Die besten Nebenjobs im Internet: Ebook-Autor/in

Vor eini­gen Jah­ren kann­te man sie noch nicht: Ebooks – digi­ta­le Bücher. Doch dank der ver­schie­de­nen Ebook-Rea­der auf dem Markt, wie zum Bei­spiel das Ama­zon Kind­le oder der Toli­no Rea­der, ist ihre Beliebt­heit explo­si­ons­ar­tig ange­stie­gen und das wird wahr­schein­lich auch in naher Zukunft so bleiben.

Denn das Prak­ti­sche an einem Ebook-Rea­der ist: Man kann zahl­rei­che Ebooks dar­auf spei­chern, was sie zu einem per­fek­ten Urlaubs­be­glei­ter wer­den lässt. Vor­bei die Zei­ten, in denen man schwe­re Bücher mit sich rum­schlep­pen muss­te. Und auch Zuhau­se spart man Platz in den Bücherregalen.

Ein wei­te­res Plus von Ebook-Rea­dern ist die Mög­lich­keit, die Schrift auf dem Dis­play zu ver­grö­ßern, was das Lesen — nicht nur für schwä­che­re Augen – ein­deu­tig ange­neh­mer macht.

Der gro­ße Erfolg von Ebook-Rea­dern hat es ange­hen­den Autoren und Autorin­nen viel ein­fa­cher gemacht, ihre Ebooks auf gro­ßen Online-Por­ta­len wie Ama­zon und ePu­bli zu ver­kau­fen. Die größ­te Platt­form ist nach wie vor Ama­zon, der Tau­sen­de von Kind­le Ebooks ver­kauft werden.

Zahlreiche Verkaufsplattformen für Ebooks

Doch nicht nur dort kannst du dei­ne eige­nen Ebooks ver­kau­fen, es gibt im Inter­net noch wei­te­re gro­ße und klei­ne­re Platt­for­men, auf denen du dei­ne Wer­ke ein­stel­len kannst, so z. B.

  • ePu­bli
  • XinXii
  • Boo­kRix
  • Toli­no Media
  • Neo­books

Für den Beginn soll­test du dir die bei­den größ­ten Platt­for­men aus­su­chen: Ama­zon und danach ePu­bli. Ob du dann noch wei­te­re hin­zu­ziehst, hängt ganz von dir und dei­nem erziel­ten Umsatz ab.

ePu­bli ver­fügt über ein recht gro­ßes Ver­triebs­netz­werk, zu dem auch Ama­zon, Apple, Tha­lia, Hugen­du­bel und Goog­le Play gehören.

Begin­nen wir ein­fach mit Ama­zon:
Wenn du dort ein Ebook ver­öf­fent­li­chen willst, dann kos­tet es dich kei­ne Ein­stel­lungs­ge­bühr, das Gan­ze ist kos­ten­los. Du musst dich auf der Kind­le Direct Publi­shing (KDP) Platt­form anmel­den, den kom­plet­ten Regis­trie­rungs-Pro­zess durch­lau­fen, um anschlie­ßend die Mög­lich­keit zu erhal­ten, dei­ne elek­tro­ni­schen Bücher hoch­zu­la­den und zu verkaufen.

Der Anmel­de­pro­zess ist selbst­er­klä­rend, sodass ich hier nicht näher dar­auf ein­ge­hen wer­de. Ama­zon bie­tet im inter­nen Bereich der KDP-Platt­form Hilfs­do­ku­men­te an, in denen erläu­tert wird, wie du bei­spiels­wei­se das Inhalts­ver­zeich­nis dei­nes Ebooks erstellst, wor­auf du bei der Text­for­ma­tie­rung ach­ten soll­test, wie du ein Cover ent­wirfst, wel­che Grö­ße es haben muss und vie­les mehr.

Das Ebook selbst kannst du für Ama­zon ganz ein­fach in Word ver­fas­sen, eine Umwand­lung in ein ande­res Datei­for­mat muss vor dem Hoch­la­den nicht erfolgen.

Preis­ge­stal­tung: Um es ganz klar zu sagen, Kind­le Ebooks sind in den sel­tens­ten Fäl­len teu­rer als 9,99 Euro und der letzt­ge­nann­te Preis liegt für ange­hen­de Ebook-Autoren auch noch zu hoch. Es kommt sicher­lich dar­auf an, wor­über du schreibst, ob es sich um einen span­nen­den Fan­ta­sy­ro­man han­delt oder um ein Rat­ge­ber­buch, doch als Neu­ling in der Bran­che soll­test du den Preis recht nied­rig anset­zen, und zwar zwi­schen 2,99 und 4,99 Euro.

Beden­ke, dass du von einem Ebook-Ver­kauf ca. 70 Pro­zent vom Net­to­er­lös erhältst, d.h. bei einem Preis von 4,99 Euro sind das ca. 2,93 Euro. Die­se Erlös­hö­he von 70 Pro­zent bekommst du bei Ama­zon bei einem Ebook-Preis zwi­schen 2,99 und 9,99 Euro, liegst du dar­un­ter oder dar­über, bekommst du nur 35 Pro­zent vom Nettoerlös.

