Ganz wich­tig für einen Blog­be­trei­ber sind die Back­ups, also die Daten­si­che­run­gen der Wor­d­Press-Instal­la­ti­on und der Daten­bank. Lei­der ver­gisst man das sehr ger­ne, solan­ge der Blog rund läuft und er nicht gehackt wird.


Gibt es dann doch mal einen Crash oder die Sei­te ist mit Mal­wa­re infi­ziert wor­den, bereut man sei­ne Back­up-Nach­läs­sig­keit. Viel­leicht mei­den eini­ge Blog­ger die­ses unspan­nen­de The­ma, weil sie hin­ter der Siche­rung einen unnö­ti­gen Zeit­auf­wand ver­mu­ten oder es ihnen zu kom­pli­ziert erscheint.

Dabei ist eine regel­mä­ßi­ge Back­up-Erstel­lung ziem­lich ein­fach, auch durch die Ver­wen­dung von spe­zi­el­len Back­up-Plugins für Wor­d­Press. In die­sem Bei­trag stel­le ich das Back­up-Plugin BackW­Pup vor, das es ein­mal in einer kos­ten­lo­sen Ver­si­on gibt als auch in einer kos­ten­pflich­ti­gen ab 60 Euro, die mehr Fea­tures ent­hält. Den­noch bie­tet die Gra­tis-Ver­si­on alle nöti­gen Funk­tio­nen, um auto­ma­ti­sche Back­ups von Datei­en und Daten­bank durch­füh­ren zu kön­nen.

Die kos­ten­lo­se Ver­si­on von BackW­Pup kön­nen Sie hier her­un­ter­la­den. Die Instal­la­ti­on ver­läuft genau­so wie bei allen ande­ren Wor­d­Press-Plugins.

Nach der Plugin-Akti­vie­rung fin­det sich im Wor­d­Press-Dash­board in der lin­ken Sei­ten­spal­te ein eige­ner Menü­punkt “BackW­Pup” mit meh­re­ren Unter­punk­ten.

Was kann BackWPup?

Bevor ich zei­ge, wie Sie eine Siche­rungs­rou­ti­ne mit dem Plugin ein­rich­ten, gehe ich noch auf die Funk­tio­nen bzw. Fea­tures der Gra­tis-Ver­si­on von BackW­Pup ein.

Die wich­tigs­ten Funk­tio­nen von BackW­Pup:

  • Voll­stän­di­ge Daten­si­che­rung der Wor­d­Press-Instal­la­ti­on
  • Voll­stän­di­ge Daten­bank­si­che­rung
  • Über­prü­fung und Opti­mie­rung der Daten­bank
  • Wor­d­Press XML-Export
  • Erstel­lung einer .txt-Datei der instal­lier­ten Plugins
  • Ver­wal­tung der Back­up-Archi­ve
  • Ver­wal­tung der Log-Datei­en
  • Auf­trags­er­stel­lung über WP-Cron, URL, WP-CLI und manu­ell
  • Log-Report per E‑Mail
  • Daten­si­che­rung per E‑Mail
  • Daten­si­che­rung zu S3-Dienst­leis­tern wie Ama­zon S3, Goog­le Sto­rage, Host­eur­o­pe Cloud Sto­rage und Dream Host Cloud Sto­rage
  • Daten­si­che­rung zu Drop­box
  • Daten­si­che­rung zu Sug­ar­Sync
  • Daten­si­che­rung auf FTP-Ser­ver
  • Daten­si­che­rung auf dem eige­nen Webs­pace

Wie man sieht, bringt auch die Gra­tis-Ver­si­on vie­le nütz­li­che Fea­tures mit. Und auch das Ein­rich­ten eines Back­ups geht recht schnell.

