Wer ein eigenes Unternehmen gründen möchte, muss besonders in den ersten Jahren nach der Gründung mit vielen Kostenfaktoren rechnen.


Damit Dir als Gründer der Start in die Selbstständigkeit gelingt, solltest Du unbedingt großen Wert auf eine umfassende Planung legen.


Aber in welchen Bereichen entstehen grundsätzlich die höchsten Kosten bei einem Startup und wie lassen sich nachhaltig Einsparungen erzielen? Worauf müssen Gründer in diesem Zusammenhang besonders achten und wie kann man etwaige Kostenfallen ausfindig machen? Wir erklären es Dir in den folgenden Zeilen.

Warum sind die laufenden Kosten für junge Unternehmen häufig ein Problem?

Damit der Start in die Selbstständigkeit gelingt, sind in der Regel hohe Investitionen notwendig, die Du als Gründer stemmen musst.
Schließlich musst Du nicht nur die passenden Räumlichkeiten anmieten, sondern Du musst auch dafür sorgen, dass eine ordentliche Internetpräsenz vorhanden ist.

Zudem ist es wichtig, effektive Marktstrategien zu finden, die Dir die Anfangsphase erleichtern können und unter Umständen benötigst Du auch noch einen Firmenwagen.

Natürlich belasten solch hohe Kosten stark das Budget Deiner neugegründeten Firma – besonders in den ersten Jahren. Allerdings handelt es sich dabei um unausweichliche Kosten, die Du nicht vermeiden kannst, wenn Deine Gründung erfolgreich verlaufen soll.

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Warum ist es wichtig für Startups, die Kosten möglichst gering zu halten?

Meist haben Startups in den ersten Geschäftsjahren nicht nur mit den äußerst hohen Kosten zu kämpfen.

Auch die Tatsache, dass die Gewinne des Unternehmens zunächst meist sehr gering oder sogar negativ ausfallen, macht die Sache natürlich nicht leichter. In der Regel ist ein junges Unternehmen auf jeden Cent angewiesen, denn die Kosten sind nicht zu unterschätzen.

Wichtig ist es, Schwachstellen in der Organisation aufzuspüren. Kundenreklamationen, schlechte Lieferbedingungen und dergleichen verursachen beispielsweise schon hohe Kosten dadurch, dass die viel Aufwand erfordern, für Dein Unternehmen aber keinen Gewinn einbringen.

Wenn Du erfolgreich sein möchtest, sind regelmäßige Analysen der innerbetrieblichen Firmenabläufe unerlässlich, denn auf diesem Weg kannst Du etwaige Schwachstellen entdecken und diese dann umgehend verbessern.

In welchen Bereichen entstehen dabei am häufigsten Kosten?

In bestimmten Unternehmensbereichen sind besonders die fixen und variablen Kosten eine enorme Herausforderung.

Während etwa ein reines IT- oder Dienstleistungsunternehmen primär mit den fixen Kosten für das Personal zu rechnen hat, gesellen sich beispielsweise bei einem produzierenden Unternehmen noch zahlreiche weitere Kostenfaktoren hinzu, wie Aufwendungen für Lieferanten, Materialien, Logistik, Lagerhaltung und dergleichen.

Damit die Kosten hier am Anfang möglichst gering ausfallen, ist eine umfassende innerbetriebliche Analyse sehr wichtig, denn insbesondere die fixen Kosten bieten in der Regel ein großes Einsparpotenzial. Du als cleverer Gründer kannst diesen Umstand natürlich geschickt ausnutzen.

Mit welchen Maßnahmen lassen sich unnötige Kostenstellen identifizieren und nachhaltig reduzieren?

Neben der Überwachung der allgemeinen Produktionsabläufe solltest Du auch immer ein genaues Augenmerk auf Deine Verwaltungskosten legen, denn hier können teilweise vollkommen unbemerkt hohe Kosten anfallen, etwa Energie- oder Materialkosten.

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Als erste sinnvolle Maßnahme solltest Du Deine Druckkosten überprüfen und gegebenenfalls versuchen, den Papierverbrauch zu reduzieren. Dafür ist es natürlich wichtig, dass Du mit modernen, effizienten Druckern arbeitest.

Auch die Digitalisierung von Dokumenten bietet ein großes Einsparpotenzial, denn Du kannst die Druckkosten durch die Erstellung von PDFs und Co. erheblich senken.

Achte nicht zuletzt auch auf Deine Telefon- und Internetkosten, denn auch hier kannst Du häufig bares Geld sparen. Besonders wenn Du viele ausländische Geschäftskontakte kontaktieren musst, empfiehlt sich die Anschaffung einer entsprechenden Prepaid-Karte oder eines entsprechenden Auslandstarifs, der speziell für Auslandstelefonate angeboten wird.

Was ist bei der Reduzierung der Kosten zu beachten und warum sollte man genau prüfen, ob sich eine Reduzierung nicht sogar negativ auswirken kann?

Auf Dein Firmenkapital haben Einsparungen natürlich einen positiven Effekt. Allerdings kann es durchaus passieren, dass hierdurch auch die Qualität oder Produktivität Deiner Firma beeinträchtigt wird.

Besonders wenn Du ein produzierendes Unternehmen betreibst, musst Du darauf achten, dass die Qualitätsmerkmale Deiner Firma nicht etwa durch den Kauf billiger Materialien leiden müssen. Besonders Zulieferer aus Fernost locken häufig mit günstigen Angeboten, bei denen sich die Produkte im Nachhinein jedoch als qualitativ minderwertig entpuppen.

Wenn Du solche Einsparungen tätigst, kann in der Folge auch Deine eigene Reputation beschädigt werden. Es ist deshalb wichtig, dass Du einen optimalen Kompromiss zwischen der Qualität und den Einsparungen findest.

Das Fazit

Damit Du in Deinem jungen Unternehmen ein nachhaltige und effektive Kostenersparnis erzielen kannst, musst Du im Vorfeld genau planen und zahlreiche Stellschrauben fein justieren.

Nur so wirst Du mit Deinem jungen Unternehmen letzten Endes auch einen signifikanten Erfolg verzeichnen dürfen. Die Kosteneinsparungen, die Du erreichen kannst, dürfen natürlich nicht Deine eigenen Qualitätsmerkmale beeinträchtigen oder gar negativ beeinflussen.

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Für Dein Startup können auch kleinere Kosteneinsparungen, etwa durch die Senkung der Druck- oder Telefonkosten, langfristig eine große, positive Wirkung erzielen.

Autor:

Stefan Kuhn (39) hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist aktuell für den Prepaidanbieter Sim-USA.mobi im Bereich Marketing tätig. Nebenberuflich ist er als freier Coach im Bereich Rhetorik und Gründung aktiv.

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