Mit die­sem Arti­kel neh­me ich an der Blog­pa­ra­de auf Schüch­tern­heit über­win­den teil.


Das Jahr 2017 ist zwar schon mehr als zwei Mona­te alt, doch an die Vor­sät­ze für das neue Jahr kön­nen sich wahr­schein­lich vie­le noch erin­nern, ich mich an mei­ne auch noch. (Ich beschrän­ke mich hier haupt­säch­lich auf die beruf­li­chen Vor­sät­ze, denn mein Blog beschäf­tigt sich ja über die Berufs­mög­lich­keit, im Inter­net Geld zu ver­die­nen.)

Dabei habe ich aus den Vor­jah­ren gelernt, in denen ich mir zu viel vor­ge­nom­men habe und ich die Zie­le und Plä­ne nicht rea­li­sie­ren konn­te. Schon ein paar Mal habe ich auf Geld-online-Blog zur Jah­res­wen­de mei­ne Vor­sät­ze, Plä­ne und Zie­le für das kom­men­de Jahr for­mu­liert und mei­nen Blog­le­sern und ‑lese­rin­nen prä­sen­tiert, in der fes­ten Erwar­tung, dass ich alles so umset­zen wer­de, wie ange­kün­digt.

Doch jedes Mal kam mir eini­ges dazwi­schen, beruf­li­cher und pri­va­ter Natur, sodass ich nur einen Bruch­teil mei­ner Ankün­di­gun­gen umset­zen konn­te.

Was habe ich dar­aus gelernt?

Bloß nicht mit Vorsätzen übertreiben

Sicher­lich ist Ende Dezem­ber ein idea­ler Zeit­punkt, um das ver­gan­ge­ne Jahr Revue pas­sie­ren zu las­sen, Fazit zu zie­hen, was man beruf­lich gut, aber auch was man nicht gut gemacht bzw. ver­säumt hat, umzu­set­zen.

Nur so klärt sich der Blick für anste­hen­de Pla­nun­gen und Zie­le. Daher fin­de ich es auch rich­tig, das Jah­res­en­de als Zäsur zu sehen, es gedank­lich abzu­schlie­ßen und das bevor­ste­hen­de Jahr mit Elan anzu­ge­hen, wozu auch Vor­sät­ze gehö­ren.

Doch wer sich zu viel vor­nimmt, schei­tert recht schnell, denn letzt­end­lich bleibt die zur Ver­fü­gung ste­hen­de Zeit in der Men­ge gleich, die Arbeits­last lässt sich nicht ein­mal mit Mehr­auf­wand bewäl­ti­gen. Die Über­las­tung führt zur Resi­gna­ti­on und der Vor­satz wird schließ­lich ad acta gelegt.

Den Haupt­feh­ler, den wir alle machen, sind die zu gro­ßen Schrit­te, die in jedem Vor­satz ent­hal­ten sind. Wir errei­chen eher unser Vor­ha­ben mit klei­nen, über­schau­ba­ren Zie­len.

Den Vor­satz visua­li­sie­ren macht den Auf­wand klar

Ein Feh­ler ist es auch, die Vor­sät­ze oder Zie­le nicht genau zu pla­nen bzw. auf­zu­schlüs­seln. Damit mir selbst klar wird, wie viel Arbeit hin­ter mei­nem Vor­ha­ben steckt, habe ich mir ange­wöhnt, ein Ziel in sei­ne ein­zel­nen Arbeits­schrit­te auf­zu­tei­len, d. h. ich schrei­be alle not­wen­di­gen Ein­zel­pro­zes­se erst mal grob in ein Wor­d­do­ku­ment, um für mich selbst zu visua­li­sie­ren, was da wirk­lich auf mich zukommt.

Dann tra­ge ich die Punk­te in einen Zeit­plan ein, dafür ver­wen­de ich eine Excel-Tabel­le. Ich ver­su­che die Arbeits­schrit­te nicht all­zu dicht auf­ein­an­der fol­gen zu las­sen, um nicht in zeit­li­che Bedräng­nis zu kom­men, denn schließ­lich will ich alle geplan­ten Pro­zes­se ohne all­zu gro­ßen Stress bewäl­ti­gen kön­nen.

Die­se Vor­ge­hens­wei­se hat mir schon sehr oft gehol­fen, den Auf­wand eines geplan­tes Zie­les abschät­zen zu kön­nen.

Wird ein Ziel in klei­ne Arbeits­schrit­te unter­teilt und so visua­li­siert, erschließt sich einem der Arbeits­auf­wand viel deut­li­cher und man über­nimmt sich nicht mit zu vie­len Plä­nen.

Denn Vor­sät­ze wer­den meist umge­setzt, wenn sie im Rah­men des Mach­ba­ren blei­ben.

Das gilt nicht nur für beruf­li­che Vor­sät­ze, son­dern auch für pri­va­te: Ich den­ke da vor allem an die häu­figs­ten, die wir uns mit ins Neue Jahr neh­men: Fit­ter wer­den und Gewicht redu­zie­ren.

