So verkaufst du endlich auf Instagram

Mein Name ist Jen­ny und nach der Eltern­zeit habe ich mein Unter­neh­men zu 100% auf Insta­gram auf­ge­baut. Das klingt viel­leicht komisch, ist aber so! Und nein, ich bin kei­ne Influ­en­ce­rin. Wobei auch das eine sehr lukra­ti­ve Mög­lich­keit ist, um online Geld zu verdienen.

Jedoch bist du als Influencer:in immer von Koope­ra­tio­nen abhän­gig und die­se gilt es erst­mal zu gewin­nen. Du brauchst eine hohe Reich­wei­te, um für Mar­ken inter­es­sant zu sein – ins­be­son­de­re, wenn du nicht nur kos­ten­lo­se Pro­duk­te möch­test, son­dern wirk­lich bezahlt wer­den willst. 

Zu Beginn hat­te ich kei­ne hohe Reich­wei­te und trotz­dem konn­te ich schnell mei­ne ers­ten Umsät­ze erwirt­schaf­ten. Denn ich habe mich dazu ent­schie­den, aus­schließ­lich mei­ne eige­nen Pro­gram­me mit Hil­fe von Insta­gram zu verkaufen.

Damit sind wir auch schon mit­ten im The­ma: Auf Insta­gram und auch in ande­ren sozia­len Netz­wer­ken sehe ich ganz oft Pro­fi­le, die nur ver­kau­fen wol­len. Sie spre­chen über ihre Dienst­leis­tung oder hal­ten ihre Pro­duk­te in die Kame­ra und sind schnell frustriert. 

Denn sie müs­sen fest­stel­len, dass das so nicht klappt! Und ja, das wird es auch nicht. Denn wenn du auf Insta­gram ver­kau­fen willst, geht es nicht dar­um, dass du lau­fend dein Pro­dukt anpreist.

Es geht um Beziehungen

Viel­leicht fragst du dich jetzt: Wor­um geht es denn dann? Die Ant­wort liegt schon in der Bezeich­nung von Insta­gram selbst. Es han­delt sich um eine Social-Media-Platt­form, wobei die Beto­nung auf dem Wort SOCIAL liegt.

Platt­for­men wie Insta­gram sind dazu da, um sich zu ver­net­zen, aus­zu­tau­schen, Inhal­te zu erstel­len und die­se in der Gesell­schaft wei­ter­zu­ge­ben. So steht es auf Wiki­pe­dia und ich hal­te das für eine sehr gute Defi­ni­ti­on. Doch wie vie­le Accounts, die du kennst, erfül­len die­se Kri­te­ri­en denn wirklich? 

Bei den meis­ten ist es doch eine rei­ne Selbst­dar­stel­lung und Ver­kaufs­show: Sehr viel Fokus auf das „ich“ statt auf die Gemein­schaft. Dabei soll­te es auf Social Media ein­zig und allein dar­um gehen, Bezie­hun­gen auf­zu­bau­en – und dann kannst du auch verkaufen.

Wieso Menschen bei dir kaufen

Tat­säch­lich kau­fen Men­schen auf Social Media nie dein Ange­bot allein, son­dern dich als Per­son. Das habe ich zu Beginn mei­ner Selbst­stän­dig­keit auch fest­stel­len müs­sen: Denn anfangs habe ich die­sel­ben Feh­ler gemacht, wie die oben genann­ten Accounts, und lau­fend Pro­duk­te in die Kame­ra gehalten.

Natür­lich muss dein Pro­dukt oder dei­ne Dienst­leis­tung gut sein, aber viel wich­ti­ger bist du als Mensch: Men­schen kau­fen bei dir, weil sie dich ken­nen, dich mögen und dir ver­trau­en. Die­ses Ver­trau­en schaffst du, indem du dei­ne Per­sön­lich­keit zeigst.

In mei­nen Augen ist Social Media das bes­te Tool, um Ver­trau­en zu dei­ner Ziel­grup­pe auf­zu­bau­en und aus ein­fa­chen Men­schen ech­te Fans zu machen. Sie ler­nen dich ken­nen und haben das Gefühl, viel enger mit dir ver­bun­den zu sein. Mitt­ler­wei­le pas­siert es mir in Erst­ge­sprä­chen oft, dass Men­schen sagen: „Jen­ny, ich habe das Gefühl, als wür­den wir uns schon ewig ken­nen. Dabei sehen wir uns gera­de zum ers­ten Mal.

Videos für mehr Persönlichkeit

Am bes­ten kannst du die­ses ver­trau­te Gefühl auf­bau­en, indem du Video­for­ma­te nutzt. Auf Insta­gram sind das vor allem die Lives und Sto­ries, in denen du dich regel­mä­ßig zei­gen solltest. 

