Wenn man eine eige­ne Web­site plant, soll­te man nicht beim Design begin­nen. Ein Online­auf­tritt kann noch so krea­tiv gestal­tet sein, ohne nach­voll­zieh­ba­re Struk­tur bleibt er erfolg­los. Genau des­halb soll­te man sich genü­gend Zeit für die Aus­ar­bei­tung einer zweck­mä­ßi­gen Sei­ten­struk­tur – der soge­nann­ten Sitemap – neh­men.


Die fol­gen­den 5 Tipps zei­gen, wor­auf man bei der Struk­tu­rie­rung einer Web­site ach­ten soll­te.

Warum ist die Seitenstruktur wichtig?

Die sinn­vol­le Sei­ten­struk­tur einer Web­site ist aus zwei Grün­den wich­tig. Zum einen stei­gert sie die Benut­zer­freund­lich­keit. Zum ande­ren wirkt sie sich posi­tiv auf die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung aus. Vor allem in Zei­ten der mobi­len Inter­net­nut­zung spielt die User­freund­lich­keit eine wesent­li­che Rol­le. Web­sit­ein­hal­te müs­sen dem­nach so prä­sen­tiert wer­den, dass sich Nut­zer gut zurecht­fin­den.

Eine nach­voll­zieh­ba­re Glie­de­rung kommt nicht nur den Usern, son­dern auch den Such­ma­schi­nen-Craw­lern zugu­te. Craw­ler kön­nen die Inhal­te bes­ser ver­ste­hen sowie zuord­nen und so erhö­hen sich die Chan­cen auf ein ver­bes­ser­tes Ran­king in den Such­ergeb­nis­sen. Zudem senkt eine sinn­vol­le Sei­ten­struk­tur die soge­nann­te Absprung­ra­te (Boun­ce Rate). User ver­blei­ben also in der Regel län­ger auf einer Web­site, wenn sie sich schnell und unkom­pli­ziert ori­en­tie­ren kön­nen.

Seitenstruktur gestalten – so geht’s!

Bevor man die Sei­ten­struk­tur einer Web­site plant, soll­te man sich immer eines vor Augen hal­ten: Beim gesam­ten Auf­bau der Inter­net­sei­te geht es dar­um, dem Besu­cher einen mög­lichst ange­neh­men Auf­ent­halt zu ermög­li­chen. Für User soll­te die Web­site so über­sicht­lich gestal­tet sein, dass sie so lan­ge wie mög­lich blei­ben und bes­ten­falls in Zukunft wie­der zurück­keh­ren. Die fol­gen­den 5 Tipps für eine sinn­vol­le Sei­ten­struk­tur ermög­li­chen das.

1. Grundlegende Struktur festlegen

Auf dem Weg zu einer logi­schen Struk­tu­rie­rung der eige­nen Web­site soll­te man sich zunächst über ein paar grund­le­gen­de Punk­te Gedan­ken machen:

  • Sinn und Zweck des Online­auf­tritts: Jeder ein­zel­ne Bau­stein der Inter­net­sei­te soll­te sich an der zugrun­de­lie­gen­den Ziel­set­zung ori­en­tie­ren. So ist z. B. ein Online-Shop dar­um bemüht, die jewei­li­gen Pro­duk­te auf der Sei­te zu ver­kau­fen. Die gesetz­ten Zie­le soll­ten also stets beim Auf­bau und Design der Web­site berück­sich­tigt wer­den.
  • Ziel­grup­pe der Web­site: Web­sei­ten-Betrei­ber soll­ten wis­sen, wen sie mit ihrer Inter­net­sei­te anspre­chen möch­ten. Egal, ob kom­mer­zi­el­les oder infor­ma­ti­ves Ange­bot: Nur wer sei­ne User wirk­lich kennt, kann die Sei­te dem­entspre­chend auf sie abstim­men.
  • Inhal­te der Inter­net­sei­te: Der Con­tent bzw. der Inhalt der Web­site soll­te genau­so an die gesteck­ten Zie­le ange­passt wer­den. Man soll­te sich daher bei allen Inhal­ten fra­gen, ob die­se für den Online­auf­tritt wirk­lich von Nut­zen sind.
Lesen  Firmenwebsites erstellen mit MAGIX Webdesigner 11

2. Navigation zweckmäßig gestalten

Sobald man sich über die Bedeu­tung der Inter­net­sei­te, die man ins Leben rufen möch­te, bewusst ist, geht es an die Navi­ga­ti­on – dem Schlüs­sel zur Benut­zer­freund­lich­keit. Wenn die Navi­ga­ti­on stimmt, kön­nen sich User zügig durch die Struk­tur der Web­site kli­cken und so das fin­den, wonach sie suchen. Die Navi­ga­ti­on bie­tet dem User also bes­ten­falls einen logi­schen Weg zu ein­zel­nen, von ihm gesuch­ten Inhal­ten. Wich­tig dabei ist, dass…

  • …die Web­site nicht in zu vie­le Ebe­nen geglie­dert ist, damit eine kla­re Struk­tur erhal­ten bleibt. Drei Ebe­nen sind meis­tens am sinn­volls­ten (z. B. Ebe­ne 1: Haus­tie­re, Ebe­ne 2: Kat­zen, Hun­de und Nage­tie­re, Ebe­ne 3: Fut­ter­mit­tel und Spiel­zeug).
  • …alle Haupt­ka­te­go­rien auf die ers­te Ebe­ne d.h. die Start­sei­te ver­linkt wer­den.
  • …User – zur bes­se­ren Ori­en­tie­rung — immer wis­sen, auf wel­cher Ebe­ne und in wel­cher Kate­go­rie sie sich gera­de befin­den. Es emp­fiehlt sich daher die Ver­wen­dung der prak­ti­schen Brot­krü­mel­na­vi­ga­ti­on – so kann der Nut­zer den aktu­el­len Pfad genau nach­voll­zie­hen (z. B. Home > Bücher > Roma­ne).

