Der Online-Han­del boomt wei­ter­hin, Unter­neh­men und Pri­vat­per­so­nen gehen im gro­ßen Stil online, das Blog­ging hat sich seit eini­gen Jah­ren als eigen­stän­di­ge Berufs­spar­te aus­ge­glie­dert – die­se Fak­to­ren sor­gen welt­weit für anhal­ten­den Bedarf an Web­pro­duk­ten.


Einer­seits ver­spricht die Ten­denz gute Aus­sich­ten für Per­so­nen, die in die­sem Geschäfts­be­reich tätig sind. Ande­rer­seits ist es immer schwie­ri­ger gewor­den, digi­ta­le Güter bei star­ker Kon­kur­renz und sin­ken­den Prei­sen auf natio­na­ler Ebe­ne zu ver­kau­fen.

Des­halb soll­te man stän­dig neue Ver­kaufs­we­ge erschlie­ßen und die Reich­wei­te des Ange­bots erhö­hen, um eige­ne Fähig­kei­ten zur sta­bi­len Ein­nah­me­quel­le zu machen.

Wo kann man heute selbst kreierte Themes, Plugins und andere Produkte am besten absetzen?

Die­se Fra­ge lässt sich pau­schal nicht beant­wor­ten. Es wür­de dar­auf ankom­men, was du dir zum Ziel gesetzt hast, ob du über genug Zeit ver­fügst, ob du als Solo­pre­neur oder im Team arbei­test und in wel­chen Men­gen du ver­kau­fen willst.

Natür­lich gibt es heu­te dafür vie­le Mög­lich­kei­ten im Web: über die eige­ne Web­site oder einen Blog, in Fach­fo­ren, auf spe­zia­li­sier­ten Markt­plät­zen und sogar bei Ver­kaufs­platt­for­men wie еbay. Jede die­ser Vari­an­ten hat ihre Anhän­ger und könn­te in kon­kre­ten Situa­tio­nen ganz gut funk­tio­nie­ren und auf dei­ne Zie­le hin­ar­bei­ten.

Ich habe mich mit den ver­schie­de­nen Ver­triebs­mög­lich­kei­ten genau­er aus­ein­an­der­ge­setzt und ihre Vor- und Nach­tei­le her­aus­ge­stellt, die in der fol­gen­den Tabel­le ver­an­schau­licht sind:

Eige­ne Web­siteFach­fo­rumеbaySpe­zia­li­sier­te Markt­plät­ze
ProMan braucht Einnah­men mit nie­man­dem zu tei­len

Als Web­site­be­trei­ber machst du dei­ne Regeln selbst

Kei­ne Ver­kaufs­pro­vi­si­on

Gilt als Nischen­ver­kaufs­platz, wo man weni­ger popu­lä­re und spe­zi­fi­sche Pro­duk­te ver­kau­fen kann

Ist ziel­grup­pen­ori­en­tiert (Anlauf­stel­le für Ent­wick­ler von The­mes usw.)

Weni­ger Miss­ver­ständ­nis­se mit Kun­den

Web­site­be­trei­ber sor­gen fürs Pro­mo­ten des Por­tals

Ver­kaufs­pro­vi­si­on ist rela­tiv nied­rig und beträgt 7 – 8%

Weni­ger Anbie­ter, kei­ne Kon­kur­renz

Dein Pro­dukt wird bes­ser gefun­den (zum Zeit­punkt des Schrei­bens die­ses Bei­trags gab es weni­ger als 10 Tem­pla­te-Anbie­ter)

Inter­na­tio­na­le Ver­käu­fe

Es wer­den nur digi­ta­le Pro­duk­te ver­kauft

Sind auf dei­ne Ziel­grup­pe ori­en­tiert

Markt­platz über­nimmt Kos­ten für die Ver­mark­tung

In der Regel gro­ße Reich­wei­te des Por­tals

Gute Mög­lich­kei­ten zur Pro­dukt­prä­sen­ta­ti­on

Sup­port für The­mes

Inter­na­tio­na­le Ver­käu­fe

Con­traBetrei­bung der Web­site nimmt viel Zeit in Anspruch

Abhän­gig­keit von Kun­den

Es gibt wenig Spiel­raum für die Ver­wirk­li­chung dei­ner Ideen

Man muss für gute Auf­find­bar­keit der Web­site sel­ber sor­gen

Kei­ne Vor­aus­set­zun­gen zum Ver­kauf auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne

