Wie es gene­rell in einem Blog so üblich ist, kom­men im Lau­fe der Zeit sehr vie­le exter­ne Ver­lin­kun­gen zu ande­ren Blogs, Web­sites und Por­ta­len zusam­men, deren Inhal­te oder Diens­te man ent­we­der wei­ter emp­fiehlt oder als erwäh­nens­wert fin­det.


Was auf der einen Sei­te die Qua­li­tät des Blog­ar­ti­kels stei­gern soll, näm­lich das Arti­kel­the­ma durch exter­ne Quel­len zu ver­tie­fen, birgt auf der ande­ren Sei­te die Gefahr, dass irgend­wann der Link nicht mehr funk­tio­niert. Denn die Schnell­le­big­keit des Inter­nets zeigt sich auch dar­in, dass vie­le Web­sites ent­we­der ver­schwin­den oder ihre Link­struk­tur ändern und kei­nen Redi­rect ein­ge­stellt haben.

Die­se Ent­wick­lung habe ich in den ver­gan­ge­nen Wochen in geball­ter Form fest­stel­len müs­sen, da ich mir vor­ge­nom­men habe, alle nicht mehr funk­tio­nie­ren­den Links aus mei­nem Blog zu ent­fer­nen.

Denn ein­mal ist es ein kein gutes Qua­li­täts­kri­te­ri­um, wenn in vie­len Arti­keln ver­schie­de­ne Ver­lin­kun­gen zu

  • Web­sites füh­ren, deren Domain mitt­ler­wei­le zum Ver­kauf steht,
  • 404-Sei­ten ver­wei­sen,
  • einem lee­ren Bild­schirm füh­ren, weil die Web­site nicht mehr exis­tiert,
  • einer neu­en Web­site mit ande­rem The­ma wei­ter­ge­lei­tet wer­den.

Gera­de bei meh­re­ren Hun­dert Bei­trä­gen auf einem Blog ist die manu­el­le Link-Über­prü­fung eine Hei­den­ar­beit, die man sich mit einem Plugin erleich­tern, aber doch nicht voll­stän­dig abneh­men las­sen kann, wie ich lei­der fest­stel­len muss­te.

Broken Link Checker hilft, fehlerhafte Links aufzuspüren

Das Plugin Bro­ken Link Che­cker ist ein wirk­li­ches Muss auf gro­ßen Blogs mit zahl­rei­chen exter­nen und inter­nen Ver­lin­kun­gen. Es scannt alle Links auf Erreich­bar­keit und führt die nicht mehr funk­tio­nie­ren­den Links auf.

Nicht mehr funk­tio­nie­ren­de Links wer­den dann mit fol­gen­den Infor­ma­tio­nen auf­ge­lis­tet:

  • URL: Gibt die Web­site-URL an, die als feh­ler­haft ermit­telt wur­de.
  • Sta­tus: Gibt den Sta­tus­code an, den die URL zurück­gibt, wie z. B. “Ser­ver nicht gefun­den”.
  • Linktext: Gibt an, mit wel­chem Link- oder Anker­text die URL ver­linkt ist.
  • Quel­le: Zeigt den Arti­kel, Kom­men­tar oder die Sei­te, auf der sich die feh­ler­haft URL befin­det.
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Fehlerhafte Links im Broken Link Checker

So sieht die Lis­te mit feh­ler­haf­ten Links aus.

Nun kannst du ent­schei­den, was du mit einem feh­ler­haf­ten Link machen willst:

  • Du kannst den Link bear­bei­ten, indem du mög­li­cher­wei­se den Deeplink auf die Start­sei­te der Web­site umän­derst oder das Pro­to­koll http auf htt­ps anpasst.
  • Du kannst den Link auf­he­ben, falls es die Web­site nicht mehr gibt.
  • Über nicht feh­ler­haft kannst du den Link auf “kor­rekt” stel­len, und er wird dann nicht mehr in der Feh­ler­lis­te auf­ge­führt. Denn es kann ja mal sein, dass das Plugin gera­de zu dem Zeit­punkt einen Link tes­tet und als feh­ler­haft notiert, weil die ent­spre­chen­de Web­site kurz­zei­tig nicht erreich­bar war. Wird der Link beim nächs­ten Plug­in­check wie­der als feh­ler­haft getes­tet, kommt er aber wie­der in die Lis­te.
  • Du kannst den Link aus­blen­den, damit bleibt der inkor­rek­te Link zwar bestehen, wird aber in der Lis­te nicht mehr auf­ge­führt. Das ist manch­mal sinn­voll, gera­de dann wenn du den Link in einem Arti­kel als nicht mehr kor­rekt gekenn­zeich­net hast.
  • Und du kannst den Link erneut über­prü­fen, weil du her­aus­ge­fun­den hast, dass der Link doch noch funk­tio­niert und mög­li­cher­wei­se ein kurz­zei­ti­ger Ser­ver­aus­fall die Feh­ler­mel­dung des Plugins her­vor­ge­ru­fen hat.