Wenn dei­ne Follower:innen sehen, wie du sprichst, wie dei­ne Mimik und Ges­tik ist, füh­len sie sich dir gleich mehr ver­bun­den. Ins­be­son­de­re Sto­ries sind ide­al geeig­net, um per­sön­li­che Erfah­run­gen zu tei­len. Eben­so aber auch, um smart und char­mant auf dei­ne Ange­bo­te auf­merk­sam zu machen.

An die­ser Stel­le ist der Unter­schied zwi­schen Per­sön­li­chem und Pri­va­tem ganz wich­tig: Ich tei­le bei­spiels­wei­se vie­le per­sön­li­che Ein­bli­cke, aber gebe nur wenig aus mei­nem Pri­vat­le­ben preis. 

Das bedeu­tet, dass ich sehr wohl offen über mei­ne Mei­nung, aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen und mei­nen Wer­de­gang spre­che. Ande­rer­seits zei­ge ich aber mei­ne Toch­ter nur von hin­ten oder ver­deckt in der Sto­ry und spre­che auch sonst nicht viel über mein Pri­vat­le­ben. Du ent­schei­dest selbst, wie viel du preis­ge­ben willst!

Zeige ehrliches Interesse

Unab­hän­gig davon, wie viel du von dir tei­len willst, ist es wich­tig, dass du nah­bar wirkst. Sei für dei­ne Com­mu­ni­ty da, lie­fe­re ihnen ech­ten Mehr­wert und tau­sche dich mit ihnen aus. All das schafft ech­tes Ver­trau­en und Men­schen, die dir ver­trau­en, sind auch eher dazu bereit, dei­ne Pro­duk­te oder dei­ne Dienst­leis­tung zu kaufen.

Gera­de Frau­en nei­gen dazu, Ver­kau­fen als etwas Schlech­tes anzu­se­hen. Sie wol­len nicht auf­dring­lich sein und nie­man­dem ihre Pro­duk­te „auf­schwat­zen“. Dabei ver­ges­sen sie aber oft, dass sie ihre Pro­duk­te nie­man­dem „auf­schwat­zen“ müs­sen, wenn sie ihre Com­mu­ni­ty ken­nen und ihr Ange­bot ein kon­kre­tes Pro­blem der Ziel­grup­pe löst. Dann macht Ver­kau­fen Spaß und die Men­schen kau­fen grund­sätz­lich gerne!

Binde deine Community ein

Je frü­her du dei­ne Com­mu­ni­ty in die Ent­wick­lung eines neu­en Pro­dukts ein­bin­dest, des­to bes­ser. Dar­um ist es auch einer mei­ner wich­tigs­ten Tipps, den ich immer wie­der wie­der­ho­le: Geh raus, bevor es sich „per­fekt“ anfühlt. 

Lei­der erle­be ich es sehr oft, dass Pro­duk­te im stil­len Käm­mer­chen ent­wi­ckelt wer­den und viel Zeit und Geld inves­tiert wer­den. Dabei ver­ges­sen die Selbst­stän­di­gen aber, ihre Com­mu­ni­ty mit­zu­neh­men und her­aus­zu­fin­den, ob über­haupt ein Bedarf an die­sem Ange­bot besteht.

Bes­ser ist es daher, die Com­mu­ni­ty früh­zei­tig in die Ent­wick­lung der Ange­bo­te ein­zu­bin­den. Frag dei­ne Ziel­grup­pe, vor wel­chen Her­aus­for­de­run­gen und The­men sie gera­de ste­hen und was ihnen wei­ter­hel­fen wür­den. So ent­wi­ckelst du Pro­duk­te, die gebraucht wer­den und die Bedürf­nis­se dei­ner Ziel­grup­pe punkt­ge­nau abdecken.

Zudem erlebt dei­ne Com­mu­ni­ty die Pro­dukt­ent­wick­lung mit und fie­bert mit dir gemein­sam der Ver­öf­fent­li­chung ent­ge­gen. Sie wis­sen, was kommt und freu­en sich bereits dar­auf! Das macht es dir auch wie­der leich­ter, das Pro­dukt am Ende zu verkaufen.

Autoren­box

Jen­ny Schus­ter ist Mut­ter und Grün­de­rin von Karriere.mum. Als sie 2020 aus der Eltern­zeit in ihre Füh­rungs­po­si­ti­on in einem Kon­zern zurück­keh­ren woll­te, erkann­te sie, dass ihre Kar­rie­re vor­bei war. 

Obwohl sie nie „nur“ Mut­ter sein woll­te, wur­de ihr kei­ne pas­sen­de Stel­le gebo­ten. Heu­te unter­stützt sie ande­re Frau­en, vor allem Müt­ter, dabei, ihr eige­nes Online­busi­ness auf­zu­bau­en und sicht­bar zu werden.

Insta­gram: https://​www​.insta​gram​.com/​k​a​r​r​i​e​r​e​.​m​um/

Schreibe einen Kommentar

Privatsphäre-Einstellungen ändern | Historie der Privatsphäre-Einstellungen | Einwilligungen widerrufen

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner