Meine kleine Rechtschreibserie geht mit dem heutigen Artikel zu Ende.

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Darin will ich die Rechtschreibfehler vorstellen, die in der deutschen Sprache am häufigsten gemacht werden und ich führe auch Websites auf, wo Sie in Zweifelsfällen nachschauen können, wie ein Wort geschrieben wird.

Außerdem habe ich noch drei Websites entdeckt, die sich der Thematik „Rechtschreibung“ auf lustige Art und Weise nähern. Doch nun zu den beliebtesten bzw. häufigsten Schreibfehlern.

1. Verwechslung von dass/das

Dieser Fehler begegnet mir ständig. Und da zumindest ich auch sicher weiß, wann ich die Konjunktion „dass“ und wann ich den bestimmten Artikel bzw. das Demonstrativpronomen bzw. Relativpronomen „das“ verwenden muss, ist mir der Fehler unverständlich.
Beispiele:

  • Konjunktion: Er wusste, dass er nächste Woche verreisen musste.
  • Bestimmter Artikel: Ihr gefiel das neue Kleid nicht.
  • Demonstrativpronomen: Ich mag das nicht.
  • Relativpronomen: Das Auto, das neben dem roten Haus parkt.

Wann wird dass geschrieben?

Die Konjunktion dass verbindet zwei Sätze miteinander, wobei der mit dass eingeleitete Satz ein Nebensatz ist: Die Kinder wollten nicht, dass die Katze ins Tierheim musste.

Dagegen wird mit das ein Sachverhalt näher beschrieben: Das Kleid, das sie an dem Abend trug, war knallrot.

Um sich den Unterschied, wann was geschrieben wird, besser merken zu können, gibt es eine Eselsbrücke, die sehr einprägsam ist.

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Immer wenn das mit dieses, jenes oder welches ersetzt werden kann, schreibt man das.

2. Verwechslung von seit/seid

Noch so ein dummer Fehler, der ganz oft gemacht wird.
Mit der Präposition als auch Konjunktion seit wird ein zeitlicher Bezug hergestellt, seid ist die 2. Person Plural von dem Verb sein.

Beispiele:

  • Seit ich weiß, dass ich den Job bekomme, bin ich ganz entspannt.
  • Seit gestern ist meine Uhr kaputt.
  • Ihr seid gestern aber wirklich schnell weg gewesen!

3. Kleinschreibung von substantivierten Verben

Auch dieser Fehler fällt mir sehr oft auf. Verben in substantivierter Form werden fälschlicherweise klein geschrieben. Vielleicht passiert dieser Fehler deshalb so häufig, weil viele in dem neu geschaffenen Substantiv immer noch das Verb sehen.

Beispiel:

  • Beim Essen ging es hoch her (statt: essen).
  • Trinken ist wichtiger als Essen.

4. Getrenntschreibung von substantivierten Verben in Kombination mit Substantiven

Auch hier passieren immer wieder Fehler, die schon zu den komplexeren in der deutschen Sprache zählen. Denn wenn ein Verb in Verbindung mit einem Substantiv als Gesamtkomplex substantiviert wird, muss es zusammen geschrieben werden.

Beispiele:

  • das Geldverdienen (nicht: das Geld verdienen)
  • das Kartenspielen (nicht: das Karten spielen)

5. Apostrophe vor Genitiv- und Plural-s

Ganz schlimmer Fehler, denn das Genitiv- und Plural-s kommen immer ohne Apostroph an das Wortende.

Woher diese „Apostrophenkrankheit“ stammt, ist nicht ganz klar. Wahrscheinlich ist sie aus dem Englischen ins Deutsche übergeschwappt.

Bitte nicht schreiben: Internet’s oder Weihnachtsbaum’s oder sonstige grässliche Auswüchse. Der Apostroph wird in der deutschen Sprache hauptsächlich bei Verkürzungen wie z. B. „Wie geht’s?“ oder „Ku’damm“ geschrieben. Oder er wird im Genitiv gesetzt, wenn das Wort schon ein s oder z am Wortende aufweist.

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Beispiele:

  • Hans‘ neuer Wagen
  • Franz‘ gepflegter Garten

6. Leerzeichen zwischen Wortkombinationen

Wortzusammensetzungen sollten – wenn die Wörter nicht komplett zusammen geschrieben werden -, mit einem oder mehreren Bindestrichen verbunden werden.

Wer dies nicht tut, schafft oft unbewusst lustige sprachliche Neukreationen, wie die Website Deppenleerzeichen.de an einigen alltäglichen Fundstücken beweist (die Auszubildende als Fleisch und Wurst Fachverkäuferin sollte eigentlich eine Auszubildende als Fleisch-und-Wurst-Fachverkäuferin sein).

Beispiele:

  • mobiles Laptop-Surfen (nicht: mobiles Laptop Surfen)
  • Koch-und-Backstudio (nicht: Koch und Backstudio)
  • Mitmach-Arena (nicht: Mitmach Arena)

7. Kommafehler

Die Kommasetzung ist ebenfalls ein häufiger Fehlerkandidat. Da aber hier bei fast allen Kommaregeln Fehler gemacht werden, will ich nicht näher auf die einzelnen eingehen, denn dann könnte ich wieder alle Kommaregeln aufzählen, was ich schon einem Artikel dieser Reihe gemacht habe.

Natürlich gibt es noch weitere häufige Fehler, die aber mehr in die Kategorie „deutsche Grammatik“ anstatt „deutsche Rechtschreibung“ fallen. Daher erwähne ich diese hier nicht, aber vielleicht kommt irgendwann noch eine kleine Artikelreihe zum Thema „Deutsche Grammatik“, die genauso ihre Tücken hat wie die Orthographie.

Empfehlenswerte Websites bei Zweifelsfällen

Wer sich nicht immer sicher ist bei einer Schreibweise eines Wortes, der kann entweder im Duden oder in einem anderen Standardwerk der deutschen Rechtschreibung nachschlagen, aber genauso gut lässt sich dafür auch das Internet verwenden.

Die folgenden Websites sind eine gute Hilfe bei Zweifelsfällen der Rechtschreibung oder können als Rechtschreibprüfung verwendet werden.

Witzige Websites

Drei Websites, die lustige Rechtschreibfehler in unserem Alltag entdecken und der Welt präsentieren, habe ich auch noch entdeckt:

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Viel Spaß beim Entdecken lustiger und auch haarsträubender Fehler und viel Erfolg beim Bessermachen!

(Bildquelle Artikelanfang: © GaToR-GFX #12672291/Fotolia.com)