Das Plugin erkennt auch Umlei­tun­gen, die mit dem Ser­ver-Sta­tus 200 OK gekenn­zeich­net sind. Dabei han­delt es sich meist um Wei­ter­lei­tun­gen von http auf htt­ps-URLS, denn vie­le Web­sites haben sich in den ver­gan­ge­nen Mona­ten ein SSL-Zer­ti­fi­kat zuge­legt. Und damit die alten Links mit http immer noch funk­tio­nie­ren, hat man ein 301-Redi­rect ein­ge­rich­tet.

Allgemeine Einstellungen von Broken Link Checker

Einstellungen im Broken Link Checker

Unter Ein­stel­lun­gen im Wor­d­Press-Ver­wal­tungs­be­reich fin­dest du zahl­rei­che Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten des Plugins. So kannst du fest­le­gen, in wel­chen Zeit­in­ter­val­len das Plugin nach feh­ler­haf­ten Links suchen soll und ob du bei einem Fund per Mail benach­rich­tigt wer­den willst.

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Es las­sen sich ver­schie­de­ne Linkar­ten aus­wäh­len, die über­prüft wer­den sol­len, näm­lich u. a. HTML-Bil­der, HTML-Links, Klar­text-Links und You­tube-Vide­os.

Setzt du auf dei­nem Blog ver­schie­de­ne Inhalts­ty­pen ein wie bei­spiels­wei­se Ver­an­stal­tun­gen, FAQ, Sli­der usw., dann kannst du die­se auch für die Link­s­u­che frei­schal­ten.

Schwächen von Broken Link Checker

Aller­dings hat der Bro­ken Link Che­cker sei­ne Schwä­chen, denn er fin­det wirk­lich nicht alle feh­ler­haf­ten Links.

So habe ich fest­ge­stellt, dass fol­gen­de feh­ler­haf­ten Links nicht als sol­che auf­ge­lis­tet wur­den:

  • Ver­lin­kun­gen zu nicht mehr exis­tie­ren­den Plugins bzw. The­mes im Wor­d­Press Plugin und The­me Direc­to­ry. Das kam sehr oft vor, die Ver­lin­kung lei­tet dann zur Plugin- bzw. The­me-Über­sicht wei­ter, was aller­dings den Link qua­li­ta­tiv nicht bes­ser macht. Sol­che Ver­lin­kun­gen habe ich manu­ell ent­fernt.
  • Ver­lin­kun­gen, die nicht mehr aktu­ell sind und daher auf eine 404-Sei­te füh­ren.
  • Ver­lin­kun­gen von Web­sites, deren Inhalt nicht mehr exis­tiert und deren Domain zum Ver­kauf steht.
  • Ver­lin­kun­gen zu Web­sites, die the­ma­tisch kom­plett neu und anders aus­ge­rich­tet sind und von ihrer alten Domain über einen Redi­rect zur neu­en wei­ter­lei­ten.

Schließ­lich geben die­se Links kei­nen Ser­ver­feh­ler zurück und wer­den daher nicht als feh­ler­haf­te erkannt. Von die­sen Links hat­te ich auf mei­nem Blog recht vie­le, ich habe sie nicht gezählt, aber es dürf­ten um die 160 bis 180, ja viel­leicht sogar 200 gewe­sen sein.

Aus mei­ner Sicht eine ein­deu­tig zu hohe Zahl, die die Qua­li­tät des Blogs schmä­lert. Vor allem Links in Blog­kom­men­ta­ren fie­len dabei nega­tiv auf. Aber das ist nun mal eine typi­sche Inter­net­ent­wick­lung, es ver­schwin­den regel­mä­ßig Web­sites, Dienst­leis­tun­gen und Soft­ware, dafür kom­men dann wie­der neue Ange­bo­te in Netz.

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Fazit

Da ich die­se zähe Auf­ga­be des Link-Tes­tens nun fast abge­schlos­sen habe, bin ich wirk­lich gespannt, wie sich die­se mas­sen­haf­te Linkan­pas­sung bzw. ‑löschung auf mein Ran­king und die Besu­cher­zah­len aus­wirkt.

Ob Goog­le die Opti­mie­run­gen nun bes­ser bewer­tet oder gar schlech­ter, da muss ich mich wohl über­ra­schen las­sen. Aus mei­ner Sicht ist es aller­dings eine Qua­li­täts­ver­bes­se­rung, denn was brin­gen Links, die dem Blog­be­su­cher nicht die über den Linktext ange­kün­dig­te Infor­ma­ti­on oder Dienst­leis­tung lie­fern?

Auf der ande­ren Sei­te hät­te ich die ver­al­te­ten Links im Blog las­sen kön­nen und über­all einen Hin­weis hin­zu­fü­gen, dass der Link nicht mehr den ange­kün­dig­ten Inhalt bereit­stellt, aber das wäre genau­so viel Auf­wand gewe­sen und mein Blog hät­te immer noch eine all­zu gro­ße Zahl an qua­li­ta­tiv schlech­ten Ver­lin­kun­gen, daher habe ich mich gleich für das Löschen der Links ent­schie­den, auch wenn es nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen bei Goog­le haben soll­te.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: ©jpgon #131375607 /Fotolia.com)