Erstellung eines vollständigen Backups

Vor­ab ist noch zu erwäh­nen, dass Sie mit dem Plugin meh­re­re Auf­trä­ge ein­rich­ten kön­nen, z. B. eine Daten­bank­si­che­rung ein­mal pro Woche oder mehr­mals pro Woche, je nach­dem wie aktiv Sie in Ihrem Blog sind, und eine voll­stän­di­ge Siche­rung mit Datei­en alle zwei Wochen.

Denn wenn Sie vie­le Bei­trä­ge schrei­ben und kaum oder kei­ne Bil­der dafür ver­wen­den, dann fal­len eben an der Daten­bank durch die neu­en Daten­sät­ze häu­fi­ger Ände­run­gen an als an den Datei­en.

Als Bei­spiel rich­te ich nun ein voll­stän­di­ges Back­up mit­hil­fe des Plugins ein.

Um einen Auf­trag anzu­le­gen, kli­cken Sie auf “Neu­er Auf­trag” unter­halb des Haupt­punk­tes “BackW­Pup”.

backwpup-auftrag

Dann ver­ge­ben Sie in der Regis­ter­kar­te “All­ge­mein” für Ihren Siche­rungs­auf­trag einen Namen. Wenn Sie die­ses Plugin auf meh­re­ren Blogs ein­set­zen, soll­te der Web­site-Name in dem Siche­rungs­auf­trag ent­hal­ten sein. So wis­sen Sie, um wel­che Siche­rung es sich han­delt, wenn Sie die Daten run­ter­la­den.

Unter “Auf­tragd­e­tails” kann man nun wäh­len, um wel­chen Auf­trag es sich han­delt. Hier soll­te man für ein voll­stän­di­ges Back­up die bei­den ers­ten Optio­nen wäh­len. Wer sei­ne Daten­bank-Tabel­len noch prü­fen und opti­mie­ren las­sen will, soll­te die bei­den letz­ten Optio­nen auch noch ankli­cken.

Bei “Archiv­na­me” ände­re ich meist nichts. Wer hier aber nicht das aktu­el­le Siche­rungs­da­tum in dem Namen haben will, son­dern etwas ande­res wie viel­leicht der Web­site­na­me, kann die­sen Wert auch über­schrei­ben bzw. abän­dern.

Als Archiv­for­mat zie­he ich das .zip-Datei­for­mat vor. Die ande­ren Optio­nen sind .tar, .tar-gz und .tar-bz2.

Als Ziel­ord­ner für die Back­up-Datei gibt es ver­schie­de­ne Optio­nen, von denen man auch meh­re­re aus­wäh­len kann. Am ein­fachs­ten ist die Daten­si­che­rung im Ord­ner. Wer das Back­up als E‑Mail-Attach­ment möch­te, kann auch die­se Mög­lich­keit wäh­len. Manch­mal zicken aber die E‑Mail-Cli­ents, wenn die Siche­rungs­da­tei sehr groß ist und man bekommt Feh­ler­mel­dun­gen, dass so ein gro­ßer Anhang nicht ver­sen­det wer­den kann.

Wer ger­ne Cloud-Diens­te ver­wen­det, kann auch Drop­box & Co. für die Siche­rung her­an­zie­hen.

Für jede gewähl­te Opti­on unter “Ziel­ord­ner” wird eine wei­te­re Regis­ter­kar­te im Bereich “Neu­er Auf­trag” ein­ge­blen­det, auf der ent­spre­chen­de Ein­stel­lun­gen vor­ge­nom­men wer­den müs­sen.

Wer sich ein Pro­to­koll zusen­den las­sen möch­te, lässt in dem Feld “Pro­to­koll-Datei an E‑Mail-Adres­se sen­den” die E‑Mail-Adres­se ste­hen.

Alle Ände­run­gen, die unter “All­ge­mein” vor­ge­nom­men wur­den, soll­ten nun abge­spei­chert wer­den.

