Bei einer geplanten OffPage-Optimierung stehen auch Einträge in Webkatalogen bzw. -verzeichnissen bei fast jedem kommerziellem Website-Besitzer auf dem Plan.


Letztendlich soll die eigene Website durch einen Eintrag in einen Webkatalog in der Linkpopularität steigen und dadurch mehr Besucher anlocken.

Zwar werden durch diese Backlinks nun plötzlich keine riesigen Besuchermassen auf Ihre Website geleitet, aber für die kontinuierliche und dauerhafte Backlink-Erzeugung sollten auch saubere Webkatalog-Einträge vorgenommen werden, denn schließlich zählt jeder Besucher auf der eigenen Website.

Bevor ich auf entsprechende Punkte eingehe, die bei einem Eintrag in einen Webkatalog beachtet werden sollten, sollte der Begriff „Webkatalog bzw. Webverzeichnis“ wenigstens noch definiert werden.

Definition Webkataloge

Unter einem Webkatalog ist eine nach verschiedenen Themengebieten sortierte Sammlung von Websites zu verstehen. Die Einträge werden bei den meisten Webkatalogen von Redakteuren geprüft und bei Übereinstimmung mit den Richtlinien des Kataloges freigeschaltet.

Bei einem Eintrag muss der User neben dem Website-Link häufig noch eine kurze oder längere Beschreibung der Website, einen Titel und die entsprechenden Keywords angeben.

Webkataloge mit und ohne Backlinkpflicht

Es gibt Webkataloge mit und ohne Backlinkpflicht. Backlinkpflicht heißt, dass Sie auf Ihrer Website einen Backlink zum Webkatalog, in den Sie Ihre Seite eingetragen haben, einfügen. So geben Sie Linkpopularität an den Webkatalog zurück, was sich letztendlich auch auf Ihre Website positiv auswirkt. Ob diese Forderung von Webkatalogen in Ordnung ist, sei mal dahingestellt. Ich denke, dass gegen Backlinks bei hochwertigen Webkatalogen nichts einzuwenden ist, dennoch finde ich es eher störend, wenn Webkataloge Rückverlinkungen verlangen.

Wenn Sie keinen Backlink zu einem Webkatalog setzen wollen, dann sollten Sie komplett auf einen Eintrag in dem Katalog verzichten. Denn wenn Sie den Trick anwenden, dass Sie nach Ihrem Eintrag den Katalog verlinken und ein paar Tage später den Backlink wieder aus Ihrer Seite entfernen, so bleibt dieses Vorgehen von den Webkatalogen nicht unentdeckt. Sie werden schließlich auch wieder aus dem Katalog gelöscht.

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Kostenpflichtige und kostenlose Webkataloge

Neben Webkatalogen, deren Eintrag kostenlos ist, gibt es auch kostenpflichtige Webkataloge. Hier verführt die Kostenpflichtigkeit zu dem Gedanken, dass diese Einträge vielleicht hochwertiger sind, was sowohl mit Ja als auch mit Nein beantwortet werden kann. Denn es gibt kostenpflichtige hochwertige Kataloge sowie Verzeichnisse, die für überteuerte Preise von mehreren Hundert Euro pro Jahr Einträge anbieten.

Hier sollten Sie wirklich vergleichen, bevor Sie sich für kostenpflichtige Einträge entscheiden. Empfehlenswert sind für den Anfang kostenlose Webkataloge.

Tipps für Ihren Eintrag in Webkataloge

Um das Bestmögliche aus den Backlinks von Webkatalogen herauszuholen, liste ich Ihnen wichtige Informationen und Tipps auf, die Sie beachten sollten.

1. Tragen Sie Ihre Seite nur in einen Webkatalog ein, wenn auch dafür eine themenrelevante Kategorie existiert.

Sollte das Thema Ihrer Website im Katalog nicht kategorisiert sein, sollten Sie besser auf einen Eintrag verzichten. Wenn Sie Ihre Seite in eine unpassende Kategorie eintragen, wird ohnehin kaum nennenswerter Traffic generiert. Optimalerweise suchen Sie sich solche Kataloge, die sich auf Ihr Thema spezialisiert haben, falls es solche gibt.

2. Suchen Sie sich nur seriöse Webkataloge oder -verzeichnisse für Ihre Einträge aus. Doch was sind gute bzw. seriöse Webkataloge?

Einmal sollte ein seriöser Webkatalog im Google-Index stehen. Prüfen Sie, ob die Kategorieseite, auf der Sie Ihre Seite eintragen wollen, im Google-Index aufgeführt wird. Dafür geben Sie ins Suchfeld folgende Abfrage ein: site.www.websitenamedeswebkataloges.de/kategorie.

