In unserer heutigen Zeit wird so gut wie alles digitalisiert. Auch Visitenkarten können diesem Trend nicht entkommen.


Tatsächlich bietet der Einsatz von elektronischen Visitenkarten auch so manchen Vorteil, ganz verzichten können auf die klassischen Karten aus Papier aber nur die wenigsten.

Wie funktionieren digitale Visitenkarten?

Digitale Visitenkarten gibt es in mehreren Formen. Eine der ältesten ist die sogenannte vCard, welche als vcf-Datei einer E-Mail angehängt werden kann. Darüber hinaus erstellen zahlreiche Programme auf Wunsch digitale Visitenkarten, darunter das weit verbreitete Evernote.

Immer beliebter werden derzeit Visitenkarten, die per App auf dem Smartphone mitgeführt werden können. Allen elektronischen Visitenkarten gemein ist die Tatsache, dass sie heute nicht mehr nur Informationen in Textform beinhalten.

Stattdessen finden sich dort QR-Codes, welche nach einem Scan entweder zu einer Webseite mit mehr Informationen leiten oder sogar gleich die Kontaktaufnahme ins Adressbuch veranlassen. All das klingt sehr komfortabel und zeitsparend, in der Praxis gibt es aber noch so manche Probleme.

Viel Potenzial für Fehler!

Solange digitale Visitenkarten funktionieren, wie sie sollen, begeistern sie im täglichen Umgang mit ihrer einfachen Verwendung. Allerdings gibt es häufig Probleme mit den papierlosen Karten.

Gerade bei der Verwendung von QR-Codes kommt es immer wieder vor, dass das Endgerät des Empfängers nicht kompatibel ist. Statt einen neuen Kontakt automatisch anzulegen, zeigt das Smartphone in einem solchen Fall nur eine Fehlermeldung an.

Das ist nicht nur äußerst lästig, es hinterlässt auch einen schlechten Eindruck. Gerade der soll aber beim ersten Kontakt, welcher nicht selten mit dem Überreichen einer Visitenkarte einhergeht, vermieden werden.

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Auch wenn beim Präsentieren der digitalen Visitenkarte gerade ein Anruf eingeht, eine Nachricht ankommt oder sogar der Akku den Geist aufgibt, sorgt das für hochgezogene Augenbrauen beim Gegenüber.

Aus diesem Grund sind digitale Visitenkarten nur dann angebracht, wenn derartige Vorkommnisse mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden können oder nicht von Bedeutung sind.

Neu ist nicht immer besser

Klassische Visitenkarten aus Papier haben in der Regel keine besonderen Features und sie sind auch nicht mit dem Internet verbunden. Sie enthalten lediglich die wichtigsten Informationen auf einer kleinen Karte.

Das wirkt heute schon beinahe anachronistisch, bietet aber allen Beteiligten viele Vorteile. Der Ersteller der Visitenkarte kann sich schon im Vorfeld für ein bestimmtes Design entscheiden.

Kleine Details wie gestanzte Buchstaben oder eine durchdachte Farbgebung sorgen dafür, dass eine Visitenkarte sofort einen guten Eindruck hinterlässt. Außerdem lassen sich für verschiedene Einsatzzwecke unterschiedliche Karten herstellen.

Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich jemand an Dich erinnert, der eine Visitenkarte auf Papier von Dir bekommen hat. Schließlich wird er oder sie irgendwann die Taschen leeren und dabei eine Visitenkarte vorfinden.

Bei elektronischen Visitenkarten kommt es viel häufiger vor, dass diese auf dem Smartphone einfach vergessen werden. Denn, ganz ehrlich, wie oft schaust Du Dir Deine Notizen oder Kontakte noch einmal auf dem Handy an?

Das Beste aus beiden Welten

All das soll aber nicht heißen, dass digitale Visitenkarten per se schlecht oder unangebracht wären. Im Gegenteil, sie können sogar genau das Richtige sein. Das hängt immer auch stark vom Umfeld ab.

