Musi­ker waren schon immer mit ihrer Eigen­ver­mark­tung gefor­dert. Spä­tes­tens seit den 2000er-Jah­ren fin­det die­se auch online statt.

Bei jün­ge­ren Bands domi­niert die Online­ver­mark­tung sogar ein­deu­tig: Wer hängt schon noch Pla­ka­te auf? Mit die­sem The­ma wol­len wir uns aus­führ­li­cher befassen.

Bedeutung des Online-Marketings für Musiker

Die moder­ne Infor­ma­ti­ons­welt fin­det im Netz statt. Wer dort nicht zu fin­den ist, exis­tiert für die meis­ten Men­schen nicht. Wir ken­nen das alle: Wenn wir eine Infor­ma­ti­on suchen, goo­geln wir sie ganz schnell.

Dem­entspre­chend müs­sen Musi­ker online prä­sent sein. Ohne Vor­kennt­nis­se erscheint das zunächst nicht ein­fach, doch es ist in Wahr­heit kei­ne Rake­ten­wis­sen­schaft und funk­tio­niert auch ohne pro­fes­sio­nel­le Tools.

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Ein Bei­spiel, wie man damit Erfolg haben kann, lie­fert die Band Acoustic Beat Roots. Es han­delt sich hier­bei um eine Münch­ner Band, die auf akus­ti­sche Instru­men­te setzt, die sie frei­lich in grö­ße­ren Sälen auch ver­stärkt, die aber zu einem gewis­sen Allein­stel­lungs­merk­mal führ­ten, weil die wenigs­ten Bands so ein Kon­zept verfolgen.

Mit einer Sän­ge­rin und zwei sin­gen­den Musi­kern, Kon­tra­bass, Pia­no, akus­ti­scher Gitar­re und Cajon/​Percussion spie­len die Musi­ker Soul, Pop und Loun­ge­mu­sic für alle erdenk­li­chen Events vom Fir­men­mee­ting über das Jubi­lä­um bis zur Hoch­zeit. Dabei adap­tie­ren sie bekann­te Songs ver­schie­dens­ter Gen­res und schaf­fen damit eine ange­neh­me Atmosphäre.

Auch einen DJ bin­den sie auf Wunsch des Ver­an­stal­ters mit ein, sodass sie pro­blem­los nach ihrer stil­vol­len Umrah­mung auch Tanz­aben­de gestal­ten kön­nen. Es gibt die Acoustic Beat Roots in ver­schie­de­nen Beset­zun­gen, was den Wün­schen von Ver­an­stal­tern ent­ge­gen­kommt. Auch als unplug­ged Wal­king Act kön­nen die Musi­ker auf­tre­ten: Das geht nur mit akus­ti­schen Instrumenten.

Wie wurden die Acoustic Beat Roots online erfolgreich?

Die Band setz­te ihre oben genann­te Web­sei­te auf und opti­mier­te die­se schon wäh­rend der Erstel­lung und fort­wäh­rend danach. Das ent­spricht den gän­gi­gen Prin­zi­pi­en der SEO (Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung): Es fin­det beim Erstel­len der Sei­te eine OnPage-Opti­mie­rung statt, danach erfolgt die Off­Pa­ge-Opti­mie­rung mit Backlinks.

Wäh­rend der OnPage-Opti­mie­rung recher­chier­ten die Musi­ker, nach wel­chen Key­words eigent­lich ihre Kun­den suchen. Das sind natur­ge­mäß die Schlüs­sel­wör­ter „Par­ty­band“, „Hoch­zeits­band“, „Din­ner-Band“ oder auch „Lounge-Musik“, „Lounge Music“, „akus­ti­sche Band“, „Akus­tik-Band“ und „Akus­tik­band“.

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Dabei gab es tat­säch­lich unter­schied­li­che Such­ergeb­nis­se zwi­schen der Ein­ga­be von „Akus­tik-Band“ und „Akus­tik­band“. Mit die­sem Wis­sen opti­mier­ten die Musi­ker ihre Start­sei­te, auf der sie bei­de Begrif­fe verwenden.