Auch hier soll­te immer ein klei­nes Zwi­schen­ziel gesetzt wer­den, wie z. B. “In die­sem Monat will ich zwei Kilo abneh­men, indem ich weni­ger Süßes esse und zwei­mal in der Woche das Abend­essen aus­fal­len las­se.” Die­ser Vor­satz ist ein­fa­cher zu ver­wirk­li­chen, als das Ziel, in den nächs­ten Mona­ten 20 Kilo abzu­neh­men.

Am bes­ten hängt man sich sein Monats­ziel auf einem Blatt for­mu­liert an eine Stel­le in der Woh­nung, an der man oft vor­bei­geht. Ein­fach als klei­ne Erin­ne­rungs­stüt­ze, um das Ziel nicht aus den Augen zu ver­lie­ren.

All­zu gro­ße und über­wäl­ti­gen­de Plä­ne läh­men und frus­trie­ren eher, als dass sie beflü­geln. Daher sind vie­le gute Zie­le für das Neue Jahr bei den meis­ten im Febru­ar schon ver­ges­sen.

Nicht unüberlegt Vorsätze öffentlich ankündigen

Genau das habe ich aus ver­gan­ge­nen Arti­keln gelernt, in denen ich mei­ne Vor­sät­ze für das neue Jahr ange­kün­digt habe. Ich konn­te mei­ne Plä­ne nicht hun­dert­pro­zen­tig rea­li­sie­ren und war dann am Ende des Jah­res ent­täuscht, dass ich mei­ne Ver­spre­chen — und ich sehe in den ange­kün­dig­ten Vor­sät­zen ein Ver­spre­chen — mei­nen Blog­le­sern und ‑lese­rin­nen gegen­über nicht ein­hal­ten konn­te.

Die Fol­ge: Seit den letz­ten Jah­ren habe es ver­mie­den, mei­ne Vor­sät­ze für das neue Jahr anzu­kün­di­gen.

Meine bisher abgeschlossenen Vorsätze

Nichts­des­to­trotz habe ich natür­lich auch mei­ne beruf­li­chen und pri­va­ten Vor­sät­ze Ende 2016 gedank­lich for­mu­liert und bin bis jetzt zufrie­den mit der Umset­zung.

Ich wer­de in die­sem Bei­trag nicht näher auf die noch anste­hen­den Plä­ne ein­ge­hen, aus dem wei­ter oben erwähn­ten Grund. Doch die, die schon umge­setzt wur­den, will ich auf­füh­ren:

  • In den ver­gan­ge­nen Jah­ren sind vie­le nicht mehr funk­tio­nie­ren­de exter­ne Links in mei­nem Blog zusam­men gekom­men, auch vie­le, die von dem Plugin Bro­ken Link Che­cker nicht gefun­den wer­den. Die­se woll­te ich ent­fer­nen, was ich mitt­ler­wei­le abge­schlos­sen habe.
  • Was die Meta­da­ten — Meta-Tit­le und Meta-Descrip­ti­on angeht — habe ich etwas geschlampt. Doch die­se Anga­ben sind wich­tig für die OnPage-Opti­mie­rung. Ende des Jah­res habe ich mich ent­schie­den, die­se Arbeit in Angriff zu neh­men. Das Gan­ze konn­te ich Mit­te Febru­ar been­den.
  • Auch an Blog­pa­ra­den will ich nun häu­fi­ger teil­neh­men, wie mit die­sem Bei­trag. :-)
  • Wei­te­re Plä­ne sind in der Umset­zung…

Fazit

Vor­sät­ze — sei­en es beruf­li­che oder auch pri­va­te — brin­gen am Beginn eines neu­en Jah­res wie­der Auf­trieb und Dyna­mik ins Leben, daher mag ich es, für mich regel­mä­ßig neue Zie­le und Plä­ne zu schmie­den; mei­ne Erfah­run­gen damit sind vor­wie­gend posi­tiv, auch wenn ich schon nicht all­zu sel­ten an mei­nen Vor­sät­zen geschei­tert bin.

Das soll­te kein Grund sein, sich nie wie­der etwas vor­zu­neh­men. Wie schon im Arti­kel erwähnt, wol­len wir meist zu viel und wer­den von der Last und der Mäch­tig­keit unse­rer Zie­le erdrückt. Ein ein­fa­ches Gegen­mit­tel ist das Auf­tei­len von grö­ße­ren Vor­ha­ben in klei­ne, leicht erreich­ba­re Zwi­schen­zie­le. Ist dann die­ser Mini-Mei­len­stein geschafft, gibt das genü­gend Moti­va­ti­on, um wei­ter zu machen.

Ich gehe seit ver­gan­ge­nem Jahr genau­so vor und freue mich, wenn ich mei­ne Plä­ne rea­li­sie­ren kann. Kann ich sie nicht umset­zen (aus wel­chen Grün­den auch immer), kom­men sie eben irgend­wann wie­der auf die Lis­te, bis sie schließ­lich ver­wirk­licht sind.