Web­site­be­trei­ber bewer­ben dei­ne Pro­duk­te nicht

Dei­ne Anzei­ge wird von begrenz­ter Zahl von Nut­zern gese­hen

Die Umsät­ze sind eher gering

Man kann eige­ne Pro­duk­te in klei­nen Men­gen ver­kau­fen

Kei­ne Mög­lich­kei­ten zur Pro­dukt­prä­sen­ta­ti­on

Begrenz­te Mög­lich­kei­ten zur detail­lier­te­ren Pro­dukt­vor­stel­lung und ‑Beschrei­bung, z.B. Live-Demo ist unmög­lich. Man soll dafür den Ver­käu­fer direkt anschrei­ben

Die Platt­form ist nicht auf dei­ne Ziel­grup­pe aus­ge­rich­tet

Es wer­den kei­ne Mar­ke­ting-Maß­nah­men zur geziel­ten Ver­kaufs­för­de­rung von Web­pro­duk­ten vor­ge­nom­men

Spür­bar höhe­re Ver­kaufs­pro­vi­sio­nen

Hohe Kon­kur­renz (tau­sen­de Pro­duk­te und Anbie­ter)

Zum Teil har­te Anfor­de­run­gen an Pro­dukt­qua­li­tät

Wie du sehen kannst, gibt es in jedem Fall genug Für und Wider, die im Detail abzu­wä­gen sind, bevor man in den Han­del bei die­sem oder jenem Ver­kaufs­platz ein­stei­gen wird.

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Es sei hier bemerkt, dass spe­zia­li­sier­te Markt­plät­ze im Ver­gleich zu eige­ner Web­site, Foren oder ebay viel bes­se­re Vor­aus­set­zun­gen für erfolg­rei­che Ver­käu­fe schaf­fen kön­nen. 

Fach­leu­te über­neh­men für dich das Manage­ment, Ver­trieb und Wer­bung. Durch­dach­te Mar­ke­ting-Maß­nah­men sowie eine unüber­schau­bar gro­ße Aus­wahl an The­mes locken unzäh­li­ge Kun­den an.

Da die­se gro­ßen und inter­na­tio­nal agie­ren­den Markt­plät­ze Hun­dert­tau­sen­de oder Mil­lio­nen von Besu­chern im Monat gene­rie­ren, wächst natür­lich dei­ne Chan­ce, Kun­den für dei­ne The­mes oder ande­re digi­ta­le Pro­duk­te zu gewin­nen.

Ver­käu­fe auf Markt­plät­zen sind in der Regel kos­ten­frei. Nur vom abge­schlos­se­nen Ver­kauf wer­den bestimm­te Pro­zen­te abge­zo­gen. Doch die­se Bedin­gung schreckt häu­fig vie­le Ent­wick­ler ab, wäh­rend sie bei der Ein­stel­lung von Fach­leu­ten für SEO und Online-Mar­ke­ting für eige­ne Web­sites mehr­fach höhe­re Aus­ga­ben hin­neh­men müs­sen.

Es gibt jeden­falls vie­le Web­ent­wick­ler, denen es gelingt auf dem Markt­platz rich­tig viel Geld zu ver­die­nen. Wir haben die bekann­ten Markt­plät­ze auf­ge­lis­tet, die dei­nen Besuch defi­ni­tiv wert sind, wenn du eige­ne Pro­duk­te ver­kau­fen willst.

Fantero

Fantero

Fan­te­ro ist eine Ver­kaufs­platt­form von Free​lan​cer​.com, die seit 2004 exis­tiert.

