Mein Blog besteht nun seit eini­gen Jah­ren. Und als ich ihn gestar­tet habe, habe ich das Logo selbst gestal­tet. Zuerst war es nur ein Schrift­zug, dann habe ich die klei­ne Sprech­bla­se mit dem Euro­zei­chen dar­in noch hinzugefügt.


Als wei­te­res Stück­werk kam im ver­gan­ge­nen Jahr der Slo­gan “Mach’ dein Ding im Netz!” hinzu.

Da ich kei­ne gelern­te Medi­en­ge­stal­te­rin oder Gra­fi­ke­rin bin, sah ich das Logo als Zwi­schen­lö­sung, die irgend­wann durch ein pro­fes­sio­nel­les Logo aus­ge­tauscht wer­den sollte.

Da mei­ne Besu­cher­zah­len seit gut einem hal­ben Jahr ste­tig zuneh­men und ich das Blog wei­ter ver­bes­sern und pro­fes­sio­na­li­sie­ren will, habe ich mich vor weni­gen Wochen ent­schie­den, es muss ein neu­es Logo her.

Hier zur Erin­ne­rung noch­mals das alte Logo von Geld-online-Blog:

Altes Logo von Geld-online-Blog

All­zu rou­ti­niert sah es nicht aus, vor allem woll­te ich eine ande­re Farb­kom­bi­na­ti­on als das Rot und das hel­le Blau.

Nun stand die Ent­schei­dung an: Soll­te ich das Logo von einem/​r Grafiker/​in vor Ort gestal­ten las­sen oder soll­te ich das klei­ne Pro­jekt online in Auf­trag geben? Nach kur­zer Über­le­gung habe ich beschlos­sen, das neue Logo über die Desi­gner-Platt­form desi​gnen​las​sen​.de gestal­ten zu las­sen, auch weil ich schon immer mal die­se Web­site tes­ten wollte.

Logo-Gestaltung online über desi​gnen​las​sen​.de

Bevor man bei desi​gnen​las​sen​.de einen Auf­trag ein­stellt, soll­te man sich schon Gedan­ken gemacht haben, wie die Gra­fik oder die Web­site — je nach­dem, wel­ches Pro­jekt du dort star­test — unge­fähr aus­se­hen sollte.

Eine Logo-Gestal­tung ist sicher­lich schnel­ler erle­digt als ein kom­ple­xes Pro­jekt wie ein neu­er Inter­net­auf­tritt, doch auch hier steht eine kur­ze Brie­fin­ger­stel­lung für dich an, damit die Desi­gner wis­sen, in wel­che Rich­tung das Lay­out gehen sollte.

Wenn man das Pro­jekt in Auf­trag gibt, soll­te man sich über die mög­li­che Farb­ge­stal­tung, den Logo-Typ und die anzu­spre­chen­de Ziel­grup­pe Gedan­ken gemacht haben und die­se Punk­te in einem Doku­ment kurz zusam­men­fas­sen. Nur so kann man den Auf­trag auf der Platt­form in einem Zug online stel­len, ohne noch­mals abbre­chen zu müssen.

Ver­öf­fent­li­chungs­schrit­te für den Logo-Gestaltungs-Auftrag

Schritt 1 und 2
Das Pro­jekt lässt sich unkom­pli­ziert star­ten: Ich habe die Kate­go­rie Logo- & Cor­po­ra­te-Design -> Logo-Design aus­ge­wählt und bin im 2. Schritt das Brie­fing angegangen:

Alle Punk­te wie

  • wel­cher Logo-Typ
  • wel­che Wir­kung soll das Design erzielen?
  • wel­che Far­ben sol­len ver­wen­det werden?

las­sen sich schnell abarbeiten.

Ich habe mich ein­mal für Wort- als auch Wort- und Bild­mar­ke ent­schie­den, das Logo soll­te modern, ohne gro­ße Schnör­kel, mehr­far­big und erschwing­lich sein. Bei den Far­ben habe ich auch meh­re­re aus­ge­wählt, oran­ge, grau und blau. Für das Oran­ge habe ich auch einen fes­ten Farb­wert aus­ge­wählt, es soll­te ein kräf­ti­ger Farb­ton sein, nicht all­zu hell.

In den nächs­ten Fel­dern der Auf­trags­er­stel­lung habe ich mei­ne Ziel­grup­pe benannt und wei­te­re rele­van­te Infor­ma­tio­nen für die opti­ma­le Gestal­tung für die Krea­ti­ven eingetragen.

Bei der Ent­schei­dung, wei­te­re Leis­tun­gen zur Logo-Gestal­tung hin­zu zu buchen, habe ich das güns­tigs­te Paket gewählt, das rei­ne Logo-Design.

Schritt 3
Im 3. Schritt, den Pro­jekt­op­tio­nen kann man aus­wäh­len, ob das Pro­jekt geschützt ist, d. h. die betei­lig­ten Desi­gner müs­sen einer Ver­schwie­gen­heits­ver­ein­ba­rung zustim­men und das Pro­jekt ist über Goog­le nicht auf­find­bar. Die­se Leis­tung kos­tet 35 Euro.

Für 60 Euro mehr kann man das Pro­jekt zu einem Eli­te-Pro­jekt auf­wer­ten und bekommt Lay­out-Vor­schlä­ge von den bes­ten 1000 Desi­gnern. Dadurch steigt auch das Min­dest­preis­geld auf 540 Euro.

Wie lan­ge soll das Pro­jekt lau­fen? Ich habe mich für den Stan­dard­wert von 7 Tagen ent­schie­den, gegen Auf­preis bekommst du dein neu­es Logo aber auch schnel­ler, sogar 1 Tag ist als Lie­fer­zeit möglich.

