Businessplan-Erstellung: Checkliste

Sei­nen Busi­ness­plan zu erstel­len ist kein leich­tes Unter­fan­gen, denn die Aus­ar­bei­tung des Geschäfts­kon­zepts ver­langt eine inten­si­ve Beschäf­ti­gung mit mög­li­cher­wei­se neu­en The­men, die einem noch nicht all­zu geläu­fig waren, wie bei­spiels­wei­se Ren­ta­bi­li­tät oder Liqui­di­tät, und das ver­tief­te Aus­ein­an­der­set­zen mit sei­ner beruf­li­chen Zukunft.

Wie die Auf­tei­lung des Busi­ness­plans gene­rell aus­sieht, fin­dest du in die­sem Arti­kel: Der ers­te Schritt zur Exis­tenz­grün­dung – kei­ne Angst vorm Businessplan.

In die­sem Arti­kel habe ich die wich­tigs­ten Fra­gen, unter­teilt in die ver­schie­de­nen The­men­be­rei­che zusam­men­ge­stellt. Sie sol­len als Check­lis­te für die Erstel­lung eines Busi­ness­plans fungieren.

Ob die ein­zel­nen Fra­gen wirk­lich alle beant­wor­tet wer­den müs­sen, hängt von dei­nem geplan­ten Geschäfts­kon­zept ab. Nicht jeder grün­det gleich groß mit der Absicht, Mit­ar­bei­ter ein­zu­stel­len oder einen Ver­trieb aufzubauen.


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Wer zunächst als Ein-Mann- bzw. Eine-Frau-Betrieb star­tet und ein klei­nes Online-Unter­neh­men grün­det, braucht nur einen Teil der nach­fol­gen­den Fra­gen für die Erstel­lung des Busi­ness­plans aus­zu­ar­bei­ten. Mein eige­ner Busi­ness­plan umfass­te nur fünf Sei­ten und war damit völ­lig ausreichend.

Am aus­führ­lichs­ten sind die Punk­te Markt­e­ting und Finan­zie­rung bzw. Finan­zie­rungs­plan, wobei du auf kei­nen Fall selbst einen Ren­ta­bi­li­täts- und Liqui­di­täts­plan erstel­len musst, die­se Auf­ga­be über­nimmt dein Steu­er­be­ra­ter. Denn den brauchst du ohne­hin für die Bean­tra­gung von För­der­gel­dern wie dem Exis­tenz­grün­dungs­zu­schuss und für die Erstel­lung bestimm­ter Doku­men­te und Übersichten.

Die Businessplan-Checkliste

Die Busi­ness­plan-Check­lis­te fin­dest du auch als PDF-Datei zum Down­load am Artikelende.


