Was wären das Inter­net und die Blo­go­sphä­re ohne Wor­d­Press? Im Jahr 2004 erschien die ers­te sta­bi­le Ver­si­on die­ser Blog-Soft­ware und mitt­ler­wei­le kann sich wohl kein Blog­ger mehr ein Leben ohne Wor­d­Press vorstellen.


Aber nicht nur für Blogs ist die CMS-Soft­ware Wor­d­Press ers­te Wahl, son­dern auch für Ver­kaufs­sei­ten für digi­ta­le Pro­duk­te und für Inter­net­auf­trit­te, bei denen nicht das Blog­gen im Vor­der­grund steht, lässt sich Wor­d­Press opti­mal einsetzen.

Die wei­te­ren Vor­zü­ge: Wor­d­Press ist Open­So­ur­ce, also kos­ten­los, kin­der­leicht zu bedie­nen, es läuft sehr sta­bil und lässt sich mit Plugins in sei­ner Funk­tio­na­li­tät deut­lich erweitern.

Wer einen Blog auf­set­zen und ihn unter vol­ler Kon­trol­le haben will, der soll­te sich einen eige­nen Webs­pace zule­gen und Wor­d­Press dar­auf instal­lie­ren anstatt auf einen kos­ten­lo­sen Blog-Hos­ting-Ser­vice wie z. B. Blog​ger​.com, Blog​.de oder Wor​d​Press​.com zurück zu greifen.

Der Start: Webspace-Check und Download von WordPress

Was braucht man, um einen Blog zu erstel­len? Zunächst benö­ti­gen Sie einen Webs­pace und eine Domain (Ihre Inter­net­adres­se www​.ihre​do​main​.de), wobei der Webs­pace auch für die Instal­la­ti­on von Wor­d­Press bestimm­te Anfor­de­run­gen erfül­len muss.

Zuerst ist es wich­tig, dass Ihr Webs­pace PHP unter­stützt, denn Wor­d­Press ist in PHP pro­gram­miert und Sie benö­ti­gen zumin­dest eine MyS­QL-Daten­bank (am bes­ten PHP-Ver­si­on 5.x und MyS­QL-Ver­si­on 4.1.2).

Schließ­lich brau­chen Sie das Stan­dard-Wor­d­Press-Paket. Die­ses fin­den Sie auf https://​de​.wor​d​press​.org/. Dort fin­den Sie die Wor­d­Press-DE-Edi­ti­on, in der die deut­sche Sprach­da­tei schon ein­ge­bet­tet ist.

Kli­cken Sie dort auf .zip und Sie kön­nen Wor­d­Press gezippt her­un­ter­la­den. Im Augen­blick liegt die 3.0.1‑Version vor. Da Wor­d­Press aller­dings schnel­le Release-Zyklen auf­weist, wird wohl bald wie­der eine neue Ver­si­ons­num­mer her­aus­kom­men. Nach­dem Sie die Zip-Datei her­un­ter­ge­la­den haben, ent­pa­cken Sie sie. Der ent­pack­te Ord­ner hat meis­tens die Bezeich­nung “Latest”.

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Bevor Sie nun Wor­d­Press auf Ihren Web­ser­ver hoch­la­den kön­nen, müs­sen Sie nun noch eine Daten­bank auf Ihrem Webs­pace anlegen.

Bei die­sem Schritt wird auch der Daten­bank­na­me mit­samt Daten­bank-User­na­me und Pass­wort gene­riert. Wie nun genau das Anle­gen der Daten­bank abläuft, lässt sich schwer ver­all­ge­mei­nernd beschrei­ben, da die ver­schie­de­nen Hos­ter auch unter­schied­li­che Ver­wal­tungs­ober­flä­chen anbie­ten, auf denen Sie die Daten­bank erstel­len. Daher kann ich hier kei­ne genaue Erläu­te­rung aufführen.

Schau­en Sie ein­mal genau auf Ihrem Webs­pace nach. Dort muss auf der Ver­wal­tungs­ober­flä­che auch der Punkt “Daten­ban­ken” zu fin­den sein.

Unter die­sem Punkt kann man dann ein­se­hen, ob schon Daten­ban­ken vor­han­den sind und man kann neue erstel­len. Wenn es aller­dings etwas kom­pli­ziert sein soll­te, kön­nen Sie auch den Sup­port von Ihrem Hos­ter anschrei­ben oder in der Online-Hil­fe Ihres Webs­paces nach­schau­en. Dort müss­te das Anle­gen einer Daten­bank auch erläu­tert sein.

Notie­ren Sie sich schließ­lich die Zugangs­da­ten Ihrer Daten­bank, denn die­se wer­den in der Wor­d­Press-Datei “config-sample.php” ein­ge­tra­gen. Sie kön­nen die­se Datei mit einem nor­ma­len Text­edi­tor von Win­dows öff­nen und ändern.

Sie fin­den dort fol­gen­de Zeilen:

define(‘DB_NAME’, ‘database_​name_​here’);
define(‘DB_USER’, ‘username_​here’);
define(‘DB_PASSWORD’, ‘password_​here’);
define(‘DB_HOST’, ‘local­host’);

Erset­zen Sie database_​name_​here mit dem Daten­bank­na­men, username_​here mit dem Daten­bank-User­na­men und password_​here mit dem Daten­bank-Pass­wort.