Erhalten Sie eine positive Rückmeldung, ist das schon mal zufriedenstellend. Falls die Kategorie nicht gelistet wird, kann der Webkatalog z. B. noch ziemlich neu sein oder die Kategorieseite zu tief in der Verzeichnisstruktur des Kataloges liegen. Jedenfalls werden Links auf einer von Google nicht indexierten Seite nicht gewertet. Somit ist ein solcher Backlink nichts wert.

Da Seiten, die nur selten aktualisiert werden, vom Googlebot nur in großen Zeitabständen aufgesucht werden, kann es schon sein, dass ein neuer Link auf einer indexierten Seite ein paar Monate braucht, bis er bei Google erfasst und indexiert wird. Gerade Webkataloge, die Ihre Seite auf einer Unterseite verlinken, sollten Sie etwas genauer unter die Lupe nehmen. Dazu testen Sie am besten ältere Einträge auf Unterseiten, ob sie schon von Google erfasst sind. Wenn nicht, wird wohl auch Ihr Eintrag nicht erfasst werden.

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Die URL der Kategorieseite sollte eine HTML- (oder PHP-) Seite sein, die sich aus dem Domainnamen und einem oder mehreren Keywords zusammensetzt. Wenn Sie Parameterangaben, Javascripts, Session-IDs in der URL antreffen oder der Link zu Ihrer Seite über eine Weiterleitung verfügt, sollten Sie keinen Eintrag vornehmen. Um diese Angaben festzustellen, gehen Sie im Browser einfach in den Quellcode (beim Internet Explorer unter Ansicht/Quelle).

Außerdem sollten in den Metatags kein „index, nofollow“ vorhanden sein und in dem Link zu Ihrer Seite das Attribut „rel=nofollow“ bzw. der Java-Script-Befehl „onclick“ fehlen. Sonst werden die Links von den Suchmaschinen-Robots nicht verfolgt und erfasst. Die Qualität der Backlinks auf Webkatalogen wird auch von der Anzahl der ausgehenden Links auf der Unterseite bestimmt. Je mehr Links darauf enthalten sind, desto schwächer wird Ihr Backlink gewertet.

Der Idealfall wäre eine Unterseite nur mit Ihrem Eintrag. Akzeptabel ist aber auch schon eine Unterseite mit maximal 20 ausgehenden Links. Hier müssen Sie manchmal Kompromisse machen, da viele Webkataloge mehr als 20 ausgehende Links auf ihren Unterseiten haben.

3. Achten Sie auf saubere Einträge mit aussagekräftigen Keywords.
Im Titel sollten schon die wichtigsten Informationen enthalten sein. Wenn Ihr Domainname nicht sonderlich aussagekräftig ist bzw. wichtige Keywords nicht enthält, sollten Sie ihn im Titel gar nicht erwähnen. Für die verlangte Seitenbeschreibung wählen Sie wieder wichtige Keywords aus, um die Themenrelevanz der Seite zu erhöhen.

Nutzen Sie den zur Verfügung stehenden Platz optimal aus und schreiben Sie sinnvolle, vollständige Sätze. Beschreiben Sie Ihre Seite bei jedem Webkatalog-Eintrag in neuen Formulierungen, um doppelten Content zu vermeiden.

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4. Achten Sie auch darauf, dass Sie Ihre Seite nicht mehrfach in einen Webkatalog eintragen.
Manchmal kann es etwas dauern, bis Ihr Eintrag freigeschaltet wird. Verlieren Sie daher nicht die Geduld. Im schlimmsten Fall kann Ihr Eintrag abgelehnt werden und es wird für Sie dann fast unmöglich, einen Verzeichniseintrag zu bekommen.

Des Weiteren sollten Sie nicht zu viele Einträge in einem kurzen Zeitabschnitt, z. B. pro Tag vornehmen. Dieser Backlinkaufbau würde aus der Sicht von Suchmaschinen zu schnell und unnatürlich erfolgen und wird eher negativ bewertet. Nehmen Sie sich daher nicht mehr als 10 Einträge am Tag vor.

Und zu guter letzt die Empfehlung: Melden Sie wirklich nur Seiten an, die guten Content für Ihre Besucher liefern und keine reinen Affiliates-Seiten, die nur aus Werbung bestehen und keinen eigenen Inhalt mit Mehrwert anbieten.

Hier noch eine kleine Liste mit guten Webkatalogen:

Weitere Webkataloge finden Sie bei der Google-Suche, wenn Sie folgende Begriffe eingeben: Webseite anmelden, Homepage eintragen, Webkataloge eintragen, …

(Bildquelle Artikelanfang: © RichWolf #8587186/Fotolia.com)

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