Zu einem ein­zig­ar­ti­gen Blog gehört auch ein ein­zig­ar­ti­ges Logo, als kla­rer Wie­der­erken­nungs­wert wie bei einem Unter­neh­men oder einer Fir­ma.


Wer noch in der Pla­nungs­pha­se sei­nes Blogs steckt, soll­te die Pla­nung des Bloglo­gos nicht all­zu leicht­fer­tig und schnell abhan­deln, son­dern für die Logo­ge­stal­tung aus­gie­big Zeit ein­pla­nen — und ein gewis­ses Bud­get. Denn die wenigs­ten Blog­ger beherr­schen pro­fes­sio­nel­le Gra­fi­ker­stel­lung, um ein anspre­chen­des und gut design­tes Logo zu erstel­len.

Doch was soll­test du bei dei­ner Logo­pla­nung beach­ten? Und da stellt sich auch die Fra­ge, was ein gutes Logo über­haupt aus­macht?

Ein Bloglogo richtig planen

Vie­le wer­den bei der Logoa­us­wahl für ihren Blog nicht so streng und akri­bisch vor­ge­hen wie eine jun­ge Fir­ma, die ihr Cor­po­ra­te Design defi­niert. Und ich fin­de auch, dass es Blog­ger bei der Aus­wahl ihres CD nicht unbe­dingt so eng sehen soll­ten. Schließ­lich kommt es zuerst ein­mal auf gute Inhal­te an und weni­ger auf das äuße­re Erschei­nungs­bild, was sich im Lau­fe der Zeit natür­lich pro­fes­sio­na­li­sie­ren kann.

Man den­ke nur an die regel­mä­ßi­gen Logo-Über­ar­bei­tun­gen von gro­ßen Unter­neh­men. Außer­dem weiß man als fri­scher Blog­ger oft noch nicht, wie das Blog von den Usern ange­nom­men wird und ob es daher lohnt, ein pro­fes­sio­nel­les Lay­out ein­schließ­lich Logo­ge­stal­tung zu finan­zie­ren.

Wer ein Blog als sei­ne Geschäfts­web­site defi­niert und gleich rich­tig durch­star­ten will, der soll­te die fol­gen­den Punk­te für die Gestal­tung sei­nes Logos beach­ten.

Eigenschaften eines guten Logos

Fir­men- und Bloglo­gos soll­ten bestimm­te Kri­te­ri­en erfül­len, um als gelun­gen ein­ge­stuft wer­den zu kön­nen.

  • Das Logo soll­te ein­mal einen gra­fi­schen Bezug zu dem Blog­the­ma auf­wei­sen.
  • Es soll­te ein­präg­sam sein, auch wenn es recht klein dar­ge­stellt ist.
  • Es soll­te ein­zig­ar­tig sein, also nicht in die­ser Form oder Gestal­tungs­art in nur wenig abge­wan­del­ter Form im Inter­net schon vor­kom­men.
  • Wer plant, das Logo auch in Druck­me­di­en wie Brief­pa­pier oder Visi­ten­kar­te zu nut­zen, braucht es aus hoch­wer­ti­ge Vek­tor­gra­fik.
  • Auch in der Logo­ge­stal­tung bil­den sich regel­mä­ßig neue Trends her­aus — man den­ke an Flat Design oder Long Shadow — , doch ein gutes Logo soll­te eher zeit­los gestal­tet sein, vor allem wenn man kei­ne Lust hat, sein Bud­get regel­mä­ßig mit Logo-Moder­ni­sie­run­gen oder ‑Anpas­sun­gen zu belas­ten. Daher sind auch schlich­te Logos auf­wän­dig kon­zi­pier­ten vor­zu­zie­hen.
  • Das Logo soll­te in der Farb­stel­lung und in der Schrift­aus­wahl zum gesam­ten Cor­po­ra­te Design des Blogs pas­sen.
  • Es soll­te aus nicht all­zu vie­len Far­ben bestehen, maxi­mal drei oder vier.
  • Das Logo soll­te auch in Schwarz-Weiß gut dar­stell­bar sein, falls es mal in einer Schwarz-Weiß-Kopie oder auf einem Fax auf­taucht. Die­sen Aspekt habe ich damals bei mei­nem Logo nicht berück­sich­tigt, aller­dings sind die genann­ten Fäl­le für die Schwarz-Weiß-Dar­stel­lung bei mir noch nicht vor­ge­kom­men (Kopie, Fax).

Ideen für Logogestaltung sammeln

Ideen für das neue Bloglo­go fin­den sich zuhauf im Inter­net. Wer sich ger­ne von ande­ren inspi­rie­ren lässt, kann sich ein­mal auf the­men­ver­wand­ten Blogs oder Web­sites umschau­en und deren Logo­wahl begut­ach­ten.

Eben­falls gute Ideen­lie­fe­ran­ten sind die Platt­for­men Dribb­le, Logo­pond oder Gra­phicri­ver. Bei letzt­ge­nann­ter Web­site kann man Logos auch für ca. 33 $ kau­fen, muss sich das Lay­out aller­dings mit vie­len ande­ren Käu­fern tei­len. Wer aber ein ein­zig­ar­ti­ges Logo möch­te, soll­te die ange­bo­te­nen Logos auf Gra­phicri­ver nur als Inspi­ra­ti­ons­quel­le nut­zen.