Auf der Web­site wer­den Web-Tem­pla­tes, Fotos, Audio, Flash, Video, Scripts und Gra­fik (über 2.500.156 Pro­duk­te) vor­ge­stellt. Der Markt­platz wirbt mit 2.500,401 Down­loads. Anbie­tern wer­den groß­zü­gi­ge Pro­vi­sio­nen in Höhe von 50 ‑75 Pro­zent aus­ge­schüt­tet. Du kannst dich auch bei Fan­te­ro anmel­den und eige­ne Pro­duk­te zum Ver­kauf stel­len.

Man soll­te aller­dings die all­ge­mei­nen Bedin­gun­gen für die Zusam­men­ar­beit auf­merk­sam durch­le­sen, deren Ver­let­zung eine Stra­fe bis zu 3000 Dol­lar vor­sieht.

Themesnap

Themesnap

Auf The­mes­nap sind sol­che Pro­dukt­ka­te­go­rien wie Dru­pal, Wor­d­Press, HTML- und PSD-Tem­pla­tes und ande­res mehr ver­tre­ten. Ins­ge­samt wer­den hier über 1420 Waren ange­bo­ten.

Unab­hän­gig vom Umsatz kannst du 55 Pro­zent bei jedem Ver­kauf ver­die­nen. Ab 8000 Dol­lar stei­gert sich die Pro­vi­si­on auf bis zu 60 Pro­zent und mit dem Umsatz­wachs­tum erreicht man maxi­mal 75 Pro­zent.

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Codester

Codester

Codes­ter ist ein Online-Markt­platz für Wor­d­Press, Magen­to, Shopi­fy, Joom­la und wei­te­re CMS-Lösun­gen sowie App Tem­pla­tes, Plugins, Gra­fik u.a.

Die Web­site bie­tet über 700 Web-Tem­pla­tes, über 200 Plugins, etwa 380 Scripts und Codes. Codes­ter zahlt 70 Pro­zent vom Ver­kaufs­preis an dich aus.

Flippa

Flippa

Das Ver­kaufs­mo­dell von Flip­pa unter­schei­det sich von den oben auf­ge­lis­te­ten Markt­plät­zen. Um Ver­käu­fe zu star­ten, muss der Anbie­ter bzw. Ent­wick­ler ein Auk­ti­ons­an­ge­bot erstel­len, das über meh­re­re Tage läuft.

Beim erfolg­rei­chen Ver­kauf wird von Flip­pa die Gebühr in Höhe von 15 Pro­zent erho­ben. Der­zeit sind 2.040,523 Lis­tings eröff­net. Auf der Web­site wer­den meis­tens Web­sites – sowohl neu gestar­te­te als auch eta­blier­te — ver­kauft. Hin­zu kom­men Domains und Apps.

TemplateMonster

Templatemonster

Wie man bereits dem Namen ent­neh­men kann, spe­zia­li­siert sich die­ser Markt­platz haupt­säch­lich auf Tem­pla­tes. Auf der Web­site von Tem­pla­te­Mons­ter sind CMS‑, Web-Vor­la­gen, Plugins, Erwei­te­run­gen und ande­re Web-Pro­duk­te zu fin­den.

Der­zeit wer­den auf dem Markt­platz 26.640 The­mes ver­kauft. Der Anbie­ter ver­dient 40 Pro­zent Pro­vi­si­on, wenn das Pro­dukt nicht exklu­siv ist, also auch auf ande­ren Por­ta­len ver­kauft wird. Bei exklu­si­ven Pro­duk­ten hängt der Ver­dienst vom Umsatz ab und kann bis zu 70 Pro­zent betra­gen.

Fazit

Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass es ver­nünf­tig wäre, sich beim Ein­stieg in Web­ver­käu­fe nicht nur auf einen Ver­kaufs­weg zu kon­zen­trie­ren, son­dern gleich meh­re­re zu nut­zen.

Erst nach meh­re­ren Ver­su­chen wirst du fest­stel­len, was bes­ser funk­tio­niert und letzt­end­lich mehr Gewinn bringt.