Wer als Selbständiger seine Website aus Kostengründen selbst erstellen will, dem bieten sich viele Möglichkeiten. Wer nur dürftige technische Kenntnisse aufweisen kann, der wird um die Verwendung eines Content-Management-Systems wie WordPress, Joomla oder Drupal einen großen Bogen machen, denn um diese Software zu beherrschen, benötigt man schon etwas Zeit und Geduld, auch wenn sie nicht wirklich komplex ist.

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Da ist die Bedienung eines Webbaukastens oder einer Software für die Erstellung von Websites deutlich einfacher.

Vor allem die großen Webhoster haben in ihrem Leistungsumfang leicht zu bedienende Webbaukästen, mit denen sich schnell und ohne die Notwendigkeit von Programmierkenntnissen ansprechende kleine Webauftritte gestalten lassen. Oder man nutzt andere Webbaukästen von bekannten Anbietern wie beispielsweise Jimdo.

Moderne Websites gestalten mit MAGIX Webdesigner

Eine weitere Option ist das Verwenden von entsprechender Software für den Firmenauftritt, wie z. B. den MAGIX Webdesigner, der mittlerweile in Version 11 vorliegt. Das Softwarepaket kostet nicht die Welt, genauer gesagt 49,99 Euro und man kann die Software vor dem Kauf kostenlos testen.

Ich habe mir den MAGIX Webdesigner in seiner Funktionalität genauer angeschaut und ihn unter dem Aspekt getestet, als wollte ich eine Firmenwebsite erstellen.

Was benötigt eine Firmenwebsite? Vom Inhalt her als kleinstmöglicher Webauftritt zuerst einmal eine Homepage, eine Seite, auf der die Firmenleistungen vorgestellt werden, eine Kontaktseite und ein Impressum, also hauptsächlich einfache Seiten, auf denen sich Text und Grafiken befinden. Das Kontaktformular verlangt dagegen schon eine komplexere Funktionalität, nämlich Formularfelder, deren Inhalt als Mail versendet werden können.

Dann ist eine Navigation nötig, über das die verschiedenen Inhaltsseiten angesteuert werden und das Firmenlogo darf nicht vergessen werden.

Für Einsteiger: Vorlagen von MAGIX nutzen und abwandeln

Wer sich keinen Kopf über eine aufwändige Gestaltung seines Webauftritts machen will, der kann aus den verschiedenen Vorlagen, die MAGIX mitliefert, eine auswählen und diese entsprechend seinen Vorstellungen anpassen. Dies ist wohl der schnellste Weg, eine Firmenwebsite mit dieser Software zu erstellen.

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Zahlreiche Vorlagen: Diese Vorlagen finden sich unter Datei -> Neu aus Content-Katalog. Wenn du eine Vorlage ausgewählt hast – 35 Vorlagen hat die Software zur Auswahl – werden alle dazugehörigen Unterseiten in der rechten Spalte, wo sich die Seiten- und Ebenen-Galerie befindet, aufgeführt.

Geübte Anwender können sich ihr Design auch komplett neu erstellen, es muss keine Vorlage als Website-Grundlage verwendet werden.

Ebenendarstellung: Alle Inhaltselemente auf einer Seite liegen in unterschiedlichen Ebenen. Diese Darstellung erinnert an die bekannten Grafikprogramme wie Adobe Photoshop oder Adobe Photoshop Elements beispielsweise. Wer damit schon gearbeitet hat, dem ist die Ebenenaufteilung nicht mehr allzu fremd. Über die kleinen blauen Pfeile lassen sich die Ebenen aufklappen und die einzelnen Elemente werden aufgelistet. Manche sind gesperrt, mit einem Klick auf das Schlosssymbol lassen sie sich entsperren und bearbeiten.

Werkzeugleiste: Am linken Bildschirmrand sind ebenfalls wichtige Funktionen in der Werkzeugleiste. Wer in einer Vorlage einen Dummy-Text überschreiben will, klickt auf das T-Symbol und dann auf den Text. Nun lässt er sich abändern. Auch die Textfarbe kann man schnell seinen individuellen Wünschen anpassen, indem man den markierten Text über die Farbleiste ganz unten am Bildschirm mit einer anderen Farbe versieht.

Ein Bild lässt sich markieren über das kleine Kamerasymbol in der Werkzeugleiste. Mit einem Klick der rechten Maustaste auf das Foto öffnet sich ein umfangreiches Kontextmenü, über das man das Bild dann mit einem eigenen Foto oder einer eigenen Grafik austauschen kann.

Navigation anpassen: Die ausgewählte Vorlage hat eine bestimmte Anzahl von Unterseiten. Wer manche davon nicht benötigt, kann diese aus der Seiten- und Ebenen-Galerie löschen. Dadurch wird die Navigation auch angepasst  und die Seite aus dem Menü gelöscht.

Genauso wird auch eine neue Seite über die Seiten- und Ebenen-Galerie angelegt. Der entsprechende Punkt kommt direkt in die Navigation. Mit einem Rechtsklick lässt sich der Punkt über das Kontextmenü (Navigationsleiste bearbeiten) umbenennen.

Website-Vorschau: Unter dem Menüpunkt Datei findet sich die wichtige Funktion Website-Vorschau. Darüber lässt sich die Website in den gängigen Browsern wie Internet Explorer, Google Chrome, Firefox und Opera öffnen, anschauen und man kann das Layout und die Funktionen wie beispielsweise die Navigation oder ein eingebundenes Video testen.

