Heu­te will ich einen Arti­kel schrei­ben, der auf den ers­ten Blick nicht direkt in Bezug zum Geld­ver­die­nen online steht, son­dern der auf eine inter­es­san­te und unter­stüt­zens­wer­te Spen­den­ak­ti­on der Welt­hun­ger­hil­fe auf­merk­sam macht.


Und doch geht es dabei um Geld­ver­die­nen, denn der Lohn für eine Arbeits­stun­de steht im Mit­tel­punkt die­ser Akti­on. Welt­weit schwankt der Stun­den­lohn zwi­schen weni­gen Cents und meh­re­ren Tau­send Euros.

Gewaltige Differenzen beim weltweiten Stundenlohn

Spit­zen­ver­die­ner in Vor­stän­den von gro­ßen Auto­mo­bil­kon­zer­nen errei­chen einen Stun­den­lohn von bis zu 5.500 Euro, Kin­der in Indi­en erhal­ten oft nur einen Cent für müh­sa­mes Schlep­pen von Was­ser­krü­gen. Sicher — die Lohn­hö­he berech­net sich nach der Wert­schöp­fung, die der ein­zel­ne leis­tet und auch nach dem Arbeits­kräf­te­an­ge­bot, das es für den jewei­li­gen Job oder die jewei­li­ge Bran­che gibt.

Und wer über gro­ßes und wert­vol­les Kön­nen ver­fügt, einem Unter­neh­men damit gro­ßen Gewinn erwirt­schaf­tet, darf dem­entspre­chend viel Lohn ver­lan­gen. Den­noch ist der gra­vie­ren­de Unter­schied zwi­schen dem höchs­ten und dem nied­rigs­ten Stun­den­lohn welt­weit ein Aus­druck von Unfrei­heit vie­ler Mil­lio­nen Men­schen, die sich nicht für eine Aus­bil­dung ihrer Wahl ent­schei­den kön­nen, weil die wesent­li­chen Grund­la­gen dafür in ihrem Land nicht vor­han­den sind.

Feh­len­de Demo­kra­tie im Staat, ein man­geln­des Gesund­heits­sys­tem, zu wenig Schu­len und gesell­schaft­li­che Unter­drü­ckung der Frau­en füh­ren in vie­len Län­dern die­ser Erde zu schlecht bezahl­ter Arbeit und lebens­lan­ger Armut — ein Teu­fels­kreis, dem man kaum ent­flie­hen kann.

Den Wert einer Arbeitsstunde spenden

Aus die­sem Grund hat die Welt­hun­ger­hil­fe zu ihrem 50-jäh­ri­gen Bestehen die Akti­on „1 Stun­de gegen den Hun­ger“ auf­ge­ru­fen. Auf der Inter­net­sei­te der Welt­hun­ger­hil­fe kann jeder mit­hil­fe des Stun­den­lohn­rech­ners aus­rech­nen, wel­che Hil­fe der eige­ne Stun­den­lohn in der Drit­ten Welt oder Schwel­len­län­dern leis­ten kann:

  • Mit gut 13 Euro kann sich eine Fami­lie in Peru eine Käse­pres­se kau­fen, die Milch ihrer Kühe wei­ter­ver­ar­bei­ten und ver­kau­fen.
  • Mit 26 Euro kann sich eine Fami­lie in Libe­ria Gar­ten­ge­rä­te anschaf­fen, Gemü­se anpflan­zen und es wei­ter­ver­kau­fen.
  • Mit fast 40 Euro kön­nen sich zwei Fami­li­en in Mali Saat­gut für ein gan­zes Jahr leis­ten.
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Wie man sieht, kann man schon mit gerin­gen Beträ­gen einen klei­nen Bei­trag gegen den Hun­ger und die Armut in der Welt leis­ten.

Wer möch­te, kann sei­nen eige­nen Stun­den­lohn, meh­re­re Stun­den Lohn oder einen Wunsch­be­trag spen­den. Auf der Web­site der Welt­hun­ger­hil­fe fin­det man ein Spen­den­for­mu­lar, in das man sei­nen Spen­den­be­trag ein­gibt. Die­ser wird per Last­schrift vom Bank­kon­to abge­bucht.

Bis­her wur­den schon 2.584 Stun­den­löh­ne gespen­det.

1 Stunde gegen den Hunger

Es wur­den auch schon gro­ße Spen­den­ak­tio­nen in Deutsch­land gestar­tet. Eine aktu­el­le Akti­ons­kar­te fin­det man unter Welt­hun­ger­hil­fe — Akti­ons­kar­te.

Dafür stellt die Welt­hun­ger­hil­fe Fly­er, Auf­kle­ber, Pos­ter sowie eine Mus­ter-Pres­se­er­klä­rung zur Ver­fü­gung. Bestel­len kann man das Infor­ma­ti­ons- und Wer­be­ma­te­ri­al eben­falls auf dem Inter­net­auf­tritt der Welt­hun­ger­hil­fe. Sei­ne Akti­on gegen den Hun­ger kann man dann auch noch auf der Web­site ein­stel­len.

P.S. Ich fin­de die Web­site der Welt­hun­ger­hil­fe sehr sehens­wert mit ihren Mei­len­stei­nen aus den ver­gan­ge­nen fünf Jahr­zehn­ten als hori­zon­ta­ler Zeit­strahl. Visu­ell sehr anspre­chend gestal­tet.