In einem zurückliegenden Artikel bin ich auf die Vor- und Nachteile von sogenannten Homepage-Baukästen eingegangen.


Nun will ich verschiedene Anbieter solcher Website-Baukästen näher vorstellen. Es gibt auf dem Markt zahlreiche Services, von denen einige wirklich empfehlenswert sind, andere dagegen weniger.

Den Anfang macht Jimdo, wohl eines der bekanntesten und beliebtesten Homepage-Baukästen in Deutschland und nicht nur da. Jimdo wurde im Jahr 2007 in Norddeutschland gegründet und hat seine Hauptniederlassung in Hamburg. Weitere Büros gibt es in den USA, Japan und China.

Tipp: Wer auf der Suche nach dem passenden Homepage-Baukasten für seine Geschäftswebsite ist, sollte sich aus der großen Anbieter-Auswahl maximal 3 bis 4 für den Test auswählen und schließlich seine Entscheidung treffen. Man kann die Anbieter kostenlos austesten, indem man zuerst einmal eine kostenlose Website mit der jeweiligen Software erstellt. Danach kann man immer noch in ein kostenpflichtiges Paket upgraden, sollte man mit dem Service und der Bedienung sowie den Features der Baukasten-Software zufrieden sein.

Auch ich habe für diesen Test einen kostenlosen Zugang bei Jimdo gewählt, auch wenn in diesem Account nicht alle Features zur Verfügung stehen, die Bedienung der Software ist die gleiche wie in einem bezahlpflichtigen Premium-Account. Und man kann die Features einsehen, die einem zur Verfügung stehen werden.

Jimdo – Anmeldung und erste Schritte

Die Anmeldung bei Jimdo läuft sehr unkompliziert ab. Für eine kostenlose Seite legen Sie eine URL fest, die auf jimdo.com endet, aber wie gesagt, Sie können später eine richtige URL auswählen, wenn Sie ein kostenpflichtiges Paket bei Jimdo kaufen.

Nach der Bestätigungsmail kann man sich in den Jimdo-Account einloggen. Das Startbild sieht folgendermaßen aus:

Startseite Jimdo-Account

Startseite im Jimdo-Account: An diesem Layout kann man sich dann austoben.

Am rechten Bildrand sehen Sie das grafische Menü, mit dem Sie Ihre Seite gestalten können. Ganz oben über den Punkt wählen Sie ein Layout aus (einige Layouts können nur bezahlende Kunden nutzen), darunter geht es an die Text- und Hintergrundgestaltung und das Zahnrad symbolisiert die Einstellungen. Man kann auch einen Blog in seine Website integrieren (über das Lautsprecher-Symbol).

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Den Online-Shop von Jimdo will ich nicht näher bewerten, da ich nicht genügend Kenntnisse besitze, was man alles für einen guten Online-Shop benötigt. Dass die Shopfunktion von Jimdo nicht schlecht sein kann, zeigen die Zahlen von mittlerweile über 150 000 Online-Shops, die mit Jimdo erstellt wurden. Das behauptet jedenfalls der Anbieter und ich denke mal, die Angaben werden wohl stimmen.

Auch Suchmaschinenoptimierung (Lupe) und Statistiken werden von Jimdo angeboten, letzteres ist allerdings nur in den Bezahlpaketen. Die SEO beinhaltet die Metadaten wie Seitentitel, Seitenbeschreibung und Keywords der Seite.

Ich werde in dem Beitrag nicht detailliert die einzelnen Schritte aufzeigen, wie man mit Jimdo eine ansprechende Website erstellt. Das würde zu weit ausholen und ich denke auch, dass mit ein bisschen Beschäftigung Jimdo sehr einfach zu bedienen ist, was ja das große Plus dieses Homepagebaukastens ist. Mit Klicks auf die Layouts oder Hintergrundbilder sowie Drag & Drop lässt sich damit recht schnell eine gut aussehende Website kreieren, ohne dass man technisches Know-how in großem Maß besitzen muss. Und Bilder hochladen kann ja wohl auch so gut wie jeder.

Wer HTML und CSS beherrscht, kann sich auch ein eigenes Layout bauen.

Wer in die Einstellungen blickt, sieht ein umfassendes Feature-Angebot, wie Benutzerverwaltung, Newsletter-Funktion, responsive Design für mobile Endgeräte, Formulare, Impressumsbox, XML-Sitemap, Anbindung von Google Analytics und Social-Media-Integration (Share-Buttons, Facebook-Button, Twitter).

Dies sind alles Funktionen, die eine Geschäftswebsite benötigen kann.

Um zu sehen, was die zahlreichen User mit Jimdo schon an Websites erstellt haben, lohnt sich ein Blick in das Showcase. Die dort präsentierten Seiten sehen wirklich sehr gut aus und machen auf den Betrachter einen professionellen Eindruck.