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Mobile Website: Was ebenfalls erwähnenswert ist: Die Vorlagen haben auch eine mobile Variante, die für die kleinen Bildschirme der Smartphones optimiert ist. In der Website-Vorschau kann man einfach das Fenster deutlich schmaler ziehen und schon springt die Darstellung der Website auf die mobile Variante um.

Das mobile Layout lässt sich über die Registerkarten oberhalb des großen Bearbeitungsfensters auswählen und bearbeiten.

Interaktive Gestaltung: Neben den üblichen Text- und Grafikelementen lassen sich auch interaktive Inhalte (Widgets) in eine Website einfügen, wie ein Youtube-Video, Social-Media-Elemente wie Facebook-, Google+-, Twitter-, Instagram- und Pinterest-Plugins, Google Maps, ein QR-Code und auch ein Kontaktformular. Letzteres sollte sich auf einer Firmenwebsite sozusagen als Pflichtinhalt befinden, damit Interessenten oder Kunden schnell in Kontakt mit der Firma oder dem Inhaber der Website treten können.

Diese Elemente finden sich auch im Online-Content-Katalog unter dem Menüpunkt Datei.

Ich habe die Einbindung eines einfachen Kontaktformulars einmal mit dem Formularwidget FormLogix und einmal mit dem Formularassistenten Form2go (Multilingual Form Builder) getestet. Dabei hat mir letzterer deutlich mehr zugesagt, denn hier kann ich die Felder deutsch beschriften und habe mehr Gestaltungsoptionen.

Das Formularwidget sieht vom Layout etwas veraltet aus und die Beschriftungen der Felder sind in Englisch, ich konnte keine Möglichkeit entdecken, sie ins Deutsche abzuändern.

Formularerstellung mit dem Formularassistenten Form2go

Was mir an den Formularen nicht gefällt, ist der powered by-Hinweis, der sowohl beim Widget FormLogix als auch beim Formular, das mithilfe des Formularassistenten erstellt wurde, unterhalb des Formulars auftaucht, ein kleiner Schwachpunkt beim MAGIX Webdesigner 11.

Ob die Premium-Version da eine bessere Formular-Integration bietet, kann ich nicht beurteilen, weil ich keinen genauen Einblick in die Funktionalitäten von MAGIX Webdesigner 11 Premium hatte.

Einarbeitung in den MAGIX Webdesigner

Das Programm bietet recht viele Funktionen, die nicht nur in der rechten Seitenspalte und der Werkzeugleiste stecken, sondern hauptsächlich unter den einzelnen Menüpunkten und in den Bearbeitungs- und Formatierungsleisten. Um sich mit der Oberfläche vertraut zu machen, sollte man schon ein paar Stunden einplanen, um eine gewisse Sicherheit oder Routine zu erlangen.

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Mit der Software wird auch ein ausführliches Handbuch im PDF-Format über 400 Seiten mitgeliefert. Der große Umfang zeigt schon, dass die Software einiges zu bieten hat.

Auf alle Funktionen wie u. a. Formen erstellen und bearbeiten, Importieren, Exportieren usw. kann ich in diesem Artikel nicht eingehen, das würde den Rahmen der Software-Vorstellung eindeutig sprengen. Eine Firmenwebsite – die sich nun aus vier oder 30 Inhaltsseiten (oder noch ein paar mehr) zusammensetzt, lässt sich mit dem MAGIX Webdesigner 11 auf alle Fälle erstellen.

MAGIX Webdesigner 11 auf einen Blick

  • 35 komplett vorgebaute Website-Vorlagen
  • Keine Programmierkenntnisse notwendig
  • Freie Gestaltung per Drag & Drop möglich
  • Mouseover-Effekte verfügbar
  • Individuell anpassbare Foto-Galerien
  • Kontaktformulare
  • Einbinden von Videos und Audio möglich
  • Einbinden von Social-Media-Elementen möglich
  • Google Maps
  • 500 Vorlagen- und Design-Elemente
  • Kostenlose Online-Lernvideos

Preis: 49,99 Euro

MAGIX Webdesigner 11 Premium auf einen Blick

Die Premium-Version von MAGIX Webdesigner 11 bietet weitere Features an:

  • 70 Webseiten-Vorlagen
  • Mehr als 3.000 Design-Elemente
  • Elemente fixieren möglich
  • Animations-Auslöser
  • Erweiterte Bildbearbeitung möglich
  • Erstellung von Animationen sowie 3D-Grafiken möglich
  • E-Commerce-Funktionen
  • Erweiterte Suchmaschinen-Optimierung

Preis: 99,99 Euro

Fazit

Mit dem MAGIX Webdesigner 11 lassen sich ohne Programmierkenntnisse auch geschäftliche Websites erstellen, die professionell aussehen. Eine gewisse Einarbeitung ist in das Programm erforderlich, da sich nicht alle Funktionen in kurzer Zeit erschließen. Außerdem müssen sich die meisten User erst mal mit der Oberfläche vertraut machen.

Wer gerne noch ein paar Funktionen und Design-Elemente mehr zur Auswahl hätte, sollte auf die Premium-Version des MAGIX Webdesigner 11 zurückgreifen. Die mit dieser Version erstellte Demoseite zeigt die Gestaltung einer One-Page-Website mit dem beliebten Parallax-Effekt und andere moderne Designelemente.