Dispokredit ausgleichen – Mit diesen Möglichkeiten funktioniert es

Der Dis­po­kre­dit ist eine ein­fa­che Mög­lich­keit, wie du schnell an Geld kommst, wenn es ein­mal knapp wird. Meist kannst du dein Kon­to um bis zu zwei oder gar drei Monats­ge­häl­ter über­zie­hen, doch die­sen Dienst las­sen sich Ban­ken natür­lich teu­er bezahlen.

Du zahlst Zin­sen für jeden Tag, an dem dein Kon­to­stand nicht aus­ge­gli­chen ist. Das Pro­blem dabei ist, dass der Aus­gleich alles ande­re als ein­fach ist. Stell dir vor, du hast dein Kon­to um 2.000 Euro über­zo­gen (dein Monatsgehalt). 

Dein aktu­el­ler Kon­to­stand beträgt also Minus 2.000 Euro. Wenn nun dein Gehalt ein­geht, gleichst du das Kon­to zunächst ein­mal aus. Aller­dings brauchst du jetzt wie­der Geld, um dei­nen Lebens­un­ter­halt zu bezah­len. Und so beginnt der Teu­fels­kreis­lauf des Dis­pos. Was du dage­gen tun kannst, erfährst du hier.

Wie viele Deutsche nutzen den Dispokredit?

Der Dis­po ist in Deutsch­land beliebt, wie eine Pres­se­mit­tei­lung des Kre­dit­ver­mitt­lers Sma­va ergab. Nach Weih­nach­ten 2021 befin­den sich rund 6,6 Mil­lio­nen Men­schen im Dis­po, das sind 17 Pro­zent mehr als noch im Janu­ar des glei­chen Jahres.

Inter­es­sant dabei ist, dass 37,9 Pro­zent der Dis­po­nut­zer mehr als 2.000 Euro im Minus sind, der Löwen­an­teil. Doch auch die ande­ren 61,1 Pro­zent haben Schul­den, wie du aus der fol­gen­den Auf­stel­lung ent­neh­men kannst:

  • 16,8 Pro­zent haben ihr Kon­to bis zu 250 Euro überzogen
  • Wei­te­re 16,8 Pro­zent haben ihr Kon­to zwi­schen 251 bis 500 Euro überzogen
  • Zwi­schen 501 und 750 Euro im Minus befin­den sich 4,2 Prozent
  • 6,3 Pro­zent haben ihr Kon­to um 751 bis 1.000 Euro überzogen
  • Eben­falls 6,3 Pro­zent befin­den sich zwi­schen 1.001 und 1.500 Euro im Minus
  • 11.6 Pro­zent haben das Kon­to um 1.501 bis 2.000 Euro überzogen

Immer­hin: Jeder zwei­te Dis­po­nut­zer schafft es, sein Kon­to bin­nen eines Monats aus­zu­glei­chen. Das ent­spricht 51,6 Pro­zent. Schon jeder sechs­te Nut­zer braucht hier­für ein Quar­tal und 14,7 Pro­zent brau­chen ein gan­zes Jahr, um den Dis­po auszugleichen. 

Da der Dis­po mit einem Zins­satz von rund 10 Pro­zent eine der teu­ers­ten Leih­me­tho­den ist, soll­te man den Dis­po­kre­dit so schnell wie mög­lich aus­glei­chen. Wenn das über das nor­ma­le Gehalt nicht funk­tio­niert, gibt es ande­re Möglichkeiten.

Bis wann sollte man seinen Dispokredit ablösen?

Je schnel­ler du dei­nen Dis­po aus­glei­chen kannst, des­to bes­ser. Der Zins­satz ist enorm, die Stif­tung Waren­test bezif­fer­te ihn auf durch­schnitt­lich 9,43 Pro­zent. Dadurch wird klar: je kür­zer du den Dis­po nutzt, des­to weni­ger Zin­sen musst du zahlen.

Das funk­tio­niert aber nicht immer, denn damit bist du wie­der beim Teu­fels­kreis­lauf­pro­blem. Der Dis­po kann sich dann für dich loh­nen, wenn du ganz schnell an Geld kom­men musst und genau weißt, dass du es schon eini­ge Tage oder spä­tes­tens vier Wochen spä­ter wie­der aus­glei­chen kannst. Doch selbst in die­ser Situa­ti­on gibt es mit moder­nen Klein­kre­di­ten eine bes­se­re und vor allem zins­är­me­re Lösung.

Welche Probleme können bei der Nutzung des Dispos auftreten?

Der Dis­po ist natür­lich reiz­voll, denn wenn das Geld aus­geht, ist guter Rat teu­er. Nicht umsonst haben immer mehr Men­schen einen Neben­job und ver­die­nen sich zum klas­si­schen Gehalt etwas hin­zu. Wenn das Geld am Ende des Monats immer knapp ist und das monat­li­che Bud­get eng bemes­sen ist, wird der Dis­po schnell zum Ret­ter in der Not.