Wer nicht gerade ein einzigartiges außergewöhnliches Layout benötigt, wird mit Jimdo und seinem Leistungsumfang zufrieden sein.

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Übersicht:  Merkmale und Funktionen von Jimdo

Merkmal/Funktionen Persönliche Bewertung
Bedienung Die Bedienung der Software ist sehr einfach und sehr übersichtlich gehalten. Alle durchgeführten und abgespeicherten Schritte werden auf der Jimdo-Seite direkt angezeigt.
Templates-Angebot Es sind ein paar gute im Angebot dabei. Bis man sein richtiges Template oder Layout gefunden hat, kann etwas dauern. Denn die Anzahl ist groß und da wird das Durchtesten etwas dauern. Auch Profis können mit HTML und CSS ihr individuelles Layout zaubern.
Eigene Domain (z.B. .de oder .com) Ab dem Paket JimdoPRO (60,- € jährlich) ist die Domain inklusive, was man als sehr kostengünstig bewerten kann. Man kann auch eine Domain auf Jimdo umleiten. In JimdoPRO sind auch E-Mail-Adressen enthalten.
E-Mail-Adresse Im PRO-Paket: ein E-Mail-Konto mit 3 E-Mail-Weiterleitungen, im BUSINESS-Paket 20 E-Mail-Konten mit je 10 GB Speicherplatz
Kontaktformular Ist möglich über den Formularbaukasten
Passwortschutz Die Website oder einzelne Seiten lassen sich mit Passwort schützen. Blogartikel können dagegen nicht geschützt werden.
Newsletter Ist möglich über das Newsletter-Tool. Newsletter-Templates bietet Jimdo nicht an, wenn ich das richtig gesehen habe. Man kann also nur reine Textnachrichten versenden.
Mehrsprachigkeit Mehrsprachige Seiten sind möglich. Bis zu 12 Sprachen werden unterstützt.
Blog Ist möglich. Allerdings soll das Erstellen etwas schwierig sein. Man findet bei Jimdo eine gute Anleitung.
Werbefrei Ab JimdoPRO wird keine Werbung mehr auf der Seite angezeigt. Die kostenlose Seite zeigt einen Jimdo-Button in der Seitenspalte.
SEO OnPage-Optimierung möglich: Seitentitel, Meta-Tags, Description, Image-Alt-Tags ab Pro-Tarif. Bei JimdoBUSINESS können Einzelseiten von Suchmaschinen ausgeschlossen werden.
Besucherstatistik Ist möglich mit integriertem Google Analytics
Social-Media-Integration Ist möglich: Facebook, Twitter, Google+, YouTube und noch mehr Dienste (über die Share-Buttons integrierbar)
Fotogalerien Ist möglich
Google Maps Ist möglich
Eigene Flash-Animationen Ist möglich
Gästebuch Ist möglich
Forum Nein, steht nicht zur Verfügung
Google Adsense Lässt sich einbauen. Auch Bannerwerbung kann man einfügen.
Ecommerce Eigener Online-Shop kann umgesetzt werden. Mehrere Zahloptionen wie Rechnung, Bankeinzug, Kreditkarte oder PayPal stehen zur Verfügung. Bestellverwaltung, Gutscheine, internationaler Versand, Textbausteine, AGB und Widerruf usw. Im PRO-Paket kann man maximal 15 Produkte anlegen, im BUSINESS-Paket unbegrenzt viele.
Speicherplatz-Größe PRO-Paket: 5 GB, im BUSINESS-Paket: kein Limit
Eigenes HTML und CSS Ist möglich
Responsive Layout Ist möglich
XML-Sitemap Ist möglich
Support Über E-Mail, Wiki und Forum. Den Support habe ich nicht getestet, daher weiß ich nicht, wie schnell und kompetent er antwortet.
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Fazit

Wer WordPress und seine Möglichkeiten kennt, wird bei Jimdo mit Sicherheit ein paar Abstriche machen müssen. Aber es geht ja nicht um einen Vergleich von WordPress und Jimdo, sondern um einen Homepage-Baukasten, der schnell und einfach zu bedienen ist und gute Resultate liefert.

Da kann ich nur sagen, dass Jimdo für Einsteiger optimal ist und damit einfache Business-Seiten sehr schnell und mit ansprechendem Ergebnis erstellt werden können.

Und auch die Tarife machen einen guten Eindruck.

Wer Jimdo geschäftlich nutzen will, sollte mindestens das PRO-Paket für 60 Euro im Jahr wählen, denn dann hat man auch wichtige Features zur Verfügung, die im Free-Account nicht genutzt werden können.

Benötigt man mehr als eine E-Mail-Adresse oder will den Shop von Jimdo nutzen, dann ist das BUSINESS-Paket für 180 Euro im Jahr erste Wahl. Auch soll der Support im BUSINESS-Paket schneller sein.

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