Wer als Web­de­si­gner arbei­tet oder selbst regel­mä­ßig neue Web­sites für sein eige­nes Unter­neh­men erstellt, dürf­te die Funk­tio­nen des in die­sem Arti­kel vor­ge­stell­ten Plugins WP Reset zu schät­zen wis­sen.


Zwar dürf­te das Plugin in ers­ter Linie für The­me- und Plugin­ent­wick­ler pro­gram­miert wor­den sein, doch auch ande­re Ziel­grup­pen wie z. B. Web­site-Erstel­ler kön­nen mit die­sen Plugin-Fea­tures sich eini­ges an Arbeit spa­ren.

Falls du Kun­den­web­sites oder dei­ne eige­nen zuerst als Test­web­site auf­setzt, die­se schließ­lich zur ent­spre­chen­den Domain hoch­lädst, kannst du nun die Test- oder Demo­in­stal­la­ti­on unkom­pli­ziert wei­ter­ver­wen­den und für einen ande­ren Kun­den neu­ge­stal­ten, ohne auf­wän­dig die Inhal­te und wei­te­re Daten raus zu löschen.

Mit einem Klick wer­den die erstell­ten Daten gelöscht und Wor­d­Press sozu­sa­gen in sei­nen Ursprungs­zu­stand zurück­ver­setzt.

Das Plugin WP Reset kannst du unter fol­gen­dem Link down­loa­den: https://​de​.wor​d​press​.org/​p​l​u​g​i​n​s​/​w​p​-​r​e​s​et/

Im Plug­in­ver­zeich­nis von Wor­d­Press wird WP Reset mit einer Fünf-Ster­ne-Bewer­tung gelis­tet, ca. 100 000 akti­ve Instal­la­ti­on sind ver­merkt.

WordPress mit einem Klick in den Default-Zustand setzen

WP Reset ermög­licht es dir, dei­ne Wor­d­Press-Instal­la­ti­on mit weni­gen Klicks auf den Default-Sta­tus zurück­zu­set­zen.

Wenn du das Plugin instal­liert hast, fin­dest du es im Wor­d­Press-Dash­board unter „Werk­zeu­ge“. Es ist kein Plugin, mit dem du beden­ken­los her­um­spie­len kannst.

Wenn du es wirk­lich tes­ten willst, dann soll­test du dir eine Wor­d­Press-Test­in­stal­la­ti­on auf dei­nem Webs­pace oder dei­nem loka­len Ser­ver auf­spie­len, die Sei­te mit Daten fül­len und sie schließ­lich wie­der mit WP Reset löschen.

Das Plugin weist auf sei­ner Regis­ter­kar­te Reset auch deut­lich dar­auf hin, vor dem Plugin-Ein­satz sich alles genau durch­zu­le­sen, denn ein Lösch­vor­gang kann nicht mehr rück­gän­gig gemacht wer­den.

Lege dir am bes­ten vor dem Ein­satz eine Daten­bank- oder kom­plet­te Web­site-Siche­rung an, falls du sie doch noch­mal ver­wen­den willst. So ist nichts unwie­der­bring­lich ver­lo­ren.

Was wird mit WP Reset gelöscht?

Fol­gen­de Inhal­te wer­den kom­plett gelöscht:

  • Blog­bei­trä­ge
  • sta­ti­sche Sei­ten
  • indi­vi­du­el­le Inhalts­ty­pen, falls sie exis­tie­ren, wie z. B. Port­fo­lio, FAQ etc.
  • Kom­men­ta­re
  • Medi­en­ein­trä­ge
  • Benut­zer (bis auf den ange­mel­de­ten)
  • Stan­dard-Wor­d­Press-Daten­bank­ta­bel­len
  • alle indi­vi­du­el­len Daten­bank­ta­bel­len, die mit dem­sel­ben wp-Prä­fix wie die Stan­dard­ta­bel­len anfan­gen.

Was wird von WP Reset nicht gelöscht?

Tools von WP Reset

Regis­ter­kar­te Tools mit den wei­te­ren Funk­tio­nen von WP Reset

Fol­gen­de Daten ver­blei­ben in der Instal­la­ti­on:

  • Medi­en­da­tei­en wie Bil­der, Audio- und Video­da­tei­en, PDFs — die­se fin­dest du wei­ter­hin im wp-uploads-Ord­ner vor, sie wer­den aber nicht mehr in den Medi­en ein­seh­bar sein.
  • The­mes
  • Plugins
  • und ande­re Datei­en
  • Titel der Web­site
  • ange­mel­de­ter User (der das Reset durch­führt)
  • Sprach­ein­stel­lun­gen
  • Sicht­bar­keit in den Such­ma­schi­nen
  • Web­site-Adres­se

Nach dem Reset wirst du von Wor­d­Press abge­mel­det, wie­der auto­ma­tisch ein­ge­loggt und in den Admin­be­reich gelei­tet.

Das Reset star­test du auf der Regis­ter­kar­te „Reset“, indem du ganz unten in das Feld das Wort reset ein­gibst und auf den But­ton klickst.

Registerkarte „Tools“

In der Gra­fik rechts siehst du die Funk­tio­nen der Regis­ter­kar­te „Tools“.

Hier­über kannst dei­ne ein­zel­nen Lösch­vor­gän­ge star­ten. Du hast die Mög­lich­keit, noch mehr zu löschen als die oben genann­ten Inhal­te.

Fol­gen­des lässt sich mit einem But­ton­klick ent­fer­nen:

  • tran­si­en­te, d. h. flüch­ti­ge oder tem­po­rä­re Daten­bank­ein­trä­ge
  • der Upload-Ord­ner mit­samt sei­nen Inhal­ten
  • The­me-Optio­nen
  • The­mes
  • Plugins
  • indi­vi­du­el­le Tabel­len mit wp-Prä­fix, dazu gehö­ren die Tabel­len von u. a. fol­gen­den Plugins: Yoast SEO, Ima­gi­fy, Bro­ken Link Che­cker, EWWW Image Opti­mi­zer, Smush
  • die htac­cess-Datei

Registerkarte „Snapshot“

Auf der Regis­ter­kar­te „Snapshot“ kannst du dir eine Kopie all dei­ner Wor­d­Press-Tabel­len anle­gen, die in der Daten­bank abge­spei­chert wer­den. Als Ersatz für eine Daten­bank­si­che­rung soll­test du einen Snapshot nicht anse­hen, son­dern siche­re die Daten­bank extra und nicht über die­se Funk­ti­on.

Ein Snapshot wird haupt­säch­lich von Ent­wick­lern ver­wen­det, nor­ma­le Wor­d­Press-Nut­zer kön­nen damit nicht all­zu viel anfan­gen.

Fazit

Nicht nur The­me- oder Plugin­ent­wick­ler wer­den die­ses Plugin regel­mä­ßig ver­wen­den.

Auch Wor­d­Press-Nut­zer, die stän­dig neue Web­sites erstel­len, erleich­tern sich die Arbeit, indem sie die nicht mehr benö­tig­ten Inhal­te von Test- oder Demo­in­stal­la­tio­nen mit­hil­fe von WP Reset schnell löschen und damit ohne gro­ßen Auf­wand zu einer Wor­d­Press-Stan­dard-Instal­la­ti­on kom­men.