Ohne einen Not­gro­schen wird es schon kri­tisch, wenn plötz­lich eine teu­re Repa­ra­tur am Auto ansteht. Die Rech­nung per Dis­po zu bezah­len ist nahe­lie­gend, denn es geht schnell und funk­tio­niert bei den meis­ten Ban­ken ohne gro­ße Rück­fra­gen (Boni­tät vorausgesetzt).

Das Pro­blem an der Sache ist aber, dass der Dis­po sehr viel Selbst­dis­zi­plin erfor­dert. Hast du das Kon­to erst ein­mal über­zo­gen, musst du es wie­der aus­glei­chen, und zwar schnell. Wenn du das nicht schaffst, zahlst du Monat für Monat rund 10 Pro­zent Zin­sen. Das klingt wenig, doch wenn du dein Kon­to um 2.000 Euro über­zo­gen hast, ent­spricht das immer­hin 200 Euro Zinsen!

Eine wei­te­re Heim­tü­cke des Dis­pos besteht dar­in, dass du sei­ne Nut­zung oft gar nicht direkt merkst. Hier einen Ein­kauf mit EC-Kar­te bezahlt, dort einer Last­schrift zuge­stimmt und am Ende des Monats ist das Kon­to im Minus, ohne dass du es über­haupt gemerkt hast. Zin­sen zah­len musst du trotz­dem, egal ob es dir bewusst war oder nicht. Ist ein Dis­po ein­ge­rich­tet, muss die Bank dich nicht dar­auf hin­wei­sen, wenn du ins Minus gehst.

Schuldenfalle durch den Dispo – Hier droht Gefahr

Schul­den sind für vie­le Haus­hal­te ein The­ma, der Dis­po ist prä­de­sti­niert dafür, dich in die Schul­den­fal­le zu füh­ren. Durch die hohen Zin­sen fällt es immer schwe­rer, die Ver­bind­lich­kei­ten aus­zu­glei­chen. Monat für Monat bleibt ein Rest­be­trag übrig, der wie­der­um ver­zinst wird und der Rat­ten­schwanz wird länger.

Mer­ke dir daher: Der Dis­po ist ein Not­kre­dit, ähn­lich einem Not­fall­gro­schen. Nut­ze ihn nur, wenn du inner­halb kür­zes­ter Zeit aus­glei­chen kannst.

Welche günstige Alternative gibt es zum Dispokredit?

Im Not­fall denkst du nicht lan­ge nach, son­dern nimmst den Dis­po in Anspruch, weil du Geld brauchst. Ver­ständ­lich, ech­te finan­zi­el­le Eng­päs­se müs­sen natür­lich so schnell wie mög­lich über­wun­den wer­den. Aller­dings kannst du das auch errei­chen, indem du einen klas­si­schen Raten­kre­dit aufnimmst.

Wenn du beim The­ma Kre­dit gleich an gro­ße Sum­men von 10.000 Euro und mehr denkst, irrst du. Soge­nann­te Mikro­kre­di­te oder Klein­kre­di­te kön­nen oft schon ab 500 Euro oder weni­ger auf­ge­nom­men wer­den. Ver­gli­chen mit dem Dis­po hat der Raten­kre­dit eini­ge Vorteile:

  • Der Raten­kre­dit ist durch­schnitt­lich 41 Pro­zent günstiger
  • Du hast einen gerin­ge­ren Zinssatz
  • Die Lauf­zeit für den Raten­kre­dit ist überschaubar
  • Dein Kon­to ist nicht im Minus
  • Die Rück­zah­lung läuft nach einem auf dich abge­stimm­ten Plan ab

Der durch­schnitt­li­che Zins­satz für einen Raten­kre­dit ist deut­lich nied­ri­ger als die Zin­sen beim Dis­po. Damit hast du den Vor­teil, dass du zwar auch Geld zurück­zah­len musst, aber weni­ger unter den Zusatz­kos­ten leidest.

Hin­zu kommt, dass der Druck der Rück­zah­lung nicht so stark auf dir las­tet. Beim Dis­po ver­suchst du alles, um ihn mög­lichst schnell aus­zu­glei­chen und so zu ver­hin­dern, dass die Ver­bind­lich­kei­ten immer wei­ter steigen.

Beim Raten­kre­dit wählst du schon bei der Bean­tra­gung aus, wie lan­ge die Lauf­zeit dau­ern soll. Du weißt also im Vor­feld, wel­che Sum­me du bezah­len musst und zu wel­chem Datum du dei­nen Kre­dit voll­stän­dig getilgt hast. Die Lauf­zeit kannst du ent­spre­chend dei­ner monat­li­chen Ver­bind­lich­kei­ten indi­vi­du­ell auswählen.

Ein wei­te­rer Vor­teil ist, dass dein Giro­kon­to von einem Raten­kre­dit unbe­hel­ligt bleibt. Dein Kon­to ist nicht im Minus und wenn dein Gehalt ein­geht, musst du dir kei­ne Sor­gen um mög­li­che Zin­sen machen. Den Kre­dit musst du nicht ein­mal bei der Haus­bank bean­tra­gen, wenn der dor­ti­ge Zins­satz zu hoch ist. Ein Online-Kre­dit ist in weni­gen Minu­ten bean­tragt und wird dir dis­kret auf dein Bank­kon­to ausgezahlt.

