Wer selb­stän­dig tätig ist, wird sich auf die Zeit zwi­schen den Jah­ren als etwas län­ge­re und besinn­li­che Ent­span­nungs­pha­se freu­en. Eine Zeit, die einem die Mög­lich­keit gibt, in Ruhe die nächs­ten Schrit­te für das kom­men­de Jahr anzu­ge­hen und mit dem alten abzuschließen.


Ich habe mir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren für die­se Zeit ein klei­nes Ritu­al zusam­men­ge­stellt, das mir hilft, die letz­ten Tage im alten Jahr für mei­nen per­sön­li­chen Jah­res­ab­schluss zu nut­zen und mich auf neue Pro­jek­te und Plä­ne im anste­hen­den Jahr zu freuen.

Dazu gehört auch das Auf­räu­men auf mei­nem PC und Schreibtisch.

Aufräumen

Ich dru­cke wirk­lich nicht viel aus an Doku­men­ten oder ande­ren Datei­en, da ich unnö­ti­ge Papier­ber­ge ver­mei­den will. Haupt­säch­lich kom­men Rech­nun­gen aus mei­nem Dru­cker raus. Doch es sam­melt sich im Lau­fe der ver­gan­ge­nen 12 Mona­te so man­ches an. Die­se Sachen sich­te ich am Ende des Jah­res und ent­schei­de, was zu “Notiz­pa­pier” umfunk­tio­niert wird und was ich bes­ser auf­he­ben sollte.

Da die Rück­sei­te von aus­ge­druck­tem Papier meis­tens frei ist (es sei denn, man hat das Papier zwei­sei­tig bedruckt), nut­ze ich die­se Blät­ter als Notiz- und Ideen­pa­pier, denn für Pla­nun­gen und Pro­zes­se mag ich es, wenn ich von Hand schrei­ben kann. Mit die­ser Papier-Spar­me­tho­de habe ich mei­nem Papier­ver­brauch deut­lich reduziert.

Auf­räu­men heißt nicht nur, dass ich ana­lo­ge Unter­la­gen sich­te und aus­sor­tie­re, son­dern auch digi­ta­le. Es fal­len im Lau­fe der Zeit auch vie­le abge­spei­cher­te Datei­en an, die ich wirk­lich nicht mehr benö­ti­ge. Auch die­ser ent­le­di­ge ich mich, wie z. B. der vie­len Daten- und Daten­bank­si­che­run­gen, die ich jede Woche durch­füh­re. Letzt­end­lich brau­che ich höchs­tens die letz­ten vier Siche­run­gen mei­ner Blogs und Web­sites, die ande­ren kön­nen gelöscht wer­den. Weil ich in der Hek­tik des All­tags ver­ges­se, die­se alten Siche­run­gen zeit­nah von mei­nem Rech­ner und mei­ner exter­nen Fest­plat­te zu wer­fen, mache ich es eben um die Weihnachtszeit.

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Außer­dem prü­fe ich, ob mei­ne Ord­ner­struk­tur auf dem Rech­ner eine Opti­mie­rung benö­tigt. Wenn ja, lege ich neue Ord­ner an und füge die ent­spre­chen­den Datei­en in die “Behäl­ter”.

Mit einem luf­ti­gen Schreib­tisch, einem auf­ge­räum­ten Desk­top und ein paar Giga­byte Spei­cher­ka­pa­zi­tät mehr auf dem Rech­ner lässt es sich leich­ter ins neue Jahr wechseln.

Abschließen und Analysieren

Sind noch ein paar wesent­li­che Schrit­te für einen Pro­jekt­ab­schluss in der rest­li­chen Zeit des Jah­res durch­zu­füh­ren? Wenn ja, dann will ich damit noch im alten Jahr fer­tig wer­den. Falls noch irgend­wel­che Auf­ga­ben an Kun­den­pro­jek­ten anste­hen, dann ver­su­che ich die­se im Dezem­ber abzu­schlie­ßen, anstatt sie mit in den Janu­ar zu schlep­pen, auch wenn dies den Kun­den wahr­schein­lich nichts aus­ma­chen würde.

Auch Pla­nun­gen für ein neu­es Lay­out für mei­ne Blogs las­sen sich sehr gut an den Fei­er­ta­gen täti­gen, auch wenn ich die kom­plet­te Umset­zung viel­leicht nicht ganz schaf­fe und ein Teil noch ins neue Jahr mit­neh­me. In die­sem Jahr fiel kein neu­es Lay­out an, aber in den ver­gan­ge­nen Jah­ren habe ich dies schon häu­fig so gemacht.

Dann heißt es auch noch, das ver­gan­ge­ne Jahr Revue pas­sie­ren zu las­sen: Was war gut, was war weni­ger erfolg­reich, was kann man im nächs­ten Jahr ver­bes­sern, wie soll­ten die Zie­le für die nächs­ten 12 Mona­te aussehen?

Planen

Die Ana­ly­se für das zurück­lie­gen­de Jahr führt mich schließ­lich zur Pla­nung für das kom­men­de. Im Lau­fe der ver­gan­ge­nen Wochen habe ich mir notiert, was ich ger­ne in der Zukunft noch umset­zen möch­te, wie bei­spiels­wei­se ein paar Nischen­web­sites erstel­len oder Ebooks ver­fas­sen usw.

Anhand die­ser Noti­zen wer­de ich nun kon­kre­ter und pla­ne das ers­te Vier­tel­jahr mit sei­nen Arbeits­schrit­ten. Ich hof­fe zwar, dass ich dies dann auch so rea­li­sie­ren kann, aber die Ver­gan­gen­heit hat auch gezeigt, dass häu­fig etwas dazwi­schen kom­men kann. Aber die Visua­li­sie­rung der nächs­ten Schrit­te ver­leiht mir deut­lich mehr Elan, als wenn ich die Schrit­te nur vage im Kopf hätte.

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Entspannen

Das, was das gan­ze Jahr irgend­wie immer zu kurz kommt, mache ich vom 23./24. Dezem­ber bis Anfang Janu­ar ziem­lich aus­gie­big, und das ist Ent­span­nen und mich ver­stärkt mit mei­nen Hob­bies beschäf­ti­gen. Da ich ger­ne stri­cke, kann ich mei­ne ange­fan­ge­nen Krea­tio­nen in die­ser Zeit meis­tens fer­tig­stel­len. Außer­dem suche ich im Inter­net nach neu­en inter­es­san­ten Büchern, die ich in den kom­men­den Wochen bestel­len und lesen will.

Ener­gie tan­ken für ein neu­es anstren­gen­des Jahr ist abso­lut wich­tig für jeden und ich kann es jedem emp­feh­len, die­se stil­le Zeit für das Auf­la­den der Akkus zu nut­zen und die beruf­li­chen Akti­vi­tä­ten etwas her­un­ter­zu­fah­ren. Die Fei­er­ta­ge sind schnell vor­bei und die Hek­tik des All­tags holt einen all­zu schnell wie­der ein.