Der eng­lisch geschrie­be­ne Begriff „Acoustic-Band“, den auch Kun­den im deutsch­spra­chi­gen Raum suchen, bekam eine Extra­sei­te. Für wei­te­re Begrif­fe wie „Event­band Mün­chen “, „Hoch­zeits­band Mün­chen“ und „Cover­band Mün­chen“ gibt es Unter­sei­ten. Wei­te­re OnPage-Maß­nah­men waren:

  • Snip­pet-Opti­mie­rung: Goog­le zeigt für jeden Tref­fer ein soge­nann­tes Snip­pet an, also einen sehr kur­zen Text, der den wesent­li­chen Inhalt zusam­men­fasst. In die­ses Snip­pet las­sen sich auch Emo­jis ein­fü­gen. Die Acoustic Beat Roots ver­wen­den diver­se die­ser Emo­jis, um in den Such­ergeb­nis­sen mehr hervorzustechen.Snippet-Musikband
  • Goog­le-Busi­ness-Anmel­dung: Goog­le bie­tet jedem Nut­zer einen kos­ten­lo­sen Busi­ness-Ein­trag an. Die­ser erscheint pro­mi­nent auf der ers­ten Sei­te bei Goog­le, wenn jemand nach die­sem Unter­neh­men (in die­sem Fall der Band) sucht. Vor allem aber kann man auch in der loka­len Suche erschei­nen, wenn ein Suchen­der einen ent­spre­chen­den Begriff ein­gibt. Im fol­gen­den Bei­spiel erschei­nen die Acoustic Beat Roots für den Such­be­griff “Event­band” in Mün­chen, da das Goog­le-Busi­ness-Pro­fil dar­auf­hin opti­miert wurde.Lokale-SEO-Musikband
  • Tech­nik des Online-Auf­tritts: Eine Web­sei­te muss auch tech­nisch gut opti­miert sein. Sie soll schnell laden, benö­tigt Respon­si­ve Web­de­sign, damit sie sich auf mobi­len End­ge­rä­ten ange­passt öff­net, soll sinn­vol­le inter­ne Ver­lin­kun­gen auf­wei­sen und benö­tigt eben­so eine Sitemap.
  • Con­tent: Auf jeder Web­sei­te muss sich aus­rei­chend viel Con­tent mit Key­words und im Fal­le einer Band auch Musik­bei­spie­len befin­den. Der Inhalt auf der Web­sei­te der Acoustic Beat Roots ist sehr informativ.

Für ihre Off­Pa­ge-Opti­mie­rung betreibt die Band fort­lau­fend Link­buil­ding, indem sie von Pres­se­ver­öf­fent­li­chun­gen, Social Net­works, Foren und Blog­bei­trä­gen aus auf die eige­ne Web­sei­te verlinkt.

Goog­le misst die­se Backlinks und lässt sie in die Errech­nung des Ran­kings ein­flie­ßen. Auch Gast­ar­ti­kel sind zu die­sem Zweck nütz­lich. Nicht zuletzt soll­ten Bands ihr Pro­fil in aus­ge­wähl­ten Por­ta­len ver­öf­fent­li­chen, die es kos­ten­pflich­tig (event​pep​pers​.com, auf​tritts​markt​.de, sta​gend​.com) und kos­ten­los (board​of​mu​sic​.de, musik​vil​la​.de) gibt.

Wie erfolg­rei­che Backlinks ent­ste­hen, lässt sich ermit­teln: Ande­re Bands gehen eben­so vor. Mit kos­ten­lo­sen Tools für den Backlink-Check kann jeder­mann nach­schau­en, woher die Backlinks für eine Web­sei­te kom­men. Damit lässt sich ein erfolg­rei­ches Vor­ge­hen durch­aus kopie­ren. So ein Tool wäre bei­spiels­wei­se www​.backlink​-tool​.org.

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Marketing für Musiker vs. Produktmarketing

Vie­les am Mar­ke­ting für Musi­ker ähnelt dem Pro­dukt­mar­ke­ting. Das trifft umso mehr zu, wenn eine Band wie die Acoustic Beat Roots als Dienst­leis­ter gebucht wird: Sie soll für eine ganz bestimm­te Art von Unter­hal­tung sorgen.

Aller­dings hat Kunst ihre eige­nen Geset­ze. So ist es bei­spiels­wei­se kein Pro­blem, wenn ein Her­stel­ler offen­siv für sei­ne Pro­duk­te wirbt und sie als beson­ders qua­li­täts­voll, mög­li­cher­wei­se ein­zig­ar­tig, bahn­bre­chend etc. pp. dar­stellt. Das sind wir als Ver­brau­cher gewöhnt. Mög­li­cher­wei­se blen­den wir so eine Wer­bung aus, doch sie erzeugt fast nie Ableh­nung oder gar Verachtung.

