Egal in welcher Branche du dich selbstständig machst, das Zauberwort lautet in jedem Fall: Marketing. Selbst die kreativste Geschäftsidee kann nur langfristig Erfolg haben, wenn du sie mit einer cleveren Werbestrategie bekannt machst.


In diesem Zusammenhang spielt natürlich das Internet eine entscheidende Rolle. Mithilfe von digitalen Plattformen kannst du in Sekundenschnelle Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt erreichen.

Was viele dabei allerdings außer Acht lassen: Junge Startups müssen sich zunächst auf dem lokalen Markt etablieren, bevor sie im nächsten Schritt weiter expandieren können. An dieser Stelle kommt das sogenannte Geomarketing ins Spiel. Wie das genau funktioniert und warum es sich lohnt, erfährst du hier.

Eine Frage des „Wo“

Wie der Name bereits andeutet, dreht sich beim Geomarketing alles um die geografischen Gegebenheiten. Mit anderen Worten: Der Fokus liegt auf der Sammlung, Analyse und Auswertung von Daten, die mit dem räumlichen Umfeld einer Firma in Verbindung stehen. Dazu gehören unter anderem folgende Aspekte:

  • Wo leben relevante Zielgruppen und wo beziehen diese vorrangig Produkte oder Dienstleistungen?
  • Wo sind konkurrierende Anbieter positioniert?
  • Welche Gebiete kommen als Standorte infrage?
  • Wo gibt es noch Verbesserungspotenziale im Vertrieb?

Um die richtigen Antworten auf solche Fragen zu finden, braucht es in der Regel eine Agentur, die sich auf Geomarketing spezialisiert hat.

Dort können Unternehmen gemeinsam mit einem Team aus Geographen, Analysten und IT-Experten ein ganzheitliches Konzept entwickeln, das genau auf deine individuellen Voraussetzungen und Ziele abgestimmt ist. Wie das konkret aussieht, zeigt die folgende Übersicht.

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Umfassende Geoanalyse

Im ersten Schritt gilt es, Daten zu sammeln und zu bewerten. Wenn du herausfinden willst, welche Vorteile bzw. Herausforderungen ein möglicher Standort mit sich bringt, kannst du verschiedene Methoden anwenden:

  • PLZ-Herkunftsanalysen
  • Fahrzeitdistanzanalysen
  • White-Spot-Analysen, um Lücken in einem geografischen Raum ausfindig zu machen
  • Huff-Modelle, die bestimmte Einzugsgebiete eingrenzen

Eine entsprechende Marketingagentur hilft dir, aus einer schier unüberschaubaren Fülle an Informationen aussagekräftige Ergebnisse herauszufiltern. Hierfür erstellt ein Expertenteam digitale und gedruckte Karten in unterschiedlichsten Formaten – vom A0-Plan bis hin zur PDF-Datei.

Konstantes Qualitätsmanagement

Eine erfolgreiche Werbekampagne beruht nicht allein auf einer guten Vorbereitung.

Wer sich gegen die Konkurrenz durchsetzen will, muss die eigene Vorgehensweise in regelmäßigen Abständen überprüfen, kritisch hinterfragen und gegebenenfalls an veränderte Bedingungen anpassen. Dementsprechend baut das Geomarketing auch auf verschiedene Kontrollmechanismen wie beispielsweise:

  • Anbieter-Benchmarking
  • Webbasierte QM-Schnittstellen
  • Empirische Kundenbefragungen
  • Hot-Spot-Analysen
  • Straßenlistenexporte

Solche und ähnliche Maßnahmen helfen dir dabei, die Qualität und Reichweite deiner Werbemittel immer weiter zu optimieren. Dabei geht es nicht nur darum, wie du das Wording oder Design deiner Anzeigen gestalten solltest. Vor allem erfährst du dadurch auch, an welche Haushalte du diese Anzeigen am besten verschicken solltest.

Umgang mit Werbeverweigerern

Laut Gesetz darfst du in Briefkästen, die mit Aufklebern wie „Keine Reklame“ gekennzeichnet sind, keine Prospekte oder Broschüren einwerfen. Aber auch solche Werbeverweigerer stellen in gewisser Hinsicht eine potenzielle Zielgruppe dar. Neueste Studien haben nämlich gezeigt: Werbeverweigerer sind nicht gleich Werbeverweigerer.

Wenn Käufer Werbeprospekte ablehnen, kann das unterschiedlichste Gründe haben:

  • Sie gehen lieber einkaufen, ohne vorher zu planen?
  • Sie suchen lieber im Internet nach Sonderangeboten?
  • Sie assoziieren Prospekte mit Billigprodukten?
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Auch hier kommt das Geomarketing zum Einsatz: Mithilfe von Umfragen und demographischen Analysen lässt sich ermitteln, auf welche Arten von Werbung bestimmte Zielgruppen am besten ansprechen.

Je nach Alter, Beruf oder Familienstand kannst du Kunden auf unterschiedlichsten Wegen erreichen.

Während ältere Menschen beispielsweise lieber traditionelle Annoncen in der Wochenzeitung lesen, bevorzugen berufstätige Singles eher digitale Plattformen. Welche Strategien die besten Erfolgschancen für dein Unternehmen bieten, hängt dabei immer von deinem regionalen Standort und dem entsprechenden Umfeld ab.

(Bildquelle Artikelanfang: © Olivier Le Moal/Shutterstock)