Nachdem mein Providerumzug in den letzten Tagen mich hier auf dem Blog etwas außer Gefecht gesetzt hat, geht es mit dem Schreiben endlich wieder weiter.

Im zweiten Teil meiner „Blog erstellen“-Serie steht diesmal das „Kleid“ des Blogs im Mittelpunkt, das sogenannte Theme.

Denn nun ist WordPress installiert und das mitgelieferte Standardtheme sieht nicht sehr individuell aus.

Doch das ist auch wieder das Tolle an WordPress. Es gibt im Netz unzählige Quellen, wo Sie kostenlose und auch kostenpflichtige Themes, also Layout-Vorlagen, für Ihren Blog finden. Doch zuerst zur Installation eines neuen Themes.

Installation eines Themes

Um ein neues Theme für Ihrem Blog zu aktivieren, müssen Sie dieses nach dem Herunterladen entzippen und per FTP-Zugang auf Ihren Webserver in den Ordner “wp-content/themes/” hochladen.

Wenn Sie dann im Backend von WordPress in der linken Seitenleiste auf Design und darunter auf Themes klicken, sehen Sie neben dem Standardtheme unter Verfügbare Themes das neu hochgeladene Layout als kleines Bild in der Vorschau. Unten im Screenshot sehen Sie Atahualpa als neu installiertes Theme.

Einen Blog erstellen mit WordPress - Teil 2: Ein passendes Theme auswählen

Wenn Sie dann das neue Theme aktivieren wollen, klicken Sie einfach auf das kleine Vorschaubild, das dann groß angezeigt wird. In der oberen rechten Ecke des Bildes finden Sie dann den Link „Theme-Name aktivieren“.

Es gibt auch die Registerkarte Themes installieren. Von dort aus können Sie auch ohne FTP-Upload Ihr Theme hochladen und aktivieren und sogar nach neuen Themes online suchen und nach bestimmten Funktionen filtern.

Kostenlose WordPress-Themes

Es gibt im Internet zahlreiche Websites, auf denen Sie kostenlose Themes vorfinden. Ob etwas nach Ihren Vorstellungen und nach Ihrem Geschmack dabei ist, ist eine andere Frage.

Eine der wichtigsten kostenlosen Theme-Quellen ist das WordPress-Deutschland Theme Pool. Mittlerweile bietet die deutsche WordPress-Niederlassung 204 kostenlose Themes an, die Sie auch nach bestimmten Eigenschaften, wie z. B. nach Spaltenanzahl oder widgetfähig sortieren können.

Da hier sehr viele Blogger Themes runterladen, werden Sie wahrscheinlich nicht gerade mit einem individuellen Theme belohnt, sodass mit Sicherheit noch Anpassungen wie eine neue Headergrafik nötig sind.

Ich habe mir die meisten Themes mal angeschaut und muss sagen, es sind auch viele unschöne dabei.

Ein weiteres kostenloses Theme, mit dem ich gerne arbeite, ist das Atahualpa-Theme (1. Bild unten). Was dieses Theme auszeichnet, ist, dass es ein eigenes umfangreiches Backend hat (2. Bild unten), wo Sie die verschiedensten Gestaltungen vom Kopfbereich bis hin zum Footer vornehmen können. Wer sich ganz gut mit CSS und HTML auskennt, kann sich damit ein schönes und individuelles Theme bauen.

Das Theme finden Sie unter http://wordpress.bytesforall.com/?cat=15 und http://wordpress.org/extend/themes/atahualpa.

Allerdings hat das Atahualpa-Theme auch einen kleinen Nachteil, denn es verzichtet im Layoutaufbau nicht vollständig auf Tabellen und ist damit nicht komplett barrierefrei.

Atahualpa-Theme

Weitere Websites mit kostenlosen WordPress-Themes:

Natürlich gibt es noch mehr Quellen für kostenlose WordPress-Themes. Auf den hier genannten  werden Sie allerdings schon viele schöne Layouts finden.

Kostenpflichtige Themes

Wer Wert auf Qualität und gut optimierte Layouts legt oder nach einem Theme für bestimmte Zwecke sucht (wie z. B. ein Affiliate-Theme), der sollte sich auch mal unter den kostenpflichtigen Themes umschauen. Außerdem bieten viele Theme-Verkäufer auch einen Support an, den man nutzen kann, falls etwas beim Installieren oder Abändern des Themes schiefgeht.

Ein weiterer Vorteil: Sie werden diese Layouts nicht so oft im Netz wiederfinden.

Eine gute Übersicht über Anbieter von kostenpflichtigen Themes finden Sie auf der englischen WordPress-Seite http://wordpress.org/extend/themes/commercial/.

Aus dieser Liste will ich noch vier Anbieter von sehr schönen kostenpflichtigen Themes herausgreifen:

Die Preise bewegen sich bei diesen Anbietern zwischen 39 € und 200 $, sind also durchaus erschwinglich.

Sie sehen, Sie haben wirklich die Qual der Wahl bei der Suche nach einem richtigen Theme. Und wer noch ungeübt im Anpassen eines Themes ist, kann das ausgesuchte Layout auch (zunächst) unverändert lassen.

Im nächsten Artikel in der Blog erstellen-Reihe geht es dann um Plugins. Das sind kleine Module, die die Funktionalität Ihres Blogs deutlich erweitern können.

Bis dahin viel Erfolg beim Suchen und Finden eines WordPress-Themes