Bei Musi­kern ist das etwas ande­res: Sie kön­nen schließ­lich etwas, das nicht jeder kann. Dafür wer­den sie bewun­dert, doch sie soll­ten es in den Augen ihres Publi­kums nicht nötig haben, auf ihre beson­de­ren Qua­li­tä­ten hin­zu­wei­sen. Daher steht es Musi­kern sehr gut zu Gesicht, wenn sie sich nie­mals selbst loben, jedoch von ande­ren gelobt wer­den. Wie hart der Wett­be­werb in Wahr­heit unter Musi­kern ist, wie vie­le gute Bands ohne genü­gend Gigs es gibt, weiß das Publi­kum nicht.

Stellt es euch, wenn ihr eine Band seid, in etwa so vor: Vie­le eurer Fans spie­len selbst mehr schlecht als recht ein Instru­ment. Sie klim­pern oft auf der Gitar­re ein paar Lied­chen, die sie mit der Stu­be-Kam­mer-Küche-Akkord­fol­ge beglei­ten kön­nen (Toni­ka-Sub­do­mi­nan­te-Domi­nan­te-Toni­ka).

Wenn sie ein Kapodas­ter benut­zen, kön­nen sie mit drei Grif­fen alles beglei­ten. Moll­par­al­le­len las­sen sie eben­so wie jede Dop­pel­do­mi­nan­te weg. Natür­lich ist ihnen ihre Unzu­läng­lich­keit bewusst: Daher bli­cken sie zu euch auf, wenn euer Gitar­rist ein paar wirk­lich coo­le Riffs drauf hat oder wenn gar – wie im Fal­le der Acoustic Beat Roots – ein klas­si­sches Instru­ment wie der Kon­tra­bass hin­zu­kommt, auf dem ja rich­tig into­niert wer­den muss.

Dass so eine Band nun für sich wer­ben muss, kön­nen sie ein­fach nicht fas­sen. Das wäre in etwa das­sel­be, als wenn ein Bun­des­li­ga­pro­fi wie Robert Lewan­dow­ski oder Manu­el Neu­er für sich als Fuß­bal­ler (!) wer­ben müss­te. Das wür­de in uns Fuß­ball­fans Befrem­den auslösen.

Mit die­sem Gedan­ken im Hin­ter­kopf soll­tet ihr eure Selbst­ver­mark­tung behut­sam und sehr hin­ter­grün­dig in Angriff neh­men. Idea­ler­wei­se taucht ihr nament­lich unter Pres­se­mit­tei­lun­gen nicht auf. Viel­leicht fin­det ihr jeman­den, der euch pro­mo­tet, doch das ist schwer.

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Effi­zi­en­ter ist es, wenn ihr euch selbst dar­um küm­mert, weil ihr selbst wisst, was es für Por­ta­le und Kanä­le gibt. Legt euch ein­fach einen Account und ein Pseud­onym für einen fik­ti­ven Pro­mo­ter zu. Viel­leicht schafft ihr es auch, einen Influ­en­cer von euch zu über­zeu­gen. Die­se Mädels und Jungs machen das für Geld.

Wenn es euch nur um etwas Text für die Ver­mark­tung geht und nie­mand von euch das rich­ti­ge Fin­ger­chen dafür hat, könnt ihr Tex­te kau­fen. Es gibt eini­ge Platt­for­men wie text​bro​ker​.de, wo Schrei­ber­lin­ge aus­rei­chend gute Tex­te für rela­tiv güns­ti­ges Geld verfassen.

Dazu pro­du­ziert ihr eini­ge Vide­os, stellt sie auf You­Tube und sorgt für genü­gend Auf­merk­sam­keit, was eine gänz­lich ande­re Wis­sen­schaft für sich ist. Viel­leicht kom­men wir dar­auf mal in einem ande­ren Bei­trag zu sprechen.

Ihr könnt auch E‑Mail-Mar­ke­ting betrei­ben, doch denkt dar­an: Von unge­fähr 100 ange­schrie­be­nen Ver­an­stal­tern set­zen euch bei jeder Aus­sendung etwa drei bis fünf in den Spam­ord­ner. Die E‑Mail-Pro­vi­der regis­trie­ren das, als­bald seid ihr in jedem Spamordner.

E‑Mail-Mar­ke­ting ist für Musi­ker eigent­lich über­holt. Idea­ler­wei­se han­delt man euch erst als Geheim­tipp und dann als ange­sag­te New­co­mer. Da müsst ihr hin: Dann habt Ihr gute Karten.

Autoren­box:

Frank Thum­bach ist nicht nur SEO, son­dern auch Musi­ker. Er betreibt mit https://​www​.band​-fuer​-ihr​-event​.de/ eine eige­ne Musik­agen­tur und ist seit über zehn Jah­ren im Affi­lia­te Mar­ke­ting tätig.

(Bild­quel­le Arti­kel­an­fang: © Pexels /Pixabay.com)