  1. Zusam­men­fas­sung: All­ge­mei­nes zum Unternehmen
  • Wenn du alle Inhal­te für dei­nen Busi­ness­plan zusam­men­ge­tra­gen hast, stellst du den Unter­la­gen eine Zusam­men­fas­sung voran.
  • Dar­in beschrei­be kurz und prä­gnant dei­ne Geschäfts­idee, die wich­tigs­ten Erfolgs- und Risi­ko­fak­to­ren für dein Unter­neh­men und dei­ne Zie­le für die ers­ten Jah­re dei­ner selb­stän­di­gen Tätigkeit.
  1. Gründerperson
  • Wel­che Qualifikationen/​Berufserfahrungen und ggf. Zulas­sun­gen hast du?
    Kannst du Bran­chen­kennt­nis­se nachweisen?
  • Ver­fügst du über ent­spre­chen­de kauf­män­ni­sche Kenntnisse?
  • Was sind dei­ne beson­de­ren Stärken?
  • Wo hast du Defi­zi­te und wie kannst bzw. willst du die­se ausgleichen?
  1. Geschäfts­idee: Beschreibung
  • Beschrei­be dei­nen Leis­tungs­um­fang, ob Dienstleistung(en) oder Produkt(e).
  • Wo willst du dei­ne Leis­tun­gen anbieten?
  • In wel­chem Umfang willst du dei­ne Leis­tun­gen anbieten?
  • Was ist das Ein­zig­ar­ti­ge an dei­nen Leistungen?
  • Wie sieht der kon­kre­te Kun­den­nut­zen aus?
  • Brauchst du für den Start dei­ner Geschäfts­idee einen bestimm­ten Geld­be­trag und /​oder eine bestimm­te Vor­lauf- bzw. Entwicklungszeit?
  • Ist für den Schutz der Geschäfts­idee mög­li­cher­wei­se ein Patent notwendig?
  • Sind wei­te­re Zulas­sun­gen oder Geneh­mi­gun­gen einzuholen?
  • Planst du noch ergän­zen­de Vor­ha­ben zu dei­ner Geschäfts­idee, die spä­ter rea­li­siert wer­den sol­len? Wenn ja, beschrei­be die­se kurz und wann die Rea­li­sie­rung geplant ist.
  1. Markt­si­tua­ti­on und Konkurrenz
  • Wie sehen dei­ne poten­zi­el­len Kun­den hin­sicht­lich Alter, Ein­kom­men, Beruf, Geschlecht, Ein­kaufs­ver­hal­ten und Bedürf­nis­se aus? Sind es haupt­säch­lich Pri­vat- oder Geschäftskunden?
  • Hast du schon ein paar Kun­den für dei­ne Geschäfts­idee gewin­nen können?
  • Brauchst du vie­le klei­ne Kun­den oder eher nur weni­ge große?
  • Wo fin­dest du dei­ne Kunden?
  • Wie sehen die Prei­se dei­ner Kun­den aus?
  • Wie sieht die Kon­kur­renz­si­tua­ti­on aus? Falls es Kon­kur­renz gibt, ana­ly­sie­re die­se, was deren Pro­duk­te, Geschäfts­grö­ße, Stär­ken und Schwä­chen angeht.
  • Wie willst du dei­ne Schwä­chen gegen­über Kon­kur­ren­ten ausgleichen?
  • Wo willst du dei­nen Stand­ort pla­nen und war­um? Was sind des­sen Vor- und Nachteile?
  1. Marketing
  • Was hat dei­ne Geschäfts­idee dei­nen poten­zi­el­len Kun­den zu bieten?
  • Was hebt dich von der Kon­kur­renz ab?
  • Wie gestal­tet sich dei­ne Preisstrategie?
  • Zu wel­chem Preis willst du dei­ne Leis­tun­gen bzw. Pro­duk­te anbieten?
  • Wie sieht die Preis­kal­ku­la­ti­on aus?
  • Wie willst du dei­nen Ser­vice oder dei­ne Pro­duk­te vermarkten?
  • Wie wer­den die Kun­den über dei­ne Ange­bo­te in Kennt­nis gesetzt?
  • Wie viel musst du in die Wer­bung investieren?
  • Willst du Ver­triebs­part­ner nutzen?
  • Wie vie­le Kos­ten fal­len durch den Ver­trieb an?
  1. Unter­neh­mens­or­ga­ni­sa­ti­on und Mitarbeiter
  • Stel­le dein geplan­tes Unter­neh­men vor (Grün­dungs­da­tum, Gesell­schaf­ter, Geschäfts­füh­rer, Mit­ar­bei­ter, Sitz, Geschäfts­zweck. Falls vor­han­den: Paten­te, Rech­te, Lizen­zen, Verträge).
