Nach so einem Plugin wie 2‑Click-Social-Media-But­tons habe ich schon seit län­ge­rem gesucht.


Denn wie vie­le ande­re Blogs habe ich in mei­nen die belieb­ten und bekann­ten Social-Media-But­tons unter­halb des Arti­kels ein­ge­bun­den, wor­über Blog­be­su­cher den jewei­li­gen Bei­trag auf den gän­gigs­ten sozia­len Netz­wer­ken wie Twit­ter, Face­book, Goog­le+, Xing und Pin­te­rest ver­brei­ten kön­nen.

Problem der Social Plugins: Datenspeicherung bei Ladung des Skriptes

Doch über die­se Social Plugins gab es ja schon eini­ge daten­schutz­recht­li­che Dis­kus­sio­nen. So hat­te der Düs­sel­dor­fer Kreis, eine Ver­ei­ni­gung von deut­schen Daten­schutz-Auf­sichts­be­hör­den Ende 2011 die Ein­bin­dung sol­cher But­tons auf Blogs sowie Web­sites als unzu­läs­sig bezeich­net, weil die­se von den Usern Daten erhe­ben, sobald die Skrip­te gela­den wer­den, d. h. man muss als User nicht erst den ent­spre­chen­den But­ton drü­cken, damit es zur Daten­über­tra­gung kommt. Somit wäre jeder Web­site-Betrei­ber, der sol­che Social Plugins auf sei­nem Inter­net­auf­tritt ein­setzt, ver­pflich­tet, die Besu­cher auf die­se Daten­spei­che­rung hin­zu­wei­sen.

Die­se Umset­zung habe ich bis­her noch auf kei­ner Sei­te gese­hen, denn wer will sei­nem Web­auf­tritt eine Info­box oder ‑sei­te vor­schal­ten, in der der Web­site-Besu­cher auf die­se Tat­sa­che hin­ge­wie­sen wird und er sich mit­tels For­mu­lar­häk­chen ent­schei­den kann, ob er die­se Daten­spei­che­rung hin­nimmt oder nicht (bei let­ze­rem soll­te er die Web­site dann wie­der ver­las­sen).

Gute Lösung: 2‑Click-Social-Media-Buttons

2-click-buttons-bildEine gute Lösung (wenn auch kei­ne per­fek­te) sind die 2‑Click-Social-Media-But­tons, die der User erst akti­vie­ren muss, um im zwei­ten Schritt den jewei­li­gen But­ton nut­zen zu kön­nen (daher der Name 2‑Click). Sol­che But­tons sind mir bei der Bild-Zei­tung (Gra­fik links) auf­ge­fal­len. Sie sehen aus wie ein On-Off-Schal­ter, den man auf On stel­len muss. Erst dann funk­tio­niert der But­ton.

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Zusätz­lich zu die­sen But­tons wird für den User noch ein ent­spre­chen­der Text gelie­fert, der über die Funk­ti­ons­wei­se der 2‑Click-Lösung infor­miert.

Nicht nur die Bild, son­dern auch ande­re Online-Por­ta­le wie die RP-Online, der SWR3 oder Hei­se wen­den die 2‑Click-Lösung für ihre Social But­tons an.

Für Wor­d­Press-Nut­zer bie­tet sich das Plugin des Web­ent­wick­lers H. Peter Pfeufer an, der sich in der Gestal­tung an die visu­el­le Lösung von Hei­se gehal­ten hat.

Mit dem Plugin kann man acht But­tons von Face­book, Twit­ter, Goog­le+, Xing, Pin­te­rest, Flattr, t3n und Lin­kedin ober­halb oder unter­halb der Arti­kel­an­sicht ein­fü­gen. Beim Über­fah­ren der But­tons mit der Maus wird ein Hin­weis­text ein­ge­blen­det, der über die Funk­ti­ons­wei­se der But­tons auf­klärt, näm­lich dass schon beim Akti­vie­ren Daten an Drit­te über­tra­gen wer­den.

Auf der Start­sei­te wer­den die But­tons dage­gen nicht ange­zeigt.

So sehen die But­tons des Plugins aus (mit akti­vier­ten Lin­kedin-But­ton und Ein­blen­dung des Hin­weis­tex­tes):

2-click-plugin

Das Plugin kön­nen Sie sich unter fol­gen­dem Link her­un­ter­la­den. Die Instal­la­ti­on erfolgt auf die glei­che Wei­se wie bei allen ande­ren Wor­d­Press-Plugins. Bevor Sie es nut­zen kön­nen, soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass es auch akti­viert ist.

Plugin-Einstellungen

Das Plugin ein­zu­rich­ten ist sehr ein­fach und schnell durch­ge­führt. Die indi­vi­du­el­len Ein­stel­lun­gen für das Plugin fin­den Sie im Wor­d­Press-Dash­board unter Ein­stel­lun­gen/2‑Klick-But­tons. Es gibt ins­ge­samt acht Tabs, aber nur auf den ers­ten vier — Gene­rell, But­tons, Info­tex­te und Sons­ti­ges — las­sen sich bestimm­te Ein­stel­lun­gen vor­neh­men.