3. Keyword-Analyse durchführen

Um eine Web­site logisch glie­dern zu kön­nen, muss man die wich­tigs­ten Such­be­grif­fe und ‑phra­sen (Key­words), die User bei Goog­le und Co. ein­ge­ben, her­aus­fin­den. Die Sei­te kann näm­lich nur dann in den Such­ergeb­nis­sen ran­ken, wenn sie rele­van­te Key­words beinhal­tet. Soll­te man bei regel­mä­ßi­gen Key­word-Recher­chen auf neue Such­be­grif­fe sto­ßen, ist es wich­tig, die­se in jedem Fall zu berück­sich­ti­gen.

Falls die neu­en Key­words kei­nen bestehen­den Kate­go­rien auf der Web­site zuge­ord­net wer­den kön­nen, erstellt man am bes­ten neue Kate­go­rien­sei­ten oder Lan­ding­pa­ges. So bleibt die Inter­net­sei­te immer auf einem aktu­el­len Stand. Soll­ten die Ände­run­gen nicht ange­zeigt wer­den, kann es sein, dass der Brow­ser- Spei­cher­platz (Cache) über­füllt ist. Damit man die aktua­li­sier­ten Inhal­te sieht, muss man also von Zeit zu Zeit auch den vol­len Cache lee­ren.

Lesen  Dein erster Blog: Vom Blogthema bis zum ersten Beitrag

4. Interne Verlinkungen setzen

Zu einem erfolg­rei­chen Sei­ten­auf­bau zäh­len – neben der aus­ge­klü­gel­ten Navi­ga­ti­on – inter­ne Text­ver­lin­kun­gen. Wenn man mit­ein­an­der ver­wand­te Sei­ten ver­knüpft, kommt das nicht nur den Web­site­be­su­chern, son­dern auch der Such­ma­schi­ne zugu­te.

Leser pro­fi­tie­ren, weil sie durch die Ver­lin­kun­gen ganz ein­fach wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zum jewei­li­gen The­ma fin­den. Goog­le und Co. zeigt man außer­dem, wie die ein­zel­nen Unter­sei­ten zusam­men­hän­gen und wel­che davon beson­ders rele­vant sind. So ist die Wahr­schein­lich­keit grö­ßer, dass man ein gutes Ran­king erzielt.

5. URL-Struktur verbessern

Die pas­sen­de URL-Struk­tur spielt bei der sinn­vol­len Web­site­ge­stal­tung eine genau­so wich­ti­ge Rol­le. Sie kann dazu bei­tra­gen, dass das Craw­len der Such­ma­schi­nen ver­bes­sert wird. Einer­seits wer­den URLs näm­lich oft ver­linkt und ande­rer­seits wer­den sie in den Such­ergeb­nis­sen ange­zeigt bei­spiels­wei­se im Snip­pet zwi­schen Doku­ment-Titel und Descrip­ti­on. Eine opti­ma­le URL-Struk­tur…

  • …ist kurz und prä­gnant. So bleibt sie bes­ser in Erin­ne­rung und bie­tet dem Nut­zer Ori­en­tie­rung.
  • …beinhal­tet kei­ne unnö­ti­ge Füll­wör­ter (z. B. Prä­po­si­tio­nen wie in, am, um).
  • …umfasst weder Son­der­zei­chen (z. B. é) noch Umlau­te. Die­se kön­nen näm­lich bei Sei­ten­auf­ru­fen aus dem Aus­land zu beträcht­li­chen Pro­ble­men füh­ren. Sie sind näm­lich nicht auf allen Tas­ta­tu­ren zu fin­den. Umlau­te wer­den in der URL abge­wan­delt: Ä wird zu ae, ö wird zu oe und ü wird zu ue.
  • …ent­hält wich­ti­ge Key­words. Falls meh­re­re Key­words bzw. Key­word-Kom­bi­na­tio­nen in der URL ein­ge­baut wer­den müs­sen, soll­ten die­se durch einen Bin­de­strich von­ein­an­der getrennt wer­den.

Fazit

Bei der Web­siteer­stel­lung ist eine sinn­vol­le Sei­ten­struk­tur sehr wich­tig. Sie wirkt sich sowohl auf Benut­zer­freund­lich­keit als auch Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung posi­tiv aus. Im bes­ten Fall sto­ßen User auf der Sei­te auf das, wonach sie suchen. Zudem wird die Sei­te von Goog­le und Co. schnell gefun­den und als rele­vant ein­ge­stuft. Die­se 5 Tipps hel­fen bestimmt, die eige­ne Web­site effek­tiv zu struk­tu­rie­ren.

Lesen  10 Storytelling-Gebote für ein erfolgreiches Onlinebusiness 2020

Autoren­be­schrei­bung: Vin­cen­zo Car­bo­ne

V. CarboneVin­cen­zo ist Chief Admi­nis­tra­ti­ve Offi­cer beim Web­hos­ter Host­star – Mul­ti­me­dia Net­works und lei­tet den admi­nis­tra­ti­ven Ablauf im Betrieb.

Das Unter­neh­men betreibt rund 500 Ser­ver in meh­re­ren moder­nen Rechen­zen­tren und betreut der­zeit an den bei­den Stand­or­ten Frau­brun­nen (CH) und Ird­ning (AT) mehr als 80.000 Kun­den.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © kreatikar/Pixabay.com)