  • In wel­cher Pha­se befin­det sich dein Unter­neh­men (Ent­wick­lung, Grün­dung, Markt­ein­füh­rung, Wachstum)?
  • Willst du Mit­ar­bei­ter ein­stel­len? Wenn ja, wann, wie vie­le und wel­che Qua­li­fi­ka­ti­on sol­len die­se aufweisen?
  • Planst du Schu­lungs­maß­nah­men für dei­ne Mitarbeiter?
  1. Rechtsform
  • Planst du eine bestimm­te Rechts­form für dein Unter­neh­men wie UG, GmbH oder eine andere?
  • Aus wel­chen Grün­den hast du dich für die­se Rechts­form entschieden?
  • Wel­che Gesell­schaf­ter­struk­tur siehst du vor und wie ver­teilst du die Gesellschaftsanteile?
  • Wird die Rechts­form die Inter­es­sen der Gesell­schaf­ter berücksichtigen?
  1. Chan­cen und Risiken
  • Was kann die Ent­wick­lung dei­nes Unter­neh­mens posi­tiv beeinflussen?
  • Wel­che Pro­ble­me kön­nen ent­ste­hen und die posi­ti­ve Ent­wick­lung dei­nes Unter­neh­mens behindern?
  • Wie willst du mög­li­chen Problemen/​Risiken begegnen?
  1. Finan­zie­rungs­plan: Kapi­tal­be­darf, Liqui­di­tät, Rentabilität
  • Erstel­le eine Über­sicht über dei­ne Lebenshaltungskosten.
  • Hast du Reser­ven für unvor­her­ge­se­he­ne Ereignisse?
  • Wie hoch ist der Kapi­tal­be­darf für Anschaf­fung und Vor­lauf­kos­ten für deinen
    Unternehmensstart?
  • Ver­fügst du über eine Liqui­di­täts­re­ser­ve wäh­rend der Anlaufphase?
  • Wie hoch ist dein Eigenkapitalanteil?
  • Wie hoch ist dein Fremdkapitalanteil?
  • Kannst du För­der­pro­gram­me in Anspruch nehmen?
  • Kannst du bestimm­te Objek­te lea­sen und zu wel­chen Konditionen?
  • Wel­che Sicher­hei­ten kannst du für Kre­di­te einsetzen?
  • Wie hoch schätzt du die monat­li­chen Ein­zah­lun­gen (ver­teilt auf drei Jahre)?
  • Wie hoch schätzt du die monat­li­chen Kos­ten (Mate­ri­al, Mie­te usw.)?
  • Wie hoch schätzt du die Inves­ti­ti­ons­kos­ten im ers­ten Jahr?
  • Wie hoch schätzt du die monat­li­chen Til­gun­gen und Zinszahlungen?
  • Mit wel­cher monat­li­chen Liqui­di­täts­re­ser­ve kannst du rechnen?
  • Wie hoch schätzt du dei­nen Umsatz für die kom­men­den drei Jahre?
  • Wie hoch schätzt du die Kos­ten für die kom­men­den drei Jahre?
  • Wie hoch schätzt du dei­nen Gewinn für die kom­men­den drei Jahre?
  1. Zusätz­li­che Unterlagen
  • Tabel­la­ri­scher Lebenslauf
  • Ent­wurf Gesellschaftervertrag
  • Ent­wurf Pachtvertrag
  • Ent­wurf Kooperationsverträge
  • Ent­wurf Leasingvertrag
  • Markt­ana­ly­sen
  • Gut­ach­ten
  • Paten­te, Mar­ken und ähn­li­che Rechte
  • Über­sicht der Sicherheiten

Down­load Busi­ness­plan-Check­lis­te (PDF)

1 Gedanke zu „Businessplan-Erstellung: Checkliste“

  1. Exzel­len­te Arbeit. Kom­pli­ment. Dafür zah­len vie­le Leu­te sehr viel Geld, um an gleich­wer­ti­ge Infos zu kom­men. Ich zum Bei­spiel hat­te dafür viel Koh­le auf der Stre­cke gelas­sen, im Glau­ben ich müs­se zah­len um an das soge­nann­te Insi­der Wis­sen zu gelan­gen. So ver­kau­fen sich Per­so­nal Trai­ner, Life oder Busi­ness Coachs und Teil­neh­mer zah­len viel Geld, weil sie dar­an glau­ben. Ich glaub­te frü­her auch, bin jetzt flei­ßi­ger und schaue mich vor­her gut um. Glau­ben ist ein­fa­cher als selbst recher­chie­ren. Noch­mals mein Kom­pli­ment zu Dei­nem Blog :-)

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