2-click-button-generell

Gene­rell: Unter dem Tab Gene­rell kön­nen Sie aus­wäh­len, wel­che But­tons Sie ober­halb oder unter­halb Ihrer Arti­kel ein­fü­gen wol­len und ob die­se But­tons per­ma­nent akti­viert sein sol­len (die­se Fel­der soll­ten Sie nicht akti­vie­ren).

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Dann wäh­len Sie die Posi­ti­on der But­tons und auf wel­chen Sei­ten sie noch ange­zeigt wer­den sol­len. Sie kön­nen die But­tons ent­we­der auto­ma­tisch ein­bin­den (die bei­den Optio­nen “Nach dem Arti­kel” oder “Vor dem Arti­kel”), bzw. manu­ell mit einem Short­code (Opti­on “Manu­ell Short­code”) oder manu­ell mit PHP-Code (Opti­on “Manu­ell Tem­pla­te”) ein­fü­gen. Wie der Short­code und der PHP-Code aus­se­hen, steht in dem Abschnitt Posi­ti­on in den Plugin-Ein­stel­lun­gen (sie­he auch oben in dem Screen­shot).

But­tons: Hier kön­nen Sie die Spra­che der But­tons aus­wäh­len, für Twit­ter noch einen Text ver­fas­sen, der mit den Tweet ein­ge­fügt wird, den Ret­weet-Namen ein­tra­gen, für Flattr den Nut­zer­na­men ein­fü­gen usw.

Info­tex­te: Auch die Hin­weis­tex­te, die beim Über­fah­ren der But­tons erschei­nen, kön­nen Sie indi­vi­dua­li­sie­ren und auch for­ma­tie­ren. In die Fel­der kön­nen Sie also auch HTML-Tags ein­ge­ben und den Text bei­spiels­wei­se fett oder kur­siv gestal­ten. Ich selbst habe an den Hin­weis­tex­ten noch kei­ne Ände­rung durch­ge­führt, weil ich den Stan­dard­text gut genug fand.

Aber den Text des Info­but­tons habe ich ange­passt und die But­tons aus­ge­tra­gen, die ich nicht ein­ge­bun­den habe, wie Lin­kedin, Flattr und t3n.

Ganz unten auf der Sei­te ist noch ein Feld für einen Intro­text. Das Feld ist stan­dard­mä­ßig leer, aber es ist emp­feh­lens­wert, dort etwas rein­zu­schrei­ben. Der Text wird dann ober­halb der But­tons ange­zeigt.

Ein guter Intro­text wäre bei­spiels­wei­se: “Gefällt Ihnen die­ser Arti­kel? Dann ver­brei­ten Sie ihn in den ent­spre­chen­den sozia­len Netz­wer­ken.”

Sons­ti­ges: Die Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten in die­sem Tab sind schon spe­zi­el­ler und vor allem für CSS-Ken­ner inter­es­sant. Wer die But­ton-Anzei­ge gra­fisch umge­stal­ten möch­te, fin­det ein CSS-Feld für eige­ne CSS-Defi­ni­tio­nen vor.

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Man kann dar­über hin­aus noch Open-Graph-Tags deak­ti­vie­ren, Kam­pa­gnen-Ver­fol­gung (Piwik oder Goog­le Ana­ly­tics) akti­vie­ren, Link­op­tio­nen ändern (brau­chen die aller­meis­ten aber nicht durch­zu­füh­ren), die Info­box an- und aus­schal­ten sowie über eine URL ein Bild hoch­la­den.

Die­ses Bild wird dann für Face­book, Goog­le+ und Pin­te­rest genom­men, falls im Arti­kel kein Bild vor­han­den ist. Bleibt die URL-Zei­le leer, wird kein Bild ver­wen­det und der Pin­te­rest-But­ton wird in einem bild­lo­sen Arti­kel nicht ein­ge­blen­det.

Fazit

Wie Sie sehen, las­sen sich die ent­schei­den­den Ein­stel­lun­gen sehr schnell ändern oder akti­vie­ren. Das Plugin ist zumin­dest eine akzep­ta­ble Lösung für das Daten­schutz­pro­blem der Social Plugins und soll­te Daten­schüt­zer etwas beru­hi­gen :-).

Mir wür­de das Plugin noch bes­ser gefal­len, wenn die But­tons gra­fisch etwas anspre­chen­der und auf­fäl­li­ger gestal­tet wären, aber ansons­ten sagt mir die Funk­ti­ons­wei­se zu.

Ich will es daher auch auf mei­nen ande­ren Blogs ein­set­zen.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © Alex­an­dr Mitiuc #29601827/Fotolia.com)