
  • Der Sup­port läuft meis­tens auf Eng­lisch ab. Das heißt, man soll­te schon über ent­spre­chen­de Eng­lisch­kennt­nis­se ver­fü­gen, auch wenn es mög­lich ist, Anfra­gen und Sup­port-Ant­wor­ten in Über­set­zungs­tools wie z. B. Deepl über­set­zen zu las­sen.
  • Die Pre­mi­um-The­mes kos­ten Geld, mit ca. 50 Euro soll­te man rech­nen. Meis­tens darf man ein The­me nur für eine Web­site ver­wen­den, sodass für wei­te­re Web­sites wie­der The­me-Kos­ten anfal­len.
  • Der kos­ten­lo­se Sup­port ist in dem The­me ent­hal­ten. Nach einer bestimm­ten Frist (meis­tens 6 Mona­te) muss man einen Betrag nach­zah­len oder noch­mals eine The­me-Lizenz kau­fen, um wie­der den Sup­port nut­zen zu kön­nen.
  • Die prak­ti­schen Page Buil­der fügen einen Short­code in Sei­ten und Blog­ar­ti­kel ein, der von The­me zu The­me unter­schied­lich ist. Will man irgend­wann auf ein neu­es The­me umstei­gen, muss man den Page-Buil­der-Short­code des alten The­mes aus allen Sei­ten und Bei­trä­gen löschen. Das kann eine zeit­auf­wän­di­ge Arbeit sein, vor allem wenn man den Buil­der in Blog­bei­trä­gen ver­wen­det hat. Wenigs­tens davon soll­te man als Blog­ger abse­hen.
  • Der auf­ge­bläh­te Code wirkt sich nach­tei­lig auf die Lade­zeit der Web­site aus.

Fazit

Ob nun kos­ten­lo­ses oder kos­ten­pflich­ti­ges The­me – die Ent­schei­dung ist nicht immer leicht, auch wenn Pre­mi­um-The­mes deut­lich mehr Vor­tei­le als Gra­tis-The­mes haben. Den­noch soll­te man nicht unbe­dingt ein kos­ten­pflich­ti­ges The­me ein­set­zen.

Wer gera­de dabei ist, Wor­d­Press ken­nen­zu­ler­nen und sich mit The­mes näher beschäf­ti­gen will, soll­te bes­ser auf ein ein­fa­ches Gra­tis-The­me zugrei­fen, da sie ein­fa­cher zu bedie­nen sind und man nicht gleich über­for­dert ist. Auch für pri­va­te Blogs reicht meist ein kos­ten­lo­ses The­me aus.

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Für Unter­neh­mer-Web­sites oder geschäft­li­che Blogs soll­te es doch etwas mehr sein, hier emp­fiehlt sich ein pro­fes­sio­nel­les Pre­mi­um-The­me. Die­ses wird regel­mä­ßig wei­ter­ent­wi­ckelt, die Web­site lässt sich damit viel schnel­ler und ein­fa­cher umset­zen und sieht pro­fes­sio­nell aus.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © 200degrees/Pixabay.com)