Das heißt aber nicht, dass ein Preis von 0,99 € abso­lut schlecht ist. Denn ein so nied­ri­ger Preis ist für vie­le ein No-Brai­ner und es wer­den wahr­schein­lich deut­lich mehr Exem­pla­re ver­kauft, als bei einem Preis von 3,99 €. Und schließ­lich willst du ja Umsatz machen.

KDP Select: Unter KDP Select ist eine Mar­ke­ting-Maß­nah­me zu ver­ste­hen, um das ein­ge­stell­te Ebook bekann­ter zu machen. Dabei wird das Ebook allen Ama­zon Prime Kun­den kos­ten­los in der Kind­le-Leih­bü­che­rei zur Ver­fü­gung gestellt.

Zum Aus­gleich wird über einen Fund (der mal bei 600.000 US$, mal dar­un­ter, mal deut­lich höher liegt), der von Ama­zon monat­lich neu bemes­sen wird, ein Betrag ent­spre­chend der Down­load­zah­len aus­ge­zahlt. Zusätz­lich wird über KDP Select das Ebook für bis zu fünf Tage kos­ten­los ange­bo­ten, eben­falls eine inter­es­san­te Marketing-Strategie.

Dafür darfst du das Ebook in den ers­ten 90 Tagen ab Ver­öf­fent­li­chung auf Ama­zon nur exklu­siv auf die­ser Platt­form zum Ver­kauf anbie­ten. Nach Ablauf der 90-Tage-Frist kannst du das Werk auch auf ande­ren Ebook-Platt­for­men verkaufen.

Ande­re Ebook-Ver­kaufs­platt­for­men:
Du soll­test nicht nur auf Ama­zon ver­kau­fen, son­dern noch ande­re Absatz­mög­lich­kei­ten in Form von wei­te­ren Ebook-Ver­kaufs­platt­for­men nut­zen. Es gibt noch eini­ge im deutsch­spra­chi­gen Raum wie u. a. ePu­bli, Toli­no Media und wie sie alle hei­ßen. Wei­ter oben in die­sem Arti­kel habe ich die wich­tigs­ten aufgezählt.

Wie die Kon­di­tio­nen der ein­zel­nen Platt­for­men aus­se­hen, wer­de ich hier nicht auf­füh­ren, denn die­se kön­nen sich in regel­mä­ßi­gen Zeit­ab­stän­den ändern. Nicht alle Platt­for­men sind wie Ama­zon kos­ten­los für das Ein­stel­len von Ebooks, vor allem wenn du für das Ebook eine ISBN-Num­mer willst.

Das solltest du bedenken

Auch wenn du stolz sein kannst, dein ers­tes Ebook geschrie­ben zu haben, um es auf einer Platt­form zum Ver­kauf anzu­bie­ten, so soll­test du beden­ken, dass du mit einem Ebook noch nicht viel ver­die­nen wirst. Erst­wer­ke, die zu einem genia­len Ver­kaufs­schla­ger wer­den, gibt es nur wenige.

Gehe davon aus, dass du eini­ge Ebooks ver­fas­sen musst, um anspre­chen­de Ein­nah­men über Ama­zon oder ande­re Por­ta­le zu erzie­len. Wie vie­le Ebooks das genau sein soll­ten, ist schlecht zu sagen, aber 20 bis 30 wären eine gute Zahl.

Willst du vie­le Ebooks in einem kur­zen Zeit­raum publi­zie­ren, wäre ein oder meh­re­re Ghost­wri­ter eine Opti­on. Nur so las­sen sich zahl­rei­che Bücher schnell produzieren.

Um wei­te­re Ziel­grup­pen zu errei­chen, lohnt es sich, die Ebooks über­set­zen zu las­sen, denn damit fin­den dei­ne Wer­ke nicht nur deutsch­spra­chi­ge Inter­es­sen­ten, son­dern auch Leser und Lese­rin­nen in ande­ren Län­dern. Güns­ti­ge Über­set­zer kannst du u. a. auf Fiverr, Upwork und Peo­p­le­per­Hour finden.

Den­ke auch dar­an, dass nicht nur Über­set­zun­gen in gän­gi­ge Welt­spra­chen wie Eng­lisch oder Spa­nisch den Umsatz stei­gern kön­nen, son­dern auch „exo­ti­sche­re“ wie bei­spiels­wei­se Chi­ne­sisch oder Hindi.

Ein wei­te­rer Schritt, um die Ver­kaufs­zah­len zu erhö­hen, ist Print on Demand, also die Mög­lich­keit, dass inter­es­sier­te Kun­den das Buch als Druck bestel­len kön­nen. Ama­zon und ePu­bli bie­ten z. B. so einen Ser­vice an.

Mög­lichst vie­le Ver­triebs­we­ge stei­gern die Wahr­schein­lich­keit auf Ein­nah­men: So kannst du dei­ne Ebooks als Audio­books erstel­len und auf audi­ble, iTu­nes, Spo­ti­fy und wei­te­ren Audio-Shops vertreiben.

