Geld verdienen mit Ebooks: 10 wichtige Fragen und Antworten für Einsteiger/innen

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Geld verdienen mit Ebooks: 10 wichtige Fragen und Antworten für Einsteiger/innen

Ebooks schreiben und sich damit eine möglicherweise lukrative Einnahmequelle zu schaffen, ist mittlerweile sehr unkompliziert geworden. Denn im Internet einmal gibt es einige Plattformen, auf denen man seine Ebooks vertreiben bzw. verkaufen kann. Besonders beliebt ist bei Ebook-Autoren die KDP-Plattform von Amazon.

Der Kindle eReader kam vor ca. 5 Jahren auf den Markt und gehört seitdem zu den beliebtesten Readern überhaupt und löste den Hype um digitale Bücher so richtig aus. Die Zahl der Kindle Ebooks, die Amazon für dieses Lesegerät auf seinem Marketplace verkauft, steigt immer weiter an, allein die Zahl der Neuheiten der letzten 30 Tage liegt bei gut 100.000.

Wer als Kindle-Ebook-Autor/in starten will, hat es sehr einfach, denn über Kindle Direct Publishing kann man ohne große Schwierigkeiten seine Kindle Ebooks auf Amazon hochladen und zum Verkauf anbieten.

Die KDP-Plattform von Amazon ist aber nur eine von mehreren Möglichkeiten, seine Ebooks online zu verkaufen. Wer nicht nur die Kindle-Nutzer als Zielgruppe möchte, kann seine digitalen Werke ebenso auf epubli, XinXii, Hugendubel, buecher.de usw. zum Verkauf anbieten.

In diesem Artikel will ich (noch) nicht verschiedene Ebook-Verkaufsplattformen vorstellen (habe ich demnächst auch vor), sondern auf verschiedene Punkte bzw. Fragen von angehenden Ebook-Autoren und -Autorinnen eingehen, die sich beim Einstieg in das Thema stellen.

Brauche ich einen Verlag, um ein Ebook zu verkaufen?

Viele denken bei Büchern und auch bei Ebooks an Verlage, denn die meisten Bücher werden von Verlagen gedruckt und veröffentlicht. Daher glauben auch einige Ebook-Autoren, dass sie für ihr Ebook einen Verlag benötigen. Das ist aber nicht der Fall.

Man kann sein Ebook auch ohne Verlag online anbieten und verkaufen.

Benötige ich für mein Ebook eine ISBN?

Nein, das ist nicht nötig. Amazon vergibt für seine Produkte – und da gehören auch die Kindle Ebooks dazu – eine ASIN. Für deutsche Shops ist eine ISBN-Nummer nötig und die erhältst du kostenfrei u. a. von Tolino Media. Nur für Print-Ausgaben ist eine ISBN immer Pflicht.

Wo kann ich meine Ebooks veröffentlichen?

Es gibt einige interessante Plattformen, die du dir anschauen solltest: Da ist zunächst die Kindle Direct Publishing Plattform von Amazon (KDP), die für das Veröffentlichen von Ebooks immer mehr an Beliebtheit gewinnt, was auf der anderen Seite auch heißt, dass die Konkurrenz immer größer wird.

Anhand der von Amazon aufgeführten Bestseller in den verschiedenen Kategorien kannst du herausfinden, welche Themen bei den Kindle-Ebook-Käufern sehr beliebt sind.

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Andere Plattformen für den Vertrieb von Ebooks sind epubli, XinXii, Digistore24, buecher.de, Hugendubel, Tolino, neobooks, feiyr und viele mehr. Die einzelnen Plattformen wie z. B. epubli bieten den Autoren und Autorinnen ein Vertriebsnetzwerk an. Wenn du also auf der Plattform dein Ebook verkaufst, wird es auch auf zahlreichen anderen Bücherportalen angeboten.

Bedenke auch, dass die Kindle-Ebooks nur auf Amazon verkauft werden und nur mit dem Kindle eReader gelesen werden können. Amazon ist natürlich bestrebt, seine Selbstpublisher an sich zu binden.

So gibt es das Amazon „Select“ Programm: Wer als Kindle-Autor daran teilnimmt, darf sein Ebook sonst nirgendwo verkaufen, sondern nur noch exklusiv bei Amazon. Mit dem Select-Programm bietet Amazon auch verschiedene Werbemöglichkeiten an, wie 5 Gratis-Tage pro Vierteljahr, wo du dein Kindle-Ebook verschenken kannst oder die Teilnahme an „Kindle Unlimited“, dem Verleihprogramm von Amazon. Ebenfalls interessant: Autoren, die zu den Kindle-Topsellern gehören, erhalten regelmäßig Prämienzahlungen in der Höhe von ca. 7.500 Euro. Die exklusive Select-Bindung gilt immer für ein Quartal.

Für den Anfang empfiehlt es sich, auf Amazon zu starten, da das KDP-Programm sehr transparent ist und man mit dem Select-Programm sich in kurzer Zeit einen Namen bei einigen Lesern machen kann.

Wie umfangreich muss mein Ebook sein?

Der Umfang eines Ebooks ist zunächst einmal nicht entscheidend. Sogenannte Nischen-Ebooks können auch mal 40 Seiten umfassen. Nur sollte der Preis zum Inhaltsumfang passen, sodass niemand von den Lesern enttäuscht ist.

Beim Kindle Ebook kann man ja die Schriftgröße verändern, also verkleinern oder vergrößern, sodass beim Buch-Umfang immer nur ein Durchschnittswert angegeben wird.

Wer will, kann in seiner Ebook-Inhaltsbeschreibung auch angeben, wie viele DIN-A-4-Seiten das Word-Skript umfasste. So kann sich jeder Interessent den Umfang ziemlich genau vorstellen.

Kann ich auch mit einem Pseudonym Ebooks veröffentlichen?

Ja, du kannst auch unter einem Pseudonym oder einem Künstlernamen Ebooks verkaufen. Wenn du das auf Amazon vorhast, muss bei der Bankverbindung allerdings dein richtiger Name stehen, damit du auch Auszahlungen erhältst.

Was zu beachten ist: Als Pseudonym solltest du keinen schon existierenden Autorennamen wählen, oder einen Namen einer öffentlichen Person. Ebenfalls ist es nicht erlaubt, in sein Pseudonym einen akademischen Titel wie beispielsweise „Dr.“ oder „Prof.“ aufzunehmen.

Wenn du dir einen originellen Künstlernamen zulegen willst, dann nutze am besten Google, um zu testen, ob dieser noch nicht belegt ist. Über die Autorenverwaltung von Amazon kannst du bis zu drei Pseudonyme parallel verwalten. Falls Unsicherheiten bei der Auswahl aufkommen, solltest du dich mit einem Rechtsanwalt beraten.

Wie sieht die Gestaltung des Impressums aus?

Das Ebook braucht ein Impressum, und da wird es mit dem Pseudonym schon kritisch. Denn normalerweise sollte in jedem öffentlich angebotenen Werk in Deutschland ein Hinweis aufgeführt sein, über den man den Urheber persönlich erreichen kann. Bei einem Pseudonym wäre das nicht möglich.

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Wenn du deinen richtigen Namen auf keinen Fall angeben willst, sollte ein Verlag dazwischengeschaltet sein, der als Herausgeber im Impressum aufgeführt wird. Ansonsten solltest du mit deinem richtigen Namen Ebooks veröffentlichen.

Im Impressum sollten deine Kontaktdaten mit Anschrift und einer E-Mail-Adresse aufgeführt sein, die Urheber von im Ebook verwendeten Bildern (falls du nicht selbst der Urheber bist, wie z. B. das Coverbild) und der Hinweis, dass das Werk urhebergeschützt ist.

Was ist bei den Inhaltsrechten zu beachten?

Du musst der Urheber des Ebooks sein, d. h. du solltest keine Passagen irgendwo abschreiben, keine fremden Bilder verwenden und vergessen, den Urheber aufzuführen usw. Ebenso wenig solltest du jugendgefährdende oder extremistische Inhalte verbreiten oder niemanden in seinen Persönlichkeitsrechten beleidigen.

Genauso solltest du auch bei Verwendung von Primär- und Sekundär-(Forschungs)-Literatur die Quellen in Fuß- oder Endnoten benennen.

Zitate sind ebenfalls zu bedenken: Falls der Zitierte noch lebt oder noch nicht 70 Jahre tot ist, musst du dir die Nutzungsrechte entweder von dem Zitierten oder seinen Erben einholen. Dieses Thema ist recht komplex und benötigt eine ausgiebige Recherche, was man tun darf und was nicht. Im Notfall sollte man sich rechtlich beraten lassen.

Was ist beim Verfassen des Ebooks noch zu beachten?

Das Ebook kannst du ganz einfach in einem Textverarbeitungsprogramm schreiben, wie Word oder Writer. Natürlich gibt es auch Spezialprogramme, die einem das Verfassen von Büchern oder Ebooks noch etwas erleichtern, aber für den Anfang geht auch ein klassisches Textverarbeitungsprogramm.

Ist das Ebook fertig, solltest du es noch gründlich Korrektur lesen oder lesen lassen (vier Augen sehen mehr als zwei), um Rechtschreib- und Grammatikfehler aufzuspüren, das Dokument formatieren und ein Inhaltsverzeichnis voranstellen. Bei einem Kindle Ebook solltest du das automatisch generierte Inhaltsverzeichnis ohne Seitenzahlen ausgeben.

Was du bei der Kindle-Ebookerstellung noch alles beachten solltest, findest du auch im Hilfebereich deines KDP-Nutzeraccounts.

Das Worddokument wird beim Hochladen auf Amazon in das entsprechende Format umgewandelt, du selbst musst dafür nichts unternehmen. In der Vorschau siehst du dann, wie das Dokument in einem Kindle eReader aussieht. Möglicherweise sind dann noch ein paar Nachbesserungen nötig.

Cover: Das Coverbild sollte die Größe von 2.500 x 4.000 Pixel haben, damit es auch in der Zoom-Funktion hochwertig aussieht. Bedenke auch, dass der Titel und das Bild in dem kleinen Vorschauformat (90×144 Pixel) leserlich bzw. gut zu erkennen sind. Daher empfehle ich, für das Cover nur ein großes Bild zu verwenden und nicht viele kleine und den Titel in großer Schrift auf das Cover zu setzen.

Autorenseite: Ein Marketing-Instrument, das du nutzen solltest, ist die Autorenseite, die du über Author Central von Amazon kostenlos anlegen kannst. Hier solltest du dich persönlich vorstellen und vor allem ein hochwertiges Foto von dir hochladen.

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Wie viel kann ich für mein Ebook verlangen?

Die Preisfestsetzung für dein Ebook liegt allein bei dir. Du solltest dabei bedenken, dass du bei Amazon und anderen Verkaufsportalen einen Bruttopreis angibst, also noch 19 Prozent Mehrwertsteuer in deinem Preis enthalten sind.

Ziehst du die ab, bleibt dir der Nettoverkaufspreis und von dem erhältst du bei einem Verkauf maximal 70 Prozent. Dann muss der Bruttopreis bei Amazon auch noch zwischen 2,99 und 9,99 Euro liegen. Ist der Preis höher oder niedriger als die beiden Werte, erhältst du nur 35 Prozent vom Nettoverkaufspreis.

Beispiel: Du verkaufst dein Kindle Ebook für 3,99 Euro. Wenn du nun die 19 Prozent Mehrwertsteuer abziehst, dann bleiben 3,35 Euro netto übrig. Von diesem Betrag zieht Amazon ein paar Cent für die Dateiübertragung des Downloads ab (der Betrag richtet sich nach der Dateigröße deiner Datei, pro MB fallen ca. 12 Cent an). Von den 3,23 Euro musst du noch die 30 Prozent für Amazon abziehen, was nochmals 97 Cent sind. So bleiben dir 2,26 Euro pro verkauftem Exemplar.

Natürlich will man mit seinem Ebook viel verdienen, doch wenn du dir die durchschnittlichen Kindle-Ebook-Preise auf Amazon anschaust, wird dir auffallen, dass viele nur wenig kosten. Meist sind die Autoren noch unbekannt und starten dann mit einem geringen Preis zwischen 1,99 und 2,99 Euro.

Daran solltest du dich auch halten. Dein erstes Ebook auf Amazon sollte sich in diesem Preisbereich bewegen, es sei denn, es ist ein umfangreiches Fachbuch, in das du viel Recherchearbeit und sonstigen Aufwand gesteckt hast. Dann kann der Preis höher ausfallen.

Liegt dein Erstlingswerk im Umfang bei ca. 100 Seiten, dann solltest du dich an einem unteren Preislevel orientieren.

Auch bei epubli und XinXii erhältst du 70 Prozent vom Nettoverkaufspreis, bei XinXii muss dabei der Preis des Ebooks bei mindestens 1,99 Euro liegen. Wie die Autorenvergütung auf den anderen Plattformen aussieht, habe ich mir noch nicht genau angeschaut. Bei einem Artikel zu diesem Thema werde ich mir genaue Infos reinholen.

Muss ich die Einnahmen aus den Ebook-Verkäufen versteuern?

Ja, natürlich :-). Die Verkäufe gelten als Einnahmen und müssen dementsprechend versteuert werden. Genaueres solltest du mit deinem Steuerberater klären.

Fazit

Das erste Ebook zu veröffentlichen ist von der Technik her keine Hexerei. Dennoch sind im Vorfeld bestimmte Punkte, vor allem rechtliche, zu beachten und auch beim Preis solltest du dir ein paar Gedanken machen.

Für den Anfang solltest du dein Ebook auf Amazon veröffentlichen, denn keine Plattform ist bekannter und größer.

Welche Plattformen sich ebenfalls für den Ebook-Verkauf lohnen, werde ich in einem weiteren Artikel beleuchten. Genauso wie Marketingstrategien, um deinen und den Bekanntheitsgrad deiner Ebooks zu steigern.

(Bildquelle Artikelanfang: © grounder  #47646177/Fotolia.com)

2017-02-09T15:02:47+00:00 18. April 2016|Kategorien: Ebooks schreiben|Tags: , |0 Kommentare

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