Auf der Regis­ter­kar­te “Pla­nen” lässt sich die auto­ma­ti­sche Siche­rung der Back­ups ein­stel­len, indem man die Opti­on “Mit Wor­d­Press Cron” aus­wählt. Dann stellt man die Aus­füh­rungs­zeit ein, ob monat­lich, wöchent­lich, täg­lich, stünd­lich zu einer bestimm­ten Uhr­zeit. Emp­feh­lens­wert ist wohl für die meis­ten Blog­be­trei­ber ein­mal wöchent­lich.

Unter “Daten­bank-Back­up” kann man Genaue­res zur Daten­bank-Siche­rung fest­le­gen, wie bei­spiels­wei­se bestimm­te Tabel­len von der Siche­rung aus­schlie­ßen, den Namen der Siche­rung fest­le­gen und die Kom­pres­si­on aus­wäh­len. Ich emp­feh­le, alle Tabel­len der Daten­bank zu sichern.

backwpup-dbbackup

Unter “Datei­en” ist es eben­falls mög­lich, bestimm­te Datei­en und Ord­ner von der Siche­rung aus­zu­schlie­ßen. Gene­rell soll­te man alles sichern, außer die von Wor­d­Press mit­ge­lie­fer­ten Stan­dard­the­mes wie Twen­tyt­wel­ve oder Twen­tye­le­ven kann man aus­schlie­ßen, falls man ein ande­res The­me für sei­nen Blog ver­wen­det. Und auch die wp-config.php sowie die .htac­cess soll­te man sichern.

Nor­ma­ler­wei­se brau­chen Sie hier nichts wei­ter zu ändern und kön­nen die Stan­dard­ein­stel­lun­gen so über­neh­men.

Unter “Plugins” wird eine .txt-Datei mit allen instal­lier­ten Plugins erstellt und der Siche­rung bei­gefügt, wenn Sie unter “All­ge­mein” bei “Auf­tragd­e­tails” die Opti­on “Lis­te der instal­lier­ten Plugins” ange­hakt haben (so wie ich oben auf dem Screen­shot). Auch hier kön­nen Sie die Stan­dard­ein­stel­lun­gen belas­sen.

Haben Sie als Siche­rungs­ziel “Ord­ner” aus­ge­wählt, dann fin­den Sie noch die Regis­ter­kar­te “Zu: Ord­ner” vor.

Hier steht der Pfad für den Datei­enord­ner, in den die Siche­rung abge­legt wird. Unter “Datei­lö­schung” kön­nen Sie noch ein­tra­gen, wie vie­le Datei­en im Ord­ner blei­ben und ab wel­cher Anzahl die ältes­te Siche­rungs­da­tei gelöscht wird. Stan­dard­mä­ßig steht in dem Feld die Zahl 15.

Auch in die­ser Regis­ter­kar­te müs­sen Sie nicht unbe­dingt etwas ändern. Haben Sie alle Schrit­te durch­ge­führt und die Ände­run­gen abge­spei­chert, fin­den Sie unter “Auf­trä­ge” Ihren neu­en Auf­trag vor.

Unter “Ein­stel­lun­gen” in der Sub­na­vi­ga­ti­on von BackW­Pup kön­nen Sie alle Stan­dard­ein­stel­lun­gen ohne Ände­rung über­neh­men.

Ist eine ers­te Siche­rung Ihrer Daten erfolgt, fin­den Sie die­se unter “Daten­si­che­run­gen” vor. Das gezipp­te Daten­pa­ket kön­nen Sie dann auf Ihren Rech­ner her­un­ter­la­den.

backwpup-sicherung

Am bes­ten legen Sie sich einen Siche­rungs­ord­ner für Ihren Blog auf einer exter­nen Fest­plat­te an, wo Sie die wöchent­li­chen Siche­run­gen able­gen. Mehr als 10 Siche­run­gen muss man nicht unbe­dingt auf­be­wah­ren.

Mit die­ser Anzahl haben Sie höchst­wahr­schein­lich immer eine Ver­si­on, die nicht von Mal­wa­re befal­len ist, falls Ihr Blog mal gehackt und mit Schad­pro­gram­men infi­ziert wur­de.