Schnellere Ladezeiten mit einem Cache-Plugin: WP Super Cache

Jeder Website- oder Blogbetreiber wünscht sich viele Besucher auf seinem Online-Auftritt, daher gehört zu den wichtigsten Marketingmaßnahmen eines Webworkers die Steigerung der Zahl seiner Website-Besucher.

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Ab einer bestimmten Besucherzahl steigt aber auch die Belastung des Webspaces, sodass dies negative Auswirkungen auf die Ladezeit der Website haben kann. Dann lohnt sich auf jeden Fall die Installation eines Cache-Plugins. Für WordPress gibt es mehrere kostenlose Plugins auf dem Markt, manche mit vielen Funktionen, manche mit nur sehr wenigen.

Zuerst habe ich W3 Total Cache eingesetzt, war aber nicht so zufrieden mit diesem Cache-Plugin, es gab sogar häufiger Totalausfälle meines Blogs, ausgelöst durch das Plugin, was mich echt genervt hat.

Ich habe mich schließlich nach einem anderen Cache-Plugin umgeschaut und mich für WP Super Cache entschieden. Bisher habe ich die Umstellung nicht bereut, ganz im Gegenteil.

Welche Einstellungen du für dieses Cache-Plugin hauptsächlich beachten solltest, werde ich im folgenden Artikel beschreiben.

Was kann WP Super Cache?

Beim sogenannten Caching werden einmal aufgerufene Seiten einer Website zwischengespeichert, sodass beim nächsten Aufrufen nicht mehr alle Daten aus der Datenbank ausgelesen werden müssen.

Genau dies führt das Plugin WP Super Cache aus und generiert statische HTML-Seiten aus den dynamischen Seiten, die dadurch deutlich schneller geladen und angezeigt werden. Folglicherweise erhöht diese Technik auch die Ladezeiten, die Seite läuft stabil, selbst wenn die Besucherzahlen im Laufe der Zeit spürbar ansteigen sollten.

Installation von WP Super Cache

Die Installation von WP Super Cache ist so einfach wie generell eine Plugin-Neuinstallation. Allerdings solltest du vorher andere Caching-Plugins deinstallieren, falls du schon welche genutzt hast.

Am schnellsten klappt die Installation von WP Super Cache, indem du im WordPress-Verwaltungsbereich auf Plugins -> Installieren gehst und dort in das Suchfeld „WP Super Cache“ eingibst. Es wird gleich als erster Suchtreffer angezeigt.

Möglicherweise kann nach der Installation und Aktivierung des Plugins ein Hinweis angezeigt werden, dass bestimmte Verzeichnisse nicht beschreibbar sind und es wird beschrieben, wie du sie lösen kannst.

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Einrichtung der Plugin-Einstellungen

Damit das Plugin rund läuft, sind nach der Aktivierung noch ein paar Einstellungen vorzunehmen, allerdings in den meisten Fällen wirklich nur wenige. Auf diese Einstellungen und Funktionen gehe ich nachfolgend ein.

WP Super Cache setzt sich aus sieben verschiedenen Reitern zusammen, die du unter Einstellungen -> WP Super Cache aufrufen kannst.

Easy

Das ist sozusagen der Einstieg in das Plugin. Viel musst du hier nicht anpassen. Hierüber lässt sich die Caching-Funktion an- und ausschalten. Damit das Plugin läuft, musst du „Caching An (Empfohlen)“ aktivieren.

Unter dem Punkt „Cache-Tester“ kannst du testen, ob das Caching funktioniert. Auf diesem Reiter kannst du auch noch den Cache leeren. Das musst du aber generell nicht machen.

Erweitert

Dieser Reiter liefert die wesentlichen Funktionen des Plugins und ist sehr umfangreich.

Caching

Unter diesem Punkt solltest du dich für eine Caching-Methode entscheiden, wobei meistens „mod_rewrite“ die empfehlenswerte ist. Auch ich habe diese Einstellung gewählt.

Wer einige Blogbereiche dynamisch lassen will, sollte sich für die dritte Option „Legacy Page-Caching“ entscheiden.

Sonstiges

Unter diesem Punkt kannst du jeweilige Sonderfälle cachen oder auch nicht. Wie meine Einstellungen aussehen, siehst du oben auf dem Bild. Einmal Punkt 1, dass Seiten komprimiert werden sollen, um sie an Besucher schneller auszuliefern, Punkt 3, dass Seiten für bekannte Besucher (also angemeldete Besucher wie ich als Admin) nicht gecached werden, denn schließlich will ich Änderungen gleich sehen und Punkt 6, dass der Cache neu erstellt wird.

Manchmal sind einige Punkte auch deaktiviert, das hängt von den Funktionen des jeweiligen Webspaces ab.

Erweitert

Unter diesem Punkt finden sich u. a. Einstellungen für mobile Themes oder dass man den Cache vollständig leert, wenn ein neuer Blogpost erscheint.

Meine Einstellungen sehen folgendermaßen aus (diese Punkte sind aktiviert):

  • Mobile Device Support
  • Extra-Startseiten-Check
  • Aktuelle Seite nur erneuern, wenn Kommentare geschrieben werden

Mit dem blauen Button „Update-Status“ kann man die Anpassungen abspeichern.

Mod Rewrite Rules

Wenn du als Caching-Methode „mod_rewrite“ ausgewählt hast, wird dieser Punkt angezeigt, ansonsten nicht.

Hier kannst du die .htaccess-Datei aktualisieren, in der wichtige Anweisungen für Caching und Servermodule drin stehen. Wenn deine .htaccess nicht beschreibbar ist, wird ein Hinweis angezeigt, sodass du am besten die Zugriffsrechte für die Datei anpasst. Notwendig ist mindestens die chmod-Einstellung 644, damit die Datei beschreibbar ist.