Bei einem Kunden aus dem IT-Bereich machst Du mit einer digitalen Visitenkarte alles richtig und zeigst, dass Du voll und ganz im Thema verwurzelt bist. In anderen Branchen wird aber eben die klassische Papierkarte lieber gesehen.

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Letzten Endes spricht nichts dagegen, einfach auf beide Varianten zu setzen. Sich eine digitale Visitenkarte zu erstellen, ist keine schlechte Idee. Schließlich ist das oft schnell erledigt und zum Teil sogar kostenlos.

Eine solche Karte hast Du auch garantiert immer dabei, solange Du Dein Smartphone griffbereit hast. Die Visitenkarte in Papierform ist die ideale Ergänzung. Damit kannst du immer im Einzelfall abwägen, welche Variante die geeignetere ist und einen besseren Eindruck hinterlassen könnte.

Der Kunde ist König!

Die eigene Visitenkarte spielt gerade auch bei der Kundenakquise eine wichtige Rolle. Hier solltest Du Dich in jedem Fall nach den Bedürfnissen, Vorlieben und Wünschen Deiner potenziellen Kundschaft richten.

Digitale Visitenkarten können zwar mit vielen Vorteilen punkten, allerdings nur dann, wenn alle Funktionen auch beim Gegenüber bekannt sind. Der Chef eines Handwerksbetriebs interessiert sich für Dinge wie eine automatische Verlinkung mit Instagram oder ein Abo bei YouTube oft eher weniger.

Umgekehrt sieht es bei Gründern von Startups aus, die gerade mit KI und Kryptowährungen voll durchstarten wollen. Wer welche Visitenkarte bekommt, solltest Du Dir immer gut überlegen. Denn ein guter Eindruck kann entscheidend für Deine Akquise sein.

Im Zweifel ist dabei die klassische Visitenkarte aus Papier immer eine gute Wahl. Sie funktioniert generationenübergreifend und hinterlässt, ein geschmackvolles Äußeres vorausgesetzt, auch bei jüngeren Unternehmen eine gute Figur.

Noch dazu musst Du Dir keine Gedanken über mögliche Inkompatibilitäten zwischen Android, iOS und Windows machen. Du weißt ganz genau, dass die Informationen Deiner Visitenkarte so ankommen, wie Du sie erstellt hast.

Papier schlägt Elektronik

Aus den genannten Gründen ist die klassische Visitenkarte ihrem elektronischen Pendant derzeit noch überlegen. Vielleicht wird sich das in Zukunft ändern. Vielleicht werden eines Tages alle Smartphones mit allen Computern uneingeschränkt kompatibel sein.

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Vielleicht übertragen wir irgendwann Visitenkarten auch nur noch auf telepathischem Wege. Doch bis all diese utopischen Vorstellungen Realität werden, ist es für Dich auf jeden Fall sinnvoll, immer eine ganz normale Visitenkarte in der Hinterhand zu haben.

Die sollte dann natürlich aber auch hochwertig sein, über ein durchdachtes Design verfügen und außerdem, und das ist das Allerwichtigste, keinerlei Rechtschreibfehler enthalten. Denn gerade bei der Kundenakquise gilt das Prinzip: Der erste Eindruck ist immer der wichtigste.

Mit einer guten Visitenkarte in der Hinterhand bleibst Du immer souverän und gerätst nie in Verlegenheit.

Autorenprofil

Peter WolfHerr Peter Wolf lebt und arbeitet in Dresden, hat einen Hochschulabschluss in Wirtschaftsinformatik und ist Marketingleiter der printworld.com GmbH, die über ihre Online Druckerei printworld.com individuelle Druckprodukte vermarktet.

Er ist immer auf der Suche nach spannenden Berichten aus der Welt des Online-Drucks. Neuigkeiten und Trends rund um das Thema User Experience und Produktpräsentation stehen im Mittelpunkt seines Interesses.

(Bildquelle Artikelanfang: © kruziwuten /Pixabay.com)