Wie komme ich aus der Dispofalle wieder raus?

Wenn die Dispo­fal­le erst­mal zuge­schla­gen hat, ist es nicht immer ein­fach, dort wie­der raus­zu­kom­men. Wenn du nicht genug Geld zur Ver­fü­gung hast, um die Schul­den inner­halb eines Monats zurück­zu­zah­len, wach­sen sie immer wei­ter an. Beden­ke auch, dass jede wei­te­re Last, die du finan­zi­ell stem­men musst, den Kon­to­stand wei­ter ins Minus treibt.

Stell dir fol­gen­des vor: Du hast dein Kon­to um 2.000 Euro über­zo­gen. Anfang des Monats geht dein Gehalt ein (2.000 Euro) und du bist auf Null. Nun nimmst du dir vor, im kom­men­den Monat nur 1.500 Euro zu ver­brau­chen und 500 Euro für die Rück­zah­lung des Dis­pos zu ver­wen­den. Ver­zinst wer­den dann nur noch 1.500 Euro, der Betrag, den du der Bank schul­dest. Kommt es nun aber zu einem finan­zi­el­len Pro­blem, bei­spiels­wei­se durch einen Scha­den am Auto, musst du erneut den Dis­po bemü­hen und rutschst noch wei­ter ins Minus.

Wenn es dir also irgend­wie mög­lich ist, nut­ze dei­ne Erspar­nis­se, um von dei­nen Dis­po-Schul­den run­ter­zu­kom­men. Einer­seits ist es natür­lich ärger­lich, wenn du das Tages­geld­kon­to plün­derst, doch die Zin­sen, die du beim Dis­po zahlst, sind höher als jene, die du bei einem Tages­geld­kon­to erhältst. Manch­mal kann es bei klei­ne­ren Schuld­sum­men auch hel­fen, wenn du Freun­de oder Ver­wand­te um ein Mikro­dar­le­hen bit­test. In der Regel zahlst du hier kei­ne Zin­sen oder nur einen klei­nen Zins­satz und kannst den Dis­po kos­ten­güns­tig ausgleichen.

Den Dispokredit umschulden, um weniger Zinsen zu zahlen

Wenn kei­ne der obi­gen Mög­lich­kei­ten für dich in Betracht kom­men, hast du die Mög­lich­keit, dei­nen Dis­po umzu­schul­den. Da du bei einem Raten­kre­dit fast immer weni­ger Zin­sen zahlst, ist er zum Aus­gleich der offe­nen Dis­po­sum­me geeig­net. Ganz wich­tig ist aber, dass du bei einer Umschul­dung per Raten­kre­dit nicht wie­der zum Dis­po greifst, denn sonst rückt die Schul­den­fal­le immer näher.

Wird dir der Kre­dit direkt auf dein Bank­kon­to aus­ge­zahlt, ist der Dis­po aus­ge­gli­chen. Hast du eine höhe­re Kre­dit­sum­me bean­tragt, kannst du das über­schüs­si­ge Geld ver­wen­den, aller­dings ohne den Dis­po wie­der ins Minus zu füh­ren. Dein Vor­teil ist, dass du jetzt an eine fes­te Stel­le eine monat­li­che Sum­me zurück­zahlst. Zwar zahlst du beim Dis­po auch direkt an dei­ne Bank, doch du gerätst dank der Fle­xi­bi­li­tät bei der Rück­zah­lung schnel­ler in Versuchung.

Dei­ne Bank wird dich nicht dar­um bit­ten, dass du den Dis­po zeit­nah zurück­zahlst, sofern dei­ne Boni­tät sich nicht ver­schlech­tert. Denn jeder Monat, den du über dei­nen Dis­po ver­fügst, ist für dei­ne Bank ein Gewinn. Der Zins­satz ist hoch, durch den Geld­ein­gang im kom­men­den Monat hat dei­ne Bank die Sicher­heit, dass der Dis­po irgend­wann auto­ma­tisch wie­der (kurz­zei­tig) aus­ge­gli­chen ist.

Fazit: Dispo ist nur für Notfälle da, ausgleichen ist wichtig

Als Fazit bleibt zu sagen, dass der Dis­po­kre­dit tat­säch­lich sei­ne Daseins­be­rech­ti­gung hat und dich schnell aus einer Not­la­ge füh­ren kann. Wann immer es dir mög­lich ist, soll­test du aber zuvor Alter­na­ti­ven in Betracht ziehen.

Nicht nur der klas­si­sche Raten­kre­dit, son­dern auch der Abruf­kre­dit kann eine Mög­lich­keit für dich sein. Der Dis­po ist schnell aus­ge­reizt und dann beginnt der Wett­lauf gegen die Zeit, denn je schnel­ler du ihn aus­gleichst, des­to weni­ger Schul­den für dich.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: Pixabay © Chro­no­m­ar­chie CCO Public Domain, Bild 2: Pixabay © nattanan23 CCO Public Domain)

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