Ach­ten Sie dar­auf, dass Sie die Para­me­ter zwi­schen die bei­den Apo­stro­phe ’ ’ set­zen und die­se auch nicht löschen und auch kei­ne Leer­zei­chen ein­fü­gen. Soll­te sich hier nur ein klit­ze­klei­ner Feh­ler ein­schlei­chen, kann Wor­d­Press bei der Instal­la­ti­on kei­ne Ver­bin­dung zur Daten­bank her­stel­len und es wird eine Feh­ler­mel­dung angezeigt.

In die vier­te Zei­le kommt der Daten­bank­host­na­me. Das ist stan­dard­mä­ßig sehr oft “local­host”, d. h. Sie brau­chen die­sen Para­me­ter meis­tens nicht aus­zu­tau­schen. Den­noch haben man­che Anbie­ter eine ande­re Daten­bank­host-URL. Auch die­sen Punkt soll­ten Sie in den FAQ Ihres Hos­ters überprüfen.

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Wei­ter unten in der “config-sample.php” sind soge­nann­te Sicher­heits­schlüs­sel einzutragen:

define(‘AUTH_KEY’, ‘put your uni­que phra­se here’);
define(‘SECURE_AUTH_KEY’, ‘put your uni­que phra­se here’);
define(‘LOGGED_IN_KEY’, ‘put your uni­que phra­se here’);
define(‘NONCE_KEY’, ‘put your uni­que phra­se here’);
define(‘AUTH_SALT’, ‘put your uni­que phra­se here’);
define(‘SECURE_AUTH_SALT’, ‘put your uni­que phra­se here’);
define(‘LOGGED_IN_SALT’, ‘put your uni­que phra­se here’);
define(‘NONCE_SALT’, ‘put your uni­que phra­se here’);

Den Bereich put your uni­que phra­se here soll­ten Sie durch den jewei­li­gen Schlüs­sel erset­zen. Das klingt jetzt etwas komisch und kom­pli­ziert, aber unter dem Link https://​api​.wor​d​press​.org/​s​e​c​r​e​t​-​k​e​y​/​1​.​1​/​s​a​lt/ kön­nen Sie ganz ein­fach die Schlüs­sel generieren.

Das waren dann auch schon die not­wen­di­gen Ände­run­gen in der “config-sample.php”. Spei­chern Sie dann die­se Datei unter dem Namen “config.php” ab.

Der Upload von WordPress auf Ihren Webserver

Die Wor­d­Press-Datei­en kön­nen Sie mit­hil­fe eines FTP-Pro­gramms auf Ihren Ser­ver laden. Kos­ten­lo­se FTP-Pro­gram­me gibt es zahl­reich im Inter­net zum Down­load. Emp­feh­lens­wert ist File­zil­la.

Damit nicht jeder Unbe­fug­te Zugriff auf Ihren Webs­pace haben kann, benö­ti­gen Sie für den FTP-Upload eben­falls noch einen Benut­zer­na­men, ein Pass­wort und die FTP-Adres­se. Letzt­ge­nann­te ist meis­tens die nor­ma­le Domain Ihrer Web­site, also z.B. www​.ihre​do​main​.de. Die­se Daten fin­den Sie auch in der Ver­wal­tungs­ober­flä­che Ihres Webspace-Accounts.

Wenn Sie sich in Ihrem FTP-Pro­gramm ein­ge­loggt und Zugriff auf Ihren Webs­pace haben, soll­ten Sie alle Datei­en aus dem Ord­ner “wor­d­press” oder “latest” auf den Web­ser­ver kopie­ren. Da über 700 Datei­en hoch­ge­la­den wer­den, kann die­ser Vor­gang ein paar Minu­ten dauern.

Letzte Installationsschritte

Wenn alles hoch­ge­la­den ist, rufen Sie Ihre Domain in der Brow­s­er­zei­le auf. Dann erscheint die übli­che Will­kom­mens­mel­dung von Wor­d­Press (Bild unten).

Dar­un­ter befin­den sich Fel­der, in die Sie dann Ihren Blog­ti­tel, Ihren Benut­zer­na­men, Ihr Pass­wort (gut mer­ken!) und des­sen Bestä­ti­gung und Ihre E‑Mail-Adres­se ange­ben. Außer­dem kön­nen Sie noch ein Häk­chen in das Käst­chen set­zen, damit Ihr Blog in Such­ma­schi­nen wie Goog­le erscheint.

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Einen Blog erstellen mit WordPress - Teil 1: Die 5 Minuten-Installation

Schließ­lich auf “Wor­d­Press instal­lie­ren” kli­cken und Ihr Admin-Pass­wort fest­le­gen und das war es auch schon. Wenn alles geklappt hat, erscheint die Erfolgs­mel­dung (sie­he unten).

Einen Blog erstellen mit WordPress - Teil 1: Die 5 Minuten-Installation

Wenn Sie auf “Anmel­den” kli­cken, kön­nen Sie sich gleich in den Admin-Bereich Ihrer Wor­d­Press-Instal­la­ti­on einloggen.

Viel Erfolg beim Instal­lie­ren Ihres Blogs. In den nächs­ten Fol­gen geht es um Wor­d­Press-The­mes und Wor­d­Press-Plugins.