Es gibt eini­ge Platt­for­men, wie z. B. Fei­yr, Xinxii, Fin­daway­voices und Libe­r­au­dio, wor­über du die MP3-Datei hoch­la­den und auf den unter­schied­lichs­ten Audio­book-Shops ver­kau­fen kannst.

So gehst du vor

Du publi­zierst auf ver­schie­de­nen Ebook-Por­ta­len dei­ne geschrie­be­nen Ebooks und beginnst, dei­ne Bücher zu ver­mark­ten, um dei­nen Bekannt­heits­grad zu stei­gern und damit dei­ne Ver­kaufs­zah­len zu vergrößern.

Für den Ein­stieg soll­test du als Mar­ke­ting­in­stru­men­te vor allem die sozia­len Medi­en wie Face­book und Insta­gram nut­zen und dort dei­ne Bücher dei­nen Fol­lo­wern präsentieren.

Ver­fügst du über einen gro­ßen Bekann­ten­kreis, kannst du ihn bit­ten, das Buch inner­halb kur­zer Zeit auf Ama­zon down­zu­loa­den. Damit kann es das Ebook — je nach­dem in wel­cher The­men­s­par­te es sich befin­det — recht schnell auf die Best­sel­ler­lis­te schaf­fen und wird auf Ama­zon deut­lich sicht­ba­rer. Gera­de für sol­che Aktio­nen ist ein sehr nied­ri­ger Ebook-Preis wie 0,99 € sinnvoll.

Ande­re Mar­ke­ting­mög­lich­kei­ten sind:

  • eine eige­ne Autoren­web­site, auf der die Web­site-Besu­cher Ebook-Aus­zü­ge her­un­ter­la­den und lesen können,
  • Pres­se­mit­tei­lun­gen schreiben,
  • Autoren-Pro­fi­le auf den jewei­li­gen Ebook-Platt­for­men anle­gen, falls das mög­lich ist (Ama­zon ermög­licht Autoren-Profile),
  • Lesun­gen veranstalten
  • und vie­les mehr.

Der (Marketing-)Fantasie sind kei­ne Gren­zen gesetzt.

Das sollten deine Stärken sein

Hast du Talent, span­nen­de Geschich­ten zu erzäh­len, wie Kri­mis, Lie­bes­ge­schich­ten oder Fan­ta­sy-Sto­ries? Umso bes­ser, dann kannst du mit dei­nen Bel­le­tris­tik-Ebooks wirk­lich erfolg­reich werden.

Aber du musst nicht unbe­dingt die Nach­fol­ge­rin von Joan­ne K. Row­ling, der Erfin­de­rin von Har­ry Pot­ter, wer­den. Oder so pro­duk­tiv sein wie die US-Ame­ri­ka­ne­rin Aman­da Hocking, die in ihrer Frei­zeit begann, Vam­pir­ro­ma­ne zu ver­fas­sen und mit weit über 8 Mil­lio­nen ver­kauf­ten Ebooks als erfolg­reichs­te Self-Publi­shing-Autorin der Welt gilt.

Rat­ge­ber-Ebooks sind eben­falls sehr beliebt. Und wenn dei­ne Stär­ke nun dar­in liegt, inter­es­san­te Sach­bü­cher oder Rat­ge­ber für die unter­schied­lichs­ten Lebens­la­gen zu schrei­ben, war­um nicht?

Wenn du Ideen für zahl­rei­che Ebooks hast, dann schrei­be die­se Ebooks! Bes­ser eines zu viel als eines zu wenig.

Neben der Lust auf Schrei­ben soll­test du selbst­ver­ständ­li­cher­wei­se auch über ein geho­be­nes Sprach­ni­veau ver­fü­gen sowie die deut­sche Recht­schrei­bung und Gram­ma­tik sicher beherrschen.

Deine Verdienstmöglichkeiten

Wie­viel du als Ebook-Autor/in ver­die­nen wirst, ist von dei­nen Ebook-Ver­kaufs­zah­len abhän­gig und auch von der Anzahl dei­ner ver­öf­fent­lich­ten Bücher.

Gene­rell wer­den die Prei­se für Ebooks ziem­lich nied­rig ange­setzt, sodass von einem Ver­kauf zwi­schen 25 Cent bis ca. 3 Euro an Ver­dienst mög­lich sind. Aus die­sem Grund spielt Mar­ke­ting eine wesent­li­che Rol­le, um die Ver­kaufs­zah­len in die Höhe zu treiben.

Wichtige Links:

kdp​.ama​zon​.com (Kind­le Direct Publishing)

epu​bli​.de

Es gibt im Inter­net ver­schie­de­ne nütz­li­che Blogs und Web­sites zu dem The­ma “Ebook-Autor” bzw. “Selbst-Publi­shing”.

Zwei sol­cher Quel­len will ich hier aufführen:

Die Self-Publis­her-Bibel

Lite­ra­tur­ca­fé


Auf den Web­sites (die meis­ten haben ein Blog) der ein­zel­nen Ebook-Ver­kaufs­platt­for­men fin­dest du eben­falls aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen und nütz­li­che Tipps für das Schrei­ben und Ver­mark­ten von Ebooks.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © janeb13 /Pixabay.com)

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