Einen Blog erstellen mit WordPress — Teil 3: Mit Plugins die Blog-Funktionalitäten erweitern

Der drit­te Teil mei­ner „Blog erstellen“-Serie stellt die soge­nann­ten Plug­ins in den Mit­tel­punkt die­ses Arti­kels. Plug­ins sind klei­ne Code-Bau­stei­ne oder ‑Schnip­sel, mit denen man sei­nen Blog um zahl­rei­che Funk­tio­na­li­tä­ten aus­bau­en und erwei­tern kann.

Die­se Erwei­te­run­gen kann man sich ein­fach aus dem Inter­net her­un­ter­la­den und in sei­nem Blog installieren.

Da es mitt­ler­wei­le unzäh­li­ge Plug­ins für Word­Press gibt, wer­de ich in die­sem Bei­trag die (für mich) wich­tigs­ten vor­stel­len, die zu einer Plug­in-Grund­aus­stat­tung ein­fach dazu­ge­hö­ren soll­ten. Außer­dem sind die­se auch alle kos­ten­los. Neben vie­len kos­ten­lo­sen Plug­ins gibt es auch eini­ge, die kos­ten­pflich­tig sind, wie z. B. das bekann­te Auto­pos­ting-Plug­in WP Robot.

Plugin-Directory von WordPress — Hauptquelle für Plugins

Auf der Plug­in-Direc­to­ry-Sei­te  von Word­Press fin­den Sie eine gut sor­tier­te Über­sicht aller dort zur Ver­fü­gung ste­hen­den Plug­ins. Momen­tan ste­hen hier 11.761 Plug­ins zum Down­load bereit. Doch bevor ich auf mei­ne Stan­dard-Plug­ins ein­ge­he, noch kurz zum Instal­lie­ren von Plug­ins auf Ihrem Blog.

Installation von Plugins

Ein Plug­in in Word­Press zu instal­lie­ren ist wirk­lich kin­der­leicht. Sie haben zwei Wege oder Mög­lich­kei­ten, Plug­ins in Ihrem Blog zu installieren.

Ein­mal kön­nen Sie direkt im Backend von Word­Press unter dem Menü­punkt „Plug­ins“ den Unter­punkt „Instal­lie­ren“ ankli­cken und von dort aus Ihr gewünsch­tes Plug­in online suchen und direkt hochladen.

Oder Sie gehen den etwas kom­pli­zier­te­ren, aber auch siche­re­ren Weg und laden sich zuerst das Plug­in auf Ihre Fest­plat­te, ent­zip­pen es und laden es dann per FTP in den Word­Press-Ord­ner „plug­ins“, der sich im gro­ßen „Über­ord­ner“ wp-con­tent befin­det. Wenn Sie dann zurück in die Admin-Ober­flä­che Ihres Blogs gehen, fin­den Sie unter „Plug­ins“ das neu hoch­ge­la­de­ne Plug­in, aller­dings noch nicht akti­viert. Mit einem Klick auf „Akti­vie­ren“ ist das neue Plug­in dann aktiv und einsatzbereit.

Man­che Plug­ins erwar­ten noch wei­te­re Ein­stel­lun­gen. Wenn das der Fall sein soll­te, wird Ihnen dies mit einer Mel­dung im Backend angezeigt.

Wenn neue Ver­sio­nen von Plug­ins vor­lie­gen, sehen Sie das an einer klei­nen Zahl in einem dunk­len Käst­chen hin­ter dem Bereich „Plug­ins“ (auch oben im Screen­shot zu sehen). Dann kön­nen Sie in der Plug­in-Über­sicht auf den Link „Auto­ma­tisch aktua­li­sie­ren“ unter dem jewei­li­gen Plug­in kli­cken und die neue Plug­in-Ver­si­on wird dann auto­ma­tisch hoch­ge­la­den und installiert.