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Oder du musst die .htaccess manuell anpassen.

Expiry-Time & Garbage-Collection

Hier kannst du die Caching-Laufzeit festlegen, denn es passieren generell immer wieder Aktualisierungen auf deiner Website oder deinem Blog.

Empfohlener Wert ist 3600 Sekunden (genau eine Stunde umgerechnet), d. h. eine gecachte Seite bleibt maximal eine Stunde im Cache. Ruft ein User nach dieser Zeit die Seite auf, wird sie neu aufgebaut und erneut gecached. Ich habe diesen Wert auf 8000 Sekunden erhöht.

Meine Einstellungen:

Vergiss nicht, Änderungen über den blauen Button abzuspeichern.

Akzeptierte Dateinamen & Abgewiesene URIs

Unter diesem Punkt kannst du wählen, welche Art von Inhalt nicht gecached werden soll. Hier habe ich nur bei Feeds einen Haken gemacht.

Außerdem hast du die Möglichkeit, mittels der Eingabe von URLs oder URL-Teilen festzulegen, dass bei diesen Seiten das Caching deaktiviert wird. Diese Funktion ist vor allem für Seiten sinnvoll, die dynamische Funktionen enthalten, die durch das Caching ausgeschaltet werden.

Daher solltest du Seiten, die nach dem Caching nicht mehr rund laufen, in diesem Bereich vom Caching ausschließen.

Abgewehrte User-Agents

Hier lässt sich für bestimmte Suchmaschinen-Bots das Caching ausschalten, damit diese immer die aktuellste Version crawlen können. Standardmäßig sind in dem Feld schon die wichtigsten Bots eingetragen.

Sperren

Um einen Besucheransturm besser zu überstehen, kannst du über diese Option nur noch HTML-Dateien ausliefern lassen, der Cache wird nach dem Timeout nicht mehr erneuert.

Direkt gecachede Dateien

Diese Funktion brauchst du nicht weiter zu beachten.

Repariere Konfiguration

Hast du so viele Einstellungen vorgenommen, dass die Seite nicht mehr rund läuft und du weißt nicht, an welcher Einstellung dies genau liegt, kannst du unter diesem Punkt die ursprüngliche Konfiguration wieder herstellen. Die Einstellungen sind dann wie nach der Plugin-Installation.

Soweit zu den wichtigsten Plugin-Einstellungen von WP Super Cache. Die nächsten fünf Reiter will ich noch vorstellen, sind aber für die meisten Pluginnutzer nicht mehr allzu entscheidend.

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CDN

Unter diesem Reiter kannst du CSS, Java-Script-Dateien, Bilder sowie andere Dateien über ein Content Delivery Network ausliefern. Ich selbst nutze ein solches CDN noch nicht, obwohl es so manche Vorteile bieten kann.

Wer ein CDN einsetzt und hier Einstellungen vornimmt, sollte sich schon gut auskennen. Ansonsten solltest du darauf verzichten, ein Häkchen bei „Aktiviere CDN-Support“ zu setzen.

Inhalte

Unter diesem Reiter kannst du dir eine Cache-Statistik anzeigen lassen, indem du auf den Link „Regeneriere Cache-Statistik“ klickst.

Danach siehst du, wie viele Seiten im WP-Cache und wie viele im WP-Super-Cache liegen. Außerdem kannst du entscheiden, ob du alle oder nur die abgelaufenen Cache-Dateien löschst.

Preload

In diesem Reiter kannst du die Standard-Einstellungen so lassen, wie sie sind.

Aktivierst du den Preload-Modus, indem du den Minutenwert in dem entsprechenden Feld von 0 (deaktiviert) auf einen höheren Wert setzt, erneuert das Plugin alle vorab geladenen Cache-Dateien nach dem Ablauf von dem dir eingegebenen Zeitraum.

Diese Funktion kann auch zu Performance-Schwierigkeit führen, sodass du hier besser nichts einstellst.

Plugins

Unter diesem Reiter sind Plugins aufgeführt, die mit WP Super Cache kompatibel sind, wie beispielsweise WP Touch.

Ich setze keines der dort genannten Plugins ein, sodass ich sie auch nicht für den Support von WP Super Cache aktivieren muss.

Debug

Falls du Probleme mit WP Super Cache haben solltest, kannst du auf dem Reiter Debug dies überprüfen und einen Check starten. Vorher musst du allerdings ein Häkchen bei „Debuggen aktiviert“ setzen.

Fazit

Von den sieben Reitern sind nur Easy und vor allem Erweitert für die meisten Nutzer zu beachten. Diese Einstellungen sind in recht  kurzer Zeit vorgenommen.

WP Super Cache läuft bei mir bis jetzt sehr gut und ich bin froh, dass ich W3 Total Cache damit austauschen konnte. Zwar hat letztgenanntes Plugin deutlich mehr Funktionen als WP Super Cache, ist dadurch allerdings komplexer und nicht so einfach zu beherrschen.

Solange WP Super Cache alle wichtigen Funktionen für das problemlose Cachen einer Website bietet, werde ich dabei bleiben.

(Bildquelle Artikelanfang: © Alexandr Mitiuc #29601827/Fotolia.com)

2018-11-07T12:20:42+00:00Kategorien: WordPress|Tags: , , |1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. […] Wenn du noch keine Erfahrung mit Caching-Plugins hast, solltest du zunächst dieses Plugin nutzen. Die Einrichtung ist einfach und auf dem Blog von Susanne Braun findest du eine kompakte Anleitung dazu. […]

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