Bild- oder Wortmarke

Bei der Logo­ge­stal­tung gibt es zwei gro­ße Dar­stel­lungs­mög­lich­kei­ten, eine Wort­mar­ke oder eine Bild­mar­ke. Was ist nun bes­ser? Das lässt sich nicht pau­schal ent­schei­den.

Eine Wort­mar­ke benö­tigt eigent­lich jeder Blog, denn über den Schrift­zug — ganz gleich wie er gestal­tet ist — wird sein Namen jedem Blog­be­su­cher deut­lich gemacht.

Wer sich in der Blo­go­sphä­re aus­gie­big umschaut, stellt fest, dass vor allem Blogs, die nach dem Namen ihres Betrei­bers benannt sind, oft eine Wort­mar­ke ver­wen­den. Bild­mar­ken sind auch vor­han­den, dann wer­den in den meis­ten Fäl­len die Anfangs­buch­sta­ben des Vor- und Nach­na­mens des Blog­gers für die Logo­ge­stal­tung her­an­ge­zo­gen.

Gene­rell fin­den sich bei Logos eine Kom­bi­na­ti­on aus bei­dem: Ein Bild, unter­stützt mit einem Schrift­zug. Wer sich nicht schlüs­sig ist, wie er sich bei sei­nem Bloglo­go ent­schei­den soll, kann und soll­te sich pro­fes­sio­nel­len Rat von einem Gra­fik­de­si­gner holen.

Logo selbst anfertigen oder anfertigen lassen

Sicher­lich exis­tie­ren im Inter­net ver­schie­de­ne Tools, mit denen man ein Logo kos­ten­los erstel­len kann. Wer über ein gutes gra­fi­sches Gespür ver­fügt und sich mit den wich­tigs­ten Funk­tio­na­li­tä­ten von Gra­fik­pro­gram­men aus­kennt, kann natür­lich auch selbst ein Logo gestal­ten. Je schlich­ter die Gestal­tung, des­to ein­fa­cher ist die Umset­zung.

Wer aber mit einem pro­fes­sio­nel­len Blog­de­sign auf­war­ten will, dürf­te um ein von einem Gra­fi­ker gestal­te­tes Logo nicht her­um­kom­men.

Gra­fik­de­si­gner fin­den sich auf den ver­schie­de­nen Free­lan­cer-Platt­for­men wie twa­go oder desi­gnen­las­sen, auf denen man einen Auf­trag ein­stel­len kann und schließ­lich zahl­rei­che Bewer­bun­gen von poten­zi­el­len Auf­trag­neh­mern plus Kos­ten­vor­anschlag erhält.

Wem 200 oder 300 Euro (oder noch mehr) für die Logo­ge­stal­tung zu viel sind, kann auch fiverr, eine güns­ti­ge Platt­form für krea­ti­ve Diens­te für sei­nen Auf­trag nut­zen.

Logo kaufen

Eine ande­re güns­ti­ge Art, an ein Logo zu kom­men, ist es auf einer Stock­fo­to-Platt­form zu kau­fen. Den­noch rate ich davon ab, ein­mal weil eini­ge Stockagen­tu­ren in ihren Richt­li­ni­en die Ver­wen­dung von Gra­fi­ken als Logo aus­schlie­ßen (wie z. B. Foto­lia) und weil so ein gekauf­tes Bild noch von vie­len ande­ren erwor­ben wer­den kann. Die Ein­zig­ar­tig­keit, die ein gutes Logo haupt­säch­lich aus­macht, wird damit hin­fäl­lig.

Wer aller­dings für den Anfang ein Logo kau­fen will, soll­te sich vor­her erkun­di­gen, ob die Gra­fik als Logo auf einem Blog ein­ge­setzt wer­den darf.

Logo kopieren und abändern

Vie­le schö­ne Logos sind im Inter­net zu ent­de­cken und viel­leicht kommt so manch einer auf die fin­di­ge Idee, ein beson­ders gutes für sei­ne Zwe­cke zu ver­wen­den, indem er es nur leicht abwan­delt, bei­spiels­wei­se den Schrift­zug anpasst oder die Far­be ändert.

Auch davor kann ich nur abra­ten, denn im schlimms­ten Fall kann es zu recht­li­chen Kon­se­quen­zen wegen Urhe­ber­rechts­ver­let­zung kom­men. Also inves­tie­re lie­ber etwas Geld in ein eige­nes Logo anstatt spä­ter eine recht hohe Geld­stra­fe für das unrecht­mä­ßi­ge Kopie­ren oder Klau­en eines ande­ren Logos zah­len zu müs­sen.

Und ver­giss’ nicht, dir beim Kauf dei­nes Bloglo­gos vom Gra­fi­ker alle Rech­te für die allei­ni­ge Nut­zung zusi­chern zu las­sen, am bes­ten schrift­lich.

Fazit

Über ein ein­zig­ar­ti­ges Logo wird ein Blog ein­präg­sam reprä­sen­tiert und erkenn­bar gemacht. Die Wir­kung einer sol­chen Gra­fik soll­te man nicht unter­schät­zen. Daher soll­te man für die Pla­nung und Erstel­lung genü­gend Zeit ein­pla­nen und lie­ber ein paar Euros inves­tie­ren anstatt eine belie­bi­ge Gra­fik zu kau­fen.