Meine Plugins-Empfehlungen für den Start

  1. Spam Kar­ma
    Das Spam­schutz-Plug­in sorgt dafür, dass die gan­zen auto­ma­ti­schen Kom­men­ta­re und Track­backs gefil­tert wer­den und nur unver­däch­ti­ge zuge­las­sen werden.
  2. Cont­act Form 7
    Mit die­sem For­mu­lar-Plug­in erstel­le ich ein­fa­che und kom­ple­xe­re Kontaktformulare.
  3. Goog­le XML Sitemaps
    Die­ses Plug­in erstellt auto­ma­tisch eine Site­map für Such­ma­schi­nen. Ein Pflicht-Plug­in für alle, die bei Such­ma­schi­nen vor­ne ste­hen wollen.
  4. izio­SEO
    Die­ses kos­ten­lo­se Plug­in ist eines der bes­ten SEO-Plug­ins für Word­Press. Zwar ist wpSEO noch bes­ser und bie­tet mehr Funk­tio­nen, ist dafür auch kostenpflichtig.
  5. WP- Per­mal­auts
    Mit die­sem Plug­in wer­den deut­sche Umlau­te in den Per­ma­links kor­rekt in zwei Voka­le aufgelöst.
  6. Word­Press Data­ba­se Back­up
    Daten­bank-Siche­rung ist immer wich­tig. Die­ses Plug­in sen­det Ihnen regel­mä­ßig ein Back­up Ihrer Word­Press-Daten­bank per E‑Mail zu.
  7. Next­gen Gallery
    Next­gen ist – nicht nur für mich – das bes­te Foto-Gale­rie-Plug­in für WordPress.
  8. Fle­xi­Pa­ges
    Mit die­sem Plug­in las­sen sich Sei­ten­na­vi­ga­tio­nen in die Side­bar ein­fü­gen. Fle­xi­Pa­ges ver­fügt über meh­re­re Einstellungsmöglichkeiten.
  9. TinyMCE­Ad­van­ced
    Die­ses Plug­in erwei­tert den in Word­Press inte­grier­ten Text­edi­tor TinyMCE um eini­ge Funk­tio­nen, wie z. B. das Ein­fü­gen und Gestal­ten von Tabellen.
  10. Rela­ted Posts
    Die­ses Word­Press-Plug­in zeigt unter jedem Arti­kel the­men­ver­wand­te Arti­kel an. Das ist ein­mal nütz­lich für Ihre Blog­be­su­cher, aber eben­so wich­tig für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, die auch die inter­ne Ver­lin­kung inner­halb eines Blogs bewertet.
  11. Goog­le Ana­ly­tics for WordPress
    Wer von Anfang an wis­sen will, wie vie­le Besu­cher sein Blog hat, soll­te die­ses Plug­in ver­wen­den. Sie kön­nen den not­wen­di­gen Code von Goog­le Ana­ly­tics hier ein­fü­gen. Dadurch haben Sie einen ver­läss­li­chen Über­blick über Ihre Besu­cher­sta­tis­tik, wenn Sie sich in Goog­le Ana­ly­tics einloggen.

Neben die­sen Plug­ins instal­lie­re ich ‑je nach Bedarf — noch eini­ge wei­te­re, aber die­se gehö­ren für mich eigent­lich immer dazu. Das muss aller­dings nicht hei­ßen, dass auch Sie all die­se Plug­ins brau­chen. Wenn Sie kein Kon­takt­for­mu­lar auf Ihrem Blog wol­len und auch kei­ne Foto­ga­le­rie benö­ti­gen, dann sind die bei­den Plug­ins Cont­act Form 7 und Next­gen Gal­lery kein Must.

Bitte keine „Pluginitis“

Auch wenn es so schön ein­fach ist, Plug­ins zu instal­lie­ren und die Aus­wahl so groß ist, soll­te man es mit der Plug­in-Instal­la­ti­on nicht über­trei­ben. Denn es gibt auch wel­che, die feh­ler­haft sind und den gan­zen Blog aus­he­beln. Soll­te das pas­sie­ren, gehen Sie ein­fach auf Ihren Web­space und löschen das ent­spre­chen­de Plug­in aus dem Ord­ner „plug­ins“ raus.

Außer­dem kön­nen zu vie­le Plug­ins die Blog­per­for­mance beein­flus­sen und den Blog lang­sa­mer machen.

Bevor Sie ein Plug­in instal­lie­ren, soll­ten Sie prü­fen, ob Sie es von einer zuver­läs­si­gen und ver­trau­ens­wür­di­gen Web­site her­un­ter­ge­la­den haben. Am bes­ten schau­en Sie auf der Plug­in-Sei­te von Word­Press (s. o.) nach, ob das Plug­in auch dort auf­ge­führt ist. Dies ist zwar kein hun­dert­pro­zen­ti­ger Ver­trau­ens­be­weis für das Funk­tio­nie­ren des Plug­ins, aber dort fin­den Sie schließ­lich auch Kom­men­ta­re von ver­schie­de­nen Usern zu der Funk­tio­na­li­tät des Plugins.

Stel­len Sie sich auch immer die Fra­ge, ob Sie ein Plug­in wirk­lich benö­ti­gen. Wenn nicht, dann löschen Sie es von Ihrem Web­space, um Ihren Blog nicht unnö­tig damit zu belasten.

Viel Erfolg beim Instal­lie­ren Ihrer Plugins!

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © Bru-nO/Pixabay.com)

5 Gedanken zu „Einen Blog erstellen mit WordPress — Teil 3: Mit Plugins die Blog-Funktionalitäten erweitern“

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