Willst du wirk­lich vie­le Design­vor­schlä­ge? Dann kannst du wei­te­re kos­ten­pflich­ti­ge Fea­tures wäh­len, wie u. a. die Bewer­bung des Pro­jekts im desi­gnen­las­sen-News­let­ter oder die Pro­jek­t­her­vor­he­bung in der Pro­jekt­lis­te in Fettschrift.

Schritt 4
Im 4. Schritt geht es zur Aus­wahl des Preis­gelds: Es gibt ins­ge­samt vier Preis­klas­sen und mit jeder höhe­ren steigt die Zahl der gelie­fer­ten Designs. Da ich mich für ein güns­ti­ges Pro­jekt fest­ge­legt habe, habe ich mich für das Mini­mum von 170 Euro entschieden.

Dazu kommt noch die Ein­stell­ge­bühr von 39 Euro. Sie redu­ziert sich auf 19 Euro, wenn man auf die Preis­geld-zurück-Opti­on ver­zich­tet. Im abschlie­ßen­den Schritt wird schließ­lich gezahlt (als Zah­lungs­op­tio­nen ste­hen PayPal, Visa, sofortüberweisung.de und Vor­kas­se zur Ver­fü­gung) und dann ist das Pro­jekt online.

Damit ich mich in mei­nen Kun­den­be­reich ein­log­gen konn­te, erhielt ich per Mail Benut­zer­na­me und Passwort.

Spannende 7 Tage für die Suche nach dem neuen Logo

Schon nach einer Stun­de hat ich mein ers­tes Logo-Design, was mir schon recht gut gefiel. Nach und nach tru­del­ten wei­te­re ein.

Da ich bei dem Brie­fing mein altes Logo hoch­ge­la­den habe, bekam ich einen Ent­wurf, in dem sich die Sprech­bla­se wie­der­fand, aller­dings viel pro­fes­sio­nel­ler und moder­ner als ich sie gestal­tet hatte.

Trotz­dem hat­te ich Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge, auch bei den ande­ren gelie­fer­ten Ent­wür­fen. Desi­gnen­las­sen macht es ein­fach, den Krea­ti­ven über das Kom­men­tar­feld Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge zukom­men zu las­sen. Mei­ne Wün­sche wur­den jedes Mal zügig umgesetzt.

Einen Feh­ler habe ich aller­dings gemacht, wie ich im Nach­hin­ein erfah­ren habe: Ich habe die Ent­wür­fe — wenn sie mir per­fekt vor­ka­men — gleich mit fünf Ster­nen bewer­tet. Dadurch erhielt ich nicht all­zu vie­le Design­vor­schlä­ge von unter­schied­li­chen Gestal­tern. Denn die noch nicht in das Pro­jekt invol­vier­ten Desi­gner sehen die hohen Bewer­tun­gen und glau­ben, dass das Gewin­ner­lo­go schon aus­ge­wählt wurde.

Das kann ich also zukünf­ti­gen Nut­zern von desi­gnen­las­sen mit­ge­ben: Bewer­tet die Designs nicht gleich mit fünf Ster­nen, wenn ihr noch wei­te­re Gestal­tungs­vor­schlä­ge erhal­ten wollt.

Nichts­des­to­trotz war ich mit mei­nem Sie­ger­lo­go sehr zufrieden.

Die Gewin­ner­kü­rung geht eben­falls pro­blem­los über den inter­nen Bereich, danach kann man noch eine Abschluss­be­wer­tung abge­ben und war­tet auf die Datei­über­ga­be, die sich aus PDF‑, JPG‑, PNG- und EPS- (oder auch AI-)-Dateien zusam­men­setzt. Mir wur­den auch noch die ver­wen­de­ten Schrift­ar­ten als Datei­en mitgeliefert.

Mit der mit­ge­lie­fer­ten Vek­tor­gra­fik-Datei kann ich nun das Logo ver­lust­frei in alle mög­li­chen Grö­ßen umwandeln.

Ins­ge­samt bekam ich 28 Gestal­tungs­vor­schlä­ge von 6 Desi­gnern, wahr­schein­lich wären es noch ein paar mehr gewe­sen, wenn ich nicht so üppig Ster­ne ver­ge­ben hätte. :-)

Das neue Logo ist mitt­ler­wei­le ein­ge­bun­den. Hier ist es auf wei­ßem Hin­ter­grund zu sehen:

Neues Logo von Geld-online-Blog

Fazit

Ich war mit dem Pro­jekt­ab­lauf auf desi​gnen​las​sen​.de sehr zufrie­den, auch mit einem güns­ti­gen Paket kom­men anspre­chen­de Ent­wür­fe zustande.

Wer mehr zahlt, wird natür­lich umfas­sen­der mit pro­fes­sio­nel­len Lay­outs bedient. Ist das Bud­get höher, dürf­ten auch Top-Desi­gner ein­stei­gen, denen 170 Euro für ein hoch­wer­ti­ges Logo zu wenig ist, was ich abso­lut verstehe.

Desi​gnen​las​sen​.de zeigt auf sei­nem Por­tal zahl­rei­che Gewin­ner­ent­wür­fe aus ver­schie­de­nen Pro­jek­ten. Wer sich vor­ab über die Krea­ti­vi­tät und all­ge­mei­ne Leis­tungs­stär­ke der dort regis­trier­ten Desi­gner infor­mie­ren möch­te oder ein Ideen-Input benö­tigt, soll­te sich die­se Ergeb­nis­se ansehen.