Mit die­sem Arti­kel neh­me ich an der Blog­pa­ra­de von Selb­stän­dig im Netz teil, bei der es die­ses Mal um das Büro­le­ben von Selb­stän­di­gen im Som­mer geht.


In den ver­gan­ge­nen Wochen hat das Arbei­ten im Home-Office wohl den meis­ten Selb­stän­di­gen nicht so viel Spaß gemacht, denn es ist schon seit andert­halb Mona­ten andau­ernd schwül und sehr warm und die hohen Tem­pe­ra­tu­ren wir­ken sich meist nega­tiv auf die Arbeits­leis­tung sowie Moti­va­ti­on aus.

Mir berei­tet es bei der Som­mer­hit­ze eben­falls kei­ne gro­ße Freu­de, in einem war­men Raum zu sit­zen und zu arbei­ten. Schließ­lich gibt es ange­neh­me­re Beschäf­ti­gun­gen im Som­mer. Aber die vie­len Arbeit­neh­mer in Deutsch­land kön­nen auch nicht gera­de arbei­ten, wann es ihnen passt, daher stört mich es nicht groß­ar­tig, bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren vorm PC zu sit­zen.

So sieht mein Arbeits­tag im Som­mer nicht viel anders aus als im Win­ter. Soll­te es wirk­lich uner­träg­lich heiß wer­den, ände­re ich mei­ne Arbeits­zei­ten aller­dings etwas ab.

Veränderte Arbeitszeiten bei hohen Temperaturen

Ich begin­ne ohne­hin am 7:30 Uhr und ist es extrem heiß, so fan­ge ich ger­ne noch eine hal­be Stun­de frü­her an, denn um die­se Uhr­zeit ist es drau­ßen ange­nehm und bei geöff­ne­tem Fens­ter lässt sich auch das Raum­kli­ma für eini­ge Zeit ertra­gen.

Ich ach­te auch dar­auf, genü­gend zu trin­ken und stel­le mir eine gro­ße Fla­sche Was­ser auf den Schreib­tisch. So kann ich — immer mit klei­nen Pau­sen von ca. 10 Minu­ten — bis zum Mit­tag gut durch­ar­bei­ten. Auch nach­mit­tags ist es in mei­nem Büro ganz ange­nehm, aber nur wenn der Roll­la­den her­un­ter­ge­las­sen ist und die Son­ne damit drau­ßen hält.

Will ich dann doch mal raus und den Som­mer genie­ßen, mache ich eine län­ge­re Pau­se und fan­ge abends noch­mal an, für zwei bis drei Stun­den zu arbei­ten, um die ver­lo­re­ne Zeit am Nach­mit­tag auf­zu­ho­len. Dies kommt aber nicht so oft vor, denn ich mache lie­ber frü­her Schluss und erfreue mich am som­mer­li­chen Spät­nach­mit­tag und Abend, wenn es drau­ßen wie­der erträg­li­cher wird.

Kundenaufträge im Sommer

Außer­dem muss ich mich nach mei­nen Kun­den­auf­trä­gen rich­ten. Nor­ma­ler­wei­se ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im Som­mer nicht so viel zu tun gewe­sen und ich konn­te mich mehr lie­gen­ge­blie­be­nen Auf­ga­ben und Pro­jek­ten sowie der Pla­nung für die fol­gen­den Mona­te wid­men, doch die­ses Jahr bin ich mit Arbeit zuge­stopft. Einer­seits ist das aus finan­zi­el­ler Sicht natür­lich gut, ande­rer­seits muss ich deut­lich mehr arbei­ten und ein paar Über­stun­den ein­le­gen.

Im Augen­blick heißt es also, spür­ba­re Mehr­ar­beit zu leis­ten, denn ich habe ja noch mei­ne Blogs, die ich füt­tern will.

Meine Blogarbeit im Sommer

Gene­rell fah­re ich im Som­mer mei­ne Blog­ger­tä­tig­keit etwas zurück, weil es mir bei Hit­ze schwe­rer fällt, neue Arti­kel­the­men zu fin­den und die­se in anspruchs­vol­le Bei­trä­ge umzu­wan­deln. Das ist mit Sicher­heit nicht die bes­te Her­an­ge­hens­wei­se, denn die­ser Trend ist bei vie­len Blog­gern fest­zu­stel­len und so ver­schaf­fe ich mir kei­nen Vor­teil gegen­über den ande­ren.

Den­noch ver­su­che ich, regel­mä­ßig wei­ter zu blog­gen und kei­ne gro­ßen zeit­li­chen Aus­set­zer von meh­re­ren Wochen zu pro­du­zie­ren. Das heißt, ich schrei­be pro Woche min­des­tens 7 bis 8 Arti­kel für mei­ne vier Blogs, bes­ser wäre min­des­tens das Dop­pel­te :-(.

Meine Tipps für den Sommer im Büro

Nach­fol­gend fin­den sich noch ein paar Tipps, die ich auch anwen­de und mit denen sich der Som­mer im Büro gut aus­hal­ten lässt:

  1. Viel trin­ken: Wer viel schwitzt, muss den Flüs­sig­keits­ver­lust durch die Zufuhr von Was­ser wie­der wett­ma­chen. Am bes­ten trinkt man im Som­mer Was­ser, unge­süß­te Säf­te und Tee. Kaf­fee und schwar­zer Tee sind nicht so gut, da sie eher ent­wäs­sern und gera­de Kaf­fee den Kör­per ent­spre­chend auf­heizt.
    Die Geträn­ke soll­ten Kör­per­tem­pe­ra­tur haben oder noch wär­mer sein, auch wenn man bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren vor­zugs­wei­se Kal­tes in sich rein schüt­ten möch­te. Aber die kal­ten Geträn­ke muss der Orga­nis­mus wie­der an die kör­per­ei­ge­ne Tem­pe­ra­tur anglei­chen und dadurch schwitzt man deut­lich mehr.
    Daher trin­ken die Süd­län­der im Som­mer eher war­me Geträn­ke als kal­te, wie bei­spiels­wei­se Pfef­fer­minz­tee. Auch lecke­res Eis kühlt nicht wirk­lich ab und man bekommt durch den dar­in ent­hal­te­nen Zucker star­ken Durst. Trotz­dem soll­te man sich ab und zu eins gön­nen :-).
  2. Gut durch­lüf­ten: Am frü­hen Mor­gen ist die Tem­pe­ra­tur drau­ßen sehr ange­nehm und die Luft noch recht frisch. Daher soll­te man mor­gens den Büro­raum gut durch­lüf­ten. Die­se Fri­sche hält sich in den vier Wän­den für ein paar Stun­den.
  3. Roll­lä­den run­ter: Ich selbst arbei­te nicht gern in abge­dun­kel­ten Räu­men, aber im Som­mer ist es ein Muss, denn die Son­ne knallt ohne Schutz ganz schön in mein Büro rein, sodass ich es dort höchs­tens drei Stun­den aus­hal­ten wür­de. Mit Roll­lä­den bleibt es bei ange­neh­men 23 bis 25 °C.
  4. Ven­ti­la­to­ren eher ver­mei­den: Auch wenn sie die Luft in Bewe­gung brin­gen, so sind Ven­ti­la­to­ren auch ger­ne eine gro­ße Krank­heits­quel­le. Gera­de wenn man geschwitzt ist, kann der küh­le Luft­zug zu Schnup­fen, Hus­ten, Bin­de­haut­ent­zün­dung in den Augen und auch Mus­kel­ver­span­nun­gen füh­ren.
    Wer nicht dar­auf ver­zich­ten will, soll­te den Ven­ti­la­tor etwas wei­ter ent­fernt auf­stel­len, damit der Luft­zug nicht so nah am Kopf spür­bar ist.
    Das glei­che gilt für Kli­ma­an­la­gen: Wer so ein Gerät ver­wen­det, soll­te den Raum nicht all­zu sehr run­ter küh­len.
  5. Arme und Gesicht kühl abrei­ben: Soll­te es wirk­lich mal sehr heiß sein, bringt küh­le Feuch­tig­keit auf Armen und Gesicht deut­li­che Erleich­te­rung. Ein­fach ein Tuch oder einen Wasch­lap­pen mit kal­tem Was­ser befeuch­ten und damit über Gesicht und Arme rei­ben. Am bes­ten nicht abtrock­nen, son­dern die Ver­duns­tungs­käl­te nut­zen, indem man Gesicht und Arme an der Luft trock­nen lässt.
    Oder man stellt sich gleich unter die Dusche …
  6. Nicht so schwer essen: Leich­tes Essen wie Obst, Gemü­se, Fisch belas­ten den Magen nicht so wie Fast Food und fet­ti­ge Sachen. Und auch nicht zu heiß, zu kalt und nicht zu scharf essen.
  7. Sport­li­che Betä­ti­gung mor­gens oder abends durch­füh­ren: Wer sei­ne Arbeit mit Sport auf­lo­ckern will, der soll­te am bes­ten früh­mor­gens oder spät­abends (abends nur emp­feh­lens­wert für Nacht­schwär­mer) aktiv wer­den und nicht in der hei­ßen Mit­tags­son­ne jog­gen.
  8. Arbeits­zei­ten den Tem­pe­ra­tu­ren anpas­sen: Wer die Mög­lich­keit dazu hat, kann mit­tags eine lan­ge Pau­se ein­le­gen und erst wie­der abends anfan­gen zu arbei­ten, so wie man es in den medi­ter­ra­nen Län­dern prak­ti­ziert. Aller­dings ist es auch ange­nehm, wenn man um 16:00 Uhr Schluss machen kann, weil man früh ange­fan­gen hat.
  9. Wär­me­quel­len aus­schal­ten: Elek­tri­sche Gerä­te wie Dru­cker, Lam­pen und Rech­ner wer­fen Wär­me ab. Den PC muss man ja anschal­ten, um arbei­ten zu kön­nen, dafür soll­te man die ande­ren Strom­fres­ser und Wär­me­quel­len nur anschal­ten, wenn es nötig ist.
  10. Bei­ne ent­stau­en: Durch hohe Tem­pe­ra­tu­ren wer­den die Venen in den Bei­nen noch stär­ker bean­sprucht als sonst, auch wenn man viel­leicht gar nicht so deut­lich spürt. Daher soll­te man die Bei­ne häu­fi­ger ent­stau­en. Das heißt, immer wie­der mal vom Büro­stuhl auf­ste­hen, hin und her lau­fen, sich auf die Zehen­spit­zen stel­len oder sich auf den Boden legen, die Bei­ne nach oben stre­cken und mit den Füßen wip­pen. Die letz­te Übung ist vor allem emp­feh­lens­wert für sol­che, die schon spür­ba­re